Cristina Caboni

Der Zauber zwischen den Seiten

Der Zauber zwischen den Seiten Blick ins Buch

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Seit sie denken kann, ist Sofia von Büchern fasziniert. Sie liebt das Rascheln der Seiten, den Geruch des Papiers und vor allem die darin beschriebenen Welten. Schon immer haben sie der schüchternen Frau geholfen, der Realität zu entkommen. Als sie eines Tages in einem Antiquariat ein altes Buch kauft, findet sie darin enthaltene Manuskripte und Briefe einer gewissen Clarice, die Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben soll. Sofia und Clarice scheinen viel gemeinsam zu haben, und Sofia spürt eine Verbindung zu ihr. Um mehr über sie zu erfahren, reist Sofia quer durch Europa. Dabei stößt sie nicht nur auf eine unglaubliche Liebesgeschichte, sondern findet endlich auch ihr eigenes Glück …

Hommage an das geschriebene Wort

Von: Carmens Buecherkabinett Datum: 22. November 2018

Sofia steht an einem entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben. Die junge Römerin muss schweren Herzens erkennen, dass sie sich für ihren Mann immer mehr selbst aufgegeben hat und so zu der wurde, die sie aktuell ist. Doch das wollte sie nie sein. Sie wollte vielmehr von Büchern umgeben sein, arbeiten mit Büchern und eintauchen in fremde Welten. Bei einem Besuch eines Antiquariats stößt Sofia auf ein stark beschädigtes Buch von Christian Philipp Fohr. Sofia verliebt sich direkt in das Buch und hofft, es wieder herrichten zu können. Doch bei den Restaurierungsarbeiten stößt sie plötzlich auf handgeschriebene Briefe, die in der Bindung verborgen waren. Beim Lesen stellt Sofia fest, Clarice hat wohl ein ähnliches Schicksal wie sie selbst durchlebt. Auch ihre Liebe zu Büchern und dem geschriebenen Wort eint die beiden Frauen. Als die Aufzeichnungen abrupt enden, beschließt Sofia, sich auf die Suche nach den beiden Folgebänden von Christian Philipp Fohrs Trilogie zu machen. Vielleicht hat Clarice hier die weitere Briefe drin versteckt. Doch wird Sofie die beiden Bücher je finden und kann sie Tomaso Leoni, dem renommierten Grafologen, der sie bei ihrer Suche unterstützt ihr Vertrauen und ihre Zuneigung wirklich schenken? Das Buch stellt eine wunderschöne Hommage an das geschriebene und gebundene Wort dar. Dies wird dem Leser alleine durch die vielen Zitate aus Klassikern, die jedem Kapitel vorangestellt sind, klar . Sofia wirkt zunächst sehr schwammig und unsicher. Doch man spürt deutlich ihre Begeisterung und ihre Liebe zu Büchern. Diese Liebe macht sie stark und festigt ihren Willen, die beiden verschollenen Bücher ausfindig zu machen. Sofia entwickelt sich immer mehr im Laufe der Geschichte. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen. Die zweite Zeitebene führt den Leser zu Clarice, die nach dem Tod ihrer Eltern in Büchern ein neues Zuhause findet. Die Autorin hatte mich nach wenigen Seiten für sich gewonnen gehabt. Der Schreibstil zog mich in die Seiten des Buches und ich durfte zusammen mit Clarice leiden, mit Sofia hoffen und nach den beiden Büchern suchen. Fazit: Eine spannende Geschichte, bei der der Zufall eine gewisse Rolle einnimmt, dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch bildet. Rundum eine gelungene Hommage an das geschriebene und gedruckte Wort über die Zeit hinweg.

Rezension 'Der Zauber zwischen den Seiten'

Von: If I read Datum: 11. November 2018

Inhalt: Cristina Caboni erzählt zwei ineinander verwobene Geschichten. Sofia lebt in Rom und ist eigentlich nicht so recht glücklich mit ihrer Situation. Mit ihrem Mann versteht sie sich nicht mehr so gut und sie möchte endlich wieder eine Erfüllung finden und einem Job nachgehen. Kurzerhand beschließt sie ihrer Leidenschaft den Büchern wieder zu folgen und lernt in einem Antiquariat einen alten Mann kennen, der ihr ein altes restaurierungsbedürftiges Buch ihres Lieblingsautors schenkt. Was sie darin entdeckt und dass sie mit dem verschlossenen Tomaso die Geheimnisse darin lüftet, daran hätte sie nicht mal in ihren Träumen gedacht. Clarice lebt Mitte des 19.Jahrhundert und wird von ihrem Onkel und ihrer Tante groß gezogen. Sie zieht sich wegen der fehlenden Liebe und Aufmerksamkeit immer mehr in die Welt der Bücher zurück. Eines Abends lernt sie den benachbarten Buchbinder durch Zufall kennen und findet dadurch ihre Berufung. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihr und schon bald droht sie daran zu brechen. Meine Meinung: Sofia ist zu Beginn eine in sich zurückgezogene Frau, die sich zur Hausfrau runterstufen lässt wieder lernen muss für sich selbst einzustehen. Dabei helfen ihr vor allem die Worte ihrer besten Freundin: "Manchmal müssen bestimmte Dinge passieren, damit etwas Neues entstehen kann." Nach reiflicher Überlegung und der neuen Aufgabe mit dem zu restaurierenden Buches trennt sie sich von Ihrem Mann und man merkt wie sie aufblüht und sich stark für sich selbst macht. Die gesamte weitere Geschichte hindurch merkt man, wie viel entschlossener und mutiger sie wird. Sie lässt sich nicht mehr so leicht unterkriegen und setzt auch mal ihren Kopf durch. Ihrer Entwicklung hat mir wirklich gut gefallen und auch ihre Leidenschaft hat mich sehr gepackt. Clarice Schicksal hat mich von Anfang an sehr berührt und ich bewundere sie wie sie eine so starke und unabhängige Frau geworden ist. Die ganzen Niederschläge und Probleme in Ihrem Leben ziehen zwar nicht spurlos an ihr vorbei, aber sie klammert sich an das Leben und ihre Leidenschaft für Bücher. Der mürrische und verschlossene Tomaso hat mich zu Beginn eher mit gemischten Gefühlen zurück gelassen. Doch nach und nach taut er im Umgang mit Sofia auf und ich konnte ihn immer besser leiden. Beide ergeben ein so perfektes Team auch wenn sie manchmal ihre Alleingänge gehen müssen, um danach zu merken, dass sie den jeweils anderen doch gebraucht hätten. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig zu lesen, auch wenn die Geschichte manchmal ihre Längen hatte. Mir hat das Buch gut gefallen und ich würde es jedem empfehlen, der Geschichten mit einem historischem Part mag. Auch das Thema Buch und der Beruf des Buchbinders wurde schön ausgearbeitet. Deshalb gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen.

Die Liebe zu Büchern -( Vorsicht Spoiler!)

Von: Petra Radtke Datum: 27. October 2018

Die Geschichte spielt in Rom und da es sich hier vor allem um Bücher dreht, hat mich das Buch auch sehr interessiert. Im Wechsel erzählt die Autorin die Geschichte von zwei Frauen, von Sofia in der heutigen Zeit und Clarice, die in der Mitte des 19.Jahrhunderts gelebt haben soll. Sofia, die mit ihrem Leben unzufrieden ist und sich von ihrem Ehemann trennen möchte, da sie merkt, dass sie ihm zuliebe alles aufgegeben hat, was einmal interessant für sie war, entdeckt in einem Antiquariat ein altes Buch, in dem ein Brief von Clarice versteckt ist. Dadurch ändert sich nun auch Sofias Leben, denn sie spürt, das das Geheimnis, das Clarice umgibt, auch ihr Leben verändern wird. Als dann noch der Graphologe Tomaso ihr helfen möchte, weitere Bände des alten Buches zu finden, um so Clarices Geheimnis zu lüften, begeben sich beide auf eine Reise durch mehrere Städte in Europa. Ob es ihnen gelingen wird , erlebt der Leser in diesem Roman. Interessant fand ich, das jedes Kapitel mit einem Zitat aus Werken von z. B. Goethe, Marcel Proust, Oscar Wilde, Emily Brontë, Jane Austen oder Victor Hugo überschrieben ist, das unmittelbar mit dem Geschehen in den verschiedenen Erzählsträngen verbunden ist. Mir haben beide Handlungsstränge unterschiedlich gefallen. Die Geschichte von Clarice, die als Waisenmädchen von ihrem Onkel aufgenommen wird und das nicht aus Liebe, sondern aus Gier nach ihrem Erbe, hat mich sehr berührt. Die Erzählweise ist hier sehr lebendig und man fühlt sich in das damalige Leben mit hineingezogen. Clarice hat frühzeitig ihre Liebe zu den Büchern entdeckt und lässt sich heimlich das Buchbinden beibringen. Sie glaubt, mit ihrer Heirat den richtigen Mann gefunden zu haben, um ihre Leidenschaft zu den Büchern ausleben zu können. Doch das Schicksal hat für sie einen harten Weg geplant....Ob und wie sie doch noch ihre Träume verwirklichen kann, erfährt man in diesem Buch. Der andere Erzählstrang, der die Geschichte von Sofia erzählt, hat mich nicht so gefesselt. Die Erzählweise ist nicht so berührend und oftmals langweilig...Sofia ist genau wie Clarice verliebt in die Bücher und auch unglücklich verheiratet. Aber mich hat ihr Schicksal nicht so berührt - wie das von Clarice. Insgesamt hat mir die Geschichte unterhaltsame Lesestunden beschert. Ich kann das Buch an Bücherfreunde weiter empfehlen, denn insgesamt ist die Geschichte interessant, mit ein paar Abstrichen in der Erzählweise der Geschichte von Sofia.

