Rodica Doehnert

Das Sacher - Die Geschichte einer Verführung

Das Sacher - Die Geschichte einer Verführung

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Wien 1892: Anna Sacher will das Hotel nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes weiterführen. Resolut und gegen alle Widerstände erklimmt die junge Witwe, die Zigarre raucht und immer einen Bullterrier im Arm hat, den Platz der Prinzipalin. Während sie gemeinsam mit ihrem treuen Personal das Hotel zu einer Legende macht, begegnen sich dort zwei Paare: Der Prinz und die Prinzessin von Traunstein und das Berliner Verlegerehepaar Martha und Maximilian Aderhold. Schon bald entspinnt sich zwischen den Suiten und Séparées des Hotels ein aufwühlendes Liebesdrama.

[Rezension] Das Sacher – die Geschichte einer Verführung

Von: Ninespo Datum: 06. October 2018

Als ich das Cover von Das Sacher – die Geschichte einer Verführung sah, war ich direkt hin und weg. Meine Erwartungen, eine Familien-Saga der Sachers im Wien der Jahrhundertwende, wurden leider nicht erfüllt. Direkt zu Beginn von Das Sacher – die Geschichte einer Verführung wird klar: Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes. Denn sowohl der Ausdruck als auch die Schreibweise sind anders als bei anderen Büchern. Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn aufgrund des Schreibstils einige Probleme hatte, in die Geschichte einzusteigen. Zudem verwirrten mich die Figuren Tod und Liebe ein wenig, da ich den Roman auf den ersten Seiten nicht direkt einordnen konnte. Gibt man dem literarischen Schreibstil jedoch eine Chance, entdeckt man eine tolle Geschichte. Das Sacher – die Geschichte einer Verführung ist ein Roman mit vielen Schauplätzen Die Romanhandlung startet mit der Familie Sacher. Der Patron der Familie und des Hotels l’Opera stirbt und seine Frau übernimmt die Rolle der Patriarchin. Während ich zu Beginn noch davon ausging, dass es in Das Sacher – die Geschichte einer Verführung hauptsächlich um die Familie Sacher, die Erfinder der Sacher Torte, gehen würde, entdeckte ich sehr schnell, dass der Fokus der Handlung wesentlich weiter gefasst ist. Denn neben dem Schicksal der Familie Sacher und ihrem Hotel geht es auch um Politik, Literatur und Liebe. Zwar bietet die Vielzahl an Handlungssträngen und -schauplätzen eine gewisse Abwechslung, leider kam stellenweise auch ein wenig das Gefühl des Fokusverlusts auf. Zwar bildet das Sacher den Ausgangspunkt für alle folgenden Handlungsstränge, allerdings ist die Verknüpfung ein wenig zu lose an das Haus gebunden, um es danach zu benennen. Denn der Titel verspricht eine Familien-Saga, die nur in Nebenschauplätzen erwähnt und für meinen Geschmack zu selten bedacht wurde. Daher ist der Titel in meinen Augen ein wenig falsch gewählt. Dennoch gefiel mir die Handlung sehr gut. Wer Das Sacher – die Geschichte einer Verführung lesen möchte, sollte mit einer weiter gefassten Handlung keine Probleme haben. Denn wer sich darauf einlassen kann, erhält eine faszinierende Geschichte über das Wien der Jahrhundertwende, das mit vielen Facetten authentisch dargestellt wird. Ich danke den Heyne Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Das Sacher – die Geschichte einer Verführung.