Kate Morton

Die Tochter des Uhrmachers

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Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt …

Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben?

Die Tochter des Uhrmachers

Von: dorli Datum: 04. December 2018

In ihrem Roman „Die Tochter des Uhrmachers“ stellt Kate Morton ein altes Herrenhaus in den Mittelpunkt des Geschehens: Birchwood Manor. Hier spielt sich über die Jahrzehnte hinweg ein großer Teil der Handlung ab. Das Haus hatte im Laufe der Zeit unterschiedliche Funktionen inne, war ein Ort der Inspiration, später ein Internat für junge Damen, wurde schließlich zu einem Museum. Seit dem folgenschweren Sommer 1862 hat Birchwood Manor eine Sprecherin: Birdie Bell. Birdie ist die Einzige, die nach den damaligen Ereignissen – der talentierte Maler Edward Radcliffe hatte Künstlerfreunde eingeladen, den Sommer mit ihm in seinem Landhaus zu verbringen, doch was großartig begann, endete tragisch mit dem Verschwinden einer Frau und dem Tod einer anderen – in dem Haus an der Themse geblieben ist. Birdie ist die Tochter eines Uhrmachers. Sie wurde als Kind zu einer Diebin ausgebildet und war als junge Frau die Muse Edward Radcliffes. Seit dem verhängnisvollen Tag im Juli 1862 ist sie fest mit Birchwood Manor verbunden und begleitet den Leser jetzt als Erzählerin durch die anderthalb Jahrhunderte, die seitdem vergangen sind. Birdie kennt nicht nur die Geschichte und die Geheimnisse des Hauses, sie weiß auch von den vielfältigen Erlebnissen der zahlreichen Bewohner und Besucher zu berichten. In einem in der Gegenwart spielenden Handlungsstrang trifft der Leser auf Elodie Winslow. Die junge Archivarin entdeckt in einem Karton neben einer uralten Aktentasche auch die Sepiafotografie einer ihr fremden wunderschönen Frau sowie die Zeichnung eines Hauses, das Elodie seltsam bekannt vorkommt. Schnell ist sie davon überzeugt, dass es sich bei dem Haus um jenes aus den Erzählungen ihrer bereits vor vielen Jahren verstorbenen Mutter handeln muss. Neugierig geworden, beginnt Elodie Nachforschungen anzustellen … Kate Morton erzählt sehr anschaulich und wartet mit einer Fülle von Details auf. Der Roman besticht vor allen Dingen durch ein abwechslungsreiches Geschehen und einen vielschichtigen Handlungsaufbau – eine Vielzahl an Personen, häufige Perspektivwechsel, unterschiedliche Zeitebenen mit vielen Zeitsprüngen, verschiedene Schauplätze sowie diverse Nebenhandlungen verlangen besonders auf den ersten Seiten konzentriertes Lesen, um nicht den Faden zu verlieren. Ich habe den Roman anfangs als zu ausschweifend und überbordend empfunden; das hat sich allerdings im Verlauf der Handlung gewandelt – einmal eingelesen, wollte ich immer mehr über die einzelnen Bewohner und ihre Erlebnisse und Geheimnisse erfahren und hätte nichts dagegen gehabt, wenn die Geschichte noch reichhaltiger gewesen wäre, als sie sowieso schon ist. „Die Tochter des Uhrmachers“ hat mir sehr gut gefallen – das Lesen dieser ineinander verschlungenen außergewöhnlichen Lebensgeschichten hat Spaß gemacht. Leseempfehlung für alle, die geheimnisumwobene Familiengeschichten mit einem leicht übersinnlichen Touch mögen.

Die Uhr schlägt alle

Von: Snowbell Datum: 01. December 2018

Jede Taschenuhr ist ein memento mori, welches der Mensch stets sich mit sich trägt. (Unbekannt) Der historische Roman "Die Tochter des Uhrmachers" ist meine erste Begegnung mit Kate Morton, einer australischen Schriftstellerin, die zu den international erfolgreichsten Romanautorinnen zählt. Ihr neues Werk kreist um den talentierten Maler Edward Radcliffe, der im Jahre 1862 seine Künstlerfreunde in sein Landhaus Birchwood Manor am Ufer der Themse einlädt. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt … Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben? Kein Betrachter wird sich der Anziehungskraft dieses stilvollen Covers entziehen können, das in zarten Pastelltönen gehalten ist. Wenn man genau hinschaut, kann man inmitten der feinen Blüten eine silberne Taschenuhr und ein mechanisches Uhrwerk erkennen. Auch der zurückhaltende Titel greift dieses aussagekräfte Motiv auf, das in eine längst vergangene Epoche zurückweist. Das Setting in einem geheimnisumwitterten historischen Landhaus an dem Ufer der Themse könnte nicht besser gewählt sein. Birchwood Manor wird zum Schauplatz einer tragischen Liebesgeschichte zwischen einem aufstrebenden talentierten Künstler aus gutem Hause und seinem aus der Unterwelt stammenden bildschönen jungen Modell, deren Spuren bis in die aktuelle Gegenwart reichen. Das Geschehen spielt in verschiedenen zeitlichen Epochen und wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Verbindendes Element ist eine unbekannte Ich-Erzählerin, deren Identität gegen Ende des Romans gelüftet wird. Auf den ersten Blick scheinen alle losen Fäden nicht recht zusammen zu passen, aber Kate Morton nimmt sie im Laufe des Geschehens auf und spinnt sie zu einem feinen Gemälde, das aus der Hand eines Malers stammen könnte. Kate Morton beherrscht ihr literarisches Handwerk und schreibt in einem gehobenen Stil. Ihr ist eine faszinierende, vielschichtige Geschichte gelungen, die ihre Leser mitnimmt auf eine spannende Zeitreise von dem Viktorianischen Zeitalter über die Welt des 1. und 2. Weltkriegs bis zur aktuellen Gegenwart. Dieser historische Roman hat mich von ersten Seite an in seinen Bann gezogen und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Unbedingt lesenswert!

Berührend, bewegend, wundervoll

Von: World of books and dreams Datum: 28. November 2018

Als die junge Archivarin Elodie während ihrer Arbeit in einer Tasche eine alte Zeichnung eines Anwesens an einem Fluss und das Foto einer atemberaubenden jungen Frau findet, fühlt sie gleich eine gewisse Verbundenheit. Das Haus erinntert sie an eine Geschichte, die ihr ihre Mutter immer erzählt hält, als sie noch klein war, doch ihre Mutter kann sie leider nicht mehr fragen, denn diese starb, als Elodie noch klein war. Als Elodie ihren Großonkel Tip trifft, fragt sie ihn und dieser bestätigt, dass das Haus aus der Geschichte und das auf dem Bild das selbe ist. Elodie macht sich auf dem Weg, die Geschichte des Hauses zu erfahren, denn es zieht sie magisch an. Birchwood Manor, so heißt das Haus, gehörte einst einem Maler, Edward Radcliffe, der sich mit seinen Freunden dort traf. Nach einer Tragödie im Jahr 1862, bei der eine Frau starb und eine weitere spurlos verschwand, verließ er jedoch Birchwood Manor und kehrte nie mehr zurück. Meine Meinung Mit diesem wunderschönen und romantischem Cover ist dem Verlag ein wirklicher Hingucker gelungen. Aber natürlich ist es auch Kate Mortons Name, der mich magisch anzieht, denn die Geschichten, die ich bereits von ihr lesen durfte, haben mir durchweg gefallen. Doch dieses Mal war es anders und ich muss zugeben, dass ich eine ganze Weile benötigte, um Zugang zu Mortons Geschichte zu finden, was aber mitunter einfach daran lag, dass ich noch nicht so ganz hinter den Sinn der Geschichte stieg. Trotzdem fiel es recht leicht, weiterzulesen, denn Kate Morton versteht es mit Worten umzugehen, ihre Sprache hat etwas besonderes, beinahe melodisch klingendes, mit dem sie es schafft, Personen, Umgebungen und Ereignisse lebendig werden zu lassen. Wie so oft erzählt Morton ihre Geschichte auf mehreren Zeitebenen, wobei eine in der Gegenwart und eine in längst vergangenen Zeiten liegt. Doch dieses Mal verknüpft sie noch diverse weitere Charaktere aus unterschiedlichen Zeiten mit dem Geschehen und dann wurde mir klar, dass sie hier die Geschichte eines Hauses erzählt. Birchwood Manor hat einen gewissen Zauber, der immer wieder die Menschen anzieht, in seinen Mauern lebt ein Geheimnis und es versprüht regelrecht Leben. Es ist etwas mystisches in der Geschichte, mit dem die Autorin mich dann doch noch völlig einfangen konnte und nach ca. 150 Seiten war ich gefangen von dieser besonderen Aura. Natürlich ist die Aura auch ein wenig mit diesem besonderen Anwesen Birchwood Manor verbunden, das einst Künstler beherbergte, dann zu einem Internat wurde, im zweiten Weltkrieg eine Familie beherbergte und letzten Endes ein Museum wurde. Allein das Setting in einem kleinen englischen Dorf, gleich an der Themse, mitten in der Natur machte Birchwood Manor greifbar, kennt man solche Anwesen von Bildern. Während man nun eine Weile Elodie in unserer Gegenwart auf ihrer Suche nach Antworten rund um Birchwood Manor und dessen Bewohnern begleitet, springt die Perspektive zwischendurch zu einer Ich-Erzählerin und auch in die Vergangenheit. Das ergibt auf den ersten Blick viele lose Fäden, doch Morton knüpft all dies zu einem großen Bild zusammen und am Ende bleiben keine Fragen mehr offen. Die Charaktere sind dieses Mal recht zahlreich und auf den ersten Blick scheint Elodie der Mittelpunkt zu sein Doch diese Figur bleibt recht unscheinbar und so nach und nach kristallisiert sich auch heraus, dass es eher eine besondere Person in der Vergangenheit ist, die eine zentrale Rolle spielt. Nämliche Birdie, die Tochter des Uhrmachers, deren Schicksal es nicht immer gut mit ihr meinte und die es doch geschafft hat, zu leben und das besondere in den einzelnen Menschen zu sehen. Neben Birdie bleiben jedoch die weiteren Personen eher blass, doch ich habe auch hier nach und nach das Gefühl gehabt, dass auch all die anderen Charaktere eher dazu gedacht waren, den besonderen Geist des Hauses in den Mittelpunkt zu rücken. Mein Fazit Mit “Die Tochter des Uhrmachers” hat Kate Morton ein unglaublich komplexes Werk vollbracht, bei dem ich etwas Zeit benötigte, um wirklich hineinzufinden. Aber nach dem Beenden des Buches zolle ich der Autorin meinen größten Respekt, darüber, wie es ihr gelungen ist, hier ihre unterschiedlichen Fäden in der Hand zu halten und zu einem klaren Bild werden zu lassen, darüber, wie sie mit ihren Worten umgehen kann und darüber, wie sie ihre Geschichte lebendig werden lässt. Es ist kein typischer Morton, in dem eine alte und meist eine neuere Liebesgeschichte im Mittelpunkt stehen, auch wenn es durchaus auch um die Liebe geht. Doch zu guter Letzt kann ich sagen, dass dieses Buch mich bewegt und berührt hat und mich noch lange Zeit nach dem Ende darüber nachdenken ließ. Vielen Dank Kate Morton für diese Geschichte voller Gefühl.