Der Zauber zwischen den Seiten

Von: Sophie-Marie Datum: 24. October 2018

Inhalt: Denn Bücher duften nach Träumen ...Seit sie denken kann, ist Sofia von Büchern fasziniert. Sie liebt das Rascheln der Seiten, den Geruch des Papiers und vor allem die darin beschriebenen Welten. Schon immer haben sie der schüchternen Frau geholfen, der Realität zu entkommen. Als sie eines Tages in einem Antiquariat ein altes Buch kauft, findet sie darin enthaltene Manuskripte und Briefe einer gewissen Clarice, die Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben soll. Sofia und Clarice scheinen viel gemeinsam zu haben, und Sofia spürt eine Verbindung zu ihr. Um mehr über sie zu erfahren, reist Sofia quer durch Europa. Dabei stößt sie nicht nur auf eine unglaubliche Liebesgeschichte, sondern findet endlich auch ihr eigenes Glück ... Meine Meinung: Für mich war dieses Buch nach „Die Honigtöchter“ das Zweite, das ich von der Autorin gelesen habe. „Die Honigtöchter“ zählt zu meinen Lieblingsbüchern, daher hatte ich recht hohe Erwartungen an dieses Schätzchen. Das Cover ist wunderschön, da muss ich, denke ich, nicht viel dazu sagen. Der Klappentext machte mich sehr neugierig, denn Geschichten über alte Bücher faszinieren mich schon immer. Die Geschichte wird abwechselnd von Sofia in der Gegenwart und von Clarice in der Vergangenheit erzählt. Dieser Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen baut Spannung auf und hat mir gut gefallen und ich habe teilweise richtig mitgefiebert. „Teilweise“ deshalb, weil ich die Abschnitte aus Clarice' Sicht als interessanter und eindrucksvoller empfunden habe und mich wirklich gefesselt haben. Sofias Geschichte in der Gegenwart hat mir auch gefallen, allerdings finde ich, dass die Liebesgeschichte hier ein Wenig zu kurz gekommen ist. Der Schreibstil von Cristina Caboni ist angenehm flüssig und locker, sodass sich das Buch leicht lesen lässt und die Geschichte so dahin plätschert. Im letzten Drittel des Buches wurde es dann sogar so spannend, dass ich es bald nicht mehr aus der Hand legen konnte. Fazit: Bis kurz vor Schluss hätte ich diesem Buch von 4 von 5 Sternen gegeben. Der letzte Abschnitt und vor allem das Ende haben mich dann aber so überzeugt, dass ich dem Buch letztendlich sogar alle 5 Sterne geben möchte.

Der Zauber zwischen den Seiten!

Von: Karins bücherwelt/karmaribook Datum: 20. October 2018

Dies ist für mich das erste Buch von dieser Autorin. Das bezaubernde Cover zog mich einfach in seinen Bann. Der Klappentext weckte gleich mein Interesse. Ich möchte mit auf die Reise gehen, von Sofia, ehemalige Bibliothekarin. Bücher waren schon immer eine große Leidenschaft von ihr. Sie bedauert es, ihren Beruf für ihre Heirat geopfert zu haben. Glücklich scheint sie jedenfalls nicht mehr zu sein. Eines Tages, entdeckt sie in einem alten Antiquariat, ein altes Buch, welches geheime Schriftstücke enthält. Wir befinden uns mitten in der Geschichte. Die Geschichte von Clarice Marianne von Harmel ,die vor 200 Jahren lebte. Während ich die ersten Kapitel lese, kommen mir vor Rührung fast die Tränen. So bewegend, aber auch gleichzeitig schön, schweife ich ab, in die Geschichte der Clarice, aber auch in Sofias Leben. Warum lässt dieses Buch, Sofia nicht los? Was fasziniert sie daran, mehr über Clarice zu erfahren? Unbeschreiblich ergreifend geschrieben. Dieser Wechsel zwischen den Welten beider Protagonistinnen, lässt einen Mitträumen und Mitfiebern. Ein flüssiger, mit verzückenden Worten geschriebener Prolog, der mich in seinen Bann zieht. Man kann nicht aufhören, so spannend geht es zu. Erzählt wird uns, über das Schicksal zwei starker Frauen, Clarice, die aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt und aus der heutigen Zeit, die von Sofia. Clarice Leben in der damaligen Zeit, ist kein einfaches Leben. Ich als Leser, leide mit ihr. Die Autorin verschafft eine Atmosphäre, ich kann mir bildlich vorstellen, wie die Welt von Clarice aussah. Auch Sofia muss mit sich kämpfen. Beide Protagonistinnen sind mir ans Herz gewachsen. Einfach ein tolles Buch, schön geschrieben. Das muss man unbedingt lesen. Fazit: Ein Buch was bewegt! Eine Geschichte, die mich verzaubert hat .

Zauberhafte Liebesgeschichte

Von: Karin Fuchssteiner Datum: 07. October 2018

Sofia lebt in Rom mit ihrem Ehemann Alberto, einem Frauenliebling. Ihm zuliebe hat sie ihren Bibliothekarinnen-Job aufgegeben, was sie inzwischen bereut. Ihr ist zudem klar, dass sie kaum noch Gemeinsamkeiten haben. Da entdeckt sie in einem Antiquariat ein uraltes Buch. Der Autor aus dem 19. Jahrhundert, Christian Fohr, ist ihr vom Studium bekannt. Obwohl das Buch in einem sehr schlechten Zustand ist, will sie es unbedingt kaufen und dann restaurieren. Mit dem Versprechen, das bearbeitete Buch wieder zu zeigen, schenkt der Besitzer ihr das Buch. Beim Lösen des Einbandes entdeckt sie einen Brief, der auf dünnem Papier geschrieben wurde und im Einband versteckt war. Clarice von Harmel schreibt mit geheimnisvollen Andeutungen und verweist gleichzeitig auf weitere Briefe. Sie lernt Tomaso kennen, der sich mit alten Handschriften auskennt. Er will ihr behilflich sein, die weiteren Schriften zu entdecken. Gleichzeitig trennt sich Sofia endgültig von Alberto und zieht vorerst in das Haus ihrer Großeltern ein, die sich auf Urlaubsreise in Wien befinden. Gemeinsam mit Tomaso sucht sie nach den weiteren Büchern von Christian Fohr. Dabei kommen sie sich näher und stellen fest, dass es auch Vernetzungen ihrer Familien gab. Die Gegenwart ist das Jahr 2017, aber der Leser erfährt auch die Geschichte von Clarice von Harmel beginnend 1804….. Ein Buch mit einer wunderbaren „zauberhaften“ Geschichte.

Ein zauberhafter Roman über Bücher, Lebensträume und die Liebe

Von: Thea Datum: 25. September 2018

Sofia Bauer liebt Bücher über alles und hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Dabei sind es besonders die alten Klassiker, die sie mag und deshalb ist sie über alle Maßen erfreut, als sie in einem Antiquariat auf eine Erstausgabe des deutschen Romantikers Christian Föhr stößt. Doch als sie das in einem miserablen Zustand befindliche Buch restaurieren will, findet sie in ihm versteckte Aufzeichnungen und einen Brief, der von einer gewissen Clarice Marianne von Hameln stammt. Von Neugier getrieben folgt Sophia ihrer Spur, die durch ganz Europa führt, und taucht ein in ein Leben, das ebenfalls von der Liebe zu Büchern geprägt worden ist. Und während sie das Geheimnis um die Buchbinderin Clarice Stück für Stück enthüllt, findet auch sie ihr eigenes Glück. "Der Zauber zwischen den Seiten" ist der vierte Roman von der auf Sardinien lebenden Autorin Cristina Cabonis, die bereits mit ihrem Roman "Die Rosenfrauen" überaus erfolgreich war. Und während es in ihrem Erstling um betörende Düfte und perfekte Parfüme ging, sind es diesmal alte Bücher und die Kunst der Buchbinderei, die eine große Rolle spielen. So findet der Leser zu Beginn eines jeden Kapitels das dazu passende Zitat eines Klassikers vor und wird auch während der Handlung immer wieder mit einem ihrer zum Nachdenken anregenden Sprüche vertraut gemacht. Oder erfährt wissenswerte Details über das Binden von Büchern, das ein wichtiger Teil im Leben beider Hauptfiguren ist. Erzählt wird der angenehm flüssig geschriebene Roman aus zwei Zeitebenen heraus, die abwechselnd zutage treten. Zum einen begleitet der Leser die sich aus einer unglücklichen Ehe befreienden Sofia bei dem Versuch, ihr eigenes Ich zu finden. Zum anderen reist er in die Vergangenheit, wo Mitte des 19. Jahrhunderts ein Mädchen namens Clarice im Keller eine verborgene Buchbinderei entdeckt. Zwei starke Frauen, die darum kämpfen, sie selbst zu sein, wobei es Clarice aufgrund der damalig herrschenden Verhältnisse und der völlig anderen Stellung einer Frau in der Gesellschaft wesentlich schwerere hat. Mit ihr leidet der Leser regelrecht mit und hofft, dass sie ihren Lebenstraum verwirklichen kann. Fazit: Ein zauberhafter Roman über Bücher, Lebensträume und die Liebe, der angenehm kurzweilig unterhält.

leichter Sommerroman

Von: Jessica S. Datum: 24. September 2018

Cover: Das Cover ist für mich gestaltet wie ein typischer Sommerroman und lädt zum verweilen ein. Inhalt: Seit sie denken kann, ist Sofia von Büchern fasziniert. Sie liebt das Rascheln der Seiten, den Geruch des Papiers und vor allem die darin beschriebenen Welten. Schon immer haben sie der schüchternen Frau geholfen, der Realität zu entkommen. Als sie eines Tages in einem Antiquariat ein altes Buch kauft, findet sie darin enthaltene Manuskripte und Briefe einer gewissen Clarice, die Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben soll. Sofia und Clarice scheinen viel gemeinsam zu haben, und Sofia spürt eine Verbindung zu ihr. Um mehr über sie zu erfahren, reist Sofia quer durch Europa. Dabei stößt sie nicht nur auf eine unglaubliche Liebesgeschichte, sondern findet endlich auch ihr eigenes Glück … Fazit: Der Anfang gefiel mir sehr und ließ sich wunderbar lesen, allerdings ließ die Begeisterung nach einer Weile nach, da es vorhersehbar wurde und sich dann gefühlt etwas in die Länge gezogen hat. Die Zitate zur Einleitung in den Kapiteln brachten Abwechslung in das Buch und das ein oder andere blieb dann doch hängen. Die Handlung spielt in zwei unterschiedlichen Zeiten dem jetzt und der Vergangenheit - die Vergangenheit hätte man für mich etwas mehr ausschmücken können, was z.B. geschichtliche Ereignisse angeht usw - man hat hier nur etwas über Clarice und ihr engeres Umfeld erfahren und da hat mir das historische einfach ein bisschen gefehlt. Deswegen vergeb ich 3 von 5 Sternen ♥

