Fred Vargas

Der Zorn der Einsiedlerin

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Im Süden Frankreichs sterben mehrere Männer – angeblich sind sie dem Biss der Einsiedlerspinne zum Opfer gefallen. Allerdings reicht das Gift einer einzigen Spinne nicht aus, um einen Menschen zu töten. Adamsberg und sein Team von der Brigade Criminelle des 13. Pariser Arrondissements ermitteln. Seine Nachforschungen führen den eigenwilligen Kommissar zu einem Waisenhaus bei Nîmes und zu einer Gruppe von Jungen, die dort in den 1940er-Jahren lebte. Und plötzlich erscheinen die Todesfälle, die bislang nicht als Morde betrachtet wurden, in einem anderen Licht …

Nieder mit den Blapsen!

Von: Angi Datum: 26. November 2018

Wer keine Angst vor Spinnen und Insekten hat, dem möchte ich diesen Krimi wärmstens ans Herz legen. In kürzester Zeit hatte ich das Buch fertig gelesen, denn der wunderbar atmosphärische und flüssige Schreibstil von Fred Vargas ist einfach toll. Man spürt die Wärme der südfranzösischen Sonne fast auf der Haut, eine echte Wohltat in dieser Jahreszeit. Natürlich tragen auch die sympathischen Charaktere zum Lesegenuss bei. Allen voran Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg, der zunächst wenig begeistert ist, seinen Island-Urlaub überraschend abbrechen zu müssen, weil seine Kollegen Unterstützung brauchen: eine Frau wurde ermordet, mit dem Auto des eigenen Ehemanns überfahren. Dabei ist der Fall dann eigentlich schnell gelöst, aber Adamsberg stößt auf etwas anderes, das seine Aufmerksamkeit nicht mehr loslässt. Die Todesfälle durch Bisse der Einsiedlerspinne nehmen zu, was ungewöhnlich ist, da ihr Gift eigentlich nicht unbedingt lebensgefährlich ist. Was steckt dahinter? Zufälle oder doch mehr? Von den Vorgängerbänden habe ich nur einige gelesen, aber das ist zum allgemeinen Verständnis auch nicht zwingend nötig. Die Figuren haben auch so genug Tiefe, ohne ihre kompletten Hintergrundgeschichten zu kennen. Manche Personen wirken etwas verschroben, aber trotzdem merkt man immer, dass sie ihr Herz am rechten Fleck haben. So schöne Szenen, wie das gemeinsame Füttern einer Amselfamilie im Polizeihof findet man häufig in dieser Story. Überhaupt kommt das Menschliche und Emotionale nie zu kurz in diesem Krimi. Fred Vargas beweist wieder einmal sehr eindrucksvoll, dass man Spannung auch ohne große Action und Blutvergießen erzeugen kann. Adamsberg schlägt seine gewohnt ungewöhnlichen Wege ein, um an ein Ziel zu kommen, das anfangs noch niemand erahnen konnte. Super durchdacht mit vielen Wendungen, Überraschungen und Bezügen zu seiner eigenen Vergangenheit. Oft passiert nicht viel und wir sind einfach Zeugen einer soliden Ermittlungsarbeit, aber trotzdem ist man durchgehend gefesselt von dieser Geschichte, die spannend und irgendwie liebenswürdig zugleich ist. Wer gerne Krimis mit emotionalem Tiefgang und ohne Blutvergießen liest, der ist bei Fred Vargas an der richtigen Adresse mit diesem Buch! Nebenbei lernt man noch einiges über Spinnentiere, Insekten und wenn ihr wissen möchtet, was „Blapse“ sind, dann holt euch den Krimi.