Zuviel Figuren mit zu wenig Tiefe

Von: TemptationLady Datum: 27. November 2018

Elodie ist Archivarin und entdeckt eine wunderschöne Ledertasche, die gut verarbeitet wurde. Darin befinden sich ein Foto und die Zeichnung eines Hauses, welches sie aus ihrer Kindheit zu kennen glaubt. Auf dem Foto ist eine wunderschöne Frau abgebildet. Doch wer ist sie? Es scheint sich alles um den talentierten Maler Edward Radcliffe zu drehen. Dieser lädt im Sommer 1862 seine Künstlerfreunde und seine Muse in sein Landhaus an der Themse ein. Doch bleibt nicht alles so friedlich, wie es sich alle gewünscht haben, denn eine Frau verschwindet spurlos und eine andere stirbt. Wo ist die verschwunde Frau hin? Und was ist mit dem blauen Stein, der von jedem gesucht wird? Kate Morton hat hier sehr viele Figuren in die Geschichte eingewoben. Zuviele Figuren meines Erachtens, denn alle wirken sehr blass, haben in meinen Augen kaum wirklich eine Charaktertiefe, was ich sehr schade fand. Einige Figuren weniger, die anderen besser ausgearbeitet und alles wäre schön gewesen. Es waren mir auch zuviele Handlungsstränge. Manche Handlungen haben mich gar nicht wirklich interessiert, weil sie für mich irgendwie unwichtig waren oder sie nicht interessant genug gestaltet wurden. Ich hatte zwischendrin immer wieder das Gefühl, dass ich eher der Handlung aus der Vergangenheit folgen wollte, als der Gegenwart. Dann war es wieder umgekehrt. Sehr verwirrend war für mich auch die Gestaltung der Kapitel. Man musste schon aufpassen, welche Zahlenformen zu welchem Erzählstrang gehörten. Da gibt es die römischen Zahlen und die arabischen. Dies Buch ist definitiv keines, was man mit viel Unterbrechungen lesen sollte. Ich hatte das Problem, dass ich manchmal zurück blättern musste, um zu sehen, in welchem Jahr ich mich befinde. Manchmal schon sehr verwirrend. Dann hatte das Buch für mich kein vernünftiges Ende. Es endete irgendwie mittendrin. Es ging um die Hochzeit von Elodie in der Gegenwart. Ich hatte immer mehr das Gefühl, dass sie den Menschen nicht heiraten möchte. Doch auch dies war irgendwie bis zum Ende nicht aufgelöst worden. Ist das Buch hier womöglich gekürzt worden? Wäre ja völlig unsinnig, aber ein solches Ende ist es ebenfalls. Mein Fazit: Ich kenne definitiv bessere Bücher von Kate Morton. Der Schreibstil war zwar gut, aber es waren mir zuviele Figuren, zuviele Handlungsstränge, als das ich es entspannt hätte lesen können. Schade eigentlich, denn das Cover und auch der Titel des Buches versprechen eine ganze Menge mehr. Manchmal ist weniger einfach definitiv mehr. 3 Sterne für Kate Morton´s - Die Tochter des Uhrmachers. Ich danke dem Bloggerportal und dem Diana-Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf meine ehrliche Meinung!

Einfach wunderbar

Von: Lea'S Lesezauber Datum: 24. November 2018

Ein tolles Cover, das auf den ersten Blick schon total einladend ist. Die Kombination aus Blüten und den Details ist einfach total schön. Hier wurde auf jedes Detail geachtet und sich sehr viel Mühe gegeben. Das Buch ist aber auch schon alleine wegen der Farben ein absoluter Hingucker. Es wirkt frisch und sommerlich. Als ich dann den Klappentext gelesen hatte war für mich klar, ich muss dieses Buch lesen und ich bin froh, das ich es gelesen habe. Der Schreibstil ist wunderbar bildlich und man merkt einfach die Leidenschaft der Autorin. Die Details werden richtig schön verschnörkelt erzähl sodass man fast das Gefühl hat, die Autorin wollte eigentlich ein Gedicht schreiben. Besonders gut fand ich allerdings, dass die Geschichte so wunderbar fließend geschrieben ist, trotz der verschiedenen Zeiteben, gab es keinen Abbruch des Lesefluss. Die Neugierde und Spannung war die ganze Zeit greifbar und ich habe mich zwischenzeitlich nicht einmal gelangweilt. Ich möchte die vielen Erzählstränge, ich finde dadurch werden solche Geschichten immer unterhaltsamer! Die Charaktere sind wunderbar vielschichtig beschrieben und entwicklen sich in der Geschichte sehr schön. Ob es Ada, Elodie oder Lucy war sie alle sind wunderbar beschrieben, natürlich hätte ich mir bei Elodie noch etwas mehr Information gewünscht aber irgendwo müssen ja immer auch Abstriche gemacht werden und es war für mich keine Enttäuschung! Aber auch Birchwood Manor ist einfach nur wunderbar beschrieben, sodass ich das Gefühl hatte teilweise direkt davor zu stehen. Die Autorin hat dieses wundersame Haus ganz toll in Szene gesetzt und die Geschichte wunderbar damit verknüpft! Fazit: Dieses Buch hat mich mal wieder meine Nächte gekostet, ich liebe es mich in guten Büchern zu verlieren und das fiel mir hier überhaupt nicht schwer. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und hat es geschafft den Charakteren Leben einzuhauchen und dabei auch noch total realistisch zu sein. Das Buch kann ich nur wärmstens empfehlen!

Die Wahrheit um Lily Millington

Von: Frau Goethe liest Datum: 18. November 2018

Elodie Winslow ist Archivarin und stößt auf einen Karton aus dem Jahre 1966. Darin befinden sich eine edle Aktentasche und ein Skizzenbuch. Als sie das Buch durchblättert, kommt ihr das darin gezeichnete Haus bekannt vor. Ihre Mutter hatte früher eine Geschichte erzählt, in der eben dieses Haus beschrieben wurde. Außerdem stößt sie auf eine Fotografie einer wunderhübschen Frau. Alles zusammen ergibt Hinweise, dass sich diese Gegenstände aus dem Besitz des Malers Edward Radcliffe befanden. Elodie macht sich auf den Weg, um vor Ort zu forschen. Dabei trifft sie auf den Privatdetektiv Jack, der ebenfalls auf der Suche nach einem lange verschollenen Familienbesitz der Radcliffes ist. gemeinsam setzen sie ihre Geschichten zusammen und stoßen auf eine skandalöse Geschichte. Kate Morton verbindet in ihrem sechsten Roman die Elemente historischer Roman, Detektivgeschichte mit einem Quäntchen Mystik. Alle drei Formen passen so ineinander, dass daraus ein wirklicher Schmöker für lange Leseabende entsteht. Die in der Gegenwart lebende Elodie stößt auf Ungereimtheiten während ihrer Arbeit und vertieft sich in die Ereignisse aus dem Jahr 1945. Die Journalistin Juliet wohnt mit ihren vier Kindern in Birchwood Manor. Das Gebäude scheint aber ein Geheimnis zu haben. Der jüngste Sohn Tip hat plötzlich eine imaginäre Freundin, die ihn über Geschehnisse aus dem Jahr 1862 erzählt. Damals wohnte der Maler Edward Radcliffe in diesem Haus. Mit einigen Freunden, seiner Schwester, seiner Verlobte und einer Muse verbrachte das Mitglied der Royal Academy dort den Sommer. Die unbeschwerte Zeit endete mit einem Mord an der Verlobten. Seitdem scheint das Haus verlassen. Nur ab und zu sieht man ein Licht im oberen Stockwerk. Die Charaktere der unterschiedlichen Zeitebenen werden authentisch abgebildet. Eine Ich-Erzählerin trägt ab und zu zum besseren Verständnis der Umstände bei und lässt den Leser wie in einem Film von außen zuschauen. Schnell wird deutlich, dass eben diese Stimme aus dem Jenseits kommt. Es ist von Besuchern die Rede, obwohl sich diese allein im Raum zu glauben scheinen. Die Tochter des Uhrmachers ist so schnell nicht zu identifizieren. Ihre Lebensgeschichte wird nun Stück für Stück aufgedeckt, je mehr Details aus den vergangenen Jahren bekannt werden. Aus dem Jahr 2017 geht die Reise zurück bis ins viktorianische England. Hier lernen wir Birdie kennen, eine Halbwaise, die sich ihren Lebensunterhalt mit Taschendiebstahl verdient. Morton hat einen leisen Schreibstil, der die gewaltigen Bilder erst nach einigen Seiten entfaltet. Man kann ihr leicht über feuchte Natursteine durch die verwunschenen Gärten bis zur Themse folgen, fühlt den schwankenden Kahn und im nächsten Abschnitt die dunkle Einsamkeit eines verlassenen Gebäudes. Die Handlungsstränge werden zunächst ausgebreitet, um erst kurz vor Schluss wieder zusammenzulaufen. Nun lüften sich die Schleier, die die Autorin zuvor über Figuren und Vorkommnisse gelegt hatte. Einige falsche Fährten sind schlicht dadurch entstanden, dass manche Geheimnisse einfach zu gut gehütet wurden. Die Tochter des Uhrmachers ist ein epischer Roman über 150 Jahre. Ankerpunkt ist dabei Birchwood Manor, hinter dessen Mauern sich die tragischen Ereignisse abspielten. Die heute noch zu besichtigenden Anwesen in Wiltshire geben eine Ahnung, wie es zu Radcliffes Zeiten dort ausgesehen haben mag. Die Umgebung inspiriert förmlich zu geheimnisvollen Verwicklungen, die hier ebenso atmosphärisch wiedergegeben werden. Ich kann den Roman jedem empfehlen, der gerne längere Abschnitte schmökert. Belohnt wird man mit einer berührenden Geschichte um ein Mädchen, deren Namen die Nachwelt längst vergessen hat.

Ein Roman voller Geheimnisse

Von: Rebecca K. Datum: 17. November 2018

Edward Radcliffe verbringt zusammen mit seinen Künstlerfreunden den Sommer auf Birchwood Manor. Doch leider endet der Urlaub anders wie erwartet, eine junge Frau verschwindet auf mysteriöse Weise und eine andere stirbt. Fast 150 Jahre später entdeckt Elodie in dem Archiv in dem sie arbeitet eine alte Fotografie von einer wunderschönen jungen Frau und eine Zeichnung von einem Haus das ihr sehr bekannt vorkommt. Elodie ist von der Zeichnung so Fasziniert, dass sie sich auf die Suche nach dem Haus macht. Über die Romane von Kate Morton habe ich immer nur Gutes gelesen und auch ich war immer mehr als nur neugierig auf einen Roman und habe mich einfach nicht rangetraut um einen zu lesen. Hier bei diesem Roman hatte mich der Klappentext vollständig angesprochen gehabt und so habe ich mich auf die Lektüre sehr gefreut. Der Einstieg ins Buch ist mir wirklich sehr leicht gefallen und auch wenn ich etwas länger zum Lesen gebraucht habe wie gedacht bin ich doch gut durch das Buch gekommen. Gut gefallen hat mir hier, dass der Roman in vier Teile aufgeteilt war und so die Figuren mit ihren jeweiligen Geschichten gewechselt haben. Aber die Hauptgeschichte bei der die Kapitel mit römischen Ziffern versehen waren ging durch alle Teile durch bis man die ganze Wahrheit kannte. Ich persönlich hatte eigentlich nur mit einer Figur etwas Probleme, aber dies hat mich in meinem Lesefluss nicht gehindert. Auch der Spannungsbogen war bis zum Schluss gespannt und es war nie langatmig oder gar langweilig erzählt, man musste nur ab und zu pausieren damit man das gelesene sacken lassen konnte. Man konnte sich aber auch seine Gedanken machen was damals wohl passiert ist bzw. wie es zu diesem Unglück kam das sich noch bis jetzt durch viele Leben zu ziehen scheint. Dem Handlungsverlauf bzw. den verschiedenen Handlungen konnte man sehr gut folgen und auch die jeweiligen Entscheidungen sehr gut nachvollziehen auch wenn man als Leser vielleicht ganz anders reagiert hätte. Die Figuren des Romans konnte man sich aufgrund der sehr detaillierten Beschreibungen sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen während des Lesens. Elodie hatte ich recht schnell in mein Leserherz geschlossen und auch Birdie war mir sehr sympathisch genauso wie Tip. Auch die Handlungsorte waren alle mit sehr viel Liebe zum Detail beschrieben, so konnte ich sie mir sehr gut beim Lesen vorstellen auch wenn ich noch nie in England war. Alles in allem hat mir der Roman wirklich sehr gut gefallen und ich kann jetzt schon sagen, dass es nicht der letzte Roman von Kate Morton war den ich gelesen habe. Sehr gerne vergebe ich alle fünf Sterne für den Roman.

