Walter Moers

Weihnachten auf der Lindwurmfeste

Weihnachten auf der Lindwurmfeste

Jetzt bestellen:

Buch
eBook
Hörbuch

€ 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90 [CH]

oder hier kaufen:

€ 9,99 [D] | CHF 12,00 [CH]

oder hier kaufen:

€ 14,99 [D] | € 16,90 [A] | CHF 21,90 [CH]

oder hier kaufen:

Als Walter Moers den Briefwechsel zwischen Hildegunst von Mythenmetz und dem Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer sichtete, stieß er auf einen Brief, in dem der zamonische Autor ein Fest schildert, das Moers frappierend an unser Weihnachtsfest erinnert hat. Die Lindwürmer Zamoniens begehen es alljährlich und nennen es »Hamoulimepp«. Während dieser drei Feiertage steht die Lindwurmfeste ganz im Zeichen der beiden Figuren »Hamouli« und »Mepp«, die unserem Weihnachtsmann und dem Knecht Ruprecht verblüffend ähneln. Außerdem gehören zur Tradition Hamoulimeppwürmer, Hamoulimeppwurmzwerge, ungesundes Essen, ein Bücher-Räumaus, ein feuerloses Feuerwerk und vieles andere mehr. Laut Moers, kein Freund der Weihnachtsfeierei, gibt dieser Brief von Mythenmetz einen profunden Einblick in die Gebräuche einer beliebten zamonischen Daseinsform, der Lindwürmer. Nie war Weihnachten so zamonisch.

Rezension 'Weihnachten auf der Lindwurmfeste'

Von: If I read Datum: 11. December 2018

Dieses Buch ist am besten für Walter Moers und Zamonien-Liebhaber geeignet. Moers zeigt in diesem wirklich kurzem Buch faktenartig auf, wie das Weihnachten in Zamonien abläuft. Dadurch bekommt man tolle und einzigartige Beschreibungen von allen Traditionen, Kreaturen, dem Essen, den Geschenken und so weiter. Was mich aber leider etwas gestört hat, ist, dass Hildegunst in 2/3 des Briefes über all das klagt und verbreitet damit meiner Meinung nach eine eher negative Weihnachtsstimmung. Jedoch werden die positiven Aspekte ein bisschen witziger dargestellt. Eine wirkliche Spannung wird bei dem Buch nicht aufgebaut, da es ausschließlich eine Erzählung in Briefform ist. Trotz alle dem konnten die Illustrationen und die Umschlagsgestaltung noch mal ein bisschen was rausreißen und man bekommt einen unglaublich guten Einblick in die zamonische Welt und wie die ganzen Wesen, Häuser und auch die witzigen Geschenkverpackungen aussehen könnten. Dadurch erinnert es ein bisschen an ein Lexikon von Zamonien. Der Schreibstil ist wie immer Walter Moers-like und man kommt auf den knapp 50 Seiten Brief auch wieder wunderbar rein. Fazit: Insgesamt gibt es deshalb von mir 3 von 5 Sternen für dieses leider etwas kurze Buch. Ich habe einfach ein bisschen mehr Story erwartet, aber trotzdem war es unterhaltsam. Ich hoffe sehr, dass seine nächsten Bücher wieder mehr Geschichte enthalten, da ich von seinen anderen Büchern ja sehr überzeugt war. *Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.*

Weihnachten in Zamonien

Von: Yanthara Datum: 08. December 2018

Passend zum zweiten Advent kommt eine Rezension über ein Weihnachtsbuch. Was aber kein Buch über Weihnachten im üblichen Sinne ist. Es ist ein Brief von Mythenmetz an seinen Freund in dem er über Weihnachten bzw Hamoulimepp (dem Lindwurm Weihnachten) berichtet. Das Buch ist im Gegensatz zu den anderen Werken vom Moers sehr kurz gehalten. Es hab circa 120 Seiten, wovon circa 30 Seiten Illustrationen sind und es gibt außerdem noch einen Ausschnitt aus der nächsten Kurzgeschichte, die in ein paar Monaten veröffentlicht wird. Die Illustrationen sind von der gleichen Zeichnerin wie bei Prinzessin Insomnia, also auch wieder sehr farbenfroh und nicht im typischen Walter Moers Stil. Mythenmetz beschreibt in dem Buch die wichtigsten Bräuche von Hamoulimepp, die sehr ähnlich zu Weihnachten sind, teilweise aber auch sehr abstrakt. Und witzig und abgedreht. Das Buch lässt sich schnell und in einem Rutsch lesen. Die Seiten sind auch wie die eines Briefes gestaltet. Im Anhang gibt es Bildtafeln zu den wichtigsten Fakten aus dem Buch. Das Buch ist ein kurzweiliges Vergnügen und macht Lust darauf, mehr von Mythenmetz-Geschichte zu erfahren, aber leider verkürzt es die Wartezeit auf den nächsten Band nicht wirklich. Ich finde, das Buch ist nur was für Fans bzw für Leute, die die anderen Bücher kennen, weil einen sonst der Bezug fehlt. Also klar, das Buch steht für sich, aber man sollte zumindest Zamonien kennen, sonst ist das alles sehr abstrakt. Aber ich denke, es ist ein Muss für jede Zamoniensammlung und ein gutes Beiwerk. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf den Bücherdrache, zu dem es ja schon eine Leseprobe gab. Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass Mythenmetz kein sonderlicher Freund von Weihnachten ist - demzufolge fallen auch seine Kommentare im Schriftwechsel dazu aus.

Schön geschrieben und schön gemalt - typisch Moers und Rode!

Von: Ivonne / DeepGround Magazine Datum: 05. December 2018

Wie die Geier umkreisen die Zamonien-Fans Walter Moers und hoffen endlich auf „Das Schloss der Träumenden Bücher“. Warum endete „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ auch bloß mit einem riesigen Cliffhanger? Tja, stattdessen kam „Prinzessin Insomnia“, das zumindest mich überhaupt nicht mitgenommen hat. Von daher bin ich immerhin froh, dass „Weihnachten auf der Lindwurmfeste oder: Warum ich Hamoulimepp hasse“ mit Illustrationen von Lydia Rode, nun ein bisschen zamonisches Zauberpulver verstreut. Ein weiteres Zamonien-Werk in schöner Optik Damit liegt ein weiteres Zamonien-Werk, eine Übersetzung eines Briefes von Hildegunst von Mythenmetz an seinen alten Freund Hachmed Ben Kibitzer, in gebundener Form vor. Auffällig wie immer: Schön sieht das (zugegeben nicht besonders umfangreiche) Buch aus mit seinen knapp 100 Seiten – und jede einzelne im typischen Stil illustriert. Zu sehen gibt es dieses Mal beispielsweise Pflansekten, Felsengeiereier, Rostige Gnome und Trilobitensuppe. Mit den vorangestellten Seiten zu den beteiligten Personen und den taxonomischen Tafeln am Schluss gibt es rund 45 Seiten mit mehr Bild als Text zum Stöbern. [...] http://www.deepground.de/book-review/walter-moers-weihnachten-auf-der-lindwurmfeste-oder-warum-ich-hamoulimepp-hasse/

Ich wünsche zamonische Weihnachten!