Das Geheimnis der Bücher

Von: Lesewelten Datum: 23. September 2018

Lasst Euch in eine Welt der Bücher entführen und entdeckt, dass zwischen den Seiten meist mehr steckt als das geschriebene. Das Cover ist schlicht und doch verspielt. Es lässt Raum für die Fantasie und das hat mir sehr gut gefallen. Der Klappentext sprach mich sofort an, denn es versprach eine leichte und doch interessante Lektüre zu werden. Daher werde ich zum Inhalt nichts sagen, denn der Klappentext sagt schon einiges. Was mich als Leser allerdings erwartet hat, hätte ich so nicht gedacht. Wir erleben das Leben zweier Frauen, in verschiedenen Jahrhunderten. Dennoch haben die beiden mehr gemeinsam als Sofia glauben kann....die Liebe zu Büchern und die Hoffnung auf einen Neuanfang. Teilweise wechseln die Kapiteln in die Anfänge von 1804. Dort erleben wir das Leben und die Jugend von Clarice. Ihr Schicksal und wie sie versucht dem zu entfliehen. Dann wiederum im hier und jetzt aus Sicht von Sofia. Sie will die Geheimnisse um Clarice aufdecken und setzt alles daran. Mit einem flüssigen Schreibstil war ich von Seite zu Seite gebannt was kommen mag, wie es weiter geht. Es war zu keiner Zeit langweilig und hat sich in die länge gezogen. Nein, dieses Buch hatte einen direkten roten Faden der sich komplett durchzog. Die Gefühle der beiden Frauen wurden sehr gut beschrieben, so dass man sich in sie hineinversetzen konnte. Ob die beiden Frauen es schaffen, mit der Liebe zur Literatur ein neues Leben zu erschaffen und vor allem schafft es Sofia das Geheimnis um Clarice vollends zu lüften müsst ihr selbst lesen. Es war eines dieser Bücher, die man sehr gut zwischendurch lesen konnte und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.

Leichte, schöne Geschichte

Von: Lisas Zeilenliebe Datum: 07. September 2018

CHARAKTERE Zu den Charakteren in diesem Buch habe ich allgemein keine richtige Verbindung aufbauen können. Das lag zum einen an dem Altersunterschied zwischen mir und den Protagonisten. Zum anderen an den besonderen Interessen der Leute. Dennoch haben mich die Beziehungen unter den Personen so sehr interessiert, dass ich nicht anders konnte als die Personen liebzugewinnen. Vor allem die Hauptprotagonistin ist mir ans Herz gewachsen – nicht nur wegen ihrer unendlichen Liebe gegenüber Büchern. SCHREIBSTIL Natürlich war mir bewusst, dass dieses Buch in der dritten Person erzählt. Normalerweise bin ich dann etwas zurückhaltender mit meinen Erwartungen, das war ich hier nämlich auch. Die ersten Seiten des Buches flogen aber nur so vor sich hin. Der gesamte Text ist so flüssig verfasst worden, dass es absolut leicht fällt, dieses wunderbare Buch zu lesen. In keinster Weise hat mich die Erzählperspektive gestört. Die Sprünge in die Vergangenheit waren in meinen Augen das absolute Highlight, da man dort eine weitere tolle Protagonistin kennenlernt! MEIN PERSÖNLICHES FAZIT Die Geschichte um Sofia und das Geheimnis, was sie lüften wird, hat mich dermaßen gefesselt. Dass mir solche Art Geschichten so gut gefallen können, war mir bis dato nicht bewusst. Ich finde so einiges an dieser Geschichte richtig, richtig toll. Es gibt außerdem einen ganz kleinen Plottwist, bei dem ich aber auch sehr überrascht war. Er war total unvorhersehbar und so etwas finde ich immer mehr als grandios! Diese wundervolle, frische Geschichte bekommt von mir 5 von 5 Sterne!

Ein Liebesroman mit zwei Botschaften

Von: buchglueck Datum: 06. September 2018

"Der Zauber zwischen den Seiten" ist ein Roman der Autorin Cristina Caboni und erschien 2018 als Taschenbuch mit 352 Seiten im blanvalet Verlag der Random House Gruppe. Als Protagonistin Sofia merkt, dass ihre Ehe mit Alberto ihr Ende erreicht hat widmet sie sich wieder ihrer Leidenschaft: den Büchern. Bereits als Kind war sie von ihnen fasziniert und hat später mit ihnen gearbeitet. Als durch Zufall ein besonderes Exemplar in ihren Besitz fällt, entdeckt Sofia darin einen Brief aus dem 19. Jahrhundert, welcher von Clarice verfasst wurde. Um den Spuren von Clarice zu folgen, trifft Sofia auf den Graphologen Tomaso, mit dem gemeinsam sie auf so manche Überraschung stößt. Cristina Caboni schreibt sehr flüssig und verständlich und lässt zusätzlich noch einiges an geschriebenem Gefühl in die Zeilen einfließen, sodass man sich als Leser/in perfekt in die Handlung und die Protagonistin hineinversetzen kann und das Buch gar nicht mehr so schnell aus der Hand legen möchte. Dass der Roman in der Erzählperspektive verfasst wurde kommt besonders den Rückblenden in die Geschichte von Clarice zu gute, welche deutlich anhand von vorherigen Jahres- und Ortsangaben gekennzeichnet wurden. Ebenfalls deutlich durch eine andere Schriftart abgesetzt sind die versteckten Botschafen von Clarice, wodurch der/die Leser/in keinesfalls in Versuchung gerät, sich in der Person zu vertun. Ein besonderes Highlight sind zum einen das wunderschöne Cover, aber auch die Zitate zu Beginn jeden Kapitels, welche von unterschiedlichen Personen stammen und hervorheben, wie viel Mühe und Recherche die Autorin für die Aufmachung des Buches auf sich genommen hat. Die beiden Hauptprotagonistinnen Sofia und Clarice sind sehr schön gestaltete Charaktere, die trotz unterschiedlicher Lebzeiten dieselben Erfahrungen sammeln mussten und somit auch eine von zwei Botschaften des Buches gut erzählen. Während sich Sofia in der Gegenwart eher unbewusst durch ihre Ehe immer mehr in die Rolle der Hausfrau drängen lässt, so ist das Leben von Clarice bereits von Anfang an fremdbestimmt. Beide Frauen kämpfen in ihrem eigenen Anliegen um die Gleichberechtigung der Frau und ihre eigene Freiheit und Selbstbestimmung über ihr Leben. Die zweite Botschaft des Buches ist hier ganz klar die Leidenschaft, welche hier durch die Liebe zu Büchern dargestellt wird, und diese niemals zu vernachlässigen und immer das zu tun, was das Herz einem sagt, egal was andere dazu sagen und davon halten. Gegen Ende des Buches hat die Autorin noch mal eine kleine Überraschung eingebaut, denn als man gerade denkt, die Geschichte um Clarice sei vorbei, gibt es noch einmal einen kleinen Wink des Schicksals, der sowohl Sofia als auch Tomaso noch mal kurzzeitig sprachlos werden lässt und auch beim Leser/in noch mal neue Gedankenzweige aufdeckt. "Der Zauber zwischen den Seiten" ist ein sehr schöner Roman, welcher sich durch die buchige Handlung sehr für jede buchbegeisterte Person handelt, aber doch eher das weibliche Geschlecht als Zielgruppe hat. Für mich ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert und gehört ins Regal der geeigneten Sommerlektüren.

Ein wunderschönes Buch für zwischendurch!