Von hinten durch die Brust ins Auge

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 21. November 2018

Jean-Baptiste Adamsberg ist anders. Anders, als man sich üblicherweise einen Commissaire der Brigade Criminelle vorstellt. Oft scheint es, als sei er abwesend, mit dem Kopf in den Wolken, aber dieser Eindruck täuscht. Mit seiner unkonventionellen Denkweise, seinen Ahnungen, führt er sein Team regelmäßig auf die richtige Spur und löst den Fall. Und auch dieses Team hat es wahrlich in sich: Danglard, Froissy, Retancourt, Veyrenc de Bilhc, um nur einige zu nennen – jede/r für sich ein Original mit einzigartigen Fähigkeiten, die für ihren Chef durchs Feuer gehen. Manchmal zwar nur widerstrebend, dann aber, wenn sie sich auf seine Denkweise einlassen und die Muster erkennen, mit umso mehr Elan und Sachkompetenz. So auch in ihrem neuesten Fall, für den Adamsberg seinen isländischen Rückzugsort verlassen und zurück in die französische Metropole muss. Eine Frau wurde ermordet, der Täter muss aus dem unmittelbaren Umfeld kommen. Als Täter kommen nur zwei Menschen in Frage, entweder der Ehemann oder der Geliebte. Aber nicht dieser Fall fesselt das Interesse des verschrobenen Kommissars, sondern eine auffällige Häufung von Todesfällen im Süden Frankreichs, bei denen die Opfer durch Spinnenbisse ums Leben kommen. Wäre da nicht die Tatsache, dass das Gift einer einzelnen Einsiedlerspinne niemals ausreichen würde, um einen Menschen zu töten. Adamsberg verbeißt sich gegen den Widerstand seines Teams in den Fall, gräbt tief und tiefer, auch in seiner eigenen Vergangenheit und löst, wie könnte es anders sein, auch diesen Fall. Wie bereits in den vorangegangenen elf Bänden der Adamsberg-Reihe beschränkt die die französische Autorin Fred Vargas (von Haus aus Historikerin und Archäozoologin) nicht auf das bloße Whodunit, sondern bietet ihren Lesern jede Menge Details zu Historie, Mythologie und in diesem speziellen Fall auch Zoologie. Dabei verliert sie aber nicht ihren scharfen Blick auf die gesellschaftliche Realität aus den Augen und thematisiert in „Der Zorn der Einsiedlerin“ die Ausgrenzung und Ächtung von Frauen, die sich den gängigen Vorstellungen widersetzen – nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart. Man muss sich darauf einlassen können und wird dafür mit einem ganz besonderen Kriminalroman belohnt, dessen Kernaussage von hinten durch die Brust ins Auge trifft. Volle Punktzahl und nachdrücklich zur Lektüre empfohlen!

Ein charmanter und gut durchdachter Krimi

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum: 19. November 2018

In ihrem neuen Krimi “Der Zorn der Einsiedlerin” bietet Fred Vargas wieder alles auf, was ihre Krimis so lesenswert macht: Einen schwierigen Fall, komplizierte Ermittlungsumstände und einen Kommissar Adamsberg, der zu Höchstform aufläuft. Denn der muss sich wie immer nicht nur um einen Mord, sondern auch gründlich um die Befindlichkeiten seiner Pariser Brigade kümmern. Besonders sein Stellvertreter und Freund Danglard macht ihm diesmal Sorgen, fällt er ihm in dieser heiklen Sache doch gleich mehrfach in den Rücken. Dabei ist Vargas’ Erzählstil ebenso unkonventionell wie ihre Inszenierung der komplexen Geschichte, obwohl am Ende alles sehr schön logisch aufgelöst wird. So ist “Der Zorn der Einsiedlerin” ein charmanter, aber auch ein gut durchdachter Krimi, der einen so leicht nicht loslässt.

Adamsberg auf Abwegen

Von: Frau Lehmann Datum: 13. November 2018

Um damit gleich zu beginnen, ich liebe die Krimis von Fred Vargas und sie stehen ausnahmslos alle in meiner Bibliothek. Ich mag die Art, wie Kommissar Adamsbergs mäandernde Gedanken mich zwingen mein Lesetempo herunterzufahren, damit ich nichts Entscheidendes verpasse; ich mag es, wie die Realität an den Rändern verschwimmt, um dem Unwahrscheinlichen Raum zu geben; ich mag Vargas' ungewöhnliche Ideen, den häufigen geschichtlichen Bezug, bei dem ich immer auch etwas lerne. Daher musste der neue Roman auch am Tag des Erscheinens bei mir einziehen. Doch ich muss gestehen, ich bin enttäuscht. So wie Adamsberg kurz vor einem Burn-out zu stehen scheint, scheint auch seiner Autorin die Luft auszugehen. Gerade das Privatleben des Kommissars, sein Sohn, seine verlorene Liebe waren der Gegenpol zu den bizarren Fällen, machten Adamsberg menschlich. Das Alles fehlt in diesem Band zur Gänze. Nun ist er nur noch unfehlbarer Ermittler, der seine Kollegen in den Wahnsinn treibt, Kollegen, die übrigens auch von lebendigen Charakteren zu Schablonen erstarrt zu sein scheinen. Man verstehe mich nicht falsch, Vargas komponiert und formuliert nach wie vor fabelhaft, aber es wirkt eher mühselig als leichtfüssig. Ich glaube, eine etwas weniger außergewöhnliche Ermittlung und etwas mehr Konzentration auf die Entwicklung der Charaktere könnte dem Ganzen gut tun. Der Hauptfall ist so ungewöhnlich, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Es geht um Spinnenbisse und Einsiedlerinnen, um Vergeltung und Missbrauch. Und auch, wenn ich diesen Band deutlich schlechter im Vergleich zu den anderen fand, habe ich ihn an einem Tag gelesen. 506 Seiten. Unansprechbar für die Aussenwelt. Was nur zeigt, dass auch ein mittelprächtiger Vargas immer noch deutlich besser ist als neunzig Prozent aller anderen Krimis. Und nun bleibt mir nur zu hoffen, dass der nächste Band wieder besser gelingt und Fred Vargas wieder zurückfindet zu ihrer wunderbaren Truppe, die sich ja dadurch ausgezeichnet hat, dass sie eben nicht nur Stereotypen abgebildet hat, formelhaft erstarrte Gestalten, sondern aus lebendigen Charakteren besteht. Für Ersttäter empfiehlt es sich übrigens tatsächlich mit Band 1 zu beginnen und nicht mittendrin, finde ich. Auch wenn die Fälle abgeschlossen sind, baut das Zwischenmenschliche aufeinander auf, versteht man die Menschen besser mit ihrem Hintergrund. Wer also mit den Vargas-Krimis beginnen möchte, der greife zu "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord".