Von: Meggie Datum: 05. December 2018

Hildegunst von Mythenmetz, der wohl bekannteste Lindwurm Zamoniens und ein begnadeter Lyriker, führt einen regen Schriftverkehr mit dem Eydeeten Hachmed ben Kibitzer. Bei der Sichtung des Briefverkehrs durch Walter Moers stößt dieser auf einen Brief, in dem Hildegunst ein Fest beschreibt, dass unserem Weihnachten sehr ähnlich ist. Hamoulimepp nennt es sich und wird an den letzten drei Tagen des Jahres gefeiert. Die Ähnlichkeit zu unserem Weihnachtsfest ist enorm. Hildegunst berichtet von Bräuchen, Liedern und Gerichten. Nach "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr" und vor dem im Januar 2019 erscheinenden Buch "Der Bücherdrache" gibt es einen kleinen Appetithappen für Zwischendurch. Walter Moers erzählt von dem auf der Lindwurmfeste stattfindenden Fest namens Hamoulimepp, welches große Ähnlichkeit mit unserem Weihnachten hat. Dabei erzählt Hildegunst von Mythenmetz in einem Brief seinem Freund Hachmed ben Kibitzer von dem Fest, wobei er auf sämtliche Gegebenheiten eingeht. Den Brauch, das Essen, die Traditionen und vor allem seine Abneigung gegen das Fest. Auch wenn es viele Stimmen gegen diese Büchlein gibt, bin ich begeistert, mit welchen liebevollen Details der Autor an die Geschichte herangegangen ist. Abgerundet wird die Geschichte mit Zeichnungen der Illustratorin Lydia Rhode, die auch schon bei "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr" mit von der Partie war. Nach dem Brief von Hildegunst von Mythenmetz erwarten einem mehrere "Taxonomische Tafeln", auf denen wir einen näheren Blick auf verschiedene Dinge erhalten. So werden die Rostigen Gnome vorgestellt, die verschiedenen Haustüren auf der Lindwurmfeste oder die Schätze, die sich in deren Inneren befinden. Anschließend erwartet einem noch eine Leseprobe über acht Seiten von dem im Januar erscheinenden neuen Buch "Der Bücherdrache". "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" fand ich persönlich sehr interessant, denn es ist in meinem Augen eine schöne Ergänzung zu den ganzen Zamonien-Romanen. Man darf keinen Roman erwarten, es ist eben eine Abschweifung, ein Auszug aus dem Briefwechsel zwischen Hildegunst und Hachmed. Eine wunderbare kleiner Einblick in einen Brauch der Lindwurmfeste. Fazit: Weihnachten wird zamonisch.

Ein Hoch auf Zamonien - und alles, was darin, darunter und rundherum kreucht und fleucht!

Von: miss_mandrake Datum: 04. December 2018

Meine Meinung +++++++++++++ Als Walter Moers den regen Schriftverkehr von Hildegunst von Mythenmetz, dem wohl bekanntesten Lindwurm Zamoniens, an den Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer sichtet, stößt er auf einen Brief, in dem Hildegunst ein Fest beschreibt, dass unserem Weihnachten nicht ganz unähnlich ist. Hamoulimepp nennt es sich und wird an den letzten drei Tagen des Jahres mit Bräuchen, Liedern und allerhand Gaumenfreuden auf der Lindwurmfeste gefeiert. Heraus kam dieses Büchlein, das aus der erneuten Zusammenarbeit von Autor und Übersetzer Walter Moers und Illustratorin Lydia Rode entstanden ist. Eigentlich sollte man meinen, dass bereits im Vorfeld klar war, worum es sich hier handeln würde – ein Auszug aus eben jener, oben genannten Korrespondenz. 
Und genau DAS gab es auch. 
Von daher kann ich etliche der bestürzten Reaktionen auf dieses Werk nur bedingt verstehen. Sicherlich kann man anhand des Umfanges durchaus von einer gut strukturierten Mythenmetzschen Abschweifung sprechen, aber ein Blick auf die Seitenzahl hätte gereicht, um bei vielen die Erwartungshaltung an eine umfangreiche Geschichte à la Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär etwas zurückzuschrauben. Auch ein Großteil der negativen Bewertungen geht hierauf zurück und dieser Umstand ärgert mich am meisten, denn er steht in keinem Verhältnis zu dem illustrierten Schatz, den man mit Weihnachten auf der Lindwurmfeste in den Händen hält. 

Ja ihr merkt, ich muss hier abermals eine Lanze für Herrn Moers brechen, denn sein Ideenreichtum scheint schier grenzenlos. 
Gekonnt münzt er die Traditionen von Hamoulimepp auf unseren weihnachtlichen Wahnsinn um und parodiert unter anderem unsere kindgerechten Lügenmärchen in Bezug auf die fragliche Existenz von Nikolaus und Christkind. Kleine Lindwurmherzen brechen, wenn diese Seifenblase platzt und jeder von uns erkennt sich bestimmt in so manch einer Erzählung wieder. 
Im plaudernden Tonfall drückt uns, der als Grinch anmutende Hildegunst, diesmal einen Stempel des Irrsinns auf und man ist durchaus versucht nach dem Beenden der Geschichte über die Sinnhaftigkeit des ein oder anderen Brauchs nachzudenken.
Sehr gut hat mir die Tradition des Bücher-räumaus gefallen, bei dem jeder seine ungeliebten Bücher aussortiert und vor die Tür stellt, um beim Nachbarn vielleicht neue Schätze zu finden. Die Illustrationen von Lydia Rode fügen sich, wie auch schon bei Prinzessin Insomnia, perfekt in die Briefliteratur mit ein und runden das Kopfkino, das sich beim Genuss eines Zamonien Romans eh einstellt, perfekt ab. 
Es gilt also: Wer sich für die Details des zamonischen Lebens interessiert und/oder auch sonst die Fußnoten von Prof. Dr. Abdul Nachtigallers Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung mit Freuden liest, dem kann ich dieses Buch wirklich uneingeschränkt empfehlen. 
Wer allerdings primär auf die Entwicklung des Handlungsbogens um Hildegunst von Mythenmetz aus ist, wird ganz klar nicht auf seine Kosten kommen. 
Einsteigern rate ich mit Rumo, Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär oder Die Stadt der träumenden Büchern zu beginnen, da bei diesem Werk sonst der Zusammenhang fehlt. Fazit +++++ Ganz viel Mamihlapinatapaai und Applaus für dieses Buch, denn eins steht für mich schon lange fest: Nicht nur Hildegunst von Mythenmetz, sondern auch Walter Moers sind ganz eindeutig vom Orm durchdrungen. Ein Hoch auf Zamonien - und alles, was darin, darunter und rundherum kreucht und fleucht!