Von: Magische Bücherwelt Datum: 02. September 2018

Inhalt Sofia ist schon immer fasziniert von Büchern. Sie kann der grauen Realität entfliehen, liebt die Welten und den Geruch des Papiers. In einem Buch aus dem Antiquariat findet sie versteckte Aufzeichnungen von Clarice. Clarice lebte Mitte des 19. Jahrhunderts und schien viel mit Sofia gemeinsam zu haben. Sofias Neugier wird immer größer, sodass sie eigene Ermittlungen anstellt. Dabei enthüllt sie eine unglaubliche Liebesgeschichte und findet sogar ihr eigenes Glück. Meinung Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und fand es wirklich spannend. Gerade die Hintergrundinformationen sind wirklich informativ und interessant. Schließlich geht es hier nicht nur um eine Liebesgeschichte, sondern auch um das Binden von Büchern und die Liebe zu ihnen. Sofia stößt durch Zufall auf ein altes Buch, welches sehr restaurierungsbedürftig erscheint. Sie bekommt es geschenkt und verspricht, das Buch in einen besseren Zustand zu bringen. Dabei findet sie geheime Notizen, die im Umschlag von Clarice versteckt wurden. Clarice lebte Mitte des 19. Jahrhunderts, somit in einer Zeit, in der Frauen noch als minderwertig galten. Sofia bekommt einen guten Tipp und macht sich auf den Weg zu ihrer Bekanntschaft, um die Notizen untersuchen zu können und Hinweise zu entdecken. Dabei enthüllt sie nicht nur die Geschichte von Clarice, sondern findet auch ihr eigenes Glück. Die Perspektive im Buch hat stets zwischen Clarice und Sofia gewechselt, was mich sehr angesprochen hat. So bekam man einen guten Einblick in die Gedanken von beiden Frauen und wie es ihnen in ihrer jeweiligen Zeit ergeht. Clarices Vergangenheit ist nicht gerade schön. Sie wächst bei ihrer Tante und ihrem Onkel in Wien auf. Doch schon bald hatte sie eine versteckte Tür entdeckt, welche in eine Buchbinderei geführt hat. Diese konnte sie nur finden, da sie in den Keller gesperrt wurde. Sie ist total fasziniert von den vielen tollen Büchern und möchte die Kunst des Buchbindens erlernen. Auch Clarices Geschichte finde ich wahnsinnig spannend und interessant. Schon als junges Mädchen lernt sie Bücher schätzen und lieben. Zudem besitzt Clarice eine wahrhaftige Kämpfernatur und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. In der Geschichte wurde ganz klar zu Tage gebracht, dass Frauen nicht gerade an oberster Stelle standen zu dieser damaligen Zeit. Sie wurden oft unterdrückt und hatten keinen großen Wert. Was ganz besonders auffällt, ist, dass jedes Kapitel mit einem anderen Zitat anfängt. Diese haben wirklich frischen Wind in die Geschichte gebracht und zum Nachdenken angeregt. Sofias Reise gestaltet sich wirklich toll. Auf der Suche nach den anderen beiden Büchern, in denen sie weitere Notizen von Clarice vermutete, habe ich sie sehr gerne begleitet. Denn Sofia hatte es auch nicht immer leicht in ihrem Leben, genau wie Clarice. Beide verbindet, dass sie auf der Suche nach sich selbst sind. Sie suchen nach Unabhängigkeit und Liebe. Ich habe stets mitgefiebert und mitgefühlt. Ich habe bis zum Schluss gehofft, dass beide Frauen ihr Glück finden. Der Schreibstil ist wirklich zauberhaft, sodass ich das Buch flüssig und schnell lesen konnte. Ich habe es kaum aus der Hand gelegt, da es sich so schnell lesen ließ und ich die Geschichte von Sofia und Clarice einfach bewegend finde. Das Ende hat mich dann noch einmal sehr getroffen, da es wirklich wunderschön ist und sich die Autorin hier noch einmal selbst übertroffen hat. Ich konnte das Buch zufrieden und mit einem Lächeln abschließen. Fazit Ein bewegendes Buch über zwei junge Frauen, die ihren Stand im Leben suchen und sich nicht unterkriegen lassen wollen. Die für das kämpfen, was sie erreichen wollen und sich nicht so leicht von ihrem Weg abbringen lassen. Die Geschichte hat mich wirklich fasziniert und konnte mich sehr gut unterhalten.

Wer Wert auf eine schöne Sprache legt, kommt hier auf jeden Fall voll auf seine Kosten.

Von: Mina Meurer Datum: 01. September 2018

Ich hatte Lust auf einen spannenden Wohlfühlroman, der mich aus einer kleinen Leseflaute holen sollte, was glücklicherweise auch geklappt hat. Schnell war ich in der Geschichte versunken und sehr angetan von Protagonistin Sofia. Sie hat aus Liebe und auf das Drängen ihres Mannes hin ihren Beruf als Bibliothekarin an den Nagel gehängt und auch ihrer Leidenschaft für das Buchbinden ist sie nicht mehr nachgegangen. Das ändert sich jedoch, als Sofia in einem Antiquariat auf den Inhaber stößt, der ihre Sehnsüchte wieder weckt und ihr ein ganz besonderes Buch schenkt, mit der Bedingung, dass sie es ihm zeigt, wenn sie es restauriert hat. Sie willigt ein und so nehmen die Dinge ihren Lauf. Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen, die ersten 150 Seiten ließen sich weglesen wie nichts. Ich habe mir viele Stellen markiert, die entweder Zitate von berühmten Autoren waren, oder beeindruckende Aussagen von verschiedenen Figuren, die im Roman eine Rolle spielen. Die zweite Hälfte wurde jedoch zusehends langweilig und konnte mich leider nicht mehr begeistern. Für mich war die Geschichte ab dem Zeitpunkt leider sehr vorhersehbar, es gab für mich keine überraschende Wendungen oder Ereignisse mehr, die Geschichte plätscherte so dahin. Mehr als durchschnittlich unterhalten konnte mich die Geschichte deswegen leider nicht. Was mir auch negativ aufgefallen ist, waren die vielen Zufälle, die die Ereignisse voran brachten, denn sie wirkten leider ziemlich konstruiert. Die zweite Perspektive, die der Clarice aus dem 19. Jahrhundert hatte keinen wirklichen Bezug auf die damalige Zeit. Man erfährt als Leser nur etwas über Clarice und ihr nahes Umfeld und nichts über zeitliche Ereignisse bzw. Zusammenhänge, da wurde meiner Meinung nach viel Potenzial verschenkt. Der Schreibstil hat mir hingegen sehr gut gefallen. Der Text wurde durch die vielen sympathischen Erzählstimmen aufgelockert und es gibt sehr viele schöne und beeindruckende Stellen, die ich mir markiert und herausgeschrieben habe. Zum Beispiel diese: "Ich kenne das Bedauern allzu gut, selbst seine Farbe. Das Bedauern ist grau, es hat weder die Stärke des Schwarz noch die Anmut des Weiß. Es gibt keine Abstufungen. Das Grau des Bedauerns bedeutet endlose Trauer. Ohne Hoffnungsschimmer. Selbst bei der Suche nach dem Sinn des Lebens ist Selbstmitleid ein Hindernis." Wer also wert auf eine schöne Sprache legt, kommt hier auf jeden Fall voll auf seine Kosten. Fazit: Die Geschichte um Sofia hat mich wieder daran erinnert, dass man sich und seine Leidenschaften nicht hinten an stellen sollte. Deswegen möchte ich das Buch gerne weiter empfehlen.

Der Zauber zwischen den Seiten

Von: fraeulein_lovingbooks Datum: 31. August 2018

Inhalt Seit sie denken kann, ist Sofia von Büchern fasziniert. Sie liebt das Rascheln der Seiten, den Geruch des Papiers und vor allem die darin beschriebenen Welten. Schon immer haben sie der schüchternen Frau geholfen, der Realität zu entkommen. Als sie eines Tages in einem Antiquariat ein altes Buch kauft, findet sie darin enthaltene Manuskripte und Briefe einer gewissen Clarice, die Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben soll. Sofia und Clarice scheinen viel gemeinsam zu haben, und Sofia spürt eine Verbindung zu ihr. Um mehr über sie zu erfahren, reist Sofia quer durch Europa. Dabei stößt sie nicht nur auf eine unglaubliche Liebesgeschichte, sondern findet endlich auch ihr eigenes Glück … (Quelle: randomhouse ) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Sofia ist unglücklich in ihrer Ehe und will so nicht weitermachen, doch ihr man hält davon nichts und will lieber ein Kind bekommen, damit Sofia beschäftigt ist. Doch daraus wird nichts, denn sie bekommt von einem Buchhändler ein Buch geschenkt, das sie restaurieren darf und kann. Sie macht sich an die Arbeit und entdeckt einen Brief einer jungen Frau. Clarice beschreibt in ihm ihr Leben und scheinbar gibt es noch weitere Nachrichten, denn dieses Buch ist das erste einer Trilogie. Sofia fragt bei dem Buchhändler um Hilfe, der sie zu Tomaso schickt und mit dem sie sich schließlich auf die Suche macht…. Sofia hat ihren Job für ihren Mann aufgeben und dachte, das sie es nicht bereuen wird. Aber das tut sie – sie vermisst die Arbeit mit den Büchern und will wieder anfangen. Was vollkommen verständlich ist, denn sie ist vollkommen unglücklich. Aber sie findet die Kraft für einen Neuanfang und startet durch. Ich fand sie leider etwas zu oberflächlich gehalten – für sie hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. 1804 kommt Clarice zum ersten Mal mit der Buchbinderei in Kontakt und findet einen großen Gefallen an der Arbeit. Sehr zum Leidwesen ihres Onkels, der ihr die Arbeit verbietet. Doch sie lässt sich nichts sagen und macht das was sie will – bis sie verheiratet werden soll. Sie kann den womöglichen Ehemann nicht leiden und Hilfe kommt von unerwarteter Seite…nur wird ihr Leben dadurch nur noch schlimmer. Clarice habe ich von ersten Moment an ins Herz geschlossen. Sie ist eine tolle junge Frau geworden, die ihrer Zeit weit voraus war. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Sofia, Clarice und Tomaso, was einen Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Ich bin ein großer Fan von „Die Rosenfrauen“ und „Die Honigtöchter“ und dementsprechend hoch sind die Erwartungen an „Der Zauber zwischen den Seiten“ gewesen und leider wurde ich enttäuscht. Die Grundidee der Geschichte ist interessant, aber die Umsetzung hat mir nicht gefallen. Für mich war alles in der Gesamtheit recht oberflächlich gehalten – etwas, das ich von Cristina Caboni bisher überhaupt nicht kannte. Es beginnt alles mit der Thematik um die Buchbinderei, in die man hier einen kleinen Einblick bekommt, aber wenn ich an die anderen Bücher der Autorin zurückdenke, glichen sie immer einen Exkurs in dem jeweiligen Thema. Hier wird für meinen Geschmack viel zu wenig darauf eingegangen. Auch die Kalligraphie hat nur einen verschwindenden Anteil – wo ist das Fachwissen, das die Autorin in ihren Romanen so gerne mitteilt? Ich habe es schmerzlich vermisst. Die Liebesgeschichte von Tomaso und Sofia fand ich ebenfalls nur sehr oberflächlich und stiefmütterlich behandelt – da hätte man mehr rausholen können. Gerade im Bezug auf die Probleme, die der Vater Tomaso gemacht hat und den Ruin bedeuten könnte. Die Verbindung zwischen drei Personen, die am Ende auftaucht, war eine nette Idee, aber viel zu schnell abgehandelt. Auch da hätte ich mich mehr Story zu gewünscht. Das Ende fand ich zwar insgesamt passend zur Handlung, aber mir persönlich gefiel es nicht. Aber das alles ist ja Geschmackssache und jeder sieht es anders. Was mir gefallen hat waren die Rückblicke in das Leben von Clarice – das war toll geschrieben und erzählt. Das ist die Cristina Caboni, die ich auf den anderen Seiten vermisst habe und die ich im nächsten Roman hoffentlich wieder zu 100% vorfinde. 🌟🌟,5 Sterne