Mysteriös, gemütlich und zum verlieren schön

Von: ginasbuecherwelt Datum: 16. November 2018

Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt … Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben? Meine Meinung: Ich bin mit relativ hohen Erwartungen an diese Geschichte gegangen, da meine Mutter bereits so oft von dieser Autorin geschwärmt hat und mir nahegelegt hat, es doch mal mit "Der verborgene Garten" zu probieren. Nachdem das vor längerer Zeit ein Highlight für mich war, konnte ich dem neuen Buch der Autorin nicht widerstehen. Kate Morton hat eine beinahe poetischen Wortgewalt, die mich durch ihren bildlichen Schreibstil überraschend schnell durch die über 600 Seiten bringen konnte. Die verschiedenen Zeitebenen und unterschiedlichen Charaktere, die ja doch irgendwie zusammengehören und die immer wieder typisch für die Geschichten von Kate Morton sind, haben mich zunächst etwas verwirrt - nach spätestens 100 Seiten war ich aber gut in der Geschichte drin. Ich habe nämlich schon öfter mal die Erfahrung gemacht, dass solche Geschichten einfach Zeit brauchen. Das besagte Herrenhaus hat einen ganz besonderen Charme mit einer Atmosphäre, die dazu einlädt sich mit einer Tasse Tee in eine Decke zu kuscheln und absolut in dieser Geschichte zu verkriechen! Etwas negatives habe ich allerdings auch zu berichten. Dadurch, dass es so viele unterschiedliche Perspektiven gab, waren mir die Charaktere teilweise etwas zu blass - jedoch hab ich mich sehr gerne in dieser Geschichte verloren. Fazit: Absolut geeignet für die kühlen und nassen Herbst-/ und Wintertage! Wer noch ein Buch sucht, mit ein paar Mysterien und einem tollen Setting, sollte hier auf jeden Fall mal vorbeischauen. Auch als Weihnachtsgeschenk für Familiendynastien-Liebhaber eine gute Idee!

Eine atemberaubende Geschichte, voller Mystik

Von: zauberblume Datum: 06. November 2018

In ihrem neuen Roman, auf den ich mich schon riesig gefreut habe, entführt uns die Bestsellerautorin in das viktorianische England des 19. Jahrhunderts. Hier erleben wir eine Geschichte voller Mystik und Poesie. Die Archivarin Elodie Winslow entdeckt im Sommer 2017 eine Sepiafotografie einer atemberaubenden schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Elodies Neugierde ist geweckt. Warum kommt ihr dieses Haus so bekannt vor? Welches Geheimnis verbirgt sich hinter allem? Und schon befinden wir uns im Jahr 1862. Wir lernen die Taschendiebin Birdie kennen. Sie lernt den Maler Edward Radcliffe kennen und wird seine Muse. Die beiden verlieben sich unversterblich ineinander. Edward lädt sie in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch was ein unglaublicher Sommer werden sollte, endet in einer Tragödie. Ein Mord passiert und eine Frau verschwindet. Dann machen wir eine Sprung ins Jahr 1899. Aus dem Landhaus ist mittlerweile ein Mädcheninternat geworden. Ava Lovegard, die in Indien geboren wurde, wird von ihren Eltern in dieses Internat geschickt und erlebt eine aufregende Zeit in England. Und dann ist da noch die verwitwete Journalistin Juliet, die im zweiten Weltkrieg mit ihren Kindern in diesem Anwesen lebt. Ein Haus mit vielen Geheimnisse. Ich muss gestehen, dass mich das Ganze während der ersten 50 Seiten etwas verwirrt hat. Viele verschiedene Personen, viele Zeitebenen und ein Geist, der der Geschichte etwas Mystik eingehaucht hat. Aber dann hat mich die Lektüre gefesselt und hat sich zu einem Pageturner entwickelt. Sie hat mich total begeistert. Die Charakter konnte ich mir bildlich vorstellen und an ihrem Leben teilnehmen. Nur die eigentliche Protagonistin Elodie, die den Stein ins Rollen gebracht hat, kommt aus meiner Sicht etwas zu kurz. Ich sehe jetzt noch das stolze Anwesen vor mir, das vielen Kummer und Leid gebracht hat. Doch wird es Elodie wirklich gelingen, das Geheimnis zu lösen? Für mich ein absolutes Lesehighlight. Eine spannende, bewegende, unterhaltsame und auch berührende Geschichte, die mir absolute Traumlesestunden beschert hat. Das Cover ist wirklich großartig, ein echter Hingucker. Für mich ist Kate Morton wieder ein Meisterwerk gelungen, das selbstverständlich 5 Sterne verdient.

Eine rätselhafte, zum Teil mystische Geschichte

Von: elisalorenz Datum: 05. November 2018

Wieder einmal ein wunderbarer Roman von Kate Morton. Wir werden von der Autorin nach London geführt. Dort arbeitet Elodie als Archivarin und findet in einer bisher unbeachteten Kiste eine sehr alte und edel gearbeitete Aktenmappe, eine Sepiafotografie einer wunderschönen jungen Frau und ein Skizzenbuch. Allerdings ist ein Detail besonders seltsam, warum gleicht das Haus auf dem Foto – bis ins kleinste Detail – dem Haus, das ihre Mutter früher immer in ihren Geschichten beschrieb? Ihre Neugierde bringt sie schließlich zum Hauptobjekt des Buches – Birchwood Manor. Immer wieder bekommen wir andere Personen aus verschiedensten Zeiten vorgestellt. Da hätten wir Birdie, der Tochter des Uhrmachers und ihrem Schicksal mit dem jungen begabten Künstler Radcliffe. Die kleine Ada, die sich mit Birdie im damaligen Mädcheninternat anfreundet und viele Jahre später Juliett, die mit ihren Kindern Zuflucht findet. Aber alle verbindet sie nur eins…Birchwood Manor. Kate Morton hat einen so schönen, bildhaften Schreibstil, dass man nur so über die 600 Seiten fliegt. Die Geschichte ist allerdings sehr verschlungen und komplex. Zahlreiche Figuren, Perspektiven, Zeitebenen und Zeitsprünge machen es dem Leser nicht gerade leicht. Ich kam zwar immer gut mit, dennoch war es mir manchmal zu viel Hin und Her. Ich fand es ganz erstaunlich, dass die Autorin bei dieser dermaßen komplexen Handlung nicht den sprichwörtlichen Faden beim Schreiben verloren hat. Was aber auf jeden Fall ein großer Pluspunkt ist, die Story verliert im Laufe des Lesens nichts an Spannung. Man möchte es wirklich am besten in einem Atemzug lesen…. Fazit: hier hat Kate Morton wieder eine Glanzleistung gezaubert. Ich kann diese Geschichte nur empfehlen!

Eine sehr komplexe Geschichte

Von: die.buecherdiebin Datum: 05. November 2018

Inhalt: Birchwood Manor 1862. Der talentierte junge Maler Edward Radcliff verbringt mit Künstlerfreunden einige Zeit in seinem neuen Landhaus an der Themse. Doch dann wird seine Verlobte ermordet… Im Jahr 2017 entdeckt die junge Archivarin Elodie Winslow die Sepiafotografie einer wunderschönen jungen Frau und die Zeichnung eines Hauses, das ihr bekannt vorkommt. Elodie verbindet mit diesem Haus eine Geschichte aus ihrer Kindheit. Neugierig geworden, beginnt sie nachzuforschen… Meine Meinung: Die bildhafte und oft poetische Sprache von Kate Morton hat mir wie immer gut gefallen und lässt sich sehr flüssig lesen. Doch in diesem Roman besteht die Geschichte aus ungewöhnlich vielen Charakteren und vielen verschiedenen Handlungssträngen, die in der Zeit hin und her springen. Hauptprotagonistin ist Birdie, die Tochter des Uhrmachers. Ihre Geschichte zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Ich mochte sie sehr gern, genauso wie Lucy und Ada. Mit Elodie dagegen, der Protagonistin in der Gegenwart, konnte ich leider nicht richtig warmwerden. Viele der Handlungsstränge spielen zu unterschiedlichen Zeiten auf Birchwood Manor. Dieses wunderbare, etwas unheimliche Haus ist ein tolles Setting. Der mystische Teil der Geschichte hat mich zuerst etwas gestört, doch im Lauf der Geschichte gefiel er mir immer besser. „Die Tochter des Uhrmachers“ ist eine sehr komplexe Geschichte, bei der der Leser schon mal schnell den Überblick verlieren kann. Ich mag es nicht so gern, wenn ich mich immer wieder auf neue Charaktere und damit auch auf eine ganz neue Handlung einstellen muss. Wenn ich mich gerade in die neue Handlung eingefunden hatte, gab es einen erneuten Wechsel. Auch gab es für mich einige Längen. Trotzdem lässt sich die Geschichte absolut flüssig lesen und Kate Morton ist es wunderbar gelungen, die Handlungsstränge schließlich zusammenlaufen zu lassen. Die Aufklärung der Zusammenhänge und der Geschehnisse im Sommer 1862 haben mir richtig gut gefallen.

Eine moderne Geistergeschichte

Von: Zeilenmagie Datum: 04. November 2018

Inhalt "My father called me Birdie; he said I was his little bird. Others knew me as his child, the clockmaker’s daughter. Edward called me his muse, his destiny. I am remembered as a thief, an imposter, a girl who rose above her station, who was not chaste. My real name, no one remembers. The truth about that summer, no one else knows." Die Archivarin Elodie Winslow findet bei Aufräumarbeiten eine bisher unentdeckte Ledertasche, die neben dem Foto einer viktorianischen Frau auch ein Skizzenbuch mit Zeichnungen enthält – unter anderem von einem Haus an einer Flussbiegung, das sie an die Kindheitsmärchen ihrer verstorbenen Mutter denken lässt. Elodie, die ein eher ruhiger, feinfühliger Mensch ist, verspürt den unnachgiebigen Drang, der Vergangenheit auf den Grund zu gehen und trifft dabei auf ein vergessen geratenes Unglück, das einen Mord, einen Raubüberfall und ein verschwundenes Familienerbstück einschließt. Parallel zu den gegenwärtig in London spielenden Handlungssträngen um Elodie findet sich auch die Stimme einer mysteriösen Beobachterin ein, die sich sehr schnell als weiblicher Geist entpuppt, der an ein Anwesen namens Birchwood Manor gebunden zu sein scheint. Der Geist stellt sich als Birdie Bell, als Tochter eines Uhrmachers, vor und berichtet von unterschiedlichen Charakteren, die über die Jahrzehnte in dem Haus ein und ausgegangen sind. Die Wurzeln der Geschichte, der auch Elodie auf der Spur ist, scheinen bei einer Gruppe junger, heranstrebender Künstler zu liegen, die auf Edward Radcliffs Vorschlag hin in einen Sommer gemeinsam in Birchwood Manor verbrachten, wo das Unglück während einer Gewitternacht seinen Lauf nahm… Bewertung und Fazit Ich habe Kate Mortons neuen Roman „Die Tochter des Uhrmachers“ genossen und bin (mal wieder) von ihrem ausgeschmückten, geheimnisvollen Erzählstil beeindruckt, welcher die Vergangenheit, tragische Umstände, Liebe, Verlust – und dieses Mal auch paranormale Tatsachen – in lebhaften Stücken vor dem inneren Auge aufleben lässt und einen in den Bann zieht. Kate Morton zählt seit „Der verborgene Garten“ erschienen ist, zu meinen absoluten Lieblingsautoren und hat eine starke Autorenmarke etabliert. Deutlich wird das alleine schon daran, dass ihr Name in größeren Lettern als der Buchtitel auf das Cover gedruckt worden ist. Die Tochter des Uhrmachers ist für mich aber dennoch nicht Mortons bestes Werk, was daran liegt, dass die vielen Erzählstränge, Zeitebenen und zugehörigen Charaktere so komplex miteinander verwoben sind, dass das Lesevergnügen etwas anstrengender wird als gewöhnlich. Alles läuft am Ende zwar in einer Meisterleistung auf einen Punkt zusammen, aber mir hat es die Geschichte an vielen Stellen etwas langatmiger gemacht und Charaktere in den Fokus gestellt, die mich weniger interessiert haben. Durch diesen dominanten Wechsel in den Zeitebenen war es unter Umständen vielleicht auch einfach nicht möglich, sich bei allen Charakteren tief einzufühlen. Zudem bleiben am Ende immer noch einige Fragen etwas offen und ich hätte mir von Elodies Storystrang und ihrer Entwicklung einen konkreteren Abschluss gewünscht, auch wenn sich der Fortgang definitiv erahnen lässt. Am Anfang des Buches war sie nämlich deutlich präsenter, musste dann jedoch hinter die anderen Charakteren zurückgetreten und war zeitweise über lange Stellen gar nicht mehr im Gespräch. Das Herz der Geschichte bildet für mich definitiv Birdies Geschichte und das viktorianische Zeitalter (insbesondere auch Edward und Joe, von denen ich gerne mehr gehört hätte) sowie die Künstlergruppe um Edward, die Magenta Brotherhood, die emporstrebt, gegenseitig nach Inspiration sucht, aber auch miteinander konkurriert. Die Atmosphäre des Hauses Birchwood Manor gepaart mit der Geistererscheinung Birdies bereichern die Handlung und lassen den Roman zu einer modernen Geistergeschichte werden. Von mir gibt es dieses Mal wegen der kleinen Kritikpunkte „nur“etwas schwächere 4 von 5 Sternen, die Leseempfehlung ist also immer noch deutlich für all diejenigen gegeben, die verwinkelte, mysteriöse und historische Romane des Genres lieben und sich auch einmal auf einen etwas anderen Storyaufbau einlassen wollen.

Birchwood Manor

Von: Bibliomarie Datum: 02. November 2018

Elodie arbeitet als Archivarin in London und findet in einer bisher unbeachteten Kiste erstaunliche Archivalien, eine sehr alte und edel gearbeitete Aktenmappe, eine Sepiafotografie einer wunderschönen jungen Frau und ein Skizzenbuch. Ganz besonders eine Skizze darin versetzt sie in Aufregung, sie zeigt ein altes Herrenhaus, das ins kleinste Detail dem Haus aus den Gute-Nacht-Geschichten ihrer früh verstorbenen Mutter gleicht. Ihre Neugierde ist geweckt und sie beginnt die Herkunft ihres Fundes zu recherchieren, obwohl doch die Vorbereitungen zu ihrer Hochzeit viel wichtiger wären. Weitere Handlungsstränge führen in die Vergangenheit, zu Birdie, der Tochter des Uhrmachers und ihrem Schicksal und zum jungen begabten Künstler Radcliffe und zu diesem geheimnisvollen Haus, Birchwood Manor, das bei allen Handlungssträngen die beherrschende Rolle spielt. Seit 1862 kreuzen sich dort die Lebenswege der Protagonisten;erst Birdie und Radcliffe, dann das der jungen Ada, die dort ein Mädchenpensionat besucht und die Schwester des Künstlers Radcliffe zur Freundin gewinnt und Jahrzehnte später auch Juliet, die im Zweiten Weltkrieg dort mit ihren Kindern Zuflucht findet. In Birchwood Manor hören wir auch immer wieder eine Stimme aus dem Off, von der ich sehr bald vermutete, welch unglückliche Seele sich dahinter verbirgt. Überhaupt hatte ich das Gefühl, das dieses Haus die eigentliche Hauptfigur des Romans ist und für fast alle Protagonisten zum Schicksal wird. Kate Morton schafft in ihrem Romanen immer wieder eine gelungene Verbindung der Heldin mit Geheimnissen aus der Vergangenheit. So merkt auch Elodie sehr bald, dass der Fund unmittelbar auch ihre Familie und ihre Zukunft betrifft. Das ist sehr schön erzählt, voller Gefühl und geheimnisvoller Andeutungen. Auch bei diesem Buch gefällt mir wieder die poetische Erzählweise.Geschickt findet die Autorin für jede Figur einen eigenen Ton, so dass mir die vielen Protagonisten bald sehr vertraut wurden. Die vielen Szenen- und Zeitenwechsel machen die Geschichte sehr abwechslungsreich und meist auch spannend. Zwar hatte ich den Eindruck, dass sich der Roman etwas sehr zerfasert und ich hatte auch den berühmten kleinen„Durchhänger“ in der Mitte des umfangreichen Romans. Ein richtiges Lesevergnügen für graue Herbsttage.

Leider das bislang schwächste Buch von Kate Morton

Von: Ponine T. Datum: 31. October 2018

Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt … Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben? Ach, was hab ich mich auf den neuen Kate Morton gefreut. Da mich dieses Jahr ja Katherine Webb mit ihrem neuen Buch so überrascht hat, habe ich mich wirklichgefragt, ob es meiner Lieblingsgenre-Autorin gelingen kann, da noch einen draufzusetzen. Leider muss ich sagen, dass ich von diesem Buch ziemlich enttäsucht wurde und es für das defnitiv schwächste halte, das Kate Morton bisher veröffentlich hat. Für mich war das großartige an ihren vorherigen Büchern immer, dass sie es geschafft hat, die Vergangenheitsebene und die Gegenwart logisch ineinandergleiten zu lassen. Fließende Übergänge, die es dem Leser ermöglichen, auf dieser Welle mitzusurfen und sich ganz in die Geschichte fallen zu lassen. Gleichzeitig sind die zwei Handlungsstränge so nah an der Realität, dass man glauben kann, dass es genau so ablaufen könnte. Mit "Die Tochter des Uhrmachers" gibt Kae Morton das aber alles auf und reiht stattdessen immer nur kurze Szenen von viel zu vielen Protagonisten aneinander, die kaum miteinander verbunden werden. Das sind eher Blitzeinschläge, die dann mit sehr groben Knoten "schau, das ist die Mutter von X, die vorhin erwähnt wurde" zusammengeschustert werden. Die Hauptlinie, die Geschichte von Birdie, wird dann auch noch aus der Perspektive eines Geists geschildert - ehrlich, da bin ich mir dann ein bisschen sehr veralbert vorgekommen, denn genausogut hätte man einfach nur wie üblich Birdies Leben schildern können, ohne dieses Mystery-Element, das eher nach Gruselroman klingt. Was mich aber wirklich gestört hat, waren die Charaktere. Um Himmels Willen, was waren die alle doof. Keinem wird wirklich Tiefe zugestanden und Elodie als eigentlich Hauptprotagonistin der Gegenwartserzählung ist so blass wie besagtes Gespenst im Nebel. Eigentlich hat mich Elodie nicht einmal wirklich interessiert, nach etwa drei Sätzen, die sie gesagt hat, ich musste sie halt hinnehmen. Ihr Verhältnis zu ihrem Verlobten war einfach nur lachhaft in seiner Darstellung, und die obligatorische neue Liebesgeschichte ist auch so zusammenhanglos. Was wäre es schön gewesen, aus ihrem durchaus spannenden Beruf als Archivarin wirklich etwas zu machen, sie hier auf Anknüpfungspunkte zur Vergangenheit zu stoßen, aber nein, stattdessen läuft sie ein wenig leidend durch die Kulissen. Ma merkt dem Buch durchaus an, dass gut recherchiert wurde. Fast schon zu gut, denn ganz ehrlich, bei der Szene, als sie - um einen Handyanruf nicht bei der Arbeit annehmen zu müssen - gefühlt durch halb London läuft, bevor sie auf "annehmen" drückt, habe ich schon ein wenig schmunzeln müssen. Interessanter für mich wäre eine Ausgestaltung des Künstlermilieus der Präraffaeliten gewesen, grade auch die aufkommende Fotografie, diese Personen hätte ich mir sehr gerne ausgebaut gewünscht. Ja, natürlich, das Buch liest sich wieder sehr flüssig und schön, typisch Morton, aber ich bin von der Umsetzung wirklich enttäuscht worden. Ich hoffe und drücke die Daumen, dass Kate Morton zurückfindet zu ihrer alten Stärke und das hier eher ein Ausrutscher war.

Ein Pageturner voller Geheimnisse und Magie

Von: Buntes Tintenfässchen Datum: 29. October 2018

Mit jeder einzelnen Geschichte gelingt es Kate Morton, mich ausf Neue zu fesseln und zu verzaubern. Sie ist eine der Autorinnen, die mich nicht schnell genug mit Nachschub versorgen könnten, denn ich liebe ihre wundervollen Ideen, ihren poetischen Schreibstil und die Nostalgie, die jede ihrer Geschichten durchdringt. "Die Tochter des Uhrmachers" war deshalb bereits vor seinem Erscheinen im Oktober ein absolutes Highlight für mich - und ist es nach der Lektüre erst recht. Was mir an diesem Buch von Anfang an ganz besonders gefallen hat: Kate Morton geht mit der Jahrhunderte umspannenden Geschichte um den tragischen Maler Edward Radcliffe, seine geheimnisvolle Muse und die junge Elodie völlig neue Wege und begeistert auf einer Ebene, die ich so absolut nicht erwartet hatte. Gemeinsam mit Elodie, die als Archivarin in einem renommierten Londoner Archiv arbeitet und kurz vor ihrer Hochzeit steht, öffnet der Leser auf den ersten Seiten die angestaubte Aktentasche und so beginnt die faszinierende Reise durch mehr als 150 Jahre Geschichte. Genauso ist Kate Mortons neuester Roman aufgebaut. Der Ausgangspunkt ist das anmutige Haus Birchwood Manor, um das sich, wie Elodie bald herausfindet, einige Mythen ranken und in dem sich zu Lebzeiten des Malers Edward Radcliffe eine beispiellose Tragödie ereignete, die all jene, die mit dem Haus in Berührung kommen, auch Jahrzehnte später nicht loslässt. Hat man anfangs noch erwartet, die Handlung würde sich kontinuierlich an Elodies Entdeckung und ihren Nachforschungen entlang hangeln und nur durch kurze Ausflüge in die Vergangenheit unterbrochen werden, so bewegt sie sich schon bald weg von Elodie, hin zu Edward Radcliffe und all den Menschen, die über die Jahre in Birchwood Manor lebten, von der Magie des Hauses angezogen wurden und herauszufinden versuchten, was an diesem verhängnisvollen Tag im Sommer 1862 wirklich geschah. Mich hat dieses Konzept vollkommen vereinnahmt, besonders weil anfangs noch gar nicht klar ist, in welche Richtung sich diese Geschichte bewegen wird. Einen großen Stellenwert nehmen in "Die Tochter des Uhrmachers" vor allem die Bedeutung von Zeit, von Verlust und Versöhnung, von Liebe und Sterblichkeit ein. Das mag alles recht rätselhaft klingen, aber ich kann gar nicht vielmehr ins Detail gehen, ohne euch maßlos zu spoilern. Was ich aber sagen kann, ist, dass es mich unheimlich fasziniert hat, dass die Handlung mit jedem Kapitel komplexer, verwobener und rätselhafter wird. Dass ich es großartig finde, auf welche sensationelle Art und Weise Kate Morton die Schicksale so vieler verschiedener Figuren miteinander verbindet und wie sich am Ende ein Puzzleteil ins nächste fügt und man mit großen Augen vor dem Buch sitzt und einfach nicht fassen kann, welche verschlungenen Pfade die Geschichte immer wieder eingeschlagen hat, bis sie am Ende alle in Birchwood Manor zusammentrafen. Anfangs hatte ich noch die Befürchtung, die vielen verschiedenen Charaktere würden es mir erschweren, einen Zugang zu den einzelnen Figuren zu finden und die Geschichte in mein Herz zu lassen. Das war allerdings gar nicht der Fall, vielmehr bin ich mit jeder neuen Person tiefer in die Geschehnisse eingetaucht und habe mich schnell mitreißen lassen von Mortons einzigartiger Erzählweise. Neben den vielen Verwicklungen, die sich in alle möglichen Richtungen ausgedehnt und dafür gesorgt haben, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte, waren es vor allem die detailreichen Beschreibungen der Handlungsorte, die mich komplett vereinnahmt haben. Ganz besonders Birchwood Manor übt eine magische Anziehungskraft auf die handelnden Charaktere, aber auch auf den Leser aus. Es lässt einen nur schwer los und bietet mit seiner ausgklügelten Architektur, der einzigartigen Umgebung und all den Menschen, die über die Jahrhunderte hinweg dort ein und aus gehen, unheimlich viel Stoff für fesselnde Legenden. "Die Tochter des Uhrmachers" liest sich beinahe wie im Rausch. Die Geschichte ist so spannend wie ein Krimi, so komplex und vielschichtig wie eine Familiensaga oder ein Historienroman, so dramatisch und voller Leidenschaft wie ein Liebesroman und genau deswegen so besonders und faszinierend. Auch wenn ich vielleicht nichts anderes von Kate Morton erwartet habe, hat mich ihr neuester Roman dennoch wirklich überrascht. Mit all den mystischen, geschickt miteinander verwobenen Elementen, den versteckten Botschaften und den vielen Figuren, die am Ende alle irgendwie miteinander verbunden sind. Mein Fazit Spannend, faszinierend und einfach wunderschön: "Die Tochter des Uhrmachers" ist ein fesselnder Pageturner, der einen alles andere vergessen lässt und mich tief hineingezogen hat in diese einzigartige, magische Geschichte über Geheimnisse, Verlust und Liebe. Kate Mortons neuester Roman hat mich wirklich, wirklich tief berührt, mich dabei großartig unterhalten und mich mit all seiner Poesie über die Lektüre hinaus verzaubert. Eine ganz große Leseempfehlung, vor allem für die dunkle Jahreszeit.

Kate Morton neuer wunderbarer Roman

Von: Juliane - I AM JANE Datum: 26. October 2018

Meine Meinung: Kate Morton enttäuscht einfach nie. Mit “Die Tochter des Uhrmachers” hat sie einen so verstrickten und geheimnisvollen Roman geschrieben, der mich komplett in seinen Bann gezogen hat. Nachdem ich schon einige Romane von ihr gelesen habe, war mir klar, dass ich diesen Roman lesen muss. Egal worum es geht. (Tatsächlich hatte ich gar nicht den Klappentext vorher gelesen – blindes Vertrauen!) Begeistert las ich den Roman und schwups, innerhalb von drei Tagen hatte ich die 600 Seiten gelesen. Es ging einfach viel zu schnell vorbei und ich hätte gern noch 600 weitere Seiten aus der Geschichte gelesen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich eine Weile brauchte, um in die Geschichte zu kommen. Es gibt viele Charaktere, viele Handlungsorte und viele Zeitebenen. Nicht wirklich konnte ich alles zu Beginn zueinander zuordnen. Wir haben eine Ich-Erzählerin, die über allem steht und ihre Geschichte erzählt. Und dann gibt es die Geschichten derer, die mit der Ich-Erzählerin mehr oder weniger verbunden sind. So kommt es vor, dass wir Leser über 50 Seiten lang nur über eine Person und ihre Erlebnisse lesen, und dann die nächsten. Dadurch vergaß ich schnell mal das eine oder andere Detail einer vorherigen Situation. Ich befürchte, dass ich dadurch einige Zusammenhänge nicht gesehen habe. Denn ab und zu beschlich mich das Gefühl, dass ich Verknüpfungen nicht erkannte. Würde ich das Buch noch einmal lesen, würde ich mir auf jeden Fall Notizen machen um jede auch noch so kleine Verbindung zu erkennen. Doch das tut das keinen Abbruch an meiner Begeisterung für diesen Roman! Hach! Stellt euch vor, wie Herzchen in meinen Augen sind. GROßE HERZCHEN! Wir haben hier einfach wieder alles, was so typisch für einen Roman von Kate Morton ist. Geheimnisse stehen über allem! Das zentrale Thema ist ein mysteriöses Vorkommnis, geschehen vor vielen Jahren an einem … ja … verwunschenen Ort. Dieser Ort verbindet alles und wird so detailliert beschrieben, dass ich mich ihm auch schon verbunden fühlte. Generell schafft Kate Morton eine spezielle Atmosphäre und beschreibt die Gegenden so detailverliebt. Ich wünsche ich mir, dass es dieser Roman auf die große Leinwand schafft. Die Bilder wären der Wahnsinn und hach, die Geschichte eignet sich so perfekt! Wir haben das 19. Jahrhundert, das 20. und 21 Jahrhundert. Bis in die heutige Zeit erzählt Kate Morton ihre Geschichte. (Die Kostüme, die wir alle in einem Film sehen würden!) Zurück zur Story: Ich kann mich gar nicht entscheiden, bei welcher Person ich am meisten mitfieberte. So durchlief Lily eine Entwicklung, die sie mir ans Herz wachsen ließ. Ihre Geschichte ist so tragisch und romantisch. Ach, mir zerreißt es das Herz und gleichzeitig bin ich so zufrieden. Was hat Kate Morton nur angerichtet? Aber auch Ada, die aus Indien stammt und nach England ins Internat gesteckt wird, wuchs mir ans Herz. Ihre Schwierigkeiten in dem fremden Land zurecht zu kommen und mit ihrer “Andersartigkeit” Freunde zu finden. Letztlich hatten sie es alle geschafft, mich mitfühlen zu lassen. Ich hing an den Zeilen, an jedem Wort. Der Roman zeigt die geschichtlichen Hintergründe von England sehr am Rande und doch sind sie ausschlaggebend für den Ablauf der Geschichte. Auswandern nach Amerika, der erste Weltkrieg. Die Waisenkinder im 19. Jahrhundert. Wenn man hinsieht, entdeckt man so viele Details. Ich bin fasziniert von diesem Roman. Gefesselt von einer Geschichte über Menschen, die auf übernatürliche Weise mit einander verbunden sind. Die schreckliche Dinge erleben und gleichzeitig Trost spenden. Ich fühlte mich geborgen und versank in der Geschichte. Alles um mich herum habe ich vergessen, wenn ich in diesem Buch gelesen habe. Alles ausgeblendet. Mich hat der Geist des Romans in die Geschichte gezogen und teilhaben lassen an den Gefühlen und die Macht der Geheimnisse. So spitzt sich die Geschichte zu. Erst am Ende erfahren wir die Wahrheit – die mir zwischendurch doch recht irrelevant vorkam. Die Wahrheit war tragisch. Ein klassisches englisches Drama. Ich bin hingerissen! Große Klasse! Eines muss ich auf jeden Fall loswerden: Die Namensgebung. Wir haben eine Ada Lovegrove, eine Elodie Winslow, ein Edward Radcliffe und eine Lily Millington. Schauplatz ist Birchwood Manor. All das kreiert schon eine eigene Atmosphäre. Auch wenn ich nur die Namen wüsste, kämen mir schon Assoziationen in den Kopf, die genau die Geschichte widerspiegeln. Sowohl das englische als auch das deutsche Cover finde ich so unglaublich gelungen. Beide zeigen natürlich den Titel des Buches; das deutsche Cover umfasst die Geschichte sogar noch ein bisschen mehr. Allerdings: Wenn ich ehrlich bin, finde ich den Titel nicht gut gewählt. Ja, wir haben eine Tochter eines Uhrmachers und sie ist eine wichtige Person (ja, vielleicht sogar die wichtigste). ABER ich glaube, dass der Titel nicht wirklich Interesse weckt. Es geht nicht um Uhrmacher. Uhren spielen keine Rolle. Es geht um die Menschen, um die Geheimnisse. “Birchwood Manor” wär ein klasse Titel gewesen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Kate Mortons Talent ist magisch. Ihre Zeilen haben mich eingefangen, ihre Figuren wurden für mich real. Ich litt mit Ada, liebte mit Lily und forschte mit Elodie. Ein so wahnsinnig toller Roman mit so wahnsinnig vielschichtigen Frauen in den Hauptrollen. Sie alle zeigten Biss, Intelligenz und Wissbegier. Fazit Mit “Die Tochter des Uhrmachers” hat Kate Morton einen Roman geschaffen, der mich nicht so leicht loslassen wird. Eine Geschichte über die Liebe, über Geheimnisse, über Mut und Freundschaft. Über das, was zählt im Leben und wie Geschichten die Zeit überstehen. So detailreiche und sympathische Charaktere hat Kate Morton geschaffen und eine Atmosphäre, die sie zu einer Meisterin ihres Fachs macht.

Zeit die keine Rolle spielt

Von: Magische Momente Datum: 24. October 2018

Als ich hörte , das ein neuer Roman von Kate Morton erscheint , war meine Freude unglaublich groß und es dauerte auch nicht lange, bis ich dieses Schätzchen in Angriff nahm. Ich liebe vor allem den wunderbaren Schreibstil der Autorin. Leicht, fließend, voller bildhafter Details und Poesie. Ich liebe jeden einzelnen ihrer Romane und doch empfinde ich ihren neuen Roman , völlig anders. Es steht nicht alles verzehrende, tiefe und leidenschaftliche Liebe im Vordergrund. Obwohl auch diese hier eine wichtige Rolle hat. Vielmehr geht es um Zeit und welche Bedeutung wir ihr beimessen. Es geht um Verlust, das eigene Selbst finden und aus dem Schatten heraustreten. Und das ist gar nicht mal so einfach. Denn das Leben geht die seltsamsten Wege, um uns unsere wahren Prüfungen aufzuzeigen. Zentrum und Angelpunkt dieser unheimlich vielschichtigen und bewegenden Geschichte ist Birchwood Manor. Ein Ort voller Geheimnisse, Schmerz und tiefer Traurigkeit. Ein Ort an dem Träume wahr werden oder sich ins Gegenteil verwandeln können. Es beginnt 1862. Zwei Liebende, Konkurrenz, Dramatik. Ein Schuss und alles ist anders. 150 Jahre später ist Elodie komplett fasziniert von dieser Geschichte und möchte nicht nur ihre eigene Vergangenheit erkunden , sondern auch dem Geheimnis um die schöne junge Frau im weißen Kleid mit dem roten Haar auf den Grund gehen. Ich hab mich sofort in das unglaublich tolle Setting verliebt. Rauh, einsam und irgendwie verwunschen. Birdie , die junge Frau erzählt dem Leser ihre Geschichte und diese Geschichte hat mich mit ihrer Traurigkeit , aber auch mit ihrem Stolz unheimlich ergriffen. Man erfährt jedoch nicht nur Birdies Perspektive, denn man lernt so unglaublich viele Menschen kennen , das man es erstmal in Einklang bringen muss . Man fragt sich zwischendurch immer wieder , warum man so viele Menschen bis auf den Grund kennenlernen muss. Doch in der Tat ist es ein Teil des großen Ganzen. Denn diese Geschichte ist nicht in wenigen Sätzen erzählt. Sie braucht so unglaublich viel , um all seine Brillianz und Tragik zu erreichen. Ich liebe die wunderbar ausgearbeiteten Charaktere. Jeden einzelnen von Ihnen. Sie sind authentisch, greifbar und mit sehr viel Leben behaftet. Sie haben Ecken und Kanten und gerade dadurch wirken sie so greifbar , das man sie spüren kann. Besonders Birdie ging mir unglaublich unter die Haut. Ich hatte fast das Gefühl, ihr Flüstern im Ohr zu vernehmen. Birdie ist kein einfacher Mensch. Ihr Leben ist es nicht. Sie wird geformt , lernte nie wirkliche Liebe kennen und letztendlich löst sie gerade dadurch beim Leser so viel aus. Bis zum Ende muss ich sagen , war mir nicht klar , was tatsächlich geschah und vor allem wer Birdie wirklich war. Denn was haben Namen schon für eine Bedeutung? Was sagen Sie wirklich über den Menschen aus? Wer er ist , was er fühlt und was tief im Inneren in ihm vorgeht? Die Autorin zeigt sehr deutlich auf , das es egal ist , woher wir kommen und wer wir sind. Das Schicksal geht seinen Weg ohne all dies zu kennen. Obwohl man die Anwesenheit der Personen als etwas unnahbar und verletzlich empfindet, hat man doch einen besonderen Draht zu Ihnen und spürt sie einfach. Diese Geschichte ist nicht einfach und wird von der Autorin in 4 Teile aufgeteilt. Es gibt ein Anfang und ein Ende und dazwischen empfindet man unglaublich viel Schmerz, Zerbrechlichkeit und Liebe. Mich hat sie komplett fasziniert und nicht einen Moment losgelassen. Die Autorin versteht es mit Dramatik die Spannung immer wieder anzuziehen. Es gibt Wendungen, die mich sprachlos gemacht und unheimlich bewegt haben. Es hat mich mit seiner Poesie fortgetragen und mit tiefer Traurigkeit erfüllt. Es ist die Hoffnung die alles am Leben hält. Und letztendlich entscheiden wir immer selbst , was wir glauben möchten und was wir tatsächlich daraus mitnehmen. Die Entwicklung der Charaktere, als auch der Handlung hat mir unglaublich gut gefallen. Ich konnte mich sehr gut in alles hineinversetzen und es auch nachvollziehen. Es ist schwermütig, aber auch sehr belebend. Eine Geschichte, die sich völlig anders entwickelte, als ich erwartet habe und mich gerade deswegen überzeugt und so beeindruckt hat. Zum Ende hin kam mir jedoch Elodie etwas zu kurz. Für sie , hätte man sich meiner Meinung nach , noch mehr Zeit nehmen müssen. Ebenso empfand ich zwar die Anwesenheit von Edward durchaus präsent, dennoch hatte ich bis zum Ende das Gefühl , ihn nicht richtig zu kennen. Für einige Charaktere nimmt sich Kate Morton besonders viel Zeit, Ada, Lucy und auch Birdie hab ich so unglaublich gern gemocht. Ebenso den geheimen Freund von Birdie. Andere Charaktere gehen jedoch etwas unter , was ich enorm schade empfand. Aber den ganz besonderen Flair dieses Buches macht wohl die Mystik aus. Ich empfand es als sehr interessant und die Fragen , die sich mir dabei stellten , wurden zum Ende hin auch beantwortet. Wieder ein absolutes Meisterwerk der Autorin. Denn sie versteht es gekonnt Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden , ohne das die Zeit dabei eine Rolle spielt. Eine Geschichte die von den Charakteren lebt und von Birchwood Manor. Eine Geschichte, die überwältigt und komplett im Atem hält. Fazit: Vergangenheit und Gegenwart. Zeit die keine Rolle spielt und Menschen , die dieses Buch formen und es zu etwas unheimlich großem machen. Traurig, wehmütig und voller Poesie. Eine unglaublich vielseitige und facettenreiche Handlung , die so viel erzählt und dabei auch einiges mit auf dem Weg gibt. Ein großartiges Werk , das mich fasziniert , überzeugt und unglaublich begeistert hat. Birchwood Manor und Birdie. Eine Geschichte voller Schmerz, Lebendigkeit und Leidenschaft. Eine Geschichte, die man einfach lesen muss.

Der gute Geist des Hauses…. Dramatischer Pageturner, mit komplexer Handlung.

Von: Nicole Gauert (Nicole Happyendbuecher) Datum: 17. October 2018

Gegenwart, London: Elodie Winslow, die Tochter einer vor Jahren, tödlich verunglückten, berühmten Cellistin, steht kurz vor ihrer Hochzeit mit einem reichen Finanzier. Doch Elodie, ist nicht so wirklich nach Hochzeitsplanungen, zu denen sie vor allem von ihrem Bräutigam und ihrer zukünftigen Schwiegermutter gedrängt wird. Elodies Vater findet die Idee der zukünftigen Schwiegermutter, aufgenommene Videobänder auf denen sich Konzerte von Elodies Mutter befinden, als musikalische Untermalung zu nutzen bei der Hochzeitsfeier, ganz wunderbar. Er hat den Verlust seiner geliebten Frau niemals verwinden können. Ganz im Gegensatz zu Elodie, die nur noch recht vage Erinnerungen an ihre Mutter besitzt. Dennoch, als Elodie, die als Archivarin in einer angesehenen Kanzlei arbeitet, auf eine abgegriffene, lederne Mappe stößt, in der sich Bilder befinden, ist ihre Neugierde geweckt. Auf einem der Bilder befindet sich ein Haus, dass den „Gute Nacht-Geschichten“ Beschreibungen ihrer Mutter dermaßen gleicht, dass es schon unheimlich wirkt. Auch das Bildnis einer unbekannten, sehr attraktiven Frau, findet Elodie in der Mappe vor. Sie beschließt der Sache auf den Grund zu gehen. Doch ihre Motive sind nicht rein beruflicher Natur. Denn ihr Onkel Tip, dem sie die Bilder zeigt, reagiert seltsamerweise überaus überrascht und zugeknöpft. Dann taucht kurz darauf ein geschossenes Photo auf, das ihre Mutter und den Musiker, der damals bei dem Unfall ebenfalls tödlich verunglückte, kurz zuvor, in der Nähe des „Traumhauses“ zeigt. Warum war sie dort? London 1862: Die attraktive, ehemalige Taschendiebin Birdie hat es weit gebracht. Es ist ihr gelungen, das Interesse des reichen Künstlers Edward Radcliffe zu wecken. Unter dem Namen Lily, gilt sie als dessen Muse und ganz London spricht bereits von dem außergewöhnlichen Kunstwerk, das er mit ihrer Hilfe schuf. Doch Lily und Edward haben sich ineinander verliebt. Und das, obwohl er verlobt ist. Eine Abschiedsfeier auf Birchwood Manor, führt zur Katastrophe und dann verschwindet auch noch ein wertvolles Schmuckstück… Birchwood Manor 1899: Die kleine Ada Lovegrove, die mit ihren Eltern zuvor in Indien lebte, wird nach England geschickt, um dort fortan in einem Mädcheninternat zu leben. Das Internat wird geführt von Lucy Radcliffe, der Schwester von Edward. Die einsame Ada freundet sich an mit Lucy… Birchwood Manor, während des 2. Weltkriegs: Die verwitwete Journalistin Juliet, kehrt London den Rücken, nachdem ihre Familie ausgebombt wurde und zieht für eine Weile aufs Land mit ihren Kindern. Besonders ihr kleiner Sohn fühlt sich dort wohl. Er spricht stets, wie Juliet glaubt, mit einer Phantasiefreundin… „Die Tochter des Uhrmachers“, der aktuelle Roman von Kate Morton, erzählt nicht nur die Geschichte eines Hauses und der Bewohner. Es ist auch die Story der jungen Überlebenskünstlerin Birdie, deren Werdegang ein wenig mehr von der Autorin in den Fokus gerückt wurde, als die Geschichten der anderen Akteure. Birdie ist eine sympathische Frau, mit der man sich als Leser schnell identifizieren kann und man liebt und leidet, ob ihres Schicksals, regelrecht mit beim Lesen. Aber auch Ada ist mir schnell ans Herz gewachsen, sowie Tip. Natürlich gibt es einen großen Zusammenhang, der erklärt, wieso die verschiedenen Akteure eine Verbindung haben und ich mochte Kate Mortons packend erzählten Roman sehr. Ihre bildhaft poetische Ausdrucksweise, ihre vielen lebensklugen Weisheiten, die sie eingebunden hat in „Die Tochter des Uhrmachers“, haben mir ein tolles Lesevergnügen beschert und ich fand es ganz erstaunlich, dass die Autorin bei dieser dermaßen komplexen Handlung nicht den sprichwörtlichen Faden beim Schreiben verloren hat. Es gibt allerdings auch ein kleines „aber“; daher habe ich einen Punkt bei meiner Bewertung abgezogen. Obwohl der Roman ein Wahnsinnspageturner ist, fand ich, dass so manche Figuren leider recht blass beschrieben blieben. Beispielsweise Elodie. Man erfährt kaum etwas über sie, abgesehen davon, dass sie die Tochter einer berühmten Cellistin ist und einen Mann heiraten wird, den sie eigentlich so gar nicht liebt. Sie bleibt auch im weiteren Verlauf ein Fremdkörper und dient der Autorin leider nur als Mittel zum Zweck, eben um die noch offenen Handlungsstränge in der Gegenwart zusammenzuführen. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Fingerspitzengefühl von Seiten der Autorin gewünscht. Und auch Romantiker werden sicherlich etwas enttäuscht sein, denn Birdie erzählt viele Geschehnisse „aus dem Off“. Auch über den Werdegang von Ada hätte ich gerne mehr erfahren, gleiches gilt für Juliet. Abgesehen davon ist der aktuelle Roman von Kate Morton allerdings ein sehr lesenswerter Schmöker, der, trotz seiner immerhin über 600 Seiten, keinerlei Längen aufzuweisen hat. Vielleicht sollte man „Die Tochter des Uhrmachers“, aber nicht unbedingt vor dem Schlafengehen beginnen, denn man kann das Buch kaum zur Seite legen, da die Autorin so gut mit der Neugierde ihrer Leser spielt.

Wundervoll und zeitlos, zwischen den Zeilen kann man sich verlieren

Von: VB00KS Datum: 07. October 2018

Meine Zusammenfassung: Als Elodie kurz vor ihrem Feierabend noch einen Karton entdeckt, der schon längere Zeit unter ihrem Schreibtisch steht ist sie ganz verwundert, dass der Inhalt noch nicht archiviert wurde. Dabei scheint dieser Karton schon seit Jahrzehnten hier zu lagern. Zuerst scheint der Inhalt nichts spannendes zu sein, ein paar alte Schreibutensilien, doch ganz unten verbirgt sich eine wunderschöne, alte Aktentasche. Jedoch ist die Tasche selbst nicht das aufregende, sondern die enthaltenen Zeichnungen eines anscheinend unbekannten Künstlers. Auf einer der Zeichnungen befindet sich ein Haus an einer Flussbiegung, welches ihr ziemlich bekannt vorkommt. Sie steckt die Zeichnungen in ihre Tasche und fährt auf direktem Weg zu ihrem Dad. Dieses Haus auf der Zeichnung erinnert sie an die Gutenachtgeschichten, die ihr ihre vor 25 Jahren verstorbene Mutter damals jeden Abend so lebhaft erzählt hat. Sie ist fest davon überzeugt, dass das Haus auf der Zeichnung genau das ist, wovon ihre Mutter ihr immer wieder erzählt hat. Jedoch hält ihr Dad dies für Unfug. Elodie sollte sich eigentlich um die Vorbereitungen für ihre Hochzeit in sechs Wochen kümmern, doch geht ihr die Zeichnung nicht aus dem Kopf. Tief in ihrem Gedächtnis lauert eine Erinnerung, die sie noch nicht abgreifen kann. Am nächsten Tag beschließt sie, sich die Sache aus dem Kopf zu schlagen und sich endlich so wie ihrer Schwiegermutter versprochen, sich um die Videos ihrer Mutter zu kümmern, die auf ihrer Hochzeit laufen sollen. Dennoch kann sie nicht loslassen und recherchiert weiterhin, woher die Aktentasche und deren Inhalt kommen könnte. Nach und nach stellt sie kleine Verbindungen zwischen dem geheimnisvollen Künstler, dessen Initialen E. J. R. auf der Aktentasche und dem Skizzenbuch zu finden sind, und dem Karton von James Stratton, in dem sie die Aktentasche gefunden hat, her. Sie entdeckt sogar, dass es einen Tagebucheintrag von Mr. Stratton gibt, indem er einen seltsamen, ziemlichen späten Besuch von Mr. Radcliffe erwähnt, bei dem eben dieser Mr. Stratton bittet, diese Aktentasche mitsamt Inhalt aufzubewahren. Nachdem sie sich die alten Videos angeschaut hat, beschließt sie am nächsten Morgen ihren Großonkel Tip zu besuchen. Er hat bisher nicht auf die Einladung zur Hochzeit geantwortet und ihre Schwiegermutter Penelope war was das angeht, ziemlich ungehalten. Der Besuch bei ihm erweist sich allerdings als kleine Überraschung. Sie erfährt, dass er derjenige war, der ihrer Mutter von der Gutenachtgeschichte erzählt hat und behauptet, sie ebenfalls, damals zu Kriegszeiten, von einer Freundin erzählt bekommen zu haben. Als sie ihm die Zeichnung von dem Haus aus dem Skizzenbuch zeigt, bestätigt er ihr, dass es dieses Haus tatsächlich gibt. Er selbst hat während des Krieges mit seiner Familie dort als Kind gewohnt. Doch als er das das abfotografiert Bild der wunderschönen unbekannten Frau, welches sich ebenfalls in der Aktentasche befunden hat und Elodie so fasziniert hat, entdeckt, schien es, als würde er vor Schreck erblassen. Was weiß ihr Großonkel Tip? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen den Zeichnungen, der vermeintlich erfundenen Gutenachtgeschichte, dem Künstler Edward Radcliffe und James Stratton? Was hat das alles nur zu bedeuten? Elodie ahnt nicht, in was für eine Geschichte, über viele, viele Jahre, sie da reingerät und was sie am Ende entdecken wird … Meine Meinung: Wieder einmal hat mich Kate Morton völlig fasziniert. Ein Buch mit 600 Seiten kann für viele erschreckend sein, doch wenn ich einen Roman von Kate Morton in Händen halte weiß ich genau, auf was ich mich einlasse; eine wundervolle Geschichte die mich ihn ihren Bann zieht und verzaubert. So ist auch mit Die Tochter des Uhrmachers. Wer glaubt, hier von einer einzigen Geschichte lesen zu können, irrt sich. Diese Geschichte enthält so viele weitere kleinere und größere Geschichten, die alle so intensiv ineinander verflochten sind, dass man die Zusammenhänge manches mal nicht direkt erkennt, aber mit jeder weiteren Seite feststellt wie nah alles beieinander liegt. So viele tolle und einzigartige Charaktere die wir über viele 100 Jahre kennenlernen dürfen, aber auch Orte die so lebhaft beschrieben werden, dass man das Gefühl bekommt, selbst dort zu sein. Wir lernen vieles über die Endlichkeit von Zeit und Raum, aber genauso auch über Zeitlosigkeit. Über Natur und Kunst, über die Sterne und auch über Geschwisterliebe, einfach nur die Liebe aber auch über Schmerz und Eitelkeit. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen der es liebt, sich in der Vergangenheit und der Liebe zum Detail zu verlieren. Der sich gerne überraschen lässt und gerne die Zeit aufbringt, sich länger mit einem Buch zu beschäftigen. Wer diese Energie und Lust mit aufbringt wird am Ende des Buches belohnt. Ich bin voll auf begeistert und ein wenig traurig, dass ich es zu Ende gelesen habe. Ich hätte mich gerne noch weiter in den Geschichten verloren. Es gibt noch einige Fragen, die nicht beantwortet sind, die mich aber brennend interessieren. Eigentlich kann es nicht sein, dass das Buch so endet obwohl ich der Meinung bin, dass es besser nicht hätte enden können. Doch lest selbst, damit ihr versteht, was ich meine. Von mir gibt es eine klare Buchempfehlung. Mein Fazit: Wahrheit und Lüge liegen oft nah beieinander. Doch wenn man genau hinschaut erkennt man, dass man sich auch gerne mal dazwischen verlieren kann und trotzdem richtig liegt. 5 von 5 Sternen.

Interessanter, vielschichtiger, geheimnisvoller und teilweise mystischer Roman

Von: Conny G. Datum: 27. October 2018

Zum Inhalt: Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt … Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben? (Kurzbeschreibung gem. Diana Verlag) Leseprobe Die Autorin: Kate Morton, geboren 1976, wuchs im australischen Queensland auf und studierte Theaterwissenschaften in London und Englische Literatur in Brisbane. Ihre Romane erschienen weltweit in 34 Sprachen und 42 Ländern und eroberten ein Millionenpublikum. Alle Romane sind SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in Australien und England. (Quelle: Diana Verlag) Meine Meinung: Die junge Archivarin Elodie Winslow findet in einem zufällig entdeckten alten Karton eine Aktentasche, ein altes Foto einer wunderschönen Frau und ein Skizzenbuch. In diesem Buch entdeckt sie die Zeichnung eines Hauses, das sie an eine Geschichte erinnert, die ihre verstorbene Mutter ihr früher immer erzählte. Wem mögen diese Dinge gehört haben und wer ist die schöne junge Frau auf dem alten Foto? Elodies Neugier und Ehrgeiz sind geweckt und sie möchte herausfinden, was es mit diesen Dingen auf sich hat. Im Jahr 1862 begegnet Birdie, die Tochter des Uhrmachers, in London dem Künstler Edward Radcliffe, der fasziniert von ihr zu sein scheint. Birdies Vater ging vor einigen Jahren nach Amerika und ließ Birdie in London bei einer Dame zurück, die das Kind zu einer Taschendiebin ausbildete und fortan ausnutzte. Doch diese Zeit ist für Birdie vorbei, als sie Edward begegnet. Sie stellt sich ihm als Lily vor und wird seine Muse. Obwohl Edward mit einer anderen Frau verlobt ist, verlieben sich beide ineinander. Edward bringt Birdie/Lily nach Birchwood Manor, seinem Landhaus an der Themse, wo an einem Abend eine Tragödie geschieht. Das Landhaus Birchwood Manor ist Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte. Im Verlauf gibt es weitere Geschichten rund um dieses Haus, das am Ende des 19. Jahrhundert ein Mädcheninternat wurde, das von Edward Radcliffes Schwester Lucy geführt wurde. Die kleine Ada, die in Indien aufwuchs, wird von ihren Eltern dorthin gebracht und zurückgelassen. Und auch aus der Zeit des 2. Weltkriegs erfährt der Leser einiges über die Bewohner dieses Hauses und über die Dinge, die in diesem Haus vor sich gehen. Das hört sich jetzt etwas verwirrend an und das war es für mich auch. Das Buch gliedert sich insgesamt in 4 große Teile, die in etliche Kapitel unterteilt sind. Dabei sind einige Kapitel mit römischen Ziffern und die anderen mit arabischen Ziffern gekennzeichnet. Das bietet zwar eine gewisse Abtrennung zwischen den Handlungssträngen, aber durch sehr häufige Wechsel zwischen den Handlungssträngen und zusätzlich Sprüngen in den Zeitebenen entsteht doch eine Menge Verwirrung. Kaum hatte mich ein Erzählstrang gefesselt, wurde dieser unterbrochen und es erfolgte ein Wechsel. Das hat dazu geführt, dass mich keiner der Handlungsstränge so richtig packen konnte und ging zu Lasten der Spannung. Auch das Kennenlernen der einzelnen Charaktere wird dadurch erschwert, so dass ich zu keinem eine richtige Nähe entwickeln konnte. Besonders Elodie blieb sehr blass, denn der Handlungsstrang in der Gegenwart im Jahr 2017 ist sehr klein gehalten. Man erfährt nicht viel über Elodies Recherchen und erst am Ende wird der Handlungsstrang dazu genutzt, alle Fäden zusammen zu führen. Das wirkte auf mich ein bisschen lieblos und irgendwie hat mir da noch ein Abschluss gefehlt. Nicht so ganz meinen Geschmack getroffen hat auch ein etwas mystischer Teil des Romans. Es gibt eine „Off-Stimme“ die einige Teile der Geschichte erzählt. Schnell ist klar, dass es sich um eine verstorbene Person handeln muss und nach einer Weile wird auch erkennbar, um wen es sich handelt. Begeistert hat mich, wie schon in vorherigen Romanen der Autorin, ihr schöner Schreibstil und die verwendete Sprache. Es gibt viel poetisches, bildhafte und detailreiche Schilderungen und eine wunderschöne einfühlsame Ausdrucksweise. Das macht es leicht und angenehm, die Geschichte zu lesen. Der Plot dieses Romans ist sehr komplex und erstreckt sich über einen langen Zeitraum, so dass ich es manchmal etwas schwierig fand, den roten Faden nicht zu verlieren. Die Autorin hat meinen Respekt, dass sie den Faden beim Schreiben nicht verloren hat. Insgesamt ist es eine interessante, vielschichtige Geschichte in der damaligen Welt der Künstler mit einem landschaftlich schönen Setting. Sie erzählt nicht nur die Geschichte des alten Landhauses Birchwood Manor sondern behandelt auch Familiengeheimnisse, die ihre Auswirkungen weit bis in die Gegenwart haben. Trotz meiner Kritikpunkte hatte ich unterhaltsame Lesestunden mit diesem geheimnisvollen und teilweise mystischen Roman! Fazit: 3 von 5 Sternen

Die Tochter des Uhrmachers oder die Schwester des...

Von: Rel.eva.nt_books Datum: 16. October 2018

Oh diese Sprache! Wundervoll! Man ist sofort im Geschehen, ohne langes Vorgeplänkel, das mag ich ja. Ich dachte ich bin irgendwo 1800 aber nein es spielt auch im jetzt... naja 2017. Es ist wunderbar. Elodie ist im Jahr 2017 zu Hause, anfangs dachte ich sie ist ein junges Mädchen mit einer großen Affinität zur Vergangenheit. Daher arbeitet sie auch in einem Archiv. Sie ist ein wenig naiv aber durchaus sympathisch. Doch Schock schwere Not! Sie ist ü30... ohne Witz, so wirkt sie nicht. An ihr verzweifel ich auch ein wenig, ihre Geschichte reizt mich nicht. Sie ist seltsam, verlobt mit einem Typen, mit dem sie nicht zusammen wohnt, lässt ihre Hochzeit von ihrer Schwiegermutter organisieren... mit Elodie kann ich nichts anfangen... ganz komisch. Aber durch ihre Kapitel muss ich durch um an 'ich/sie' zu kommen. 'Ich' ist vermutlich aus dem. 19. Jahrhundert und bei ihr bin ich nicht sicher was sie ist, sobald ich bei ihr bin. Ah doch ich weiß. In Teil III noch vor Seite 100 erfährt man es. Ihre Geschichte ist spannend, ihre Geschichte macht sehr viel Spaß und ist wirklich vielseitig. Immer wieder hat man auch solche aha Momente. Es ist wirklich großartig. 'Ich' hat auch mehrere Namen, die alle nach und nach in Erscheinung treten. Sie macht mir am meisten Spaß, hat sie doch so viel zu erzählen ... Zwischendurch lernt man noch Ada kennen, sie ist ein kleines freches, neugieriges und verdammt stures sowie kluges Mädchen. Lasst euch von ihr einfach überraschen! Da ab hier noch viele weitere Charaktere erzählen und es ein großes ganzes wird, bin ich froh in der Vergangenheit verweilen zu können. Eben weil ich Elodie nicht gerne erzählen lasse. Ich weiß, ich werde zu ihr zurück kehren und dann wird das Kunstwerk vom Schnipsel zum Bild aus vielen Mosaikstückchen.  Das Bild verdichtet sich und sobald das passiert, ist auch Elodie besser drauf. Auch ihre Zeit lässt sich nun gut lesen / erfahren. Ich reise weiter durch die Zeit und lerne das Leben und das Schicksal zu akzeptieren. Die Kapitel sind verschieden gekennzeichnet, so weißt du immer, bei wem du dich aufhältst. Es ist ein unheimlich dickes Buch, mach dich darauf gefasst. Das eBook hat knapp 500 Seiten und das Print wohl noch mehr. Da ich persönlich immer denke, ein eBook zu dem Preis gehört mir ja doch nicht...würde ich immer den Print kaufen. Obwohl der sehr schwer ist. Das Buch ist wirklich sehr schön und wird mich noch einige Zeit begleiten, obwohl mich das Ende etwas ratlos zurücklässt...

Für das Hörbuch ist die Handlung etwas zu komplex

Von: Biggi Friedrichs Datum: 09. December 2018

Anfangs war ich von den vielen, sehr komplexen Handlungssträngen etwas erschlagen und überfordert. Esther Schwein liest diese Story mit einer angenehmen Stimme, so dass es Spaß macht ihr zuzuhören. Ein Handlungsstrang spielt in London in der Gegenwart. Elodie Winslow, die Tochter einer tödlich verunglückte Cellistin möchte einen reichen Finanzier heiraten. So richtig auf die Hochzeit zu freuen, scheint sich Elodie nicht. Sie scheint auch nicht verliebt in ihren Bräutigam zu sein, was ich etwas seltsam empfand. Warum will sie ihn dann heiraten und lässt sich von seiner Familie dazu drängen? Die Archivarin Elodie stösst bei einem Auftrag auf eine lederne, alte Mappe in der sich viele Bilder befinden, unter anderem ein Bild von einem Haus, das dem Haus aus der Gute-Nacht-Geschichte ihrer verstorbenen Mutter dermaßen gleicht, dass das kein Zufall sein kann. Sie beschließt hier zu recherchieren. Sie zeigt ihrem Onkel Tip die Bilder, der sehr seltsam darauf reagiert. Kurze Zeit später taucht ein Foto auf, das ihre Mutter zusammen mit einem Musiker vor diesem Haus zeigt, der mit ihr zusammen tödlich verunglückt ist. Ein weiterer Erzählstrang führt in das London 1862. Die ehemalige Trickdiebin Birdie ist unter dem Namen Lily die Muse des reichen Künstlers Edward Radcliffe. Während den vielen Sitzungen haben sich die beiden ineinander verliebt und schmieden Pläne. Doch Edward ist verlobt. Auf der Abschiedsfeier auf Birchwood Manor kommt es zu einem Zwischenfall und ein wertvolles Schmuckstück verschwindet spurlos. Ein dritter Erzählstrang führt uns nach Birchwood Manor 1899. Die kleine Ada Lovegrove, die mit ihrer Familie in Indien lebte, wird auf ein Mädcheninternat in England geschickt. Sie ist sehr unglücklich dort. Das Internat führt Lucy Radcliffe, die Schwester von Edward. Ein vierter Handlungsstrang führt uns nach Birchwood Manor während des zweiten Weltkrieges. Die verwitwete Journalistin Juliet zieht mit ihren Kindern aufs Land, nachdem sie in London ausgebombt wurden. Ihr Sohn genießt den Aufenthalt dort und spricht mit einer unsichtbaren Freundin. Kate Morton erzählt hier die Geschichte eines Hauses und seiner Bewohner. Neben dieser Geschichte wird das Schicksal der jungen Birdie beschrieben, die die eigentliche Hauptperson dieses Romanes ist. Birdie ist eine sympathische, sehr gut ausgearbeitete Protagonistin, mit der der Leser mitfiebern kann. Die anderen Personen bleiben leider etwas zu dürftig beschrieben. Die Handlungsstränge, die vorerst etwas verwirrend sind, führen so nach und nach zusammen. Bei dieser komplexen Handlung hätte ich wohl lieber zum Buch greifen sollen, da es sich bei diesem Hörbuch ja auch um eine gekürzte Lesung handelt. Man muss schon sehr genau zuhören und dabeibleiben, um nicht den Faden zu verlieren.

Die richtigen Zutaten...

Von: Diane Jordan Datum: 24. October 2018

Die richtigen Zutaten, um eine spannende Geschichte zu schreiben, die man nahezu verschlingt, scheint Kate Morton bei jedem Buch parat zu haben. Und so ist auch ihr neuestes Werk, eine Mischung aus Crime, Liebe, Kunst, Poesie und Historie, genau das Richtige für den Herbst und trifft voll und ganz mein Lesebeuteschema. So etwas Liebe ich ganz besonders! „Die Tochter des Uhrmachers“ von Kate Morton hat es in sich. Begeistert betrachte ich das hübsche mintfarbene Cover meines neuen Hörbuchs. Sehe mir die Details ganz genau an, staune, rätsele und frage mich, was die feingliedrigen Insekten, Botanik, Fauna und Flora sowie den Schmetterling wohl mit der alten Technik vereint? Gespannt setze ich mir meine Kopfhörer auf und lasse mich in die damalige Zeit versetzten. Reise gedanklich an den jeweiligen Ort und lasse mich verzaubern. Der Plot spielt in mehreren verschiedenen Zeitebenen. Ich habe sie gedanklich grob unterteilt, um den Überblick zu behalten, denn die Geschichte ist recht komplex und könnte den Zuhörer sonst leicht verwirren. Gelesen wird der Kriminalroman, mit dem dazugehörigen Stück Liebe und Leidenschaft, von der taffen Esther Schweins. Und was soll ich sagen, sie macht ihren Job richtig, richtig gut. Die Dramatik und Spannung meines Hörbuchs geht mir richtig unter die Haut. Mit welcher Hingabe die Sprecherin das Ganze vertont und der Geschichte eine Seele verleiht. Der Wahnsinn! Die Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie sind meines Erachtens vortrefflich gewählt und fein erdacht. Mein Kopfkino springt an und ich möchte am liebsten an allen Ecken gleichzeitig sein, um zu erfahren, was wirklich passiert ist. Aber gut Ding will Weile haben. Ich bin mal wieder ungeduldig, dass hat die Geschichte und auch die Autorin wirklich nicht verdient. Und so warte ich geduldig und gespannt auf „meine“ Lösung. ...Ein verzauberter Sommer voller Kunst und Poesie, bis ein Schuss in der Dunkelheit fällt... Lasst das doch mal auf euch wirken, da bekommt man doch Gänsehaut? Oder? Mir geht es jedenfalls so und die packende Handlung ist ein echter Pageturner. Wie beim Buch, wo man unbedingt weiterlesen muss, geht es mir hier so, dass ich einfach nicht aufhören kann zuzuhören. Selten habe ich so gebannt gelauscht. Einfach herrrrrrrlich! Aber bitte lest selbst oder so wie ich, lasst es euch vorlesen .... Es lohnt sich! Inhalt: Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt … Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben? Weitere Bücher: Das Seehaus, Die verlorenen Spuren, Der verborgene Garten, Die fernen Stunden, Das geheime Spiel, usw. Die Autorin: Kate Morton, geboren 1976, wuchs im australischen Queensland auf und studierte Theaterwissenschaften in London und Englische Literatur in Brisbane. Ihre Romane erschienen weltweit in 34 Sprachen und 42 Ländern und eroberten ein Millionenpublikum. Alle Romane sind SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in Australien und England. Sprecherin: Esther Schweins ist eine deutsche Schauspielerin und Regisseurin, die als Komikerin durch ihre Auftritte bei der Fernsehsendung RTL Samstag Nacht bekannt wurde. Fazit: 5 Sterne***** “Die Tochter des Uhrmachers“ ist im Random House Audio Verlag erschienen. Die spannenden 2 CDs haben eine ungefähre Laufzeit von 13 Stunden und 9 Minuten.