Traditionen überdenken

Von: Buchperlenblog Datum: 04. December 2018

Die Welt von Walter Moers, in der der Lindwurm und berühmte Dichter Hildegunst von Mythenmetz lebt, ist sicherlich vielen ein Begriff. In diesem Jahr wird die Sammlung der Geschichten rund um Zamonien und der Lindwurmfeste mit einigen amüsanten Lindwurmfestanekdoten zur Weihnachtszeit erweitert. Gleich vorneweg: So ganz erfreut ist Hildegunst nicht von dem Fest der Feste, Hamoulimepp und seinen vielen alten und neuen Traditionen. So werden in allerlei kurzen Kapiteln die abstrusesten Gegebenheiten geschildert, über die sich Hildegunst mal mehr und mal weniger aufregt. So erfährt man, dass das Hamouli nur eine Erfindung der Dichter ist, dass der Mepp nur deshalb Mepp heißt, weil man vermutlich dem weihnachtlichen Gefährten einen noch dümmeren Namen geben wollte als Depp, das es Hamoulimeppschnecken gibt, auf die die Dichter ihre Werke schreiben und so weiter und so fort. Bei vielem, auch wenn man noch so sehr schmunzeln kann, entdeckt man doch die Parallelen zu unserem eigenen Tun zur Weihnachtszeit, nicht alles macht davon Sinn. So ist dieses Büchlein, dass am Ende mit vielen Illustrationen von Lydia Rode aufwartet und noch einmal den Inhalt des Gelesenen bebildert, durchaus eine schöne ergänzende Lektüre für uns Buchlinge, die wir auf Neuigkeiten aus der Lindwurmfeste harren. Frohe Weihnachten, äh, Hamoulimepp! Fazit Viel Tiefgang sollte man nicht unbedingt erwarten, aber es ist ein wunderbar kurzweiliges Buch, um die eigenen Weihnachtstraditionen einmal kurz zu überdenken, innezuhalten, zu staunen und zu lachen.

Neues aus Zamonien

Von: Pineapples BookNook Datum: 03. December 2018

Cover: Ich könnte mir kein Cover vorstellen, das besser zu Weihnachten und zu Hamoulimepp passt. Die bunte Lindwurmfeste thront vor einem schwarzen Himmel. Es wirbeln zahlreiche Schneeflocken durch die Luft und verleihen dem Cover einen winterlichen Touch. Der Titel hebt sich mit seiner goldenen Schrift perfekt vom Hintergrund ab. Meinung: Endlich gibt es Neues aus Zamonien! Gut, mit seinen 103 Seiten ist „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ kein Wälzer, aber dennoch eine schöne Ergänzung für jede Zamonien-Sammlung. Auch für Einsteiger finde ich das Buch sehr gut geeignet, da man einen ersten Eindruck vom unvergleichlichen Universum Zamoniens aus der Feder von Walter Moers erhält. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei dem Buch, um einen Brief, den der berühmte Dichter und Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz an seinen Freund Hachmed Ben Kibitzer schreibt. Sehr detailliert werden der Ursprung und die Gebräuche zu „Hamoulimepp“, der zamonischen Variante von Weihnachten, geschildert. Wie immer sprüht jede Seite vor Witz und Skurrilität, die man von allen Moerschen Werken gewohnt ist. Besonders schmunzeln musste ich über die natürlich „ganz zufälligen“ Parallelen zu Weihnachten und die Absurdität hinter so mancher Tradition. Walter Moers schafft es wirklich, dass man darüber nachdenkt, welche Rituale wirklich zur „Magie“ des Weihnachtsfestes oder zu Hamoulimepp gehören und welche einfach nur unnötig sind. Am Ende des Buches befinden sich sehr liebevoll gestaltete Schautafeln, die zur Verbildlichung mancher Festtagsbräuche oder Eigenheiten der Lindwürmer dienen. Somit versteht man noch ein wenig mehr, worüber Hildegunst von Mythenmetz so eindrucksvoll berichtet. Besonders schön finde ich den kurzen Auszug aus dem neuen Buch „Der Bücherdrache“ von Walter Moers, welches im März 2019 erscheinen soll. Fazit: „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist für jeden Zamonien-Fan ein Muss, aber auch Neueinsteiger haben daran definitiv ihre Freude. Die schöne Aufmachung und die grandiosen Illustrationen machen das Buch zu einem wahren Schmuckstück, dass in keinem Bücherregal fehlen darf. Walter Moers hat mich perfekt auf Weihnachten eingestimmt und ich vergebe natürlich verdiente 5 Ananas.

fröhliches Hamoulimepp

Von: seitenleben Datum: 03. December 2018

„Warum ich Hamoulimepp hasse“- versucht der berühmte Lindwurmschrifsteller Hildegunst von Mythenmetz in Briefen an seinen alten Freund den Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer zu erklären. Hamoulimepp ähnelt in einigen Bräuchen unserem Weihnachtsfest, doch die Lindwürmer sind in ihrer Feiertagsplanung vielleicht doch noch ein bisschen spezieller. Mythenmetz ist genervt – doch vielleicht lässt er sich noch von der frohen Hamoulimeppstimmung mitreißen? Ich glaube, ich habe nur selten ein so schönes Buch in den Händen gehalten. Schon die Covergestaltung hat mich umgehauen. Der Schutzumschlag ist in einem satten Blau mit tollen Goldprägungen gehalten und fühlt sich mit dem festen Papier auch einfach klasse an. Auch die Gestaltung im inneren ist super gelungen. Jede Seite ein kleines Highlight mit fantastischen Illustrationen von Lydia Rode. In kurzen Briefen werden alle wichtigen Hamoulimepp-Bräuche von Mythenmetz erläutert. Ich fand es sehr unterhaltsam Parallelen zu Weihnachten zu entdecken. Mythenmetz leicht säuerlicher Unterton verleiht den Episoden auch eine Prise Humor. Moers hat einfach einen wunderbaren Schreibstil und ich bin immer wieder beeindruckt von seinen Figuren und Welten. Schade nur, dass das Buch so kurz ist. Für Zamonien-Liebhaber ist das sicher ein tolles Geschenk unter dem Hamoulimeppbaum.