Liebesbrief an das Lesen und an Bücherwürmer

Von: Sophie Marak Datum: 29. August 2018

Der Zauber zwischen den Seiten von der italienischen Autorin Cristina Caboni ist bei weitem eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe. Es löst ein wohlig warmes Gefühl aus und ich habe von Anfang bis Ende durch gelächelt. Das Buch handelt von Sofia Bauer und Clarice Marianne von Harmel. In zwei Handlungssträngen, einer in der Gegenwart, der andere im 19. Jahrhundert, erzählt Caboni von Sofia und Clarice. Die beiden werden durch ihre Liebe zu Büchern miteinander verbunden. Clarice lebte im 19. Jahrhundert und kam nach dem Tod ihrer Eltern als siebenjährige nach Wien. Dort lernt sie in einer schweren Stunde einen Buchbinder kennen und beginnt sich für die Buchbinderei zu interessieren. Als Frau, noch dazu aus einem Adelshaus, stehen ihre Chancen schwer in diesem Beruf Fuß zu fassen. Sofia steht vor einem Scheideweg im Leben. Sie hat sich selbst in ihrer Ehe verloren und dabei auch ihren Beruf als Bibliothekarin vernachlässigt. Erst als sie eine alte, zu restaurierende Erstausgabe von Christian Fohr’s Über die Natur findet, entfacht ihre Liebe zu Büchern erneut. In diesem Buch findet sie auch einen Brief von Clarice, der das Schicksal der beiden Frauen verbindet. Gemeinsam mit dem Grafologen Tomaso Leoni versucht Sofia mehr über Clarice herauszufinden. Dabei führt sie die gemeinsame Reise von Rom nach München, Wien und London und beide merken, dass sie einander mehr brauchen, als zuvor angenommen. Auch wenn das Buch in zwei Handlungsstränge unterteilt ist, ist der von Clarice auf einige wenige Kapitel beschränkt. In diesen Kapiteln lernt man Clarice jedoch sehr gut kennen und sie ist auf Anhieb sympathisch. Clarice muss durch einige schlimme Phasen in ihrem Leben gehen und ich bewundere wie sie nie wirklich ihren Mut verliert und immer weiterkämpft. Für ihren Traum, für ihre Freiheit und für die Liebe. Sofia kämpft zunächst hauptsächlich wieder zu sich selbst zurück zu finden. Während ihrer Ehe mit Alberto, hat sie alles aufgegeben, was ihr wichtig war. Die Ehe klingt nach einer ziemlichen Tortur und ich habe gleich zu Beginn gehofft, dass Sofia ihren Mann verlässt. Ich konnte mich ziemlich gut in Sofia hineinversetzen, da ich selbst schon einmal in der Situation war mich selbst für einen anderen Menschen aufzugeben zu haben. Daher habe ich umso mehr mit Sofia mitgefiebert und gehofft, dass ihre Suche nach sich selbst und nach Clarice Früchte trägt. Des Weiteren verbindet mich mit Sofia, dass auch sie schüchtern und introvertiert ist und Bücher ihr schon immer eine Zuflucht geboten haben. Was ich an dem Buch besonders schön finde, ist das jedes Kapitel mit einem Zitat eines Schriftstellers oder aus einem Buch beginnt. Johann Wolfgang von Gothe, Oscar Wilde, Victor Hugo und noch viele, viele mehr. Für mich ist Der Zauber zwischen den Seiten ein Liebesbrief, eine Hommage an Bücher, das Lesen und alle Buchwürmer. Mit jeder Seite, die man liest spürt man wie sehr Sofia, Clarice und auch Caboni Bücher lieben. Ich habe das Buch an einem Nachmittag regelrecht verschlungen und wollte gar nicht, dass es endet. Die Handlung geht in gutem Tempo voran und ist auch sehr spannend aufgebaut. Schade finde ich nur, dass der Schriftsteller Christian Philipp Fohr, über den in dem Buch so viel gesprochen wird, nicht wirklich existierte. Es gab einen deutschen Landschaftsmaler namens Karl Phillipp Fohr, der anscheinend die Inspiration für Caboni war und von dem sie einige biografische Details übernommen hat. Ich hätte nämlich zu gerne Lust gehabt Über die Natur ebenfalls zu lesen. Allerdings ist das auch wirklich der einzige Makel, den ich an Der Zauber zwischen den Seiten auszusetzen habe. Ich glaube man merkt deutlich, wie sehr mich dieses Buch verzaubert hat und ich empfehle jedem Bücherwurm da draußen, sich das Buch im August zu kaufen. Auch Nicht-Bücherwürmern empfehle ich das Buch natürlich, aber ich glaube, dass gerade Bücherwürmer sich diesen Liebesbrief nicht entgehen lassen sollten.

Ein Buch über die Liebe zu Büchern

Von: lese_pirat Datum: 27. August 2018

'Der Zauber zwischen den Seiten' ist eine Geschichte über eine Frau namens Sofia, die Bücher über alles liebt. In einem alten Buchladen stößt sie durch Zufall auf einen Brief von Clarice, die im 19. Jahrhundert gelebt hat. Ihr Brief ist recht rätselhaft und weckt Sofias Neugierde. Um die handschriftlichen Notizen näher zu untersuchen, die sich außerdem noch im Buch befinden, benötigt sie die Hilfe eines Fachmanns. Gemeinsam folgen sie Clarices Spuren durch Europa und kommen mehreren Geheimnissen auf die Schliche. . Die Idee hinter der Geschichte hat mir sehr gefallen. Besonders das Fachwissen über Buchbinderei und Kalligrafie fand ich sehr interessant und packend. Davon hätte ruhig mehr kommen können, aber das ist ja natürlich eine Frage des Geschmacks. Des Weiteren waren die kurzen Perspektiven aus der Sicht von Clarice eine schöne Ergänzung im Lesefluss. Allerdings waren mir einige Zusammenhänge nicht klar genug dargestellt und Dinge passierten zu plötzlich. Dort hätte ich mir mehr Erklärungen gewünscht. Zum Beispiel bei den ganzen "Zufällen", die Sofia passiert sind. irgendwann wirkte das unglaubwürdig. Oft haben mich diese Passagen sehr gestört. Trotzdem hat sich das Buch flüssig gelesen, denn der Schreibstil der Autorin war sehr ansprechend. Auch haben mir die Zitate zu Beginn jedes Kapitels gefallen. So etwas freut mich jedes mal, besonders wenn es zum Kapitel passt. Manchmal hätte allerdings etwas mehr Spannung in Sofias Geschichte herrschen können. Das Cover ist jedoch sehr schön gestaltet 😊 . Ich gebe dem Buch deswegen 3/5🌟

