Kelly Rimmer

Was das Herz nie vergisst

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Als Sabina und ihr Mann Ted erfahren, dass sie ein Kind erwarten, empfinden sie nichts als Glück. Doch als Sabina ihren Eltern freudestrahlend davon erzählt, reagiert ihre Mutter sehr seltsam und zurückhaltend. Sabina ist wie vor den Kopf gestoßen, doch bald wird ihr klar, dass es eine Sache gibt, die ihre Eltern bisher verschwiegen haben: Sie ist adoptiert. Sabinas heile Welt bricht von einem Moment auf den anderen über ihr zusammen. Wie kann eine Mutter ihre eigene Tochter weggeben? Sie macht sich auf, ihre leibliche Mutter zu suchen, doch was sie entdeckt, erschüttert nicht nur ihr eigenes Leben …

Was das Herz nie vergisst

Von: Sophie-Marie Datum: 24. October 2018

Inhalt: „Meine liebste Tochter, ich hatte all die Jahre ein Geheimnis vor dir. Du bist adoptiert ...“ Als Sabina und ihr Mann Ted erfahren, dass sie ein Kind erwarten, empfinden sie nichts als Glück. Doch als Sabina ihren Eltern freudestrahlend davon erzählt, reagiert ihre Mutter sehr seltsam und zurückhaltend. Sabina ist wie vor den Kopf gestoßen, doch bald wird ihr klar, dass es eine Sache gibt, die ihre Eltern bisher verschwiegen haben: Sie ist adoptiert. Sabinas heile Welt bricht von einem Moment auf den anderen über ihr zusammen. Wie kann eine Mutter ihre eigene Tochter weggeben? Sie macht sich auf, ihre leibliche Mutter zu suchen, doch was sie entdeckt, erschüttert nicht nur ihr eigenes Leben ... Meine Meinung: Bei diesem schönen Buch muss ich unbedingt zuerst auf das Cover hinweisen. Ist das nicht hübsch? Ich hab mich direkt verliebt auch wenn es mit dem Inhalt des Buches recht wenig zu tun hat. Für mich war es das erste Buch der Autorin, war aber definitiv nicht das Letzte. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und flüssig. Generell hat mir auch das Setting, das im Klappentext grob dargestellt wird, sehr gut gefallen. Bereits nach den ersten Seiten war ich tief in die Geschichte eingetaucht und konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Innerhalb von 24 Stunden hatte ich es ausgelesen. Wie im Klappentext oben schon erwähnt geht es hier um das Thema der Adoption, genauer gesagt sogar um Zwangsadoption. Die Geschichte wird abwechselnd von der eigentlichen Protagonistin Sabina, ihrer leiblichen Mutter Lilly und ihrer Adoptivmutter Megan erzählt, teilweise in verschiedenen Zeitebenen. Jede der Frauen bekommt somit die Möglichkeit, dem Leser Ihren Teil der Geschichte zu erzählen. Dabei kommen so manche Dinge ans Licht, die mich wirklich fassungslos zurückließen. Die Autorin hat es geschafft, die Gedanken und Gefühle der einzelnen Personen authentisch auf Papier zu bringen. Einziger Kritikpunkt ist für mich das Ende, das meiner Meinung nach ein wenig zu glatt ist. Ich bin mir unsicher, ob es in der Realität genauso ablaufen könnte. Ich möchte deswegen allerdings keinen Stern abziehen, da mich die Geschichte einfach zu sehr berührt hat. Fazit: Dieser Roman ist wirklich emotional und hat mich tief bewegt. Ein oder zwei Mal musste ich mir sogar ein Tränchen verdrücken. Ich kann euch das Buch also wirklich empfehlen und vergebe 5 Sterne.