Rezension oder: Warum ich Walter Moers liebe

Von: Buntes Tintenfässchen Datum: 02. December 2018

Ein neues Buch von Walter Moers schreit geradezu danach, gelesen zu werden. Noch dazu passt "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" perfekt in die Vorweihnachtszeit, auch wenn in diesem Büchlein alles andere als eine festliche Stimmung vorherrscht. Aber erst einmal möchte ich ein paar Worte zur fantastischen Gestaltung des Buches sagen: Nicht nur das Cover, sondern jede einzelne Seite ist ein kleines Kunstwerk. Die Illustrationen sind schräg und ausgefallen, wie man das von Walter Moers beziehungsweise seit "Prinzessin Dylia" auch von Lydia Rode, kennt und die Geschichte selbst, bei der es sich ja um einen Brief des erfolgreichen zamonischen Dichters Hildegunst von Mythenmetz (man kennt ihn vor allem aus seinem autobiografischen Roman "Die Stadt der träumenden Bücher") an seinen Freund Hachmed Ben Kibitzer handelt, ist passend dazu in Briefform abgedruckt und sensationell in Szene gesetzt. Man soll Bücher ja nicht nach ihrem Äußeren beurteilen, aber bei den Werken von Walter Moers wäre das ein Fehler, weil Text und Gestaltung bei ihm stets ineinander fließen und sich perfekt ergänzen. Moers-Fans kommen bei "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" also voll auf ihre Kosten, was das Lesegfühl betrifft. Nun zum Inhalt: Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Auf den ersten Seiten sind noch einmal wichtige Figuren und Schauplätze aus Zamonien abgebildet und kurz erläutert, was ich als Auffrischung ganz nett fand. Darauf folgen ein ebenfalls ziemlich amüsantes Vorwort von Walter Moers, der sich selbst als Übersetzer von Hildegunst von Mythenmetz bezeichnet, und schließlich der Brief, der circa 50 Seiten umfasst und von sogenannten taxonomischen Tafeln abgeschlossen wird - ein etwas ausgefallenes Glossar, in dem man ziemlich witzige und skurrile Illustrationen zu den genannten Bräuchen, Gegenständen und Gerichten findet. Die Geschichte selbst wird also auf ziemlich spektakuläre Weise eingerahmt und untermalt, was mir richtig gut gefallen hat. Und was erzählt Hildegunst von Mythenmetz seinem Freund, dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, in diesem Brief? Er schildert umfassend die Bräuche und Traditionen rundum "Hamoulimepp", ein dreitägiges Fest, das jedes Jahr von Lindwürmern auf der Lindwurmfeste begangen wird. Auch wenn Moers beziehungsweise von Mythenmetz ziemlich abgefahrene Metaphern verwendet und diese zamonische Tradition selbstverständlich gespickt ist mit allerlei Kuriositäten und Sachverhalten, die einen unweigerlich schmunzeln lassen (ich sag nur: Hamoulimeppwürmer und Hamoulimeppwurmzwerge, Gerichte, die mich haben schaudern lassen, und Musik, die laut den Beschreibungen von Hildegunst von Mythenmetz Trommelfelle zum Bluten bringt), sind die Parallelen zum Weihnachtsfest erstaunlich. Beziehungsweise liest man recht schnell heraus, was der Verfasser (und ich hüte mich davor, Walter Moers in diesem Fall als Autoren zu nennen) von all dem Kommerziellen, von dem Gewese, das heutzutage um Weihnachten gemacht wird, hält. Auch wenn es in "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" natürlich um ein fiktives Fest geht, hat mich das Buch nachdenklich gestimmt. Brauchen wir all das Tamtam eigentlich wirklich? Machen wir uns nicht manchmal wirklich lächerlich? Oder ist Hildegunst ein verbohrter Griesgram, weil er seinen Landsleuten den Spaß und die Begeisterung für "Hamoulimepp" missgönnt? Muss man eigentlich immer alles schlecht reden? Für mich ist dieses neueste Werk von Walter Moers ganz klar eine Allegorie auf unser Weihnachtsfest und als solche finde ich es wirklich gut, weil uns die Geschichte einmal mehr ins fantastische Zamonien entführt und uns tiefere Einblicke in die Kultur der Lindwürmer gewährt, auf einer anderen Bedeutungsebene aber gleichzeitig auch das Verhalten der Menschen reflektiert. Und genau das zeigt mir wieder einmal, welch ein Genie Walter Moers eigentlich ist. Ich meine, in Sachen Witz, Einfallsreichtum und Kuriositäten macht Walter Moers niemand etwas vor. Das Buch hat für mich nur einen einzigen kleinen Minuspunkt: Es hätte für meinen Geschmack auf jeden Fall noch umfangreicher sein können. Ich hatte das Gefühl, dass Hildegunst von Mythenmetz in Bezug auf "Hamoulimepp" doch ziemlich an der Oberfläche kratzt, zumal dank der berühmtberüchtigten Mythenmetzschen Abschweifung gefühlt weniger zur Tradition selbst erzählt wird, als ich es erwartet hatte. Nichtsdestotrotz: Dieses Buch ist einfach wunderschön und es schafft den Bogen zwischen Fantasy und Realität auf eine wirkliche geniale Art und Weise. Mein Fazit "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" ist genauso schräg, genauso skurril und fantastisch wie alle anderen Zamonien-Romane von Walter Moers auch. Ich liebe die sensationelle Gestaltung des Buches und Walter Moers´ abgefahrene Ideen, die mich aufs Neue erstaunt und begeistert haben. Für meinen Geschmack hätte es zwar ruhig ein bisschen mehr Geschichte, hätten es noch mehr Details sein dürfen, aber insgesamt ist dieses Buch wie seine Vorgänger auch ein echtes Kleinod und ganz bestimmt ein Muss für jeden Moers-Fan. Nicht zu vergessen die geheimnisvolle Leseprobe im Anhang...

Moers zum Vorlesen für Erwachsene

Von: losgelesen Datum: 02. December 2018

Pünktlich zu Beginn der Weihnachtszeit ist im Penguin Verlag das zweite Buch aus der Zusammenarbeit von Autor Walter Moers und Illustratorin Lydia Rode erschienen. Der Titel des weihnachtlich anmutenden Buchs lautet dazu auch passenderweise „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“. Aber Vorsicht, der Titel ist eine Mogelpackung, denn das Buch handelt gar nicht über Weihnachten, sondern über Hamoulimepp - ein Fest der Lindwürmer Zamoniens. Als Walter Moers, der Übersetzer der Werke Hildegunst von Mythenmetz, die Briefe des Zamonischen Erfolgsautors sichtet, fallen ihm sofort die Parallelen von Hamoulimepp und Weihnachten auf und er beschließt daraufhin einen langen Brief von Hildegunst von Mythenmetz an den Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer zu diesen Thema zu übersetzen. Herausgekommen ist das vorliegende Buch. Wie gewohnt ist dabei wieder einmal ein Füllhorn an erstaunlicher Ideen von Walter Moers heraus gekommen und so präsentiert er den Lesern unter anderem Felsengeiereier, Rostige Gnome, Schuppenpuppen und Trilobitensuppe. Allerdings ist bei dem Buch zu beachten, dass es keine Geschichte im herkömmlichen Sinn ist, sondern es handelt sich um einen 70-seitigen Brief, in dem Hildegunst von Mythemetz schreibt, wie sehr er das Fest Hamoulimepp hasst. Nur wenige der unzähligen Bräuche des Festes gefallen ihm, während ihm die größere Anzahl ein Graus sind. Das Buch ist wie bereits von „Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr“ von Lydia Rode gewohnt, sehr schön in Szene gesetzt, allerdings sind die Abbildungen nicht in den Text integriert, sondern als Taxonomische Tafeln angehängt. Insgesamt ist das Buch zwar recht kurz und schnell gelesen, eignet sich aber dafür sehr gut zum Vorlesen in der Vorweihnachtszeit. Die Zuhörer können sich einkuscheln und ganz entspannt in die phantastische Welt Zamoniens eintauchen.

Dieses konnte mich leider nicht so begeistern

Von: Kikis Bücherkiste Datum: 01. December 2018

Vielen Dank an den Verlag und dem Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, was aber in keiner Weise meine Meinung beeinflusst. Mein Eindruck: Nach dem ich die beiden Graphic Novellen von Walter Moers praktisch inhaliert habe, war für mich klar, dass ich dieses Buch auf jeden Fall lesen möchte und habe mich sehr gefreut, als es endlich bei mir eintraf. Die optische Aufmachung des Buches ist wieder sehr gut gelungen und gefällt mir sehr. Allerdings finde ich die Umsetzung des Briefes von Hildegunst von Mythenmetz an den Buchhaimer Hachmed nicht so ganz gelungen. Wer hier eine richtige Geschichte mit allem was dazugehört erwartet, wird leider ein wenig enttäuscht sein, denn hier schildert Hildegunst in einem Brief an Eydeeten Hachmed, wie das Hamoulimepp von Statten geht und was es so für Bräuche gibt. Eigentlich wäre das nicht schlimm und ich war auch auf einen Brief vorbereitet, allerdings hatte ich auf eine bessere Umsetzung gehofft. Ich möchte nicht sagen, dass das Buch lieblos umgesetzt wurde, aber ich hatte beim Lesen das Gefühl, da werden die ganzen Dinge, die zu Hamoulimepp dazugehören einfach so „abgearbeitet“. Ohne eine Spannung oder eine Stimmung zu erzeugen, sondern es plätschert ziemlich langweilig und eintönig dahin. Auch fehlte mir die Fantasie, die man so in den anderen Büchern des Autors findet. Ich hatte das Gefühl, als ob die Ideen ausgegangen wären. Am Ende des Buches gibt es dann noch einige Zeichnungen (ca. 30 Seiten, wenn ich richtig gezählt habe) und eine Leseprobe des Buches "Der Bücherdrache", das nächstes Jahr erscheint. Fazit: Leider kann mich dieses Buch des Autors nicht wirklich begeistern und ich bin mir nicht sicher, ob ich es empfehlen würde. Wohl eher nicht. Aber wie immer ist das alles reine Geschmackssache.

Vorkenntnisse erwünscht

Von: readingforrest Datum: 28. November 2018

Es ist ein Buch, bei dem es definitiv nicht schadet die Vorgänger von Walter Moers zu kennen, vorallem die, die Mythenmetz's eigene Lebensgeschichte behandeln, also Die Stadt der Träumenden Bücher oder auch Das Labyrinth der Träumden Bücher. Es erklärt sich zwar an vielen Stellen selbst, wiederholt was bereits in anderen Büchern erzählt wurde und verweist auf Illustrationen, dennoch ist die Welt die Walter Moers geschaffen hat sehr komplex und auf diesen Rund 70 Seiten nicht zusammenfassbar. Mir als "alten Hasen" der alles gelesen hat was es bis jetzt von Moers gibt, hat es wirklich gut gefallen, es ist einfach zu lesen, deutlich einfacher als Prinzessin Insomnia mit ihren ewig langen Aufzählungen, hat einen schönen Schwung, man bekommt neue Informationen zwischen alten, die teils nochmal etwas erläutert werden. Es ist durch aus eine nette kleine Geschichte über die sich jeder Moers-Fan wohl sicher freuen würde. Gerade jetzt zu Weihnachten/Hamoulimepp.

Ich freue mich auf die vorherigen Bände!

Von: buecherliebe98 Datum: 27. November 2018

Ich habe mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut, da viele von Walter Moers so schwärmen und ich endlich mal eins lesen wollte, da dieses ja nicht dick ist, fand ich es vor Weihnachten natürlich perfekt. Zugegeben, ich war am Anfang sehr überfordert mit den Personen und allem darum herum, doch das gab sich, da am Anfang jeder vorgestellt wird und immer wieder Bemerkungen gemacht werden, dass man doch zu Seite x blättern könne, was ich sehr gut fand! Die eigentliche Story geht nur bis ca Seite 70, danach folgen "Taxonomische Tafeln" und ab Seite 104 eine Leseprobe von "Der Bücherdrache". Dadurch, dass es hauptsächlich aus Bildern besteht, ließt sich der ca 50 Seiten Text-Inhalt sehr schnell. Doch dieser Inhalt hat mir gut gefallen und ich ärgere mich total, dass ich noch nicht früher die Bücher von Walter Moers gelesen habe. Fazit: Ich weiß nicht so recht, wie ich dies bewerten soll, doch ich bin Sicher, dass wenn man die vorherigen Zamonien-Romane gelesen hat, (was ich auch noch tun möchte) wird dieses Buch eine tolle Ergänzung sein.