Wunderbares Buch mit viel Zauber zwischen den Seiten

Von: Conny G. Datum: 20. August 2018

Sofia Bauer lebt in Rom, hat jedoch deutsche Wurzeln. Sie gab nach ihrer Hochzeit mit Alberto ihren Beruf als Bibliothekarin auf, obwohl Bücher ihre große Leidenschaft sind. Nun wird sie in ihrer Ehe zunehmend unglücklicher, da Alberto sie immer mehr zur der Frau formte, die er sich wünschte und Sofia ließ das zu und passte sich an. Sie entschließt sich zur Trennung und verlässt Alberto. Ihre neue Freiheit genießend stellt sie plötzlich fest, wie alleine sie doch ist, denn ihre Freundschaften gab sie für ihren Mann auch auf. Auf einem ihrer Streifzüge durch Rom entdeckt sie einen alten Buchladen wieder, in dem sie früher häufig mit ihrem Großvater Max gewesen ist. Sie führt eine schöne Unterhaltung mit dem alten Buchhändler Andrea Vinci und entdeckt eine sehr alte Erstausgabe des ersten Bandes einer Trilogie des Schriftstellers Christian Philipp Fohr. Sie möchte den Band kaufen und restaurieren, da er im Laufe der vielen Jahre einige Schäden davon getragen hat. Daraufhin schenkt der Buchhändler ihr das alte Buch. Bei näherem Betrachten entdeckt Sofia in dem alten Einband versteckt ein Dokument einer gewissen Clarice Marianne von Harmel, die im 19. Jahrhundert gelebt haben muss und offenbar Buchbinderin war. Sofia ist fasziniert von Clarices Aufzeichnungen und beginnt zu recherchieren, um mehr über Clarice zu erfahren. Dass sich damit ihr Leben völlig verändern soll, ahnt sie da noch nicht. Zitat, eBook S. 92, Pos. 1403 „Ein Buch träume, hat Ennio Flaiano einmal gesagt. Er hielt Bücher sogar für die einzigen leblosen Gegenstände, die die Fähigkeit zu träumen haben.“ Cristina Caboni erzählt diese Geschichte auf zwei Zeitebenen. Neben der Gegenwart, in der wir Sofia erleben, lernen wir im Jahr 1804 Clarice kennen. Sie verlor ihre Eltern und wächst bei Tante und Onkel in Wien auf. Dort wird sie sehr streng erzogen und nicht gut behandelt. Als sie eines Tages zur Strafe in den Keller gesperrt wird, entdeckt sie hinter einer versteckten Tür eine Buchbinderei. Clarice, die Bücher liebt, ist fasziniert von den herrlichen und edlen Einbänden der Bücher und lässt sich von dem dortigen Meister in der Buchbindekunst ausbilden. Zitat, eBook S. 156, Pos.2387 „Nichts macht dich so frei wie ein Buch zu lesen. Zwischen den einzelnen Seiten findest du immer Freiraum und kannst entscheiden, wie du ihn nutzt.“ Im Wechsel erzählt die Autorin nun die Geschichte der beiden Frauen. Jedes Kapitel ist dabei mit einem Zitat aus Werken von z. B. Goethe, Marcel Proust, Oscar Wilde, Emily Brontë, Jane Austen oder Victor Hugo überschrieben. Mich haben beide Handlungsstränge sehr gefesselt und auch fasziniert. Sofias Nachforschungen führen sie unter anderem auch mit dem Graphologen Tomaso zusammen. Dieser unterstützt und begleitet sie bei ihren weiteren Recherchen. Die Suche nach den weiteren beiden Bänden der Trilogie des Schriftstellers Fohr, in denen sich Sofia weitere Dokumente von Clarice erhofft, gestaltet sich sehr spannend und fördert viele interessante Dinge zutage, die sich auch auf Sofias Leben auswirken. Clarices Geschichte ist dagegen stellenweise traurig, sogar dramatisch, und ich mochte diese starke junge Frau sehr. Denn man muss berücksichtigen, welchen Stand Frauen in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten. Ich habe sehr mit Clarice gelitten und auch gefiebert, dass sich für sie alles zum Guten wendet. Sofia und Clarice verbindet nicht nur die Liebe zu den Büchern. Beide sind auch auf der Suche nach ihrem Weg im Leben, ihrer Unabhängigkeit und der Liebe. Die Autorin hat hier zwei wunderbare Protagonistinnen geschaffen, die ich auf ihrem Weg gerne begleitet habe. Zitat, eBook S. 162, Pos. 2484 „Bücher haben die Fähigkeit, etwas in dir aufglimmen zu lassen wie ein Funke. Sie entfachen ein Feuer, helfen dir zu wachsen und dich weiterzuentwickeln.“ Die Geschichte von Clarice und Sofia hat mich sehr in ihren Bann gezogen und gefangen genommen. In beiden Handlungssträngen bin ich gebannt den Ereignissen gefolgt und mochte das Buch kaum weglegen. Cristina Caboni bedient sich eines sehr flüssigen und schönen, ausdrucksvollen Schreibstils und hat in mir beim Lesen die unterschiedlichsten Emotionen ausgelöst. Die Liebe zu Büchern und zu den darin enthaltenen Geschichten wird immer wieder sehr deutlich, was mich begeistert hat. Es ist ihr sehr gut gelungen, die beiden Handlungsstränge zu verbinden, so dass man in der Gegenwart den „Geist der Vergangenheit“ spüren und Sofias Faszination von Clarice und deren Geschichte nachvollziehen konnte. Und wie ich es bei so einem schönen Buch mag, haben mich die Enden beider Handlungsstränge zufrieden lächeln lassen. Zitat, eBook S. 280, Pos. 4280 „Bücher haben ein grenzenloses Potential. Sie geben Antworten auf drängende Fragen, selbst auf solche, die man sich gar nicht stellt.“ Cristina Caboni hat mich mit dieser bewegenden Geschichte über Bücher und die Liebe sehr begeistert, gefesselt und wunderbar unterhalten. In diesem Buch ist sehr viel Zauber zwischen den Seiten! Fazit: 5 von 5 Sternen

Empfehlenswert

Von: Lisa Datum: 20. August 2018

Und sie hat es, und das schon von Beginn an. Ich fand es nett, wie Sofia an die Erstausgabe des ersten Bandes der Trilogie gekommen ist, diese Nachricht gefunden und es als Aufgabe angesehen hat die Bücher wieder zu vereinen. Ich bemerkte auch, wie sie immer weiter aufblühte. Nach all dem Schock, den Sofia ertragen musste einfach genau das Richtige. Ganz besonders hervorheben möchte ich die Zitate, die man bei jedem neuen Kapitel findet. Die Handlung ist dabei auf das jeweilige Zitat zugeschnitten und passt somit perfekt dazu. Beispielsweise findet man Zitate von Edgar Allan Poe, Johann Wolfgang von Goethe oder Charles Dickens. Die gesamte Sammlung hat mich überrascht, aber auch sehr berührt, da all diese Zitate noch immer allgegenwärtig sind und man von ihnen viel erfahren kann. Aber auch die Geschichte von Clarice hat mich berührt, denn sie musste so stark sein und viele Rückschläge hinnehmen und allgemein viele große Hindernisse bewältigen, um glücklich zu sein und das machen zu können was sie wollte: Buchbinden. Dass das zu dieser Zeit nicht jeder Frau möglich war, hat die Autorin hier sehr treffend und bewegend beschrieben. Ich konnte Clarices Angst fast spüren. Wie ich schon angemerkt habe, ist „Der Zauber zwischen den Seiten“ mein erstes Buch dieser Autorin und ich muss gestehen, dass Cristina Caboni meiner Meinung nach völlig zurecht so erfolgreich im deutschsprachigen Raum ist, denn ich habe mich sofort mit den Protagonistinnen verbunden gefühlt. Jede von ihnen hat etwas, was mich überzeugt hat. Besonders überzeugt vom Buch hat mich Clarices Geschichte, denn sie hatte Liebe, Dramatik, Trauer, aber auch die Tatsache, dass hier eine Frau ist, die um jeden Preis das Handwerk des Buchbindens lernen möchte, welches zu dieser Zeit nur Männern vorbehalten war. Zusammenfassend: Sehr tiefgründige Geschichte, die mir wahnsinnig gut gefallen hat. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

Eine spannende Reise in die Vergangenheit

Von: Kerstin C. Datum: 20. August 2018

Das Cover hat etwas von einem schönen Frühlings- oder Sommertag. Ein aufgeschlagenes Buch liegt auf Holz. Auf den Seiten liegt ein kleiner Strauß Gänseblümchen. Ich liebe Gänseblümchen. Wie oft habe ich früher beim Gang durch den Garten ein paar gepflückt und dann liebevoll die kleinen weißen Blütenblätter abgerupft. Das Cover zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Die Geschichte spielt im Prinzip in zwei Welten. Zum Einen Anfang und Mitte des 19. Jahrhunderts in Wien und zum Anderen in der Gegenwart in Rom. In jeder Zeit spielt eine starke Frau die Hauptrolle. Clarice von Hamel nimmt mich mit in eine mir unbekannte Welt. Zu ihrer Zeit ist eine Frau noch Eigentum des Vaters, Ehemanns oder eines anderen männlichen Verwandten. Sofia Bauer kann da in der heutigen Zeit ein selbst bestimmtes Leben führen. Doch auch sie lässt sich von ihrem Ehemann bevormunden. Beiden Frauen gemeinsam ist die Liebe zu Büchern. Die folgenden Zeilen im Buch sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Denn sie beinhaltet für mich genau dass, was das Lesen besonders macht. „Nichts macht dich so frei, wie ein Buch zu lesen. Zwischen den einzelnen Seiten findest du immer Freiraum und kannst entscheiden, wie du ihn nutzt.“ Beim Lesen von „Der Zauber zwischen den Seiten“ habe ich mir mein ganz persönliches Bild von den zwei Protagonisten gemacht. Ich habe meiner Phantasie freien Lauf gelassen und mich auf die Reise begeben. Fasziniert war ich von der Buchbinderei. Mit wieviel liebe im 19. Jahrhundert noch ein Buch gebunden wurde. Da können die heutigen Taschenbücher nicht mithalten. Zu gerne hätte ich mit Clarice das Buch gebunden und 200 Jahre später mit Sofia vorsichtig in den selben Seiten geblättert. Ich fand die Geschichte sehr bewegend. Ich liebe den Wechsel der Zeiten. So bin ich als Leser gefordert genau aufzupassen, wo ich mich gerade befinde. Die Zeitsprünge waren für mich genau richtig, um den Spannungsbogen zu halten. Im Mittelpunkt standen für mich das Buch bzw. die Bücher, die Sofia fand. Und mit denen sie sich auf die Reise in die Vergangenheit begab. Doch auch die Liebe kam nicht zu kurz. Ich hatte ein paar schöne Stunden mit dem Roman. Mir gefällt der Schreibstil von Cristina Caboni. Es sind nicht einfach nur Liebesromane, die sie schreibt, sondern dahinter versteckt noch so viel mehr. Nach „Rosenfrauen“ und „Honigtöchter“ hat mich auch das dritte Buch der Autorin wieder berührt und zum Nachdenken gebracht. Es hat meine Liebe zu Büchern weiter verstärkt. Bei meinem nächsten Besuch in meinem Elternhaus werde ich mal die alten Bücher betrachten. Und mir ganz genau Bindung, Prägung und Gestaltung anschauen. Das Thema finde ich einfach spannend und mal sehen, vielleicht entdecke ich ja auch noch einen versteckten Hinweis. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für jeden, der gerne in der Zeit reist, ein Faible für besondere Bücher hat und bei dem die Liebe einfach in ein Buch gehört.