Von Spinnen, Käfern, Tauben und so manch anderem Getier

Von: Monika Albert Datum: 09. November 2018

Auffällig viele alte Männer am Biss einer Einsiedlerspinne sterben, was eigentlich unmöglich ist. Fast zufällig stolpert Kommissar Adamsberg über diese Merkwürdigkeit und wir ahnen es schon, das lässt ihn nicht mehr los. Er forscht auf eigene Faust, denn alle halten ihn für verrückt, auch seine Brigade. Vor allem sein Freund und Stellvertreter Danglard stellt sich gegen ihn. Gerade erst aus Island zurückbeordert, scheinen die Nebelbänke der Insel den Kommissar nicht frei zu geben. „ Sie hielten ihn oft für einen Träumer und eigensinnigen Fantasten, im Guten wie im Schlechten … ohne zu ahnen, dass er im Nebel einfach gut sah.“ Und so findet er die Spur zu einem Waisenhaus und zu einer Clique von grausamen Kindern, der „Einsiedlerspinnen-Bande“, die dort vor vielen Jahren ihr Unwesen getrieben haben. Handelt es sich um die Rache der gequälten Kinder? Es dauert lange, bis Adamsberg dieses Rätsel lösen kann. Wie so oft verirrt er sich auf Abwege, folgt falschen Spuren, verheddert sich in scheinbar Nebensächlichem. Vargas vergleicht ihn mit Magellan auf der Suche nach der Passage zum Pazifik, allzeit der Gefahr des Schiffbruchs ausgeliefert. Mir macht es immer wieder Spaß, ihn auf diesen Irrfahrten zu begleiten und nach und nach folgt ihm auch sein Team. Erst nur wenige, dann immer mehr. Manch einer mag das als langweilig empfinden. Ich finde es wunderbar. Hier gibt es keinen thrilligen Mainstream. Wenn die Ermittlung stockt, gehen sie erst mal essen oder kümmern sich um ihre Amselfamilie, deren Überleb im Asphaltdschungel von Paris gesichert werden muss. Das ist herrlich entschleunigend. Das ist französische Lebensart vom feinsten. Die Figuren von Fred Vargas haben etwas Surreales. Adamsberg ist ein sensibler Träumer, zwar ein feiner Beobachter, doch als Kommissar eine unrealistische Fehlbesetzung. Sein Team besteht aus Typen, die so mit Sicherheit in keiner Dienststelle eine Chance hätten. Einer hat das absolute Gedächtnis, trinkt zu viel. Eine andere hortet krankhaft Lebensmittel, wieder ein anderer fällt alle 3 Stunden in Tiefschlaf. Trotzdem funktionieren sie auf der fiktionalen Ebene hervorragend. Jeder ist auf seine spezielle Art liebenswürdig und authentisch. Das passt, das funktioniert hervorragend. Der Humor ist zum niederknien. Wer schon mal was mit absurdem Theater in Berührung gekommen ist, dem werden solche Dialoge bekannt vorkommen. „Ist Voisnet Raucher?“ „Nein. Vielleicht hat er seinem Sohn eine geklaut.“ „Er hat keinen Sohn.“ „Dann weiß ich auch nicht.“ „Kennst Du Balzac?“ „Nein, Louis. Die Gelegenheit hat sich nie ergeben.“ „Nun sieh dir Voisnet an, und du siehst Balzac. Er hat zwar nicht seine Finsteren Augenbrauen und er ist noch nicht so dick, aber denk dir einen schwarzen Schnauzer hinzu, und du siehst Balzac.“ „Also ist Balzac letztendlich gar nicht tot.“ „Letztendlich nein.“ „Wie tröstlich.“ Der Kriminalfall wirkt stark konstruiert. Aber wen kümmert das, wenn er beim Lesen so viel Unterhaltungswert hat. Wenn ich Realität will, schau ich Nachrichten. Wenn ich einen außergewöhnlichen Krimi lesen will, greife ich zu Vargas. Dabei ist das Thema, das in diesem Buch aufgegriffen wird, so real, dass es, wenn mal wieder so ein entsetzlicher Fall bekannt wird, durchaus in der Presse große Aufmerksamkeit findet. „Unsere Zeit, Kommissar? Von welcher Zeit reden Sie? Einer zivilisierten? Einer vernunftbestimmten Zeit? Einer friedlichen Zeit? Unsere Zeit ist unsere Urgeschichte, unser Mittelalter. Der Mensch hat sich doch um keinen Deut geändert. Schon gar nicht in seinen tiefsten Gedanken.“ Das ist leider allzu wahr und genauso erschreckend. Wie es trotzdem gelingt, aus einem so abstoßenden Thema einen Unterhaltungsroman zu machen, der sogar mit einer gewissen Leichtigkeit aufwartet, das ist das die Kunst von Fred Vargas. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch, das hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.