Weihnachten mit Moers

Von: Be-Nerdy Datum: 26. November 2018

Inhalt In diesem Buch lesen wir einen Brief von Hildegunst von Mythenmetz an Hachmed Ben Kibitzer in dem er über das Fest Hamoulimepp schreibt, welches er nicht gerade sehr mag und das ziemlich an unser Weihnachten erinnert. Die Lindwürmer feiern dieses dreitägige Fest jedes Jahr und "gönnen" sich unter anderem ungesundes Essen, bemalte Felsspitzen, einen Bücher-räumaus und feuerloses Feuerwerk während die braven Kinder von Hamouli und Mepp beschenkt werden. Meine Meinung Ein kleines Schmuckstück zu Weihnachten. Zugegeben, dieses Buch ist sehr schnell durch und es gibt außer diesem Brief in dem von Hamoulimepp erzählt wird keine weitere Geschichte und so sollte man schon überlegen ob man dafür 15€ ausgeben möchte. Aber es ist wie voll mit fabelhaften Illustrationen und überzeugt mal wieder mit Moers skurrilen und witzigen Ideen rund um Buchhaim und den Lindwürmern. Die erste Hälfte des Buches enthält den Brief mit sämtlichen Erläuterungen zu dem Fest und Verweisen zu Bildtafeln, die wir in der zweiten Hälfte des Buches anschauen können um so ein besseres Bild davon zu bekommen worüber Hildegunst da überhaupt schreibt. Auf witzige Art und Weise, zieht der Autor über das Fest her und es entgehen einem natürlich nicht die Parallelen zu unserem Fest. Angefangen von den Lügen über Hamouli und Mepp die man den Kindern erzählt bis hin zu grenzenlosem Schlemmen und dem zerstörerischem Brauch Felsspitzen zu bemalen nur um sie danach wieder wegzuschmeißen. Ich fand das ganze sehr lustig und kann dem Hildegunst nur zustimmen, über manche Bräuche sollte man vielleicht nachdenken und andere wiederum gehören einfach zu der "Magie" dazu. Gut gefallen hat mir vor allem der Bücher-räumaus bei dem jeder seine Bücher aussortiert und vor die Tür stellt so dass man sich mit den Nachbarn austauscht und neue Schätze finden kann 😉 Klingt doch gar nicht schlecht oder? Fazit Ein schönes weihnachtliches Buch dass man sehr gut zwischendurch lesen kann und vor allem eine Empfehlung für alle Fans von Moers und Buchhaim 😉 15€ ist für so ein dünnes Buch zwar nicht gerade ein Schnäppchen aber die Aufmachung mit den ganzen Illustrationen und so weiter, (der Schutzumschlag wirkt auch sehr hochwertig mit den leichten Rillen die ein wenig an Wellpappe erinnern) ist das Buch den Preis an sich schon wert und für Fans auf jeden Fall ein Muss.

Eine weihnachtliche, mythenmetzsche' Abschweifung

Von: Marie Datum: 25. November 2018

Eine einzige, weihnachtliche mythenmetzsche‘ Abschweifung Wer Walter Moers kauft, bekommt auch Walter Moers – und dass das immer irgendwie speziell und selten so ist, wie man es sich vorstellt, dürfte nach nun mehr sieben Zamonien-Romanen bekannt sein. Die Novelle „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ mit dem tragenden Untertitel „Warum ich Hamoulimepp hasse“ ist ein Brief von Hildegunst von Mythenmetz an den Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, in dem Mythenmetz die zamonischen Feiertage rund um Hamoulimepp erklärt und in Frage stellt. Der eigentliche Text umfasst nur ungefähr fünfzig Seiten und liest sich dementsprechend schnell – gewürzt wird das Ganze mit den Taxonomischen Tafeln, auf die im Text immer wieder verwiesen wird und die beschriebene Bräuche mit Illustrationen untermalen. „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist sicherlich kein neuer Zamonien-Roman mit beeindruckendem Inhalt – vielmehr handelt es sich um ein Beiwerk zur Welt, das sich als kleine weihnachtliche (Anti-)Einstimmung versteht (je nachdem, wie man es eben liest). In typischer Mythenmetz-Moers-Manier liest sich die Novelle wie eine einzige mythenmetzsche‘ Abschweifung und ist so für Zamonienfans definitiv ein Lesemuss. Erwartet man eine komplexe. zamonische Abenteuergeschichte, wird man in diesem Fall sicherlich enttäuscht werden, denn das hat „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ sicherlich nicht zu bieten. Es ist eher ein kleiner, feiner Appetizer für Zwischendurch, der in kürzester Zeit gelesen ist und die Zamonien-Welt und insbesondere die Lindwurmfeste und ihre Bewohner um einige Informationen bereichert. Mythenmetz beschreibt die vielen, in seinen Augen sinnlosen oder sogar hirnrissigen Bräuche von Hamoulimepp, die größtenteils sehr an unser Weihnachten erinnern und einige Lacher garantieren – wenn man es so liest, sind Hamoulimepp und Weihnachten wirklich irgendwie komisch. Trotz Mythenmetz Einstellung zu den Festtagen, kommt im Buch eine Art weihnachtliche Stimmung mit zamonischen Beigeschmack auf. Hochwertige Aufmachung und schöne Illustrationen Das Lesegefühl wird – wie immer bei Moers-Romanen – durch die Haptik, Aufmachung und Illustrationen aufgewertet. Das Buch ist gänzlich farbig gedruckt und hat keine einzige ’normale‘ Textseite (abgesehen von der Leseprobe zu seinem neuen Roman „Der Bücherdrache“, der im Februar 2019 erscheint). Die Illustrationen von Lydia Rode, die bereits Prinzessin Insomnia illustriert hat, sind gewohnt schön und farbenfroh und passen perfekt zu Walter Moers‘ Stil. „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist kein großer literarischer Schlag, auch wenn mir die Idee gefällt und der Mythos um Hildegunst von Mythenmetz durch einen Brief von ihm noch weitergeführt und aufgewertet wird. Als kleines Leseschmankerl – optisch, wie inhaltlich – finde ich die Novelle aber durchaus schön und gemütlich zu lesen. Es ist eben ganz kurzweilige Unterhaltung, die man mal eben so weglesen kann. Für Zamonienfans auf jeden Fall lohnenswert, Zamonienneulinge sollten hiermit aber auf keinen Fall in die Welt starten.

