Philippe Brenot

Sex Story

Sex Story Blick ins Buch

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Unser Verhältnis zur Sexualität ist ständig im Fluss, doch seit Beginn der menschlichen Zivilisation bestimmt sie unser Leben und in unserem Alltag ist sie omnipräsent. Aber was wissen wir wirklich? SEX STORY wirft einen höchst vergnüglichen und informativen Blick auf die Geschichte der Sexualität: von den Anfängen der Menschheit bis zum digitalen Zeitalter, von Kleopatras exzentrischen Neigungen zum ersten Genitalpiercing im 19. Jahrhundert, von Michelangelos Homosexualität zur sexuellen Revolution der 60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Dieses erste Comic zur Geschichte der Sexualität, eine Zusammenarbeit der jungen Illustratorin Laetitia Coryn und des Sexualwissenschaftlers und erfolgreichen Buchautors Philippe Brenot, bietet eine völlig neue Sichtweise auf das Thema: frech, faktenreich, witzig.

Schluss mit dem Unfug!

Von: Der Büchernarr Datum: 05. January 2018

Ein Comic über die Geschichte des Sex – kann das funktionieren? Ja, es kann. Und es wenig verwunderlich, dass dieser Comic aus Frankreich stammt, wo Comics bekanntlich als Kulturgut deutlich wertgeschätzter werden als hierzulande. Wie schon bei vielen Werken, die aus unserem Nachbarland ins Deutsche übersetzt werden, so bezeugt auch dieses Buch: zu Recht! Kein Aufklärungsbuch Viele Leser mögen glauben, dass da wo Sex draufsteht, sexuelle Aufklärung drinnen ist. Genau das Gegenteil ist der Fall. Der Untertitel „Kulturgeschichte“ darf nicht überlesen werden, und damit die zwingende Voraussetzung, nicht nur aufgeklärt, sondern auch mit diversen Begrifflichkeiten aus der Themenwelt der Sexualität vertraut zu sein. In diesem Buch wird weder eine Aufklärung noch ein begriffliches Fachlexikon geboten. Somit ist dieser Comic eindeutig auch nichts für Kinderhände, sondern richtet sich an aufgeklärte (junge) Erwachsene. Kritische Inhalte Aufklärung bedarf es allerdings nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern auch in kultureller. Wer weder die genannten Persönlichkeiten, noch die Geschichte der Institutionen wie die der Kirchen oder Gesellschaften wie das römische Reich kennt, wird viele Anspielungen nicht verstehen. Und damit auch den Witz verpassen, der sich dahinter verbirgt. Die Anspielungen sind natürlich zuweilen sehr kritisch und überspitzt. Was wenig überraschend sein dürfte, da Sexualität in vielen Gesellschaften eben alles andere als das Normalste der Welt galt. Dafür dürften viele Inhalte und dargebotenen Fakten so manchen Leser überraschen. Das Buch ist durchweg gut recherchiert und viele Inhalte räumen mit diversen Vorurteilen und Unwissen auf. Viel Bild, viel Text Die Illustrationen sind bewusst „comic-haft“ gestaltet und bietet nicht die künstlerische Tiefe einer Graphic Novel. Im Gegenzug ist, dafür, dass es sich um einen Comic handelt, sehr viel Text enthalten. Die 200 Seiten sind nicht nur deshalb aufwändiger zu lesen, sondern auch wegen des teilweise gehobenen und verschachtelten Sprachstils. Wer also ein einfach gestricktes Sex-Comic erwartet, wird mit dieser Lektüre bitter enttäuscht werden. Ebenso wie Porno-Freunde. Denn auch wenn viele Darstellungen explizit sind, so ist es an keiner Stelle pornografisch. Fazit Dieses Comic räumt mit vielen Vorurteilen und fehlerhaften Fakten auf, die sich in unserer Kultur fest verankert haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und sich durch die unterschiedlichen Epochen der Zeit leiten zu lassen, um zu erfahren, wie unterschiedlich die jeweiligen Gesellschaften dem Sex gegenüber standen. Ich kann dieses Buch allen aufgeklärten und an der Kulturgeschichte des Sex interessierten Leser empfehlen. Wer Aufklärung oder pornografische Inhalte sucht, sollte sich jedoch anderen Werken widmen.