Eine berührende Geschichte

Von: paperlove Datum: 06. October 2018

Auf das Buch bin ich in erster Linie aufgrund des wunderschönen Covers aufmerksam geworden, das aber rückblickend auf mich ein bisschen zu bunt und fröhlich wirkt und meiner Meinung nach deshalb nicht ganz so passend für die bedrückende Geschichte ist, die sich dahinter verbirgt. Worum es in dem Buch geht, wird bereits sehr treffend im Klappentext beschrieben, der gleichzeitig auch als Einstieg in die Geschichte dient. Und genau ab dem Zeitpunkt, als Sabina nach 38 Jahren erfährt, dass sie adoptiert ist, hat mich die Story richtig gepackt. Die Autorin schafft es sehr eindrücklich und bewegend zu schildern, welche Auswirkungen diese Enthüllung auf Sabina hat. Man erfährt nicht nur, was im Gefühlsleben der Protagonistin vor sich geht, sondern auch, welche Folgen das Ganze auf zwischenmenschlicher Ebene hat. Nachdem Sabina die Nachricht verdaut hat, muss sie sich damit auseinandersetzen, dass ihre Eltern sie ihr Leben lang angelogen haben. Und darin verbirgt sich verständlicherweise sehr viel Konfliktpotential, das seinen Höhepunkt erreicht, als Sabina den beiden erklärt, dass sie ihre biologischen Eltern suchen möchten. Das wiederum ist Auslöser dafür, dass Sabinas Mutter und Vater sich mit den Konsequenzen ihrer damaligen Entscheidung konfrontieren müssen, was alles andere als leicht für alle ist, denn das Thema "Zwangsadoptionen" schwebt wie ein Damoklesschwert über die gesamte Geschichte. Was mir besonders gefallen hat ist die Art und Weise, wie die Autorin die Auswirkungen beschreibt, denn sie schafft es, das Thema mit der nötigen Sensibilität zu behandeln, ohne diese Enthüllung auf übertrieben dramatische Weise auszuschlachten. Die gesamte Geschichte wirkt dadurch sehr authentisch und glaubhaft - und das hat mir besonders gut gefallen. Das Buch ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Zum einen gibt es die Gegenwart, die sich mit Sabinas Umgang mit der Situation befasst und zum anderen gibt es die Zeitebene vor 38 Jahren, die aus der Sicht von Sabinas biologischer Mutter geschildert wird. Ich fand diese Vorgehensweise ganz wunderbar, denn nach und nach erfährt der Leser, wie es damals überhaupt zu der Adoption gekommen ist, bis die beiden Handlungsstränge schliesslich zusammengeführt und in der Gegenwart verschmelzt werden. Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen und die Seiten sind sprichwörtlich dahingeflogen. Ich hatte aber ein bisschen den Eindruck, dass die Handlung sehr schnell vorangetrieben und alles ein bisschen zu sehr auf ein Happy End getrimmt wurde. Es war fast so, als hätten sich alle Beteiligten sehr schnell mit dieser neuen Situation abgefunden und sich darauf einstellen können. Ob das in der Realität auch alles so harmonisch verlaufen würde, wage ich zu bezweifeln. Fazit: Ein bewegendes Buch über eine schwangere Frau, die nach 38 Jahren erfährt, dass sie adoptiert wurde und sich nun den Folgen dieser Enthüllungen stellen muss, die viele Fragen zu ihrer eigenen Identität aufwirft. Die Autorin geht sehr sensibel mit dem Thema "Zwangsadoption" um und schafft es, das Thema authentisch umzusetzen, ohne dabei reisserisch zu sein. Der Handlungsbogen wirkt gut durchdacht und wird durch das Verschmelzen zweier Handlungsstränge schön abgerundet - wobei der Schlussteil in meinen Augen schon ein bisschen zu schön ist, um wahr zu sein. Aus diesem Grund gibt es von mir 4 Sterne für dieses berührende Buch.

Gefühlsbetont, aber enttäuschend langweilig

Von: schnäppchenjägerin Datum: 01. October 2018

Als die 38-jährige Sabina ihren Eltern erzählt, dass sie schwanger ist, erfährt sie von ihnen, dass sie selbst adoptiert ist. Ihre Eltern machen ein Geheimnis um die Adoption im September 1973, weshalb Sabina davon ausgehen muss, dass es sich um eine Zwangsadoption gehandelt haben muss. Ihre Mutter Megan hat dann doch ein Einsehen und nennt Sabina den Namen ihrer leiblichen Mutter: Liliana Wyzlecki. Lilly hat seit 19 Jahren darauf gewartet, dass sich ihre erste Tochter bei ihr meldet. Sie ist glücklich verheiratet mit Sabinas Vater und hat mit ihm zwei weitere Kinder bekommen. Sabina lernt ihre leiblichen Eltern kennen, erfährt ihre Wurzeln und gleichzeitig verändert sich ihre Sicht ihre bisherigen Eltern, von denen sie dachte, dass diese sie abgöttisch lieben. "Was das Herz nie vergisst" ist ein emotionales Buch über drei Frauen, drei Mütter in unterschiedlichen Situationen: Megan, die sich so sehr ein Kind gewünscht hat, aber keines lebend zur Welt brachte, aber in einer Einrichtung für minderjährige Schwangere arbeitete; Liliana, die mit 16 Jahren weder heiraten noch ihr Baby behalten durfte und letztlich die schwangere Sabina, die so spät von ihrer eigenen Adoption erfährt. Der Roman ist aus der Sicht von Sabina geschrieben, Liliana lernt man zunächst durch Briefe an ihren geliebten James kennen, als sie schwanger ist. Über Megans Situation erfährt man durch eine Rückblende in die Vergangenheit in das Jahr 1973. Nachdem ich vom ersten in Deutschland von Kelly Rimmer erschienenen Roman "So blau wie das funkelnde Meer" so begeistert war, hat mich dieser Roman etwas enttäuscht, da mich die Schicksale der drei Frauen nicht so wie erhofft berühren konnten. Ich mochte weder Sabinas weinerliche, unnachgiebige Art, noch war mir Megans langes Schweigen verständlich. Das Thema Zwangsadoption blieb mir zu sehr an der Oberfläche. Viel mehr als die Briefe der noch sehr jungen und naiven Lilly an James hätte ich mir einen aktiven Rückblick in die Vergangenheit sowohl aus Megans als auch aus Lillys Sicht gewünscht. Mir waren die Frauen zu sehr vom Schicksal gebeutelt und zu stereotyp als gut und böse dargestellt. Im Vergleich dazu blieben die Männer langweilig farblos, wobei auch in Bezug auf sie Megans Ehemann als der Schuldige abgekanzelt wurde, während Sabinas Ehemann übertrieben verständnisvoll mit Sabinas Stimmungen umzugehen wusste. Ohne eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Zwangsadoptionen in den 1970er-Jahren als solche empfand ich den Roman, der sich auf die Darstellung der Enttäuschung Sabinas über ihre bisherigen Eltern und das Kennenlernen ihrer leiblichen Eltern beschränkte, zwar sehr feinfühlig dargestellt, aber enttäuschend langweilig.

interessante und emotionale Geschichte

Von: Wortgetreu Datum: 21. September 2018

Das Cover finde ich wirklich sehr gelungen. Es wirkt erwachsen und reif und passt somit perfekt zu dem Buch. Die gewählte Schriftart ist sehr schön und auch die minimaoistischen Zeichnungen der Blumen spricht mich sehr an. Alles im allem ein wirklich harmonisches Cover. Unsere Protagonistin Sabina ist eine sehr sympathische und authentische Frau, deren Handlungen ich immer nachvollziehen konnte und die mir irgendwie total nahe war. Sie ist herzlich, ehrlich, aufrichtig und emotional. Mit ihrem Wesen konnte sie mich total packen und ich habe mit ihr mitgelitten, mitgelacht und mitgeweint. Auch ihr Mann Ted war mir sehr sympathisch und was mir hier besonders aufgefallen ist, ist dass jeder einzelne Charakter wunderbar ausgearbeitet war und das Buch so lebendig hat werden lassen. In dieser sehr emotionalen Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Das Thema dieses Buches war für mich mal etwas ganz anderes und etwas, was ich persönlich so noch nicht gelesen habe. Es geht hier um Zwangsadoption und auch der historische Hintergrund wird hier aufgegriffen, was ich sehr informativ und interessant fand. Wir blicken ein paar Mal in die Vergangenheit zurück, genauer gesagt in ein Entbindungsheim im späten 20. Jahrhundert. Allerdings findet hier nicht unsere Haupthandlung statt, diese befindet sich ganz normal in der heutigen Zeit und somit in der Gegenwart. Der Schreibstil von der Autorin Kelly Rimmer war so fließend, dass ich durch die Seiten flog. Ihre Wörter sind so voller Leben und die Emotionen konnte sie wirklich wunderbar rüberbringen, sodass ich alles nachempfinden konnte. Schon von Anfang an fesselte mich diese Geschichte. Ich fand es spannend, interessant und emotional.

Kelly Rimmer - Was das Herz nie vergisst

Von: Christina Wagener Datum: 16. September 2018

Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr erfahrt, adoptiert wurden zu sein? _________________ *** REZENSION von ©Flotte Buchlotte*** _________________ Angaben zum Buch: Kelly Rimmer Was das Herz nie vergisst blanvalet Verlag 384 Seiten 27.08.2018 erschienen 978-3-7645-0570-7 15,00 € TB Klappbroschur _________________ Angaben zum Cover: Das Cover mit seinen bunten und schillernden Farben lässt einen neugierig werden was dahinter steckt. _________________ Angaben zum Autor: Kelly Rimmer fand Fiktion schon immer besser als die Realität - und wurde deshalb Romanautorin. Sie lebt mit ihrem Mann Daniel und zwei kleinen Kindern im ländlichen Australien, und wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder vom Lesen und Schreiben träumt, arbeitet sie in der IT-Branche. Nach »So blau wie das funkelnde Meer« ist »Was das Herz nie vergisst« ihr zweiter Roman im Blanvalet Verlag. _________________ Klappentext: »Meine liebste Tochter, ich hatte all die Jahre ein Geheimnis vor dir. Du bist adoptiert... «Als Sabina und ihr Mann Ted erfahren, dass sie ein Kind erwarten, empfinden sie nichts als Glück. Doch als Sabina ihren Eltern freudestrahlend davon erzählt, reagiert ihre Mutter sehr seltsam und zurückhaltend. Sabina ist wie vor den Kopf gestoßen, doch bald wird ihr klar, dass es eine Sache gibt, die ihre Eltern bisher verschwiegen haben: Sie ist adoptiert. Sabinas heile Welt bricht von einem Moment auf den anderen über ihr zusammen. Wie kann eine Mutter ihre eigene Tochter weggeben? Sie macht sich auf, ihre leibliche Mutter zu suchen, doch was sie entdeckt, erschüttert nicht nur ihr eigenes Leben… _________________ Meine Meinung: Auf dieses schöne Buch bin ich durch eine Freundin aufmerksam geworden. Als ich es begann zu lesen, war ich sofort hin und weg von dieser mitreißenden Geschichte. Sabina, unsere Hauptprotagonistin, erfuhr eines Tages von ihren Eltern, - als sie diesen von ihrer Schwangerschaft erzählen wollte -, dass sie selbst adoptiert wurde. Auf einmal trafen viele Emotionen und Gefühle auf sie ein. Ich konnte gut mit ihr fühlen in ihrer Situation. Wie es sich wohl anfühlen muss, so etwas nach fast vierzig Jahren zu erfahren? Sabina kam bis dato für mich als sehr taffe, junge Frau rüber. Mit ihrem Mann Ted, - der ihr außerdem eine große Stütze war - verstand sie sich gut und er half ihr, so gut er konnte. Auch ihre Adoptiveltern Megan und Graeme kamen mir als sehr besorgt und fürsorglich vor. Ich denke, dass es Sabina bei den beiden gut hatte. Aber auch ihre leiblichen Eltern Liliane „Lilly“ und James schienen sehr erfreut zu sein, ihre Tochter nach so langer Zeit endlich wiederzusehen. Auch der Schreibstil war sehr flüssig zu lesen. Die Sicht war abwechselnd aus der von Sabina (März 2012) und aus Lillys Sicht (in Form von Briefen) erzählt. So konnte man sich gut in die „frühere Lilly“ hineinversetzen. Die Kapitel zeugten von normaler Länge. Zum Ende hin hat es mich doch sehr berührt, denn man merkte hier, wie wichtig eine Familie sein kann. _________________ Fazit: Für mich ein gelungener zweiter Roman der Autorin - auch wenn ich den ersten nicht gelesen habe - . Ein tolles Thema und unheimlich berührend. Daher gerne: --> 4 von 5 Sterne <--

Herzzerreißend emotional

Von: KittysKiste Datum: 15. September 2018

Als Sabina endlich schwanger wird, ist die Freude riesig. Doch als sie die freudige Botschaft mit ihren Eltern teilen will, ist die Reaktion nicht wie gedacht. Nicht nur, dass ihre Mutter sehr erschrocken und ängstlich reagiert, haben ihre Eltern auch noch ein Geheimnis und so erfährt Sabina mit 38 Jahren, dass sie adoptiert wurde. Kurzerhand macht sie sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter und kommt so einer erschütternden Wahrheit auf die Spur. Auch für dieses Buch geht ein ganz liebes Dankeschön an den blanvalet Verlag, welcher mir dieses als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich durfte mit diesem Roman eine sehr tiefgründige und emotionale Geschichte lesen, die mich trotz kleiner Mängel sehr beeindrucken konnte. Geschrieben wurde diese in zwei Zeitsträngen und aus drei verschiedenen Ich-Perspektiven, eine davon in Briefform. Diese drei verschiedenen Sichten fand ich hervorragend, da sie die Verbindung der drei wichtigsten Frauen in diesem Roman perfekt darstellt. Dabei ist der Schreibstil sehr angenehm und nicht zu ausführlich. Dennoch hat sich gerade der Anfang der Handlung für mich doch sehr gezogen und auch zwischendrin gab es die eine oder andere Durststrecke. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich das jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, gar nicht mehr so schlimm finde, denn die Geschichte lebt doch eher von ihrem sehr sensiblen Thema und den vielen emotionalen Momenten. Ebenso mochte ich die Feinfühligkeit, mit der die Autorin diese Geschichte geschrieben hat. Man merkt, dass ihr dieses Thema sehr wichtig ist und sie hat mich damit wirklich sehr berührt. Letztendlich glaube ich, dass mich bisher kaum ein Buch mehr zum Weinen gebracht hat, wie dieses hier. Das Ende jedoch hätte ich mir ein bisschen ausführlicher gewünscht. Trotzdem fand ich es wunderschön. Was die einzelnen Charakter angeht, so stehen auf jeden Fall die drei Frauen Sabina, Lilly und Megan im Vordergrund, wobei jede von ihnen eine einzigartige Persönlichkeit ist. Und obwohl ich Megan nicht so sehr mochte, wie die anderen beiden, so konnte ich eine jede der drei Frauen absolut verstehen. Ich fand einfach alle Charaktere in diesem Buch sehr gut und individuell geschrieben. Ich muss sagen, dass ich diesen Roman wirklich toll fand, doch wer mit einer spannenden Geschichte rechnet, der wird sicherlich enttäuscht werden. Dafür besticht er, wie gesagt, mit einem traurigen Thema und viel Gefühl.

Ein sehr bewegender, emotionaler Roman

Von: Anna Salvatore Datum: 11. September 2018

MEINUNG Aus insgesamt drei Perspektiven nehmen wir eine tragische Geschichte wahr, die sich um das Thema der Zwangsadoptionen dreht. Mir gefällt es allgemein sehr, wenn auch Historisches in den Fokus rückt, was man vielleicht gar nicht so wahrnahm - hier sind es Entbindungsheime in Australien noch im späten 20. Jahrhundert. Ein Thema, von dem ich bis dato keine Ahnung hatte. Dennoch keine Angst, die Hauptgeschichte findet zu unserer heutigen Zeit statt. Schon auf der ersten Seite konnte es mich abholen. Sofort war man in der Situation, kam wunderbar zurecht und es war auch spannend. Und das hielt sich. In der Tat wollte ich gar nicht aufhören zu lesen, denn die Seiten verflogen geradezu. Sehr schön finde ich auch, dass die Autorin auf einen klischeehaften Spannungsbogen verzichtet und lieber einen eigenen, individuellen Verlauf zeichnet. Die Wendungen und Begegnungen gefielen mir sehr. Der Schreibstil ist äußerst angenehm. Klare Sprache und dennoch nicht kalt, sondern voller Leben. Auch die Protagonistin Sabina hat wesentlich dazu beigetragen. Ihre Entscheidungen habe ich zu jederzeit nachvollzogen. Sie ist ein ehrlicher und emotionaler Mensch und ich habe sie wahnsinnig gerne begleitet. Auch Ted, ihr Mann, sowie sämtliche anderen Figuren haben die Geschichte bereichert und einzigartig gemacht. Zum Ende hin hätte ich mir gerne noch etwas mehr Seiten gewünscht, aber dennoch finde ich das Ende gut gemacht. FAZIT Ein sehr bewegender, emotionaler Roman. Man leidet und fühlt mit den Protagonistinnen mit, der Schreibstil ist äußerst angenehm und ich hätte mir noch mehr Seiten gewünscht. Emotionales Highlight! - 5 von 5 Feenfaltern - Vielen Dank an den blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar! © Anna Salvatore's Bücherreich

Eine zu Herzen gehende Geschichte über die Kraft der Liebe

Von: sommerlese Datum: 06. September 2018

Den Roman "Was das Herz nie vergisst"schrieb die australische Autorin Kelly Rimmer, die deutsche Übersetzung von Astrid Finke erscheint 2018 im Blanvalet Verlag. "Meine liebste Tochter, ich hatte all die Jahre ein Geheimnis vor dir. Du bist adoptiert ..." Dies ist eine relativ tragische Geschichte über Sabina Piper, die ihren Eltern ihre Schwangerschaft mitteilt und statt der erfreuten Reaktion eine unerwartete Entdeckung über ihre eigene Herkunft machen muss. Der Roman thematisiert die Zwangsadoptionen in Australien und zeigt die Hintergründe im Fall von Sabina. Kelly Rimmer sorgt mit ihrer eingängigen, flüssigen Sprache und ihren gut gezeichneten Figuren für ein berührendes Leseerlebnis. Sie vermag es, mit ihrer unglaublich fesselnden Handlung einen Fall von Zwangsadoption aufzurollen, dem man einfach nur folgen kann. Zu gespannt ist man auf die Gründe, die Chancen des Wiederfindens zwischen leiblicher Mutter und Tochter und die Beziehungen zu den Adoptiveltern nach der Entdeckung dieser lange Jahre geheim gehaltenen wahren Herkunft. Was hat die Eltern zu dieser Lüge der eigenen Elternschaft bewegt? Der Roman zeigt die Gründe unjd Gefühle der Eltern, ihre Hoffnung und ihr Sehnen nach einem eigenen Kind auf bewegende Weise. Spannung und Dramatik erhält der Roman durch mehrere Faktoren. Einmal ist es die Aufregung und Unsicherheit vor dem Wiedersehen nach der langen Zeit von 38 Jahren zwischen Mutter und Tochter, dem man als Leserin ebenfalls entgegenfiebert. Außerdem sorgen die sorgsam eingestreuten Rückblicke der beiden Mütter und die Briefe von Lilly an ihren James für weitere Informationen über den wahren Verlauf der Adoption. Auch wenn die Thematik eine schwierige Lebensentscheidung beschreibt, bei der Kummer, Sehnsucht und vielleicht auch Wut über die Jahre bei Lilly gewütet haben, so genießt man doch ihr Treffen mit Sabina nach all den Jahren wie in einer großen Umarmung wohltuend und euphorisch mit. Ihr emotionales und liebenswertes Miteinander entschädigt für die verlorenen Jahre an Gemeinsamkeit und dieses Gefühl schwappt auch auf den Leser über. Diese Familie ist über die Maßen sympathisch und man ist von ihnen sofort eingenommen. Durch die neue, recht innige Beziehung zu ihrer leiblichen Mutter reift Sabina , entdeckt eine innere Stärke und auch durch die Unterstützung und Liebe ihres Mannes entwickelt sie die Kraft, zu beiden Müttern zu stehen und das Vergangene zwar zu hinterfragen, aber doch nicht als persönlichen Vorwurf zu benutzen. Dieser Roman behandelt ein tragisches Thema auf so unvergleichlich mitfühlende Weise, wie es selten der Fall ist. Er sorgt für bewegende Lesezeit voller Emotionen und auch für Verständnis für die Figuren, denn am Ende siegt die Liebe.

Wie das Leben spielt

Von: Nadine Dietz Datum: 02. September 2018

Dieser Roman ist mir aufgrund des Titels und des bunten, dezenten Covers aufgefallen und ich wurde nicht enttäuscht. Es handelt sich um das sensible Thema der Adoption und schon nach einigen Seiten merkte ich, dass es sich um kein normales Vorgehen gehandelt hat. Die Autorin versteht es meisterhaft,die Emotionen von Sabina und ihrem Mann Ted dem Leser nahezubringen und die "Eltern" waren auch authentisch dargestellt. Sabina lernte ich als sehr emotionale junge Frau kennen,die für ihre Wahrheit kämpft. Die Kapitel wechseln immer zwischen Sabina 2012 und Lilly und Megan 1973. Das hat die Spannung gefördert und mich neugierig auf den Ausgang der Geschichte gemacht. Je weiter ich gelesen habe,desto schockierter war ich. Die Sprache war bildhaft, flüssig und leicht zu lesen. Fazit: Dieser Roman hat mich berührt und wird noch eine Zeitlang nachklingen. Ich vergebe eine klare Leseempfehlung und 4,5/5 🌟

Ein ganz besonderes, emotionales Leseerlebnis!

Von: Conny G. Datum: 05. October 2018

Das Buch erzählt die tragische Geschichte von Sabina Piper, die im Alter von 38 Jahren ihr erstes Kind erwartet. Als sie und ihr Mann Ted Sabinas Eltern glücklich davon erzählen, reagieren diese sehr merkwürdig. Besonders Sabinas Mutter Megan reagiert nicht nur zurückhaltend sondern sogar erschrocken und ängstlich. Auf Sabinas großen Druck hin, geben die Eltern schließlich zu, dass Sabina adoptiert ist und sie keine eigenen Kinder bekommen konnten. Megan wurde zwar mehrfach schwanger, verlor die Kinder aber jedes Mal durch Fehlgeburten. Deshalb ist sie ängstlich, dass es Sabina nun genau so gehen könnte. Sabinas Vater zeigt sich sehr stur und will Sabina auf keinen Fall die Wahrheit erzählen. Sabina ist sehr enttäuscht und verletzt, dass sie so lange belogen wurde und selbst jetzt niemand bereit ist, ihr die ganze Wahrheit zu sagen. Erst nachdem sie den Eltern mit einem totalen Bruch droht, gibt ihre Mutter ihr heimlich den Namen der leiblichen Mutter und das korrekte Geburtsdatum. Sabina macht sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter und kommt einer tragischen Wahrheit auf die Spur. Die Autorin erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen, die Gegenwart im Jahr 2012 und die Vergangenheit im Jahr 1973. In der Gegenwart erleben wir Sabinas Perspektive und im Jahr 1973 die ihrer leiblichen Mutter Lilly in Form von Briefen an ihre große Liebe James. In diesen Briefen erzählt sie von ihrer Situation in einem staatlichen Entbindungsheim. Später kommt dann noch die Perspektive von Megan im Jahr 1973 dazu. Für alle drei Protagonistinnen hat die Autorin die Ich-Form gewählt, was die Leser tief in die Gedanken und Emotionen der drei Frauen blicken lässt. Die Thematik der Zwangsadoptionen bei jungen, ledigen Frauen, die in Australien offenbar bis in die 1970er Jahre üblich war, hat die Autorin mit diesem Roman sehr einfühlsam verarbeitet. Mich hat es richtig wütend gemacht, wie damals mit den jungen Frauen umgegangen wurde. Anstatt die jungen Mütter zu unterstützen wurden ihnen die Kinder oft unmittelbar nach der Geburt weggenommen und die Mütter gezwungen, die Adoptionspapiere zu unterschreiben. Fassungslos war ich über das Verhalten von Sabinas Adoptiveltern, die auch jetzt nach 38 Jahren noch nicht die Wahrheit sagen wollen. Besonders der Adoptivvater zeigt sich da sehr uneinsichtig. Gefesselt habe ich Sabinas Suche nach ihrer leiblichen Mutter verfolgt und mich mit ihr gefreut, als die Suche zum Erfolg führt. Das Wiedersehen zwischen Mutter und Tochter habe ich genau so wie Sabina entgegen gefiebert und hatte Tränchen der Rührung in den Augen, als dieses erste Treffen nach so vielen Jahren endlich stattfindet. Sabina lernt ihre wahre Familie kennen und so wie diese große Familie sie mit offenen Armen und großen Glücksgefühlen aufnimmt, so habe auch ich beim Lesen dieses Glück spüren können. Doch damit ist Sabinas Geschichte noch längst nicht zu Ende erzählt. Denn Lilly und Sabina beginnen damit, die Vergangenheit aufzuarbeiten und auch Megans Gedanken und Motive zur damaligen Zeit werden noch deutlich. Ich war gespannt, wie sich die Situation für alle drei Frauen entwickeln würde und ob es am Ende zum Verstehen und Verzeihen kommt und auch Megans Adoptiveltern Bestandteil der neuen großen Familie werden können. Denn mit Sabinas Baby ist ja bereits die nächste Generation unterwegs. Das tragische Thema der Zwangsadoptionen wird in diesem Roman durch die drei wunderbar gezeichneten Protagonistinnen und drei verschiedene Sichtweisen sehr feinfühlig deutlich gemacht und an dieses Unrecht erinnert. Der lebendige Schreibstil und die vielen großen Emotionen haben mich begeistert und sehr bewegt. Dieser Roman ist ein ganz besonderes Leseerlebnis! Fazit: 5 von 5 Sternen

Was das Herz nie vergißt

Von: Stefanie_booksweetbook Datum: 20. September 2018

Dies war der erste Roman, den ich von dieser Autorin gelesen habe, aber das Thema Adoption hat mich aufmerksam auf die Geschichte gemacht und ich bin noch immer sehr bewegt. Ich hatte die Richtung in die es hier geht so nicht erwartet und war erschüttert was damals passierte. Ich war geschockt, dass es so etwas wie Zwangsadoption gab. Der Aufbau der Geschichte mit den drei Erzählperspektiven hat mich in die Geschichte eintauchen lassen. Ich war gefesselt und sehr bewegt von den Schicksalen. Die Autorin hat mich mit ihren Worten gefesselt und sehr berührt. ich habe mit den Frauen mitgelitten, gebangt und gehofft dass alles doch noch ein gutes Ende nimmt. Eine bewegende Geschichte die mich sehr berührt hat. Von mir eine klare Leseempfehlung und 5/5 Sternen. Vielen Dank an Blanvalet und Random House für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.