Fröhliche zamonische Weihnachten

Von: Geheimnisvolle Bücherwelten Datum: 24. November 2018

Meine Rezi zu „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ von Walter Moers Hildegunde von Mythenmetz schreibt einen Brief an Hachmed Ben Kibitzer und erzählt von einem kuriosen Ritual namens „Hamoulimepp“ (Anmerkung der Bloggerin.... ich hab immer noch einen Knoten inner Zunge 😛) Dieses Fest wird einmal im Jahr in seiner Heimat, der Lindwurmfeste, gefeiert. Und es sind wirklich viele Begebenheiten, die eine Ähnlichkeit zu unserem Feste haben. Aber kommen sie selber mit und erleben Sie auf zamonische Weise Weihnachten! Also mal als allererstes. Ich bin ein großer Walter Moers Fan. So habe ich bisher fast alle Geschichten Geschichten gelesen und seine Zeichnungen bewundert. Auch die Ausstellung im Schloss Oberhausen ließ ich mir damals nicht entgehen. Zu gerne würde ich den großen Meister ja gerne mal selber kennenlernen. Hach ja. Und auch in diesem Buch wurde mein Auge nicht enttäuscht. Wieder gibt es zahlreiche Zeichnungen, kurioser könnten Sie gar nicht sein, und dazu Erklärungen. So wird in seinen ca 50 Seiten langen Brief an Hachmed, das Hamoulimepp, in all seinen Merkwürdigkeiten, erzählt. Bunter, fantastischer, Kurios, halt zamonisch. Es ist keine Geschichte in dem Sinne und da komme ich zu dem großen ABER. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich ein bisschen mehr erwartet. 15€ für 100 Seiten, davon 50 Seiten Bilder und Beschreibungen. Puhhhh weiß ich grade nicht wie ich das bewerten soll. Im Anschluss gibt es eine Leseprobe, YIIIIHAAAAA, zu „Der Bücherdrache“, das im Frühjahr 2019 erscheinen soll. Es verspricht wieder zamonisch zu werden. Alles in allem gebe ich trotz der Kürze des Buches, 4/5 Lindwürmer 😉 Und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen mit Walter Moers und Hildegunst von Mythenmetz ❤️

Hamouli Hamouli Mepp Mepp Mepp

Von: Noeffis Buecherkiste Datum: 24. November 2018

Hamouli, Hamouli, Mepp Mepp Mepp! Hamouli, Hamouli, Mepp Mepp Mepp! Jawoll, die Weihnachtszeit naht und auch in Zamonien geht es rund! Auf der Lindwurmfeste, die Heimat des berühmten Schriftstellers Hildegunst von Mythenmetz, wird das jährliche Ritual "Hamoulimepp" abgehalten. In Briefform an Hachmed der Kibitzer, erzählt Hildegunst von dem in seinen Augen bizarrem Fest und dessen Begleiterscheinungen! Ich liebe Walter Moe... äh von Mythenmetz´Schreibstil sehr. Die Stadt der Träumenden Bücher und das Labyrinth der Träumenden Bücher habe ich ebenfalls schon verschlungen. Dieses hamoulimeppe Buch musste ich daher unbedingt haben! Es ist grafisch von innen und außen total hochwertig und liebevoll gestaltet! Das macht wirklich super was her! Zudem lernt mal eine neue Seite der zamonischen Kultur kennen. Man kann sich meiner Meinung aber nur hinein finden, wenn man die vorigen Bücher bereits gelesen hat. Als Zamonien-Neuling sollte man sich nicht zuviel davon versprechen. Ein wirklich gelungener weihnachtlicher Spin-Off!

Weihnachten oder Hamoulimepp?

Von: Franziska_J Datum: 23. November 2018

„Bist du bereit für ein schockierendes Geständnis? Für die Bankrotterklärung der gesamten so hoch geschätzten Lindwurmkultur? Und wenn du schon sitzt, dann setz dich lieber zur Sicherheit noch mal hin! Ich werde kein Blatt vor den Mund nehmen.“ In Walter Moers neustem Meisterwerk rechnet Hildegunst von Mythenmetz, erfolgreichster Schriftsteller ganz Zamoniens, in einem Brief an seinen geschätzten Freund Hachmed Ben Kibitzer ab mit dem legendären Lindwurmfest ‚Hamoulimepp‘, das doch verdächtig an unser Weihnachtsfest erinnert. Die Parallelen reichen von Geschenken, Weihnachtsbäumen und Wichteln bis hin zum üppigen, drei Tage dauernden Festmahl, das auch bei Lindwürmern zu einem besorgten Blick auf die Waage führt. Hamoulimeppwurmzwerge, Schuppenpuppen, Pflansekten, Lindwurmfesteschneckengedichte und viele andere zamonische Kuriositäten. Mit Weihnachten auf der Lindwurmfeste hält man einen echten Moers in den Händen. Dem zamonienkundigen Leser dürften die Figuren Hildegunst und Hachmed bereits bekannt sein und wer sie nicht kennt, dem werden sie zu Beginn noch einmal vorgestellt. Man lernt in diesem Buch aber nicht nur den alten Brauch des Hamoulimeppfestes und seine mythen- und sagenumwobene Geschichte kennen sondern erfährt ebenso etwas über Lebensgewohnheiten und Kulturbetrieb der Lindwürmer, die uns Menschen vielleicht viel näher stehen, als wir es bisher ahnten. Das Buch ist daher aber auch keine Erzählung im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine Art anthropologische Studie über Lindwürmer. „Es war, als hätte man mir meine ganze Kindheit unter den Füßen weggezogen- und darunter befand sich der tückische Treibsand des Erwachsenenlebens mit allen Zukunftsängsten darin. Ich habe mich bis heute nicht wirklich davon erholt.“ Besonders berührend berichtet Mythenmetz, wie ihm im zarten Alter von 29 Jahren (für Lindwurmverhältnisse Kleinkindalter) die Illusion vom Hamouli (dem Weihnachtsmann für Lindwürmer) geraubt wurde und wie nachhaltig sein Vertrauen in das Leben davon erschüttert wurde. Herrlich ironisch prangert er außerdem die extreme Konsumgier dieses Festes an und aufgrund der breiten Analogie zu unserem Weihnachtsfest kommt man glatt ins Grübeln, ob die vielen Geschenke und das Übermaß an Dekoration, die nach dem Fest entweder auf dem Müll landet oder bis zum nächsten Jahr in Kisten auf dem Dachboden verstaubt, wirklich nötig sind. Das Buch wird damit auch zu einer in Fantasie gehüllten Gesellschaftskritik. Wie immer ist das Buch ein echter Blickfang. Die Illustratorin Lydia Rode, die bereits in Prinzessin Insomnia und der alptraumhafte Nachtmahr für Farbe gesorgt hat, hat auch dieses Mal wieder wunderbare Arbeit geleistet und sorgt mit den bebilderten Taxonomischen Tafeln für Anschaulichkeit in der uns so fremden Kultur der Lindwürmer. Weihnachten auf der Lindwurmfeste – ein Muss für alle Zamonien- Fans und alle, die es noch werden wollen…

Das Orm schwächelt

Von: vanessa.liest Datum: 21. November 2018

Zu allererst einmal - Ich bin der allergrößte Moers-Fan. Ich habe seine Bücher regelmäßig verschlungen, die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär ist eines meiner Lieblingsbücher of all time und ich bin immer wieder begeistert ob der schier unendlichen Fantasie dieses Mannes. Seine Zamonien-Romane sind mit das beste was der deutsche Literaturmarkt jemals hervorgebracht hat. Punkt. Mit der Einleitung hab ich ja jetzt schon ein dickes fetter ABER provoziert und hier kommt es nun auch: Aber! Aber, Weihnachten auf der Lindwurmfeste war jetzt nicht unbedingt ein Glanzstück lieber Herr Moers. Leider nein, leider gar nicht. Zu allererst muss man sagen - Weihnachten auf der Lindwurmfeste ist ja nicht einmal ein Roman, oder bessergesagt und angesicht des eher übersichtlichen Volumens, auch keine Novelle. Es gibt keine Handlung, man sucht vergebens nach Spannung, oder nach liebenswerten und verrückten Charakteren (wenn man hier mal vom Meister selbst, Hildegunst von Mythenmetz, absieht), sprich vieles was einen Moers-Roman besonders macht ist hier einfach nicht gegeben.Es handelt sich hier um einen Brief von Mythenmetz den er an seinen Freund den Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer schreibt und in dem er die Gebräuche des Festes Hamoulimepp, welches bei ihm zu Hause auf der Lindwurmfeste gefeiert wird schildert. Hamoulimepp nun, ist ein Fest welches Weihnachten zum verwechseln ähnlich sieht und von Mythenmetz stark verachtet wird, dementsprechend objektiv ist auch seine Schilderung. Hier und da hat der großartige Moers-Witz aufgeblitzt und ich habe mir hin und wieder ein Lächeln nicht verkneifen können, aber am Schluss sitzt man halt doch da und denkt "Ok hm. Das wars jetzt? Wirklich? Da bin ich aber besseres gewohnt von dir Herr Moers. Wo ist dein Orm?"Wer mit dem (großartigen) Werk Ensel und Krete vertraut ist, dem sind die Mythenmetzschen Abschweifungen bekannt. Weihnachten auf der Lindwurmfeste ist genau das. Eine Abschweifung. Allerdings ohne großartigen Text von dem abgeschweift werden könnte. Ein bisschen traurig. Illustriert ist Weihnachten auf der Lindwurmfeste genau wie sein Vorgänger Prinzessin Insomnia auch wieder von Lydia Rode. Sie hat hier ohne Zweifel wieder eine bemerkenswert gute Arbeit angeliefert, das Buch ist wunderschön illustriert, allerdings wenn ich ganz ehrlich bin haben mir die Illustrationen von Moers in seinen anderen Werken immer besser gefallen.

Frohes Hamoulimepp

Von: U. Pflanz Datum: 08. December 2018

Zuerst einmal muss ich sagen, dass man dran denken muss, dass dies hier kein Roman ist, sondern ein Brief von Hildegunst von Mythenmetz an seinen Freund den Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer. Darin geht es um das Fest der Lindwürmer, nämlich Hamoulimepp. Von diesem Fest ist Mythenmetz nicht wirklich begeistert. Man erfährt einiges über dieses Ereignis, welches sehr mit unserem Weihnachten ähnelt. Hampuli ist bei uns der Weihnachtsmann, sowie Mepp unser Knecht Ruprecht ist. Ich fand es einfach mal schön zwischendurch etwas über die Gepflogenheiten und Traditionen aus der Fantasiewelt von Walter Moers zu erfahren. Und wie man es schön aus seiner besonderen Welt kennt, ist auch dieser Brief wieder bis ins Detail liebevoll durchdacht. Der Sprecher Andreas Fröhlich klingt sehr angenehm und hat eine Gabe diesen Brief mit verschiedenen Stimmlagen sehr lebendig zu halten. Auch bei dem Hörbuch ist eine tolle Illustration beigelegt, damit man sich alles auch sehr gut vorstellen kann. Von mir gibt es eine Hör- oder Leseempfehlung und 5 von 5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Zamonische Weihnachten!

Von: Meggie Datum: 05. December 2018

Hildegunst von Mythenmetz, der wohl bekannteste Lindwurm Zamoniens und ein begnadeter Lyriker, führt einen regen Schriftverkehr mit dem Eydeeten Hachmed ben Kibitzer. Bei der Sichtung des Briefverkehrs durch Walter Moers stößt dieser auf einen Brief, in dem Hildegunst ein Fest beschreibt, dass unserem Weihnachten sehr ähnlich ist. Hamoulimepp nennt es sich und wird an den letzten drei Tagen des Jahres gefeiert. Die Ähnlichkeit zu unserem Weihnachtsfest ist enorm. Hildegunst berichtet von Bräuchen, Liedern und Gerichten. Nach "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr" und vor dem im Januar 2019 erscheinenden Buch "Der Bücherdrache" gibt es einen kleinen Appetithappen für Zwischendurch. Walter Moers erzählt von dem auf der Lindwurmfeste stattfindenden Fest namens Hamoulimepp, welches große Ähnlichkeit mit unserem Weihnachten hat. Dabei erzählt Hildegunst von Mythenmetz in einem Brief seinem Freund Hachmed ben Kibitzer von dem Fest, wobei er auf sämtliche Gegebenheiten eingeht. Den Brauch, das Essen, die Traditionen und vor allem seine Abneigung gegen das Fest. Gelesen wird das Hörbuch von Andreas Fröhlich, der mit seiner "Stimmen"Vielfalt der ganzen Geschichte nochmals etwas Besonderes verleiht. So meint man, der Brief, den Hildegunst an seinen Freund Hachmed geschrieben hat, würde direkt von Hildegunst vorgelesen. Auch wenn es viele Stimmen gegen diese Geschichte gibt, bin ich begeistert, mit welchen liebevollen Details der Autor an die Geschichte herangegangen ist. Abgerundet wird die Geschichte mit Zeichnungen der Illustratorin Lydia Rhode, die auch schon bei "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr" mit von der Partie war. Nach dem Brief von Hildegunst von Mythenmetz erwarten einem mehrere "Taxonomische Tafeln", auf denen wir einen näheren Blick auf verschiedene Dinge erhalten. So werden die Rostigen Gnome vorgestellt, die verschiedenen Haustüren auf der Lindwurmfeste oder die Schätze, die sich in deren Inneren befinden. Anschließend erwartet einem noch eine Leseprobe über acht Seiten von dem im Januar erscheinenden neuen Buch "Der Bücherdrache". "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" fand ich persönlich sehr interessant, denn es ist in meinem Augen eine schöne Ergänzung zu den ganzen Zamonien-Romanen. Man darf keinen Roman erwarten, es ist eben eine Abschweifung, ein Auszug aus dem Briefwechsel zwischen Hildegunst und Hachmed. Eine wunderbare kleiner Einblick in einen Brauch der Lindwurmfeste. Fazit: Weihnachten wird zamonisch.