Wir stehen auf diese Tattoo-Trends!

© PALOMA Aviles, pexels

Wusstet ihr, dass etwa jeder Fünfte in Deutschland tätowiert ist? Der Körperschmuck ist voll im Trend, vor allem bei Frauen. 2017 waren rund die Hälfte aller Frauen zwischen 25 und 34 Jahren tätowiert. Besonder beliebt waren Tätowierungen an den Armen und auf dem Rücken. Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, euch ebenfalls ein Tattoo stechen zu lassen, müsst ihr eines bedenken: Laut Studien wird ein Drittel ihren Körperschmuck irgendwann bereuen. Unter anderem, weil sich viele nicht genug Gedanken über das Motiv machen. Das kann selbst Promis passieren. Johnny Depp machte aus »Winona forever« irgendwann einfach »Wino forever«.

Tattoos sind heute längst nicht mehr das, was sie einmal waren. Ursprünglich war das Tätowieren den Seeleuten vorbehalten, die sich damit vom Rest der Gesellschaft abgrenzen wollten. Kriminelle und Gang-Mitglieder übernahmen diese Form der Markierung, um zu zeigen, zu wem sie gehörten. Bis heute gibt es Tattoo-Codes, die Kenner der Szene leicht deuten können: eine Spinne am Hals, drei Punkte zwischen Daumen und Zeigefingern. Damals gehörten Tattoos nicht zum Mainstream. Erst in den 70ern begannen Künstler nach und nach, das Tattoo salonfähig zu machen. Damals allerdings war so ein Körperschmuck noch sehr rebellisch. Spätestens seit den 90ern ist das Tattoo ein Massenphänomen. Als Zeichen für Unangepasstheit und Rebellion eignet es sich jedenfalls längst nicht mehr.

Wenn ihr euch für ein Motiv entscheiden müsstet: Für was würdet ihr euch entscheiden?
Um euch zu inspirieren, haben wir euch die schönsten Trends der letzten Zeit zusammengefasst!

  1. Single Line Tattoos
    Verschnörkelte Linien und Formen, Hauptsache dieses Tattoo wird aus einer durchgängigen Linie gestochen.
  2. Watercolor Tattoos
    Die zarten Designs, meistens ohne Konturierung, haben schnell viele Herzen in der Szene erobert. Allerdings sind diese Tattoos nicht immer allzu langlebig…
  3. Geometrische Tattoos
    Geometrische Formen sind der letzte Schrei und werden oft mit bekannten Kunstströmungen und Kunstwerken kombiniert: Minimalismus mit Miro? Etwas von Kandinsky? Kein Problem und todschick!
  4. Blackout Tattoos
    Bei diesem Trend werden Körperteile großflächig komplett schwarz gefärbt – bestehend aus Mustern  und dezenteren Motiven. Auch hier ist Vorsicht geboten, weil die Farbe in dieser Intensität nicht wieder entfernt werden kann.
  5. Blacklight Tattoos
    Ihr traut euch nicht so recht? Bei Blacklight Tattoos wird mit einer Tinte gestochen, die nur bei ultraviolettem Licht sichtbar wird und bei normalem Licht fast unsichtbar ist.
  6. Reisemotive: Landkarten, Kompass, Berglandschaften
    Wir reisen gerne und erinnern uns gerne an die schönen Momente, Eindrücke und Erfahrungen zurück. Das wollen immer mehr Menschen auf ihrer Haut festhalten. Das Resultat: wunderschöne, kreative Motive.
  7. White Ink Tattoos
    Wer es dezent liebt, wird White Ink Tattoos lieben. Sie werden mit weißer Tinte gestochen und sind nicht so auffällig wie andere Tattoos. Allerdings haben diese Tattoos auch Probleme mit der Langlebigkeit …
  8. Mandala
    Mandalas sind als Tätowierungen sehr beliebt. Die Motive sind teils sehr aufwendig und groß. Kein Wunder, dass die Malbücher mit diesem Trend einhergingen.
  9. Dotwork
    Wem White Ink zu dezent ist, kann es mit Dotwork Tattoos ausprobieren. Die Motive bestehen hier aus vielen kleinen Punkten. Es ist extrem aufwendig, aber der Look lohnt sich!

Sind Tattoos nun hot or not?
Ihr seid begeistert von den Motiven und Trends? Wollt euch mit den Tattoos ausdrücken und Erinnerungen festhalten, seid aber immer noch unschlüssig? Es gibt viele Gründe für oder gegen die Tinte unter eurer Haut.

Pro:

  • Tattoos erzählen im Idealfall eine Geschichte. Womit wir gleich beim nächsten Vorteil wären: Nie mehr peinliches Schweigen beim ersten Date. Auffällige und gut sichtbare Tattoos sind immer ein gutes Gesprächsthema.
  • Auch wenn sich das in den letzten 30 Jahren sehr geändert hat, ein gewisses Bad Boy- oder Bad Girl-Image verleihen sie ihrem Träger je nach Motiv auch heute noch.
  • Die Körperbemalung kann fiese Narben verdecken.
  • Alle warnen immer davor, wie das in 50 Jahren aussehen wird. Wieso? Schrumpelig werden wir auch so.
  • Es zeugt von gewissem Mut. Schließlich ist es so ungefähr das Einzige im Leben, dem man sich tatsächlich auf Lebenszeit verpflichtet.

Contra:

  • Einige nennen es Commitment. Aber mal ehrlich, niemand hat mit 80 noch den gleichen Geschmack wie mit 18. Schon wer sein Tattoo nach zehn Jahren noch mag, kann sich glücklich schätzen.
  • Es kann tatsächlich süchtig machen. Manche Leute können ihr Bedürfnis nach immer neuen Tattoos irgendwann nicht mehr kontrollieren.
  • Es. Geht. Nicht. Mehr. Weg. Laserbehandlung hin oder her, ist es ein langer, teurer und beschwerlicher Weg.
  • Auch heute erschwert es noch die Jobsuche. Vor allem für alle jene, die beim Staat angestellt werden wollen. Aber auch in der gehobenen Gastronomie kann es zum Problem werden.
  • Mit Individualität hat ein Tattoo nicht mehr viel zu tun. Ein großes Problem haben vor allem all jene, die Sternchen, Schriftzeichen oder Arschgeweihe tragen. Das war vielleicht in den 90s cool. Aber die Mode verändert sich schnell.
  • Die Körperbemalung birgt ein gesundheitliches Risiko. Manche Menschen können allergisch auf die Farbe reagieren, frisch tätowierte Haut kann sich außerdem fies entzünden.

Wie auch immer ihr euch entscheidet, ist noch eins zu sagen: Blumen-Tattoos sind auch nicht zu verachten. Vor allem, wenn sie am Körper von sexy Bad Boys zu finden sind. Unsere liebsten tätowierten Bad Boys haben wir euch hier aufgelistet.

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