Ein wunderbar pikanter Comic

Von: MelaKafer Datum: 01. November 2017

Philippe Brenot und Laetitia Coryn haben sich mit ihrem Comic an ein Thema gewagt, das für viele immer noch Tabu und peinlich sein dürfte. Dabei ist die Kulturgeschichte der Sexualität ein Spiegel unserer Entwicklung hin zu einem liebenden Individuum. Als zum Sex als rein fortpflanzungsrelevanter, wenn auch angenehmer Tätigkeit, Gefühle und Liebe hinzu kamen, wurde aus dem Menschen das, was ihn ausmacht. Ein mitfühlendes, freizügiges und reflektierendes Geschöpf. In verschiedensten Comics werden vom "Ursprung der Sexualität" bis zum "Sex der Zukunft im 21. Jahrhundert" die wohlgehüteten Geheimnisse, etwa berühmter Persönlichkeiten, und missverstandenen Anekdoten beleuchtet und wunderbar anschaulich in Szene gesetzt. Dabei wird kein Tabu umschifft, sondern immer geradewegs drauf zu gesteuert. Zeichnerisch sehr gekonnt karikiert und wunderschön koloriert von Isabell Lebeau, ist dieses umfangreiche, hochwertig aufgemachte Kulturgeschichtscomic eine Bereicherung für jeden unbefangenen Leser, der die menschliche Intimität besser verstehen will.

Ein cleveres, witziges und anschauliches Werk

Von: Lavendelknowsbest Datum: 01. October 2017

Ich habe mich sehr auf das Erscheinen dieses etwas anderen Buchprojekts aus Frankreich gefreut. Hierbei handelt es sich um einen kulturgeschichtlichen Abriss der schönsten Nebensache der Welt im Comicformat. Das Cover von "Sex Story" ist sehr schlicht, das großformatige, gebundene Buch macht allerdings einiges her. Die Illustrationen sind alle farbig gestaltet und wie ein Comic aufgebaut. Der Zeichenstil ist teilweise einfach und je nach Bedarf filigraner und detailreicher. Das ergibt einige tolle großflächige Bilder. Es ist nicht mein Lieblingszeichenstil, aber insgesamt habe ich wahnsinnig gerne durch das Buch geblättert und die einzelnen Abschnitte entdeckt. Es beginnt zeitlich mit dem Homo habilis und schraubt sich bis über die Gegenwart sogar zu einem Zukunftsausblick hinaus. Es werden die Entstehungsgeschichte der Sexualität laut Bibel, ägyptischer und persicher Kultur erläutert. Teilweise waren da so "abgedrehte" Glaubensansichten dabei, das ich mich fragen musste, ob so etwas absurdes tatsächlich angenommen wurde. Gleichzeitig war es total spannend neues über das Sexualleben anderer Völker und Kulturen zu lernen. Vieles war mir aber auch schon bekannt, wie zum Beispiel die Bordell-Situation in Rom und Pompej. Der Umgang von Männern und Knaben in Griechenland oder die Prüderie im 19. Jahrhundert. Dann gab es aber auch noch unbekannte, pikante Fakten über berühmte Persönlichkeiten der Geschichte wie Cleopatra oder Queen Victoria. Man sollte sich bewusst sein, dass man auf 200 Seiten nur einen allgemeinen Blick über die Jahrhunderte hinweg mit wenig Tiefgang bekommt. Ich empfand die Leute und Themen aber als gute Möglichkeit, je nach Interesse, selbst einmal genauer zu recherchieren. Dafür machen die freizügigen Illustrationen "Sex Story" zu einem besonderen Leseerlebnis, dass ich nicht missen möchte. Der Abriss einer sexuellen Kulturgeschichte in Bildern ist spannend, anschaulich und informativ. Ich finde es toll, dass sich der btb-Verlag diesem außergewöhnlichen Buchprojekt abgenommen hat.