Der Zauber zwischen den Seiten

Von: Susanne Edelmann Datum: 13. August 2018

Dieser Roman ist eine wunderbare Hommage an das geschriebene Wort und an das Buch an sich. Hauptperson der Geschichte ist die Römerin Sofia, die sich gerade an einem Wendepunkt ihres Lebens befindet: Fünf Jahre lang war sie verheiratet, fünf Jahre, in denen sie sich selbst immer mehr aufgegeben hat, um zu der Frau zu werden, die ihr Mann haben wollte. Doch jetzt ist der Punkt erreicht, an dem Sofia genug Mut gefasst hat, um sich zu trennen. Nun muss sie erst einmal herausfinden, wie sie selbst künftig leben will. Klar ist nur: Es muss etwas mit Büchern zu tun haben, denn Sofia ist gelernte Bibliothekarin und hat auch Kurse im Buchbinden besucht. Durch Zufall entdeckt sie eines Tages in einem Antiquariat ein altes Buch, das sich als Erstausgabe des deutschen Romantikers Christian Philipp Fohr entpuppt. Allerdings ist das Buch stark beschädigt. Beim Versuch, die Bindung zu reparieren, findet Sofia darin verborgen einen Brief von einer gewissen Clarice, die Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben muss. Clarice schildert darin ihr tragisches Schicksal und Sofia fühlt sich davon auf seltsame Weise angezogen, zumal es etliche Parellelen zwischen Clarice und ihr selbst zu geben scheint. Leider bricht Clarice’ Schilderung ziemlich abrupt ab und bei ihren Nachforschungen wird Sofia klar, dass es sich bei dem Buch von Fohr um den ersten Teil einer Trilogie handelt. Ob in den beiden folgenden Bänden weitere Briefe versteckt sind? Sofia macht sich auf die Suche nach diesen verschollenen Erstausgaben, die Spur führt sie nach München, Wien und London. Unterstützt wird sie dabei von Tomaso Leoni, einem renommierten Grafologen. Denn als Schriftexperte ist er bestens geeignet, die handschriftlichen Anmerkungen in Fohrs Buch zu untersuchen. Durch ihre gemeinsamen Nachforschungen kommen Sofia und Tomaso sich näher, doch Sofia fällt es nach ihrer missglückten Ehe schwer, sich so bald schon wieder auf eine Beziehung einzulassen. Und auch Tomaso hat so einige familiäre Lasten zu stemmen. Gelingt es den beiden, ihr Misstrauen zu überwinden und dem Geheimnis von Clarice auf die Spur zu kommen? Ich habe eine Weile gebraucht, um mich auf den Erzählstil der Autorin einzulassen, doch dann hat mich die Geschichte gepackt. Die Spannung wird auch dadurch befördert, dass der Roman in zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt wird. Am Ende ging mir die Suche nach den beiden fehlenden Büchern dann aber doch ein wenig zu glatt und leicht vonstatten, da waren mir ein paar Zufälle zu viel mit im Spiel. Dennoch ein sehr spannender und unterhaltsamer Roman aus der Welt der Bücher.

Der Zauber zwischen den Seiten

Von: Svanvithe Datum: 07. August 2018

Sofias Leidenschaft sind Bücher. Aus ihnen schöpft sie Kraft und erhält Antworten auf ihre Fragen. Doch ihre Arbeit als Bibliothekarin hat sie aufgegeben, nachdem sie Alberto geheiratet hat. Für die Zweiunddreißigjährige ist die Ehe inzwischen zur Belastung geworden. Sie sucht in der Erinnerung nach dem Mann, der sie morgens mit einem Lied weckte und immer und überall das Schöne gesehen hat. Das ist lange vorbei. Beide betrachten sich, als ob sie Feinde sind, die sich gegenseitig beobachten. Allerdings nicht, um sich wiederzufinden, sondern um neue Angriffspunkte zu entdecken, um den anderen zu verletzten. Für eine Trennung fehlte Sofia bislang der Mut. Da liegt irgendetwas auf ihrer Seele und blockiert sie. Jetzt will sie sich endlich aus der emotionalen Abhängigkeit befreien, sich von eingeschliffenen Gewohnheiten, von der Angst vor dem Unbekannten und der Furcht davor, einen Fehler eingestehen zu müssen, lösen. Als Sofia in einem kleinen Antiquariat eine sehr alte Ausgabe eines Buches des romantischen Schriftstellers Christian Philipp Fohr kauft, beschließt sie, dieses zu restaurieren. Dabei spürt sie einem im Einband versteckten Brief einer jungen Frau aus dem frühen 19. Jahrhundert auf, mit der sie vieles verbindet. Denn auch Clarice liebt Bücher. Sie möchte zu gern Buchbinderin sein. Aber dies ist ein Beruf, den sie als adlige Frau niemals ausüben kann. Er bleibt den Männern einfachen Standes vorbehalten. Findet Clarice einen Weg, ihren Traum zu verwirklichen? Cristina Cabonis Roman „Der Zauber zwischen den Seiten“ ist nicht nur die Darstellung zweier Frauenschicksale in zwei verschiedenen Epochen, sondern auch eine Homage an die Begeisterung und Liebe für Bücher. Dies zeigt sich bereits darin, dass die Autorin jedem Kapitel ein Buchzitat voranstellt, beispielsweise von Johann Wolfgang von Goethe, Jane Austen, Ernest Hemingway, Charles Dickens und Emily Brontë. Für das Erzählen des Geschehens auf zwei Zeitebenen bedient sich Cristina Caboni eines gefälligen und anschaulichen Schreibstils, der für lebhafte Bilder während der Lektüre sorgt. Ihre Wortwahl ist zurückhaltend und gefühlsbetont, das Nachdenken ihrer Protagonistinnen nimmt einen hohen Stellenwert ein. Die Leidenschaft für Bücher wird deutlich, allerdings bleibt die Freude am Lesen selbst dahinter zurück. Die Geschichte von Clarice im historischen Teil geht einem besonders nahe, weil der Zwiespalt zwischen Wünschen und Realität einer Frau einleuchtend und überzeugend geschildert ist. Eine sich anbahnende Liebesbeziehung von Sofia fügt sich zwar gut ins Geschehen ein, ist jedoch auch überflüssig angesichts der Tatsache, dass Sofia sich noch mit dem Scheitern ihrer Ehe auseinandersetzt. Ein größeres Manko ist allerdings, dass sich im Verlauf der Handlung zu oft die Zufälle häufen. Das Glück ist beiden Frauen das eine oder andere Mal dermaßen hold, dass es konstruiert wirkt und sich damit insgesamt als Zuviel herausstellt. Wen das nicht stört, und wer gern miterlebt, wie zwei Frauen in ihrer jeweiligen Zeit die Hoffnung behalten, trotz aller Hindernisse ihren Weg zur Freiheit finden, wird mit „Der Zauber zwischen den Zeilen“ unbestreitbar angenehm unterhalten werden.

Die Liebe zum geschriebenen Wort

Von: Daggi Datum: 30. May 2018

Die Protagonisten und ihre Geschichte Sofia Bauer hat ihr Leben während ihrer Beziehung zu Alberto vollständig nach ihm ausgerichtet und ihren Beruf aufgegeben. Sie bemerkt, dass ihr etwas in ihrem Leben fehlt. Als sie bei einem alten Buchhändler ein abgenutztes Buch von Carl Philipp Fohr entdeckt, den sie sehr verehrt, beschließt sie, das Buch zu restaurieren. Bei dieser Arbeit entdeckt sie einen versteckten Brief einer gewissen Clarice Marianne von Harmel, die im 19. Jahrhundert gelebt hat. Wie für Sofia selbst waren Bücher auch für Clarice die Möglichkeit, der Realität zu entfliehen und in andere Welten einzutauchen. Die junge Adelige erzählt in der Aufzeichnung aus ihrer Kindheit und Jugend und dass sie heimlich in der Kunst des Buchbindens ausgebildet wurde, was zu jener Zeit Männern vorbehalten war. Sofia ist fasziniert von Clarice, sie findet ein Stück weit wieder zurück zu sich selbst und sie hofft, in zwei anderen Bänden weitere Briefe von Clarice zu finden, da deren Geschichte noch nicht abgeschlossen zu sein schien. Unterstützung findet sie dabei in dem Graphologen Tomaso Leoni. Bei ihrer Suche nach den Büchern, die sie quer durch Europa führt, stoßen die beiden auf eine unglaubliche Geschichte. Meine Gedanken zum Buch Cristina Caboni erzählt im Wechsel die Geschichten von Sofia und Clarice, wobei jedes Kapitel mit einem Zitat bedeutender Persönlichkeiten wie beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe, Oscar Wilde, Charles Dickens, Victor Hugo und anderen überschrieben ist. Wenngleich wir es nicht schaffen, die Dinge unseren Wünschen anzupassen, passen sich mit der Zeit unsere Wünsche an. (Marcel Proust, Zitat aus Kapitel 13) Die Autorin zeigt auf, wie sich das Leben von Frauen in den vergangenen Jahrhunderten verändert hat. Dabei hat sie wunderbar herausgearbeitet wie Clarice mit vielen Widrigkeiten ihrer Zeit zu kämpfen und sich den Männern unterzuordnen hatte. Im Gegensatz zu ihr hätte Sofia in der Gegenwart so viel mehr Möglichkeiten, die sie aber freiwillig aufgegeben hat, um sich den Wünschen ihres Mannes zu beugen. Was die beiden Frauen vereint ist ihre Liebe zu Büchern und der Buchbinderei, durch die sie sich verwirklichen können und die ihnen Sicherheit in ihrer jeweiligen Situation bietet, so dass sie sich beide weiterentwickeln können. Das Buch hat mich nicht sofort eingenommen, aber es hat mich von Seite zu Seite mehr fasziniert. Obwohl ich kein Fan historischer Romane bin, hat mich die Geschichte um Clarice sogar mehr in den Bann ziehen können, als die Geschichte um Sofia. Die teilweise tiefgründige Thematik hat Cristina Caboni in einem wunderbar leichten Schreibstil verarbeitet. Leider ergibt sich dadurch auch ein Kritikpunkt, nämlich der, dass die Szenen, in denen Clarice mit Gewalt konfrontiert wird, durch den lockeren Schreibstil ein wenig verharmlost wurden. Doch der Roman ist seinem Titel absolut gerecht geworden. Der Zauber von Büchern war zwischen den Seiten spürbar und es war herrlich, zu erleben, wie die beiden Frauen sich durch ihre Liebe zu geschriebenen Worten verändert und ihren Weg gefunden haben.