Der Zorn der Einsiedlerin

Von: miss.mesmerized Datum: 28. October 2018

Der Mord an einer Frau holt Kommissar Adamsberg von Island zurück an den Pariser Schreibtisch. Der Fall ist schnell geklärt und so ist die Aufmerksamkeit des Ermittlers schon bald bei einer anderen Geschichte. Im Süden des Landes sind drei Männer durch den Biss einer Spinne gestorben. Das Gift des Tieres genügt eigentlich nicht, um einem Menschen ernsthaft zu schaden, auch wenn die Opfer schon recht betagt waren. Adamsbergs Neugierde ist geweckt und er sucht einen Arachnologen auf. Mit ihm wartet eine ältere Dame aus der Region der Toten auf den Experten, die sich offenkundig seit Jahren mit den Tieren beschäftigt. Immer tiefer steigt Adamsberg in die Materie ein, er ahnt, dass er etwas auf der Spur ist und auch wenn nicht alle aus seinem Team hinter ihm stehen, folgt er unbeirrt den Spuren im Nebel und stößt auf eine ungeheuerliche Mordserie. „Loxosceles reclusa“ ist der wissenschaftliche Name des Tieres, um das sich alles in „Der Zorn der Einsiedlerin“ dreht. Die Einsiedlerspinne braucht jedoch einige Zeit bis zu ihrem großen Auftritt, vorher muss Adamsberg noch zwei kleinere Fälle lösen, bevor er sich ihr ganz widmen kann. Fred Vargas startet ausgesprochen langsam und ausladend in den neunten Fall für ihren Pariser Kommissar. Doch es lohnt sich am Ball zu bleiben, denn sowohl Mordmotiv wie auch Umsetzung sind typisch Vargas komplex konstruiert und geradezu genial erdacht. Adamsberg ermittelt auf seine gewohnt unkonventionelle Art, bei der er sich von Eingebungen – oder besser: Gedankenblasen – leiten lässt und die ihn, wenn auch mit mancher Schleife, doch zielsicher ins Schwarze treffen lassen. Leider kann die clevere Auflösung in der deutschen Übersetzung nicht ganz mit den Original mithalten, da sich manche Spuren nicht so offenkundig zeigen, wie dies für französische Leser der Fall sein dürfte, aber alle Zusammenhänge werden erklärt und die kurze Verzögerung tut der Spannung keinen Abbruch. Dass dieses Mal ein Konflikt innerhalb des Teams die Ermittlungen belasten, bringt eine weitere Komponente ins Spiel, die vor allem viel über Adamsberg offenlegt, der als charismatischer Anführer seine Leute nicht nur im Griff hat, sondern unangefochtener Leitwolf ist. Diese Rolle übernimmt er, ebenso die Verantwortung, die damit einhergeht, und das macht ihn für mich ungemein sympathisch und hebt ihn von so vielen eigenbrötlerischen, egoistischen und sozial inkompetenten Ermittlern deutlich ab. Er kümmert sich um seine Leute, kennt sie gut und weiß vor allem um ihre Schwächen, die er schützt und deren Grenzen er nicht überschreitet. Ein rundum gelungener Roman, einzig der große Zufall, den es braucht, um die Handlung ins Rollen zu bringen und letztlich auch die Lösung herbeizuführen passt nicht ganz zu Vargas Stil. Aber das kann ich verzeihen, schließlich hat sie ansonsten eine wirklich außergewöhnliche Geschichte geschaffen, was bei der Masse der Krimis, die doch häufig bekannten Mustern folgen, kein leichtes Unterfangen ist.

Ein toll geschriebener Krimi von Vargas

Von: Sylvia W. Datum: 28. October 2018

Auf den ersten Seiten des Buches war ich noch skeptisch - isländische Sätze (zwar mit direkter Übersetzung) und die Menge der Akteure, die ad hoc eingeführt werden - anstrengend. Aber dann hat mich Kommissar Adamsberg immer weiter in seinen Bann gezogen. Die Leichtigkeit, mit der er die zwei Fälle vor dem eigentlichen Hauptfall dieses Buches löst – einfach spektakulär und trotzdem leise. Ich würde dies als einen „Kopfkrimi“ bezeichnen, immer ruhig und gelassen (Hektik kommt nur auf, als Adamsberg seinem Kollegen Danglard einen Fausthieb verpasst und als der Kommissar sich an seine Begegnung mit der Rekluse erinnert) – trotzdem bleibt der Spannungsbogen stets straff gespannt. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen und in einem Rutsch durchlesen möchte. Das Ende ist trotzdem überraschend und nun wird dem Leser die Zweideutigkeit des Titels erst richtig deutlich.

Fred Vargas und die Kreuzberger Nächte . . .

Von: Ben Vart Datum: 18. October 2018

Der Stil von Fred Vargas hat etwas gemeinsam mit den Kreuzberger Nächten. Ob die Gebrüder Blattschuss seinerzeit Vargas lasen, darf bezweifelt werden. Und ob Vargas das Lied des damaligen Trios hörte, ebenfalls. Aber wie die „Kreuzberger Nächte“ fangen Vargas Romane eben „ganz langsam“ an. Meistens jedenfalls. Nicht so das neueste Buch „Zorn der Einsiedlerin“. Das beginnt mit einem Mord. Den allerdings hat Commissaire Jean-Baptiste Adamsberg schon nach knapp 60 Seiten gelöst. Nur durch Beobachtungen, durch die ihm die dreckigen Fingernägel des sonst ebenso gepflegt wie blasiert auftretenden Maître Carvin auffallen, entlarvt er den Rechtsanwalt als Mörder seiner Frau, der die Tat einem Nachbarn in die Schuhe schieben will. Ja und dieser Einstieg ist eben ungewöhnlich für Fred Vargas. Der ist eigentlich eine Frau. Die französischen Schriftstellerin, Historikerin, Mittelalterarchäologin und Archäozoologin Frédérique Audoin-Rouzeau hat sich diesen Künstlernamen zugelegt. Aber noch während der Maître des Mordes überführt wird, verfällt Vargas wieder in ihren ursprünglichen, etwas skurrilen Stil: Adamsberg wittert in mehreren Todesfällen in Südfrankreich Schlimmes. Am Biss der „Einsiedlerspinne“ sollen mehrere ältere Menschen verstorben sein. Adamsberg wird argwöhnisch. Wie er auch in den anderen Büchern von Vargas durch einerseits zwar nicht alltägliche, andererseits in einer Großstadt wie Paris auch nicht ungewöhnliche Ereignisse aufmerksam wird. Spinner gibt es eben überall und seien wir ehrlich – le Commissaire Jean-Baptiste Adamsberg darf ebenfalls zu den skurrilen Figuren gezählt werden, die Vargas Werke bevölkern. Eigentlich haben die Charaktere von Vargas sämtlichst einen Knall. Oder, um es positiv auszudrücken, sie unterscheiden sich deutlich von dem, was sowohl in der Kriminalliteratur wie auch im richtigen Leben als „normal“ angesehen wird. Somit sind Vargas’ Romane auch nicht „normal“; auch sie unterscheiden sich innerhalb des Genres klar vom Mainstream. Genau deshalb polarisiert Vargas die Leser. Man mag ihre Bücher, oder man mag sie nicht. Dazwischen gibt es ganz wenig Grauzone. Verstärkt wird die Polarisierung durch den manierierten Stil der Autorin, ihre gewöhnungsbedürftigen Dialoge. Die allerdings ihrerseits zu den Figuren passen, die oft autistisch scheinende Parameter aufweisen. Im „Zorn der Einsiedlerin“ ging Vargas einen anderen Weg und startete mit einem Mord. Der Start in einen Plot, wie ihn nahezu alle Autoren wählen. Entgegen Vargas’ sonstiger Gepflogenheit durfte Adamsberg nicht lange sinnieren, philosophieren und hinterfragen. Ihm legte die Autorin das Offensichtliche direkt hin. Was durchaus als Beleg gelten darf, dass sie sich mit dieser Art, einen Kriminalroman zu schreiben, so gar nicht anfreunden konnte. Aber dann kommen die Spinnenbisse und deren tödliche Folgen ins Spiel, und Adamsberg darf wieder zu seiner alten, bewährten und von vielen auch geliebten Form auflaufen.

Spinnenbiss

Von: Helga Hensel Datum: 01. October 2018

Kommissar Adamsberg genießt eine Auszeit auf Island als er wegen eines Mordfalls nach Paris zurückbeordert wird. Seine Mitarbeiter freuen sich, dass nun der gewohnte Gang im Revier wieder Einzug halten wird; doch Adamsberg verweigert zunächst seine geistige Rückkehr, hat sich nicht in den Fall eingelesen. Eine Frau wurde von einem SUV überfahren und getötet. Als Täter kommen Ehemann und Liebhaber in Frage. Parallel macht die Nachricht zweier Tode älterer Männer im Süden die Runde. Offenbar sind sie am Biss einer Einsiedlerspinne verstorben. Dieses Thema packt Adamsberg im Nacken und versetzt ihn in größtes Unbehagen. Zunächst hinter den Kulissen recherchiert er die Umstände und ahnt, dass es sich in Wirklichkeit um Mord handelt, was wissenschaftlich betrachtet völlig unmöglich ist. Fred Vargas und ihr Ermittlerteam um Kommissar Adamsberg sind wie nach Hause kommen. Vertraut sind mir die jeweiligen Eigenarten der Protagonisten, die Arbeitsweise im Team und die teilweise unkonventionelle Art der Ermittlung. Ich habe mir ein Bild von jedem Einzelnen gemacht und freue mich über das Wiedersehen. Und doch ist die Stimmung im Kommissariat dieses Mal anders, was mich zunächst etwas betrübt, letztlich jedoch den Spannungsbogen in besonderer Weise ermöglicht. Der Autorin gelingt es, durch zunächst zwei parallele Ermittlungen sowie diverse Nebenschauplätze ein schönes Gleichgewicht von Spannung und Entspannung zu erzeugen, so dass ich mich im Fluss der Handlung wohl fühle. Im letzten Drittel des Buches beschleicht mich eine Ahnung hinsichtlich der möglichen Lösung der Fälle, was jedoch keinen negativen Einfluss auf das kriminalistische Lesevergnügen nimmt. „Der Zorn der Einsiedlerin“ ist ein solider Kriminalroman mit „echten Typen“ als Protagonisten und teilweise untypischer Ermittlungsarbeit. Für mich eine absolute Lese-Empfehlung für Krimi-Fans! Ich durfte dieses Buch als eBook vorab auf Jellybooks.de lesen.

Ein toller Krimi

Von: Sylvia W. Datum: 06. November 2018

Auf den ersten Seiten war ich noch skeptisch - Sätze auf Isländisch (zwar mit direkter Übersetzung) und die vielen Namen der Haupt- und Nebenpersonen, die ad hoc eingeführt werden - anstrengend. Aber nach kurzer Zeit hat mich Kommissar Adamsberg immer mehr in seinen Bann gezogen. Die Leichtigkeit, mit der er die zwei Fälle vor dem eigentlich "Hauptfall" des Buches gelöst hat - faszinierend. Für mich ist das ein "Kopfkrimi", immer ruhig doch der Spannungsbogen bleibt stets straff gespannt. Hektik kommt nur auf, als Adamsberg eine körperliche Auseinandersetzung hat und als bei ihm Kindheitserinnerungen hochkommen. Ein Buch, das man in einem Rutsch durchlesen möchte. Auch das Ende ist überraschend - erst nun wird dem Leser auch die Zweideutigkeit des Titels bewusst. Von mir 5 Sterne.

Spannend

Von: Maggie Datum: 05. November 2018

Ein super spannendes Buch von der ersten Seite bis zur letzten. Die Protagonisten werden einem sehr gut nahegebracht. Ich war bis zum Schluss gefesselt =)

Zorn ist vielleicht das falsche Wort

Von: GrayWolf Datum: 04. November 2018

Die Story erinnert an "die purpurnen Flüsse", der Klappentext hört sich vielversprechend an. Anfangs empfand ich die Entwicklung der Story etwas zäh, je mehr ich gelesen habe desto besser wurde das Buch. Manchmal war die Entwicklung des Falles etwas an den Haaren herbeigezogen, anderes war zu offensichtlich. Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe würde ich es nicht der Zorn der Einsiedlerin nennen eher ist es ein Kriminalroman der das Motiv der späten Rache herausgearbeitet hat. Alles in allem gebe ich 4 Sterne

Beginnt langatmig

Von: Sandra Löffler Datum: 03. November 2018

Sehr französisches Buch, dass sich anfangs schwierig liest. Wird aber spannend als Kommissar Adamsberg sich festbeißt an den Todesfällen die erstmal nicht nach einem Fall für die Mordkommission aussieht.

Vargas - Der Zorn der Einsiedlerin

Von: Thomas Kohl Datum: 29. October 2018

Fred Vargas (Frédérique Audoin-Rouzeau mit richtigem Namen) mit ihrem zwölften Roman um Kommissar Adamsberg der Brigade Criminelle in Paris setzt in mit diesem Fall die Tradition ihrer bisher erschienen Reihe ohne Wenn und Aber fort. Adamsberg befindet sich in Island und genießt das Land und die Leute als er wegen eines Unfalls nach Paris zurückgerufen wird. Die Aufklärung des Falls gestaltet sich für seine Brigade recht unkompliziert. Durch Zufall stößt Adamsberg jedoch, als er aus Neugier auf den Rechner seines Mitarbeiters schaut auf eine sehr ungewöhnliche Spur. Drei ältere Männer starben an einem Spinnenbiss der sogenannten Einsiedlerspinne, was erst einmal nicht ungewöhnlich an sich wäre, wenn da nicht das seltsame daran wäre, dass der Biss einer einzelnen Spinne normalerweise nicht zum Tod füht. Seine Nase sagt ihm, dass hier etwas nicht stimmt. Er hat sozusagen Gift geleckt. Er fängt an zu ermitteln wobei er sich den Unmut seiner Brigade erst einmal zuzieht, die hier keinen Fall erkennen kann. Vor allem sein Top-Mann Denglard legt ihm nicht nur Steine in den Weg sondern intrigiert ganz massiv gegen ihn persönlich. Mit gewohnter Raffinesse und einer Prise französischem Humor (wie sich das wohl auf französisch liest?) spinnt Vargas ihren Roman auf den nachfolgenden Seiten mit viel arachnophobischem Know-How. Die Differenzen in der Brigade nehmen sehr viel Raum in diesem Roman ein, was manchmal nicht wirklich nachvollziehbar ist und für die ein oder andere Länge und Kopfschütteln beim Lesen sorgt. Die kriminalistische Handlung gerät dadurch teils in den Hintergrund und hätte mehr Inhalt verdient. Der geübte Krimileser wird alsbald seine Nase richtig in den Wind gelegt haben und ist vor größeren Überraschungen gefeit. Ein handwerklich geschickt geschriebener Roman - was man von Vargas erwarten konnte - aber ohne die große kriminalistische Verve beim Leser zu wecken. Wer Adamsberg und seine Brigade liebt wird wieder sehr zufrieden sein, wer die Brigade das erste Mal kennenlernt tut sich anfänglich schwer wird aber sehr intensiv überlegen die vorherigen Romane zu lesen. Nichts zum verschlingen aber gut lesbar und interessant.

Fesselnd

Von: corina09 Datum: 28. October 2018

Mein erster Roman von Fred Vargas Ein toller Schreibstil, sehr detailliert und spannend. Die Kriminalgeschichte macht es einem schwer, das Buch aus der Hand zu legen Auf jeden Fall nicht das letzte Buch, das ich von ihr gelesen habe!!

Spinnig

Von: Lesefee Datum: 27. October 2018

Durchwachsen aber detailliert, mitfühlend, emphatisch und hartnäckig geschrieben. Typisch anders, typisch französisch gut.

Gegen Ende noch spannend

Von: Tina Datum: 23. October 2018

Der Schreibstil gefällt mir nicht so gut. Das aus dem Französischem Übersetzte klingt oft sehr altmodisch und ich hatte oft Probleme dem Handlungsverlauf zu folgen. Es werden viele Details erwähnt und einige Sätze sind lang und verschachtelt. Dadurch fällt die Spannung leider manchmal schnell wieder ab. Wenn man aber weit genug gelesen hat und tief in der Story drin steckt, dann bleibt die Spannung und man möchte wissen wie es weiter geht. Bis dahin braucht man aber viel Geduld.

Klasse Geschrieben

Von: Angela Kulik Datum: 20. October 2018

Ich bin nicht so ein Krimi Leser, aber dieser Klappentext klang toll. Spannend und vielen Details. Und wurde nicht enttäuscht. Wahr gefesselt von der Story, was wohl als nächstes passiert. Wer ist wohl der Mörder und so. Finde aber man kann es nicht so einfach Zwischendurch lesen da es doch etwas Komplex wahr. Habe mich trotzdem wunderbar Unterhalten gefühlt und so soll es sein !!

zäher Liebhaberkrimi

Von: juliallday Datum: 18. October 2018

Kommissar Adamsberg wird aus seiner Auszeit auf einer isländischen Inseln zurück nach Paris beordert. Eine Frau wurde mit einem SUV überfahren. War es der Geliebte oder der Ehemann? Durch Zufall stösst Adamsberg nebenbei auf eine Meldung, dass rund um Nîmes alte Männer am Gift der äusserst scheuen Einsiedlerspinne gestorben sind. Er fängt gegen den Willen seiner Brigade an zu ermitteln und stösst nicht nur dabei auf Grenzen. Düstere Geschehnisse aus der Vergangenheit treten ans Tageslicht. In meinen Augen liegt das Hauptproblem an den oft sehr lang aneinander gereiten Sätzen. Das störte mich beim Lesen sehr. Der Schwerpunkt liegt auf der Ermittlung, die sich sehr zieht, da jede neue Information mindestens zehnfach durchkaut wird. Zusammenfassend ist es für mich ein zäher Krimi mit Längen, den man eher in der Originalsprache lesen sollte, wenn man unbedingt will.

Wunden der Vergangenheit

Von: Bettina Müschen Datum: 13. October 2018

Eigentlich möchte Kommissar Adamsberg auf Island bleiben, doch er wird zurück nach Paris gerufen, um seinen Kollegen von der Brigade Criminelle bei der Lösung eines Falles zu helfen. Der Kommissar der „im Nebel sehen kann“ findet auch recht schnell heraus, wer die überfahrene Ehefrau getötet hat und beweist dies auf seine ganz spezielle Art. Eher nebenbei sieht er Informationen über Todesfälle, die durch Spinnenbisse der Einsiedlerspinne erfolgt sein sollen. Da die Todesursache aber im hohen Alter der getöteten Männer liegen soll wird der Fall, außer in Internetforen, in denen von Mutationen oder Klimaveränderungen spekuliert wird, nicht weiter verfolgt. Trotzdem lässt die Angelegenheit dem Kommissar keine Ruhe und treibt ihn dazu, sich näher mit der Einsiedlerin zu beschäftigen. Diese Spinnenart ist eher ängstlich und lebt zurückgezogen und eine tödliche Giftdosis müsste aus 44 Giftdrüsen erfolgen, was eher unwahrscheinlich erscheint. Adamsberg recherchiert aber weiter, wobei er zunächst nur im Geheimen ermitteln kann. Er weiht nur wenige der vertrauten Mitarbeiter ein, auch, weil die Stimmung in der Brigade getrübt ist. Irgendetwas stimmt nicht im Revier! Dies ist der 12. Band der Reihe um Kommissar Adamsberg und sein Team und die Autorin schafft es wieder, jedes Teammitglied als Menschen mit all seinen Schrullen und Eigenarten darzustellen. Dies macht beim Lesen viel Vergnügen, egal, ob man mit den anderen Romanen vertraut ist oder den Männern und Frauen der Brigade Criminelle zum ersten Mal begegnet. Mir gefällt dieser Erzählstil sehr und die spannende Handlung, deren Ursprung viele Jahrzehnte zurück liegt, wird fesselnd erzählt. Für alle Leserinnen und Leser, die Freude an großartig erzählter Kriminalliteratur mit einer intelligenten Handlung, sehr menschlich beschriebenen Protagonisten und teilweise etwas unkonventionellen Ermittlungsmethoden haben eine absolute Leseempfehlung!

Adamsberg und der Zorn

Von: Ritja Datum: 29. November 2018

Wenn Fred Vargas ihrem Kommissar Adamsberg ins Rennen schickt, muss ich dabei sein. An Adamsberg scheiden sich die Geister. Entweder man mag ihn und seine ganz eigene Art zu ermitteln oder man hasst ihn, weil der so anders ist und seine Fälle immer so verzwickt und langsam sind. Wer mit Adamsberg ermittelt, muss die langsame und bedächtige Vorgehensweise mögen. Was anfangs einfach und logisch erscheint, wird mit jedem Satz komplizierter und verworrener und wenn man meint, man steckt nun endgültig fest, kommt Adamsberg der eine Gedanke, der die Ermittlungen wieder ins Rollen bringt. Es sind wieder viele Fakten, sehr viel Hintergrundwissen und einige Charaktere, die die Geschichte beeinflussen. Aber nicht nur die Ermittlungen sind spannend und interessant, sondern auch der Konflikt zwischen Adamsberg und Danglard. Der Konflikt schwillt immer mehr an und zeigt eine neue Seite von dem Kommissar und seinem Stellvertreter. Die Unruhe und das Misstrauen der beiden ist so gut von Fred Vargas beschrieben, dass die Stimmung fast greifbar ist. Man muss jedoch die Geschichte zwischen Adamsberg und Danglard kennen, um den Konflikt wirklich zu verstehen. Es ist kein einfacher Krimi und man muss etwas Geduld und Muße mitbringen, aber wenn man bereit ist, sich auf diese Geschichte einzulassen, wird man eine vielschichtige und spannende Geschichte hören.