Nicht wir entscheiden, das Schicksal entscheidet für uns

Von: Viktoria Datum: 03. May 2018

Das Cover ist sehr erfrischend gestaltet und gefällt mir gut. Motiv und Texte sind schön aufeinander abgestimmt, alles in allem ist es eher dezent gehalten aber dennoch bunt und modern. Auch die Widmung finde ich sehr nett. In der Inhaltsangabe kann man sich bereits einen kurzen aber recht guten Vorgeschmack auf die Geschehnisse im Roman holen. Die Geschichte beinhaltet einen Prolog, dreiundzwanzig Kapitel sowie einen Epilog. Cristina Caboni hat es geschafft mich bereits ab der ersten Zeile des Prologes gefangen zunehmen. Ich war von der Geschichte von Anfang an bezaubert. Die Zitate, welche zwischendurch immer wieder eingestreut sind, meist am Anfang eines Kapitels aber durchaus auch im Text als Zitat der Figuren, fand ich eine sehr nette und erfrischende Idee. Ich fand diese Zitate waren auch sehr passend zu den entsprechenden Stellen im Roman gewählt. Die Figuren sind gut dargestellt und es ist spannend zu sehen wie sie sich im Verlauf der Geschichte weiterentwickeln. Die Abschnitte in der Vergangenheit haben mir genauso gut gefallen wie jene in der Gegenwart. Schade dass wir Sofia und Clarice nach so kurzer Zeit gehen lassen mussten, ich hätte gerne noch mehr von den beiden gelesen!

Ein zauberhaftes Buch von Anfang bis Ende!

Von: Helen Datum: 29. April 2018

Meine Meinung Als ich den Klappentext von «Der Zauberzwischen den Seiten» das erste Mal gelesen habe, war ich wie verzaubert und wusste sofort: Dieses Buch muss ich lesen! Und ich habe es nicht bereut. Das Cover ist wunderschön und wenn ich es nicht als E-Book gelesen hätte, bekäme es auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Regal. Mir gefällt das Zusammenspiel der dezenten, aber doch fröhlichen Farben und die detaillierte Gestaltung. Kennt ihr das, wenn ihr durch eine Buchhandlung schlendert und ein Titel euren Blick anzieht, sodass ihr gleich ein paar Schritte zurückstolpern müsst? So ein Titel ist «Der Zauber zwischen den Seiten». Ich denke jeder von uns Bücherwürmern kann sich mit diesen fünf Worten perfekt identifizieren und mir ruft er sofort den Geruch von alten Bücher in die Nase und das Rascheln von alten Seiten in die Ohren. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Der erste Erzählstrang führt uns mit Sofia quer durch Europa und der zweite Erzählstrang direkt ins 19. Jahrhundert. Diese Erzählweise empfinde ich als eine wunderbare Wahl. Denn es macht die Geschichte so lebhaft und authentisch. Cristina Cabonis Schreibstil ist faszinierend sowie fesselnd. Mit viel Feingefühl führt sie uns durch die Gefühlswelten ihrer Charaktere, ihre Ängste und Sorgen. Eine perfekte Balance zwischen Beschreibung und Handlung hält den Spannungsbogen durchgehend aufrecht und ermöglicht einen lückenlosen Lesefluss. Ich muss euch gestehen, ich habe praktisch das ganze Buch in einer Nacht durchgelesen. Denn die Geschichte von Clarice Marianne von Harmel hat mich ebenso wenig losgelassen wie Sofia. Cristina Caboni war bei der Wahl des Themas für dieses Buch sehr clever, denn sie hat etwas gewählt, dem kein Bücherwurm widerstehen kann: Bücher. In jedem Wort, jeder Zeile und auf jeder Seite spürt man die innige Liebe der Autorin zu Literatur und mehr als einmal habe ich mich selbst in der Geschichte wiedergefunden. Sehr stimmig finde ich aber auch, dass die Autorin nicht nur das Lesen an sich ins Zentrum gestellt hat, sondern die anderen Aspekte rund ums Buch, wie zum Beispiel die Buchbinderei. Ein Thema, von dem ich bis jetzt keine grosse Ahnung hatte, das aber definitiv seine Reize hat. Ich musste dabei immer an Mo aus Tintenherz denken. Mir scheint als wären Buchbinder eine Gruppe für sich. Eine belesene, unheimlich kluge und gütige Gruppe. Das Setting finde ich ebenfalls ganz entzückend. Normalerweise spielen Liebesromane immer in Deutschland oder den USA. «Der Zauber zwischen den Seiten» verzaubert uns allerdings nicht nur mit seinem italienischen Flair, sondern führt uns durch halb Europa. Die beiden Protagonistinnen Sofia und Clarice wirken auf den ersten Blick ziemlich verschieden. Sofia hat sich selbst verloren und ihre Selbstzweifel und Ängste sind beinahe greifbar, während Clarice so eigensinnig ist wie überhaupt möglich. Die anmutige junge Frau lässt sich von den Vorstellungen und Regeln ihrer Gesellschaft nicht aufhalten. Doch Clarice Selbstsicherheit gibt Sofia neue Kraft und langsam findet sie im Verlauf der Geschichte zurück zu sich selbst. Diese Ereignisse haben mich immer wieder zu Tränen gerührt und dank des gefühlvollen Schreibstils tief berührt. Fazit Den Zauber zwischen Seiten hat Cristina Caboni in ihrem Roman gekonnt eingefangen. Jedes Wort hat seine Wichtigkeit und ich möchte keine einzige Seite missen müssen. Wenn ihr jetzt schon ein passionierter Leser seid, werdet ihr dieses Buch vergöttern und wenn nicht wird es auf jeden Fall eine innige Liebe zur Literatur in euch wecken! Bewertung ⭐⭐⭐⭐⭐/5

naja

Von: Yanthara Datum: 30. September 2018

Bei dem Hörbuch handelt es sich um eine gekürzte Lesung, die von Nicole Engeln gelesen wird. Die Laufzeit beträgt etwa 383 Minuten. Nicole Enggeln liest sehr gut, ihre Stimme ist sehr angenehm und es macht Spaß ihr zuzuhören. Sie bringt auch die einzelnen Charakter sehr gut rüber und sie wirken dadurch sehr lebendig, Die Zusammenfassung klang dann aber doch interessanter als die Story. Die Story war nicht schlecht, aber irgendwie war es für mich nicht ganz stimmig. Die Verbindung von Clarice zu Sofia hat mir an manchen Stellen gefehlt. Auch war der Schreibstil teilweise sehr unterschiedlich. Was mich auch gestört hat, war dass es sich unglaublich langsam entwickelt hat am Anfang und eine gefühlte Ewigkeit nichts passiert ist. Wobei mir aber die Charakter ganz gut gefallen haben. Irgendwie tu ich mich mal wieder schwer etwas zu schreiben. So richtig bin ich mit der Geschichte einfach nicht warm geworden. Was ich schade finde, weil sie eigentlich sehr spannend klang.

Zwei verschiedene Frauen, zwei unterschiedliche Leben und zwei Geschichten vereint in einem Hörbuch!

Von: printbalance Datum: 26. August 2018

Inhaltsangabe: Die in Rom lebende Sofia Bauer hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht- denn sie liebt Musik, Kunst und Bücher. Nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium findet sie sofort eine Anstellung in einer der größten Bibliotheken von ganz Italien. Als sie ihre vermeintlich große Liebe, den reichen Geschäftsmann Alberto kennenlernt, erwartet dieser von ihr, dass sie sich nach der Hochzeit seinem gesellschaftlichen Leben anpasst und ihren geliebten Job aufgibt. Durch diese Bedingung die die junge Frau nach der Eheschließung einging, stürzt sie sich in ihr eigenes Unglück. Nach Jahren der Unterdrückung und Abweisung ihres Gatten haben sie sich auseinandergelebt, sodass die junge Italienerin die Scheidung einreicht. Während sie in Rom spazieren geht, stößt sie wieder auf das kleines Antiquariat, welches sie schon mit ihrem Großvater in der Kindheit besucht hat. Beim Betreten des sehr nostalgisch eingerichteten Geschäfts, flammt ihre bis dahin unterdrückte Leidenschaft zu den Büchern erneut auf. Sofort kommt sie mit dem Ladenbesitzer ins Gespräch. Da die junge Frau um eine Buchempfehlung bittet, überreicht der ältere Herr ihr eine Ausgabe von dem berühmten Schriftsteller Christian Philipp Fohr. Sofia, die den Autor schon zu ihrer Studienzeit sehr geschätzt hat, interessiert sich für dessen Erstausgabe die sich um das frühe 19. Jahrhundert dreht. Obwohl die Lektüre in einem sehr schlechten Zustand ist, möchte die Bibliothekarin das Buch mit dem Titel "Das Lob der Perfektion" erwerben. Nachdem sie dem Ladenbesitzer erklärte, dass sie in der Lage ist, Bücher selbst zu reparieren, schenkt er ihr diesen ersten Teil der Trilogie. Während der Restaurierung entdeckt Sofia zwischen Buchrücken und Einband einen alten, hauchdünnen und mehrfach zusammengefalteten Papierbogen. Hierbei handelt es sich um ein Schriftstück einer deutschstämmigen Adeligen namens Clarice Marian von Harmel, deren Schicksal dem von Sofia gleicht. Welches mysteriöse Geheimnis verbirgt sich hinter dem verborgenen Brief, welcher mit Sophia's Familie in Verbindung steht? Eigene Meinung: Das Hörbuch von Christina Caboni gefiel mehr richtig gut. Alle mitwirkenden Protagonisten hatten ihren ganz eigenen Charakter und Charme, was die komplette Geschichte authentisch wirken ließ. Die Idee, mit den versteckten Schriftstücken von Clarice Marian von Harmel fand ich sehr faszinierend. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, warum Sofia keine Kosten und Mühen gescheut hat, um die Geschichte der deutschstämmigen Adeligen herauszufinden. Auch mich interessierte das Geheimnis der verborgenen Briefe. Meiner Meinung nach gelang es Caboni sehr gut, eine strukturierte und spannende Handlung zu verfassen, in der sowohl Sofias Leben, als auch das von Clarice behandelt wurde. Auch die Auflösung des Geheimnisses war spannend und unvorhergesehen. Die Sprecherin Nicole Engeln fand ich stimmlich perfekt dafür besetzt. Sie brachte den italienischen Charme gut rüber und hauchte den Mitwirkenden Leben ein. Fazit: Zwei verschiedene Frauen, zwei unterschiedliche Leben und zwei Geschichten vereint in einem Hörbuch! Knapp sieben Stunden Drama und Spannung- auf jeden Fall hörenswert. Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen