Walter Moers

Weihnachten auf der Lindwurmfeste

Weihnachten auf der Lindwurmfeste

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Als Walter Moers den Briefwechsel zwischen Hildegunst von Mythenmetz und dem Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer sichtete, stieß er auf einen Brief, in dem der zamonische Autor ein Fest schildert, das Moers frappierend an unser Weihnachtsfest erinnert hat. Die Lindwürmer Zamoniens begehen es alljährlich und nennen es »Hamoulimepp«. Während dieser drei Feiertage steht die Lindwurmfeste ganz im Zeichen der beiden Figuren »Hamouli« und »Mepp«, die unserem Weihnachtsmann und dem Knecht Ruprecht verblüffend ähneln. Außerdem gehören zur Tradition Hamoulimeppwürmer, Hamoulimeppwurmzwerge, ungesundes Essen, ein Bücher-Räumaus, ein feuerloses Feuerwerk und vieles andere mehr. Laut Moers, kein Freund der Weihnachtsfeierei, gibt dieser Brief von Mythenmetz einen profunden Einblick in die Gebräuche einer beliebten zamonischen Daseinsform, der Lindwürmer. Nie war Weihnachten so zamonisch.

Was kann es schöneres geben, als Weihnachten mit Hildegunst von Mythenmetz auf der Lindwurmfeste zu verbringen …

Von: Birgit Pirker Datum: 21. February 2019

In diesem Buch finden wir einen Briefwechsel zwischen dem zamonischen Literaturgiganten Hildegunst von Mythenmetz mit dem Privatgelehrten und Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, in dem der Lindwurm seinem Freund den Brauchtum und die Traditionen des „Hamoulimepp“ näher erklärt. Er spricht über die zweifelhafte Herkunft des Hamouli und des Mepp, über verschiedenste Rituale und Gewohnheiten bis hin zu den wenigen positiven Aspekten, die Hildegunst dieser dreitägigen Feierlichkeit abgewinnen kann. Darüber hinaus erfährt man auch viele spannende Informationen über das Leben auf der Lindwurmfeste, welche Vegetation vorherrscht und inwiefern die rostigen Gnome Ähnlichkeiten mit den Hamoulimeppwurmzwergen aufweisen. Wenn man näher auf die Schreibweise in diesem Buch eingeht, lesen wir hier eine besser strukturierte Mythenmetz’sche Abschweifung, deren plaudernder Tonfall wieder die unverwechselbare Handschrift und literarischen Eigenheiten der Lindwürmer trägt. Mythenmetz‘ Hass und Verachtung gleiten sehr schnell ins Komische ab und das von ihm erzeugte Drama ist ein perfektes Stilmittel, um seine Abneigung gegen (fast) alles, was Hamoulimepp ausmacht zu verdeutlichen. Wie immer brilliert Walter Moers nicht nur durch seine gekonnte Übersetzung aus dem Zamonischen, auch die Gestaltung ist wieder mal ein Traum: Der Brief ist in der Optik eines Pergamentbriefes auf schwarzem Grund abgebildet, mit einigen wenigen Fußnoten (die Anmerkungen des Übersetzers enthalten), sowie Bildtafeln, die das von Hildegunst Beschriebene illustrieren und ein Bild zu den Beschreibungen liefern. Dieser Briefwechsel ist etwas für jeden, der mit einem Augenzwinkern auf Weihnachten schauen möchte und sich genug für fremde Kulturen interessiert, um auch zamonische Bräuche kennenlernen zu wollen!

Von der doppelten Granitglocke bei der Freilichtmusiktheaterinszenierung.

Von: Eva Fl. Datum: 20. February 2019

Dieses Buch umfasst einen Brief von Hildegund von Mythenmetz an den Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, in dem sich Hildegund über ein zamonisches Fest auslässt, nämlich das Hamoulimepp. Dieser Brief vom zamonischen Großschriftsteller Hildegund von Mythenmetz sichtete Walter Moers, als der diesen Briefwechsel sichtete und stellte dabei fest, dass die Lindwürmer hier ein Fest begehen, das ähnlich unserem Weihnachtsfest ist und abläuft. Bislang habe ich ja noch kein Buch von Walter Moers gelesen, lediglich die verfilmten Geschichten vom Käpt’n Blaubär sind mir natürlich ein Begriff. Umso gespannter war ich auf dieses Buch, das schon optisch wunderbar daher kommt – es wirkt unheimlich wertig und ist optisch wirklich schön gemacht. Auch unter dem Schutzumschlag geht es bunt bebildert weiter, ein praktisches Lesebändchen dient als Lesezeichen. Vielleicht sollte man sich gleich vorm Lesen bewusst sein, dass dies absolut kein alltägliches Buch ist. (Wobei, was ist schon alltäglich?) Es ist eine geniale und sehr phantasievolle Erzählung über Zamonien und den dortigen Brauch des Hamoulimepp. Diesen Brauch schildert Hildegund von Mythenmetz in sämtlichen Facetten und Farben, was auch dank den vorn im Buch vorgestellten vorkommenden Protagonisten sowie den hinten im Buch angebrachten taxonomischen Tafeln zusätzlich anzusehen ist. Hier findet man die beschriebenen Dinge (von der Inkarnation von Hamoulimepp über die Felsengeiereier bis hin zu den Musikinstrumenten der Lindwürmer) in gezeichneter Form vor – so wunderbar, dass man sich daran fast nicht satt sehen kann. Die Illustrationen von Lydia Rode finde ich sehr gelungen. Es macht einfach Spaß, diese anzusehen und hier soviel zu entdecken, was das geschriebene Wort zusätzlich beschreibt. Ich habe mich dabei sehr amüsiert. Die Geschichte rund um diesen Weihnachts-ähnlichen Brauch hat mir sehr gut gefallen, ist sie doch sehr gut überlegt und ausgeführt. Es ist interessant, welche Parallele es hier gibt. Natürlich ist es hier vom Schreibstil keine einfache Literatur, sondern wirklich durchdacht, aber sie ist gut verständlich, finde ich. Für mich war das lesenswerte Unterhaltung, die ich sehr genossen habe. Inhaltlich gut verständlich, da ja alles genau erklärt wird. Ich kann dieses tolle Buch wirklich nur empfehlen, es hat unheimlich Spaß gemacht die Geschichte zu lesen und die Bilder anzusehen, wirklich eine phantasievolle, amüsante und unterhaltsame Erzählung. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen dafür.

Humorvoll

Von: lena kaspers Datum: 16. February 2019

Walter Moers hat einen sehr eigenartigen Schreibstil den man mögen muss aber wenn man das tut dann bekommt man eine Humorvolle Erklärung an Weihnachten mit Kritischen Aspekten wirklich sehr gut gelungen. Wirklich Humorvolle Erklärung über Weihnachten.

Angelesen: Weihnachten auf der Lindwurmfeste von Walter Moers

Von: Timo's Blog Datum: 15. February 2019

Weihnachten auf der Lindwurmfeste ist ein Briefroman, der auf dem fiktiven Kontinent Zamonien angesiedelt ist. Der Roman besteht aus dem Briefverkehr zwischen Hildegunst von Mythenmetz und Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer über das dem unseren Weihnachtsfest ähnelnde Hamoulimepp. Eine Geschichte über Hamoulimepp – oder doch über Weihnachten? Das Brauchtum dauert drei Tage und wird jährlich von den Charakteren des Lindwurm begannen. Die Namen gebenden Figuren Hamoulie und Mepp sind unserem Weihnachtsmann und dem Knecht Rupprecht verblüffend ähnlich. Der Schöpfer des Käpt’n Blaubär Walter Moers wurde als Schöpfer vieler erfolgreicher Welten und Charaktere bekannt. So schuf er unter anderem die Comicwelten um ‚Adolf, die Nazisau‘, ‚Das kleine Arschloch‘ und Käpt’n Blaubär. Seit fast 20 Jahren schreibt er fantastische Romane, welche auf dem gleichen Kontinent spielen. Zu seinen Bestsellern aus der Welt Zamoniens zählen ‚Die Stadt der träumenden Bücher‘, ‚Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär‘ sowie als Letztes ‚Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr‘. Kurzbiographie von Walter Moers Der aus Mönchengladbach stammende Moers ist nicht nur Schriftsteller, sondern auch Comic-Zeichner und Illustrator. Zu Walter Moers‘ Markenzeichen zählt neben seinen satirischen Comics und seinen zahlreichen Zamonien-Romanen unter anderem seine öffentlichkeitsscheue Art, denn er gibt selten Interviews und lässt sich ebenfalls kaum fotografisch ablichten. Nach seiner kaufmännischen Ausbildung schlug sich Moers mit Gelegenheitsjobs durch und brachte sich selbst mit großem Erfolg das Zeichnen bei. 1988 erschien seine erste Geschichte um Käpt’n Blaubär und Hein Blöd, welche große Beliebtheit genoß und in Fernsehen, Musicals und Kinderbüchern verbreitet wurde. Seine erste Publikation als Comic-Zeichner war bereits im Jahr 1984. Seine zunächst cartoonartigen, ironischen Comics, die sich durch eine bewusste Verletzung der Political Correctnes auszeichnen, brachten ihm große Bekanntheit und Veröffentlichungen zum Beispiel in der Titanic. Moers‘ Stil ist insgesamt sehr vom Grotesken geprägt und beinhaltet viele Wortspiele, Anspielungen und Anagramme, die insbesondere in den Zamonien-Romanen deutlich werden und seine große Leidenschaft für Literatur, Sprache und Geschichte zeigen. Zwischengeschobene Werke sind meist nicht so prickelnd Vorne weg gestehe ich, dass ich alle Werke um den fiktiven Kontinent Zamonien besitze. Die Bücher nehmen eine ganze Regalreihe ein. Ich würde mich durchaus als Fan der Werke von Walter Moers bezeichnen. Um so verwunderter war ich über dieses „Buch“. Soweit noch die vorsichtige Formulierung. Ich habe lange gebraucht um das dünne Buch zu Ende zu lesen und mich zu überwinden doch noch eine Kritik zu schreiben. Für eingefleischte Zamonienfans werde ich heute wohl die Rolle des Laptantidel Latuda übernehmen müssen. Nach Band zwei der Buchhaim-Trilogie „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ sorgte Walter Moers mit einem Cliffhanger am Ende des Buches für einen Aufschrei unter den Fans. Das Warten auf die Fortsetzung der Abenteuer des Lindwurms und Dichterfürsten Hildegunst von Mythenmetz dauert nun schon seit 2011 an. Immer wieder wurden neue Veröffentlichungstermine benannt, die nicht gehalten werden konnten. Es erinnert mich fatal an die Eröffnungstermine beim Flughafen Berlin/ Brandenburg. Das lange erwarte Buch von Walter Moers erscheint am 8. Oktober 2024 mit dem Titel „Das Schloss der Träumenden Bücher“. Ich bin gespannt, ob es dann auch wirklich klappt. Während dessen… Walter Moers: Weihnachten auf der Lindwurmfeste oder: Warum ich Hamoulimepp hasse Mit Illustrationen von Walter Moers, Lydia Rode In der Zwischenzeit müssen wir uns mit „Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr“ und „Der Bücherdrache“ und eben „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ begnügen. Wie schon die vorherigen Bände und Geschichten, ist auch dieses „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ wieder wunderschön und hochwertig gestaltet und wie „Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr“ von Lydia Rode detailreich illustriert worden. Allerdings besteht lediglich die Hälfte der wenigen 112 Seiten aus dem lange ersehnten Text und die andere aus Illustrationen und einer Leseprobe zu Moers neuem Buch. Die Geschichte, die jedoch präsentiert wird, ist lesenswert, aber weder besonders spannend noch mit der vom Autor gewohnten Raffinesse geschrieben. Im Kern wird unser Weihnachtsfest durch mehr oder weniger gelungenem sarkastischen Humor auf die Schippe genommen. Das doch recht abrupten Schlusswort des Briefes hat mich erleichtert aufstöhnen lassen, dass die Qual nun endlich ein Ende hat. Leider durchgefallen „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist in meinen Augen leider genau das, was dem Buch von Kritikern vorgeworfen wird: ein mehr oder weniger geschickter Marketingversuch um die zum Teil verprellten Fans pünktlich zum vergangenen Weihnachtsgeschäft aus der Reserve zu locken. Mein Fazit: Gestaltung wie immer wunderschön, inhaltlich komplett durchgefallen, mehr Marketing als Buch und daher nur geeigenet die eigene Moers Sammlung vollständig zu halten.

Ein Antiweihnachtsbuch? Mythenmetz räumt auf mit zamonischen Bräuchen

Von: Jennifer (Lesen in Leipzig] Datum: 17. January 2019

Wie feiert man eigentlich Weihnachten in Zamonien? Gar nicht natürlich, auch wenn alle Bewohner Zamoniens so ihre eigenen Bräuche pflegen. Auf der Lindwurmfeste feiert man beispielsweise Hamoulimepp und viele der in diesem Zuge zelebrierten Bräuche erinnern doch sehr an unser irdisches Weihnachtsfest. Hildegunst von Mythenmetz ist allerdings kein Freund der wirren Sitten und klagt in einem Brief an seinen engen Freund Hachmed Ben Kibitzer sein Leid. Bei "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" handelt es sich nicht um einen klassischen Briefroman, sondern um einen einzelnen langen Brief von Mythenmetz an Ben Kibitzer. Der Übersetzer Moers beschreibt jedoch in seinem Vorwort, das Mythenmetz in verschiedenen Briefen von den Hamoulimepp-Bräuchen berichtet und es gibt mitunter Sprünge in der Form, gut möglich also, dass hier verschiedene Briefe zu einem zusammengebastelt wurden. Der Brief liest sich in einem guten Rutsch durch und offenbart vielfach alte Aberglauben, der sich von Hamoulimepp auf das christliche Weihnachtsfest übertragen lässt. Aber auch abseits des Themas erhält man als zamonienbegeisterter Fan einen tieferen Einblick in Kultur und Lebensweise der Lindwürmer. Fazit: Interessanter Einblick in die lindwurm'sche Kultur in gewohnt sprachverliebtem Stile Moers! Durch die Briefform sehr kurzweilig und dennoch dichtgedrängt an Informationen über Zamoniens Bräuche.

Etwas für Sammler

Von: Sallys Books Datum: 15. January 2019

Cover: Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Man sieht die schillernde Lindwurmfeste mit einem Sternenhimmel im Hintergrund. Durch die geriffelte Aufmachung des Umschlages kommt das Buch sehr hochwertig rüber. Inhalt: Im Buch finden wir erstmal nur farbige Seiten. Ich finde es grandios, was aber ein problem darstellt: Das Buch stinkt wirklich schrecklich. Ich musste es trotz des kleinen Umfangs des öfteren weg legen, da ich Kopfschmerzen davon bekommen habe. Der Text im Buch ist eher mau, es geht um einen Brief den Hildegunst an seinen alten Freund Hachmet schreibt. In diesem schildert er das Fest Hamoulimepp, das unserem Weihnachten sehr ähnlich ist. Der Text an sich ist wieder sehr schön gemacht, Walter Moers hat es meiner Meinung einfach drauf. Selbst wenn es einfach nur ein kleiner Brief ist, kann er mich damit fesseln. Die Illustrationen im Buch, die 100% aller Seiten annehmen sind wieder von Lydia Rode. Ihren Zeichenstil mag ich sehr gerne und habe ich darüber gefreut. Das Buch hat neben dem Brief noch mindestens ein drittel an Zeichnungen von verschiedenen Dingen auf die Hildegunst in seinem Brief eingeht. Ob man das jetzt braucht oder nicht sei dahingestellt. Ich als Fan habe das Buch sehr gerne in meiner Sammlung. Fazit: Eher etwas für Sammler und Fans von Walter Moers. Neueinsteigern von diesem Autoren kann ich es eher abraten, da es sich nicht um einen Roman handelt. Mir gefällt das Buch jedoch sehr.

Ein Fest mit Folgen…

Von: Solara300 Blogger bei Bücher aus dem Feenbrunnen Datum: 11. January 2019

Kurzbeschreibung Ein interessanter Brief über eine Tradition, die sich seit Generationen von Lindwürmer festsetzte und die einen an unsere Weihnachtstage erinnern. Walter Moers stieß auf einen sehr interessanten Briefwechsel zwischen Hildegunst von Mythenmetz und denn Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer. Darin beschreibt Hilgedunst von Mythenmetz die alljährliche Tradition, zu den letzten 3 Tagen im Jahr, deren die Lindwürmer mit Aufregung und einem Maß an Hyperaktivität begegnen: Das Hamoulimepp. Aus dem Briefwechsel geht hervor, dass das Hamouli und der Mepp Geschenke bringen zu denen die brav waren und auch auf ihre Dichtpaten gehört haben und zu denen die nicht brav waren, ja da kommt dann der Mepp. Vielleicht denkt ihr jetzt es ist Interessant und für Hildegunst von Mythenmetzt ein Fest, das ihm sein Dichtpate mit 29 jungen Jahren, in denen er fast selbst noch ein Kleinkind war erklärte, dass es ein Fest der falschen Vorspiegelungen ist. Aber dazu, ihr Lieben, mehr in diesem außergewöhnlichen Brief. (zwinker) Cover Das Cover ist klasse und passt mit der Schrift sehr gut zum Inhalt und zum Titel. Die Schneeflocken, die auf die Lindwurmfeste schneien, und dazu die Frage was Weihnachten auf der Lindurmfeste zu suchen hat. Dazu die wundervollen Illustrationen von Walter Moers und Lydia Rode. Schreibstil Der Autor Walter Moers hat hier wieder eine wundervolle Geschichte aus Zamonien, in Form eines sehr interessanten Briefes von Hildegunst von Mythenemetz herausgebracht, die mich mehr als einmal schmunzeln ließ. Denn für den Protagnisten war das Hamoulimepp nicht mehr dasselbe, nachdem er mit 29 Jahren die Wahrheit erfahren hatte. Einfach nur klasse und ich liebe den Schreibstil, die Ironie und das gesamte Setting das der Autor hier erschaffen hat. Meinung Ein Fest mit Folgen… Nun, wenn man denn so will. Denn für Hildegunst von Mythenmetz ist dieses Fest ein Schrecken, dem er sich nur zu gern entzieht, vor allem da er jetzt weiß, dass alles was man ihm über das Fest bis zu seinem 29 Lebensjahr erzählt hat, gelogen war. Erst sein Dichtpate eröffnet ihm die grausige Realität dass das Hamouli und der Mepp nicht echt sind und somit nur als Geschichtsvorlage dienen und dass die Geschenke auch woanders herkommen. Da fragt sich natürlich nicht nur Hildegunst, wie der geneigt Leser, in dem Fall ich, warum die Lindwürmer das machen, und ich denke aus demselben Grund wie wir, um im gemütlichen Miteinander ein Fest zu feiern und die besinnlichen Stunden zusammen zu genießen. Nun ja, theoretisch denkt ihr ein schönes Fest, aber praktisch ist es manches Mal stressig und stressiger. Ja, so ergeht es auch den Lindwürmern und da ist alles gegeben wie bei uns. Nur bei denen ist es zum Beispiel so, dass die Hamoulimeppbäume anders heißen und das Essen unter Garantie nicht nur anders heißt, sondern auch anders schmeckt, wobei den Geschmackstest, ihr lieben Leser, werde ich hier nicht machen. (zwinker) Fazit Eine tolle Geschichte die hier wunderbar in Form eines Briefes umgesetzt wurde. Ein Fest zum Staunen. 5 von 5 Sternen

Mehr Marketing als Buch

Von: MissTalchen Datum: 07. January 2019

Wie schon Prinzessin Insomnia, ist auch dieses Buch wieder wunderschön und hochwertig aufgemacht und von Lydia Rode illustriert worden. Allerdings sollte man beachten, dass lediglich die Hälfte der ohnehin wenigen 112 Seiten aus dem versprochenen Text und die andere aus Illsutrationen und einer Leseprobe zu Moers' neuem Buch besteht. Was der Leser an Geschichte jedoch präsentiert bekommt, ist durchaus lesenswert. Der Autor nimmt unser Weihnachtsfest durch mehr oder weniger offensichtliche Parallelen und seinem ganz eigenen, sarkastischen Humor gekonnt auf die Schippe. Das Buch bietet dadurch herrlich viele Anlässe zum Lachen, die mit dem doch recht abrupten Schlusswort des Briefes leider ein zu schnelles Ende finden. Das macht "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" in meinen Augen leider zu genau dem, was im Buch unter anderem angeprangert wird: ein geschickter Maketingtrick pünktlich zum Weihnachtsgeschäft. Aus diesem Grund ist es meiner Meinung nach nur etwas für wirklich eingefleischte Fans des Autors. Mein Fazit: Wunderschön, herrlich witzig, aber angesichts des Aufbaus mehr Marketing als Buch und daher nur etwas für echte Fans.

Unterhaltsam aber sehr dünn...

Von: Fhina Datum: 05. January 2019

Mit gerade mal 112 Seiten ist das Buch wirklich sehr dünn, zumal 41 Seiten sogenannte “Taxomonische Tafeln” umfassen, welche eine Art Lexikon sind. Wie der Klappentext bereits verrät ist das Buch ein Brief in welchem Hildegunst von Mytenherz all seinen Frust gegen das Hamoulimepp herauslässt und alles aufzählt was er dumm, unnötig oder nervig findet. Es ist wirklich schnell gelesen, aber dennoch durchaus unterhaltsam und witzig zu lesen, vor allem wenn man die ganzen Zeichnungen mit einbringt. Ob man das Buch wirklich als Geschichte ansehen kann muss jeder für sich selbst entscheiden. Bei nicht mal 100 Seiten fiel mir das allerdings schwer. Natürlich ist das Buch schön illustriert und aufgemacht, auch wenn man den Schutzumschlag abnimmt. Fazit: Unterhaltsam, aber das Buch ist mit Sicherheit etwas für Sammler und Liebhaber Walter Moers. Ich bezweifle, dass ich es mir selbst gekauft hätte…

Es weihnachtet auf der Lindwurmfeste ..

Von: alwaysbelieveinbooks Datum: 05. January 2019

Unser allbekannter Hildegunst von Mythenmetz, erfolgreichster Schriftsteller von ganz Zamonien und prominentester Bewohner der Lindwurmfeste, befindet sich gerade zur Kur auf der zamonischen Halbinsel Eydernorm. Er schreibt seinem Freund Hachmed Ben Kibitzer einen Brief, in dem er von dem für die Lindwürmer wohl schönsten Fest berichtet. Dem Hamoulimepp. Hildegunst allerdings hasst dieses Fest, dies ist seine Abrechnung. Meine Meinung: Bei dem Buch handelt es sich um den Brief, den Hildegunst an seinen Freund schreibt. Er berichtet von den verschiedenen Traditionen und man merkt auch ohne das Vorworts des Autors, dass das Hamoulimepp Fest der Lindwürmer, das Weihnachten für uns ist. In den verschiedenen Kapitel wird immer wieder auf die Tafeln verwiesen, die sich im hinteren Teil des Buches zu finden sind. Dort befinden sich Illustrationen passend zum Kapitel. Ich hätte mir gewünscht, dass diese immer zwischendrin auftauchen würden, aber da es ein Brief ist geht das wahrscheinlich eher nicht. Hildegunst übt Kritik am Hamoulimepp Fest und wir können uns denken, dass Moers mit dem Weihnachtsfest abrechnet, bzw. damit was der Komerz daraus gemacht hat. Das Buch mag einem aufzeigen und zum nachdenken anregen, was zu Weihnachten wirklich wichtig ist. 4/5 Sterne

Ein zamonisches Weihnachtsfest

Von: Janinesbookishworld Datum: 03. January 2019

Meine Meinung: Gerade zu Weihnachten möchte der ein- oder andere Leser endlich mal eine typische Weihnachtsgeschichte in den Händen halten und sich so auf die Festtage einstimmen. Somit war ich ziemlich happy, dies dieses Jahr mit einem Zamonien-Weihnachtsbuch tun zu können. Das Buch besteht im Grunde nur aus einem knapp 50 Seiten langen Brief von Hildegunst von Mythenmetz an seinen Freund Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer und einem kleinen Bilderbuchähnlichen Lexikon. Somit ist das Buch nicht sehr umfangreich und bietet recht wenig Geschichtenpotenzial. Dafür überzeugt das Buch allerdings mit seiner gewohnt bunten Aufmachung, denn die Seiten des oben beschriebenen Briefes sind tatsächlich wie Pergament gestaltet. Außerdem wird das Buch mit vielen kleinen Zeichnungen aufgehübscht. Gekrönt wird das ganze dann mit einem bilderbuchähnlichen Lexikon , welche die Wesen und Gegenstände die in dem Brief beschrieben werden zeigt. Da das Buch den Leser in Briefform unterhält, kann man hier nicht wirklich von einer Geschichte sprechen und somit gibt es keine wirkliche Spannungskurve, sondern eben nur die Beschreibung des zamonischen Weihnachtsfestes. Diese war auf jeden Fall interessant und nach Walter Moers Art skurril. Die Bräuche der Lindwürmer wirkten so witzig, dass ich am liebsten auch einmal an Hamoulimepp teilnehmen würde. Leider wurde das ganze etwas dadurch getrübt, dass Hildgunst von Mythenmetz diesem Fest gegenüber recht negativ eingestellt ist und sich daher in all den Beschreibungen darüber aufregt und ärgert wie langweilig/anstrengend und doof diese Bräuche sind. Selbst wenn das Buch nicht wirklich durch seine "Geschichte" überzeugen konnte, ist das Buch trotzdem wirklich etwas für das Auge und ich denke wirkliche Zamonien-Liebhaber wollen diesen Buch nicht in ihrem Regal missen. Fazit: Für ein kleines Lesevergnügen, bei dem vor allem eine schöne Optik gewünscht ist, kann ich "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" sehr gut empfehlen. Allerdings sollte man sich nicht zu viel erhoffen und ich finde es gibt da schönere Weihnachtsgeschichten, da diese nicht viel festliche Stimmung aufkommen lässt. Ich bewerte das Buch mit 6/10 Punkten!

Für Fans

Von: lebens[leseliebe]lust Datum: 30. December 2018

Inhalt Als Walter Moers den Briefwechsel zwischen Hildegunst von Mythenmetz und dem Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer sichtete, stieß er auf einen Brief, in dem der zamonische Autor ein Fest schildert, das Moers frappierend an unser Weihnachtsfest erinnert hat. Die Lindwürmer Zamoniens begehen es alljährlich und nennen es »Hamoulimepp«. Während dieser drei Feiertage steht die Lindwurmfeste ganz im Zeichen der beiden Figuren »Hamouli« und »Mepp«, die unserem Weihnachtsmann und dem Knecht Ruprecht verblüffend ähneln. Außerdem gehören zur Tradition Hamoulimeppwürmer, Hamoulimeppwurmzwerge, ungesundes Essen, ein Bücher-Räumaus, ein feuerloses Feuerwerk und vieles andere mehr. Laut Moers, kein Freund der Weihnachtsfeierei, gibt dieser Brief von Mythenmetz einen profunden Einblick in die Gebräuche einer beliebten zamonischen Daseinsform, der Lindwürmer. Nie war Weihnachten so zamonisch. Wie hat’s mir gefallen Ich bin großer Fan von „Die Stadt der träumenden Bücher“ und obwohl Band 2 für mich eher ein Reinfall war, warte ich seit Jahren sehnsüchtig auf Band 3. Meine Freude hätte nicht größer sein können, als ich erfuhr, dass es eine weihnachtliche Auskopplung mit vielen Illustrationen geben wird. Trotz der 112 wenigen Seiten, lieh ich das Buch mit viel Vorfreude in der örtlichen Bibliothek aus. Und dann kam die Überraschung, lediglich ca. 70 Seiten enthalten die Weihnachtsgeschichte. Alles weitere sind wunderbare Zeichnungen, die zwar sehr schön anzusehen sind, aber nicht viel aussagen. Und irgendwie kommen sie auch nicht an die Zeichnungen aus „Die Stadt der träumenden Bücher“ heran. Für mich waren sie eher füllendes Beiwerk und ganz ehrlich, ich kam mir als Leser etwas veräppelt vor. 70 Seiten, 15 Euro? Stimmt da das Maß wirklich noch?lindwurmfeste 2 Die Geschichte an sich war leider auch nicht meins. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor unversteckt-versteckte Sozialkritik an der aktuellen Weihnachtsgesellschaft nimmt. Sicherlich zurecht, aber was hat das mit Zamonien zu tun? Nur, weil man die namen ändert und sich kaum ein eigenes Fest ausdenkt, ist es noch lange nicht zamonisch. Irgendwie hab ich mir hier mehr erhofft. Eine eigenständige Geschichte, mehr zamonischen Zauber. Zwar hab ich mich gefreut, wieder etwas von Moers lesen zu können, war aber doch enttäuscht. So war ich nach 30 Minuten mit dem Buch durch. Und für mich war die Leseprobe zu „Der Bücherdrache“ das Beste an dem Buch, sowohl inhaltlich, als auch grafisch. Abschließend kann ich sagen, dass das Buch zwar unterhält, allerdings mehr ein ergänzendes Beiwerk ist und keine eigene Geschichte. Sicher ist es für Hardcore-Fans ein nettes Beiwerk, ich brauche es allerdings nicht im Regal. Gut zu wissen Es handelt sich hierbei um eine Auskopplung zu „Die Stadt der träumenden Bücher“. Bewertung 2,5/5 Wer das Buch ausleihen kann, sollte dies machen. Es ist nett zu lesen, dennoch stimmt meiner Meinung nach bei der sehr kurzen Lektüre das Pries-Leistungs-Verhältnis (auch trotz schöner Grafiken) nicht.

Weihnachten auf der Lindwurmfeste | Rezension

Von: Booksinside Datum: 30. December 2018

Mich konnte „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ in der Weihnachtszeit sehr gut unterhalten und war eine schöne Ergänzung zu den anderen Geschichten aus Zamonien. Bei diesem Buch handelt sich um einen Brief, den Hildegunst von Mythenmetz an seinen Freund Hachmet Ben Kibitzer schreibt und über das alljährliche Fest Hamoulimepp berichtet. Aus diesem Grund hat dieses Buch keine richtige Handlung im klassischen Sinne, sondern unterhält den Leser mit vielen Anekdoten, die an unser Weihnachtsfest erinnern. Hierbei ist klar erkennbar, dass der Protagonist nicht der größte Freund dieses Festes ist. Dies bringt er mit vielen ironischen und sarkastischen Kommentaren zum Ausdruck, die mich ab und zu zum Schmunzeln brachten. Das erste was einem ins Auge springt, ist die wunderschöne Aufmachung und Gestaltung des Buches. So gut wie jede Seite ist bunt illustriert und liebevoll gestaltet. Das Buch ist zu dem in drei verschiedene Abschnitte unterteilt. Im ersten Teil werden die wichtigsten Figuren und Schauplätze kurz vorgestellt. Dies dient eingefleischten Zamonien-Fans als Gedankenstütze und für alle die mit diesem Universum noch nicht in Berührung gekommen sind bekommen so einen Überblick über die grundsätzlichen Zusammenhänge. Der zweite Teil stellt den Hauptteil des Buches und somit den Brief dar. Im dritten und letzten Abschnitt ist eine Art Glossar oder genauer gesagt Taxonomische Tafeln aufgeführt. Diese Tafeln werden bei den Erzählungen des Briefes an den jeweiligen Stellen erwähnt, sodass man zum Gelesenen die passende taxonomische Tafel aufschlagen kann. Diese Aspekte machen das Buch interaktiv und bereiten somit viel Freude beim Lesen. Wie in jedem Werk von Walter Moers kann man sich auch hier auf einen grandiosen Schreibstil freuen. Der Autor beweist mal wieder was für eine unglaubliche Sprachgewalt er besitzt und schafft ein perfektes Gleichgewicht aus Humor und wohlklingender Sprache. Dieser besondere Schreibstil macht den Brief nicht nur amüsant, sondern auch lebhaft. Insgesamt kann ich nur sagen, dass mit diesem Buch eine schöne Ergänzung zu den anderen Zamonien-Romanen geschaffen wurde. Allerdings ist das Buch meiner Meinung nach nicht für jeden geeignet, sondern eher für diejenigen, die bereits mit diesem von Walter Moers erschaffenen Universum vertraut sind, da viele zamonische Aspekte hier nicht in aller Detailtiefe erklärt werden und man durch etwas Vorwissen ein schöneres Leseerlebnis erzielt.

Weihnachten mal anders...

Von: Anna von liveyourlifewithbooks Datum: 28. December 2018

Inhalt Hildegunst von Mythenmetz erzählt in einem langen Brief an seinen Freund Hachmed Ben Kibitzer von einer besonderen Tradition auf der Lindwurmfeste. Bei uns überall als Weihnachten bekannt, begehen die Lindwürmer das sogenannte Hamoulimepp-Fest und was es damit genauer auf sich hat, beschreibt Hildegunst in diesem Brief. Nachdem ich die Graphic Novel zu „Die Stadt der träumenden Bücher“ gelesen habe, bin ich ein kleiner Fan von Hildegunst von Mythenmetz und Zamonien geworden. Als ich gehört habe, dass es ein Weihnachtsbuch aus dieser Welt geben wird, habe ich es direkt angefragt und freundlicherweise vom Verlag zugeschickt bekommen. Herzlichen Dank an dieser Stelle! Ich wusste, dass das Buch nicht dick ist, habe mich aber dennoch sehr darauf gefreut zu lesen, wie die Lindwürmer das Hamoulimepp Fest begehen. Doch anders als erwartet, ist dieser Brief keine Lobeshymne auf Traditionen und Festlichkeiten, die zum sogenannten Hamoulimepp begangen werden. Nein, Hildegunst verachtet das Fest zutiefst und Freunde des Sarkasmus kommen bei diesem Buch nicht zu kurz. Immer wieder gibt es parallelen zu Traditionen von Weihnachten die hier von Walter Moers kritisiert werden. Unter anderem kann man sehr deutlich spüren, was der Autor von beispielweise Christbäumen hält, die gefällt werden, nur um wenige Tage in einem Wohnzimmer zu stehen. Diese Hinweise haben mir gut gefallen, da sie auf schöne Weise verpackt wurden. Trotzdem hat das Buch sonst nicht viel zu bieten. Zwar ist es wundervoll gestaltet, mit vielen bunten Illustrationen, die sich perfekt in die Weihnachtszeit einfügen. Und das, obwohl der Brief kein gutes Haar an dem Fest lässt. Eindeutig ein wahrer Schatz fürs Bücherregal. Doch das wars fast auch schon. Der Brief ist unterhaltsam und kurzweilig aber er bringt einem Zamonien, die Lindwürmer oder Hildegunst nicht näher. Man erfährt nur, wie sehr er das Hamoulimepp Fest verachtet und was ihn alles daran stört und das wars. Letztlich ist das Buch auch eine kleine Mogelpackung, denn der Brief umfasst lediglich 51 Seiten. Der Rest sind 32 Seiten Zeichnungen zum Buch, die zwar schön sind, aber mir nicht viel mehr geben konnten und dann noch eine Leseprobe, die noch fast 10 Seiten einnimmt. Der Preis ist aus diesem Grund dann auch sehr stattlich. Fazit Ich habe viel Spaß mit dem Brief gehabt, denn er liest sich schnell, da er locker und kurzweilig ist. Dennoch finde ich, dass man sich doch gut überlegen muss, ob man sich das Buch anschaffen möchte, da es letztlich nur wenig zu bieten hat. Für Zwischendurch ist es zu empfehlen aber vor allem für große Fans von Walter Moers. Es ist nicht geeignet um einen Einstieg in die Welt Zamoniens zu beginnen, denn man bekommt keinen richtigen Eindruck von der Welt oder Hildegunst.

Skurril und typisch Walter Moers.. Super!

Von: Eli`s Bücherecke Datum: 27. December 2018

Weihnachten in Zarmonien, für jeden Fan von Walter Moers ein klares Muss! Kuriose Bräuche und verrückte Köstlichkeiten, die vom Sinn her unserem Weihnachten gar nicht so fern sind. Hildegunst von Mythenmetz berichtet exklusiv über das Fest der Liebe. Das ganze Buch ist als eine Art Brief an den Leser geschrieben. Walter Moers hat einen sehr eigenen Schreibstil, den man mögen muss und der auch Geschmacksache ist. Viele verrückte Wörter schmückt er in einer einzigartigen Geschichte aus. Auch in diesem Buch finden wir wieder wundervolle Illustrationen, die zum Teil der Autor selbst gemacht hat. Das Buch ist eventuell anders aufgebaut als andere, denn man liest die Geschichte und findet im hinteren Teil des Buches Bilder zu Figuren oder Gegenständen, wo man nicht wirklich ein Bild im Kopf hat. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz gehalten, was der Geschichte aber auch gut tut. Mir persönlich wäre es sehr schwer gefallen, ein dickeres Buch von ihm zu lesen. In dieser Geschichte geht es um das Weihnachtsfest in Zarmonien, was unserem Fest der Liebe gar nicht so unähnlich ist. Ich sag mal so, man muss sich auf den Schreibstil einlassen und auch ein wenig mitdenken. Wer schon die anderen Bücher von Walter Moers kennt, wird dann damit auch sicherlich keine Probleme haben. In diesem Buch erleben wir wirklich komische, aber auch interessante Sachen wie ein "Feuerloses Feuerwerk". Das ganze Buch ist auch in einer Art Briefform gestaltet, also man denkt es wurde wirklich auf Pergament geschrieben. Der Autor schafft es einfach immer wieder mit seinen skurrilen Figuren zu begeistern und auch den Leser zum Lachen zu bringen. Es wird erzählt das die Kinder der Lindwurmfeste ganz schön veräppelt werden was den, bei uns Weihnachtsmann, Hamouli und Mepp angeht. Mal sehen, ob ihr alle Parallelen zwischen unserem Fest und dem Fest in Zarmonien findet.

Der wahre Sinn von Weihnachten

Von: Jill von Letterheart Datum: 27. December 2018

"Hamoulimepp und Weihnachten" Hildegunst von Mythenmetzt hat ja wie bereits erwähnt schon mein Herz erobert. In diesem wunderschön gestalteten Buch befindet sich nun ein Brief, in dem er einem seiner besten Freunde, Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, das Hamoulimepp schildert, das doch sehr an unser Weihnachtsfest erinnert. Trotz kleiner Unterschiede muss man doch immer wieder schmunzeln und kann ganz klar die Parallelen erkennen. Trotz der sehr einseitigen Erzählperspektive liest sich diese Geschichte, oder vielmehr der Brief unglaublich flüssig und unterhaltsam. Zamonien und vor allem auch die Lindwurmfeste selbst ist einfach ein unglaublich spannendes Konstrukt, von dem es immer noch mehr zu erfahren gibt. SO kann ich mir gut vorstellen, dass gerade auch Fans des Autors hier sehr auf ihre Kosten kommen und noch einiges erfahren können – nicht nur von den typischen Gebräuchen, sondern auch von der Entstehung der bereits bekannten Bauten. Versehen mit vielen wunderschönen Illustrationen kommt man hier auf jeden Fall auf seine Kosten, egal, ob als Liebhaber der Geschichten von Walter Moers oder von Weihnachten generell. Lediglich Neueinsteiger werden hier vielleicht zu viele offene Fragen haben, wobei ich mich bei diesem Punkt auch irren kann. "Hildegunst als kleiner Grinch" Es muss erwähnt werden, dass Hildegunst hier keinesfalls von diesen Feiertagen schwärmt, sondern sich viel eher bei Hachmed über die albernen Gepflogenheiten seiner Mitmenschen auslassen möchte. Das Ganze erinnert ein bisschen an den typischen Weihnachtsmuffel, den Grinch. Wobei schnell klar wird, dass sich hier doch jede Menge Zuneigung hinter der rauen Schale verbirgt. Angefangen bei dem Schock, dass es vielleicht gar keinen Weihnachtsmann…pardon – Mepp gibt! Bis hin zu ausgefallenen Geschenkzeremonien und einem übermäßigen Essens- und Alkoholkonsum. Ja, auch mir kommt das ziemlich bekannt vor und sorgt an der einen oder anderen Stelle auch einmal für Missfallen, aber im Großen und Ganzen freut man sich doch immer wieder auf diese Tage und das gemütliche Zusammensein mit seinen Liebsten. FAZIT Nicht nur die Aufmachung von den Büchern von Walter Moers sorgt immer wieder für pure Begeisterung, auch in Weihnachten auf der Lindwurmfeste verbirgt sich eine literarische Liebe mit Blick aufs Detail und einer wunderschönen kleinen Geschichte, die ganz herrlich unterhalten kann. Für jeden Fan eine klare Empfehlung und natürlich auch für die, die es noch werden wollen.

Für Walter Moers Fans ein Muss

Von: Tintenwelten Datum: 26. December 2018

Es handelt sich bei diesem Buch nicht um einen herkömmlichen Roman, sondern um einen Brief, den Hildegunst von Mythenmetz seinem langjährigen Hachmed Ben Kibitzer schreibt. Darin lässt er sich detailliert über das Fest Hamoulimepp aus. Dieses ist vergleichbar mit unserem Weihnachtsfest. Er legt dar, woher diese Tradition kommt und welche Bräuche damit in Verbindung stehen. Diese sind teilweise ganz ähnlich wie unsere, aber auf der anderen Seite völlig unterschiedlich. Hildegunst verabscheut Hamoulimepp, weil es für ihn völlig absurd ist an so etwas zu glauben und auch noch derart zu zelebrieren. Wie für den Protagonisten typisch (man kennt ihn ja vielleicht schon aus "Die Stadt der träumenden Bücher" und "Das Labyrinth der träumenden Bücher") schweift gerne auch mal ab und kommt somit vom sogenannten Hölzchen auf's Stöckchen. Aber das macht eben den besonderen Charme der Walter Moers Bücher aus. Seine Geschichten sind einfach immer komplett anders, verdreht, verrückt, kurios, dabei immer auch humorvoll. Er erschafft neue Welten, Wesen, Wörter. Einfach toll und unterhaltsam. Ebenso wie seinen speziellen Schreibstil, konnte ich auch hier wieder zahlreiche Illustrationen von Lydia Rode bewundern. Einziger Kritikpunkt hier: Ungefähr ein Drittel des Buches umfasst eine Sammlung von taxonomischen Tafeln, die Themen behandeln, welche Mythenmetz in seinem Brief erwähnt hat. Einerseits sieht man auch hier wieder die Liebe zum Detail, sie sind wirklich schön anzusehen, ABER wirklich zum Verständnis oder Fortlauf der Handlung tragen sie leider nicht bei. Es kam mir so vor als würde das Buch einfach nur künstlich gestreckt werden. Schade. Für Walter Moers Fans ein Muss. Als Erstlektüre des Autoren würde ich es aber eher nicht empfehlen, dann lieber (erstmal) zu einem der Romane greifen.

Weihnachten auf der Lindwurmfeste

Von: Elizzy Datum: 26. December 2018

In Weihnachten auf der Lindwurmfeste findet man nicht ganz das, was man erwartet. Worum geht es? Unser allzu bekannte Freund Hildegunst von Mythenmetz erzählt von einer besonderen Tradition auf der Lindwurmfeste. Bei uns als Weihnachten bekannt feiern sie das Hamoulimepp, wie das ganze gefeiert wird und was es damit auf sich hat erzählt hier Hildegunst in einem langen Brief an seinen Freund Hachmed Ben Kibitzer. Erster Satz: “Es gibt kein Weihnachten auf der Lindwurmfeste, so wie es auch in ganz Zamonien kein Weihnachtsfest gibt.” weihnachtenaufderlindwurmfeste Klappentext Diese zamonische Weihnachtsgeschichte gehört unter jeden Christbaum! Als Walter Moers den Briefwechsel zwischen Hildegunst von Mythenmetz und dem Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer sichtete, stieß er auf einen Brief, in dem der zamonische Autor ein Fest schildert, das Moers frappierend an unser Weihnachtsfest erinnert hat. Die Lindwürmer Zamoniens begehen es alljährlich und nennen es »Hamoulimepp«. Während dieser drei Feiertage steht die Lindwurmfeste ganz im Zeichen der beiden Figuren »Hamouli« und »Mepp«, die unserem Weihnachtsmann und dem Knecht Ruprecht verblüffend ähneln. Außerdem gehören zur Tradition Hamoulimeppwürmer, Hamoulimeppwurmzwerge, ungesundes Essen, ein Bücher-Räumaus, ein feuerloses Feuerwerk und vieles andere mehr. Laut Moers, kein Freund der Weihnachtsfeierei, gibt dieser Brief von Mythenmetz einen profunden Einblick in die Gebräuche einer beliebten zamonischen Daseinsform, der Lindwürmer. Nie war Weihnachten so zamonisch. (Quelle: Penguin) Meine Meinung Das Buch ist wundervoll gestaltet und die Aufmachung passt unglaublich gut zur aktuellen Weihnachtsstimmung. Doch anders als erwartet preist dieses Buch Weihnachten gar nicht an. Den Hildegunst von Mythenmetz ist kein Fan von diesem Fest. So erzählt er in einem langen Brief, welche Bräuche man zu diesem Fest pflegt und welche kuriosen Traditionen man weiter gibt. Viele davon ähneln unserem Weihnachten und so manch sarkastische und abschätzige Bemerkung zu diesem Fest kann ich nur allzu gut nachvollziehen. Besonders die Sache mit dem Weihnachtsbaum oder besser gesagt den Hamoulimepp-Bäumen kann ich nur allzu gut nachvollziehen und verstehe hier den Wink von Moers durchaus. Es mach keinen Sinn, das wir so viele Bäume fällen, um sie dann nur ein paar Tage in unserem Wohnzimmer stehen zu haben. Ich muss ehrlich sagen, dass ich am Ende etwas enttäuscht vom Buch war. Natürlich konnte ich in Erinnerungen an die Stadt der Träumenden Bücher schwelgen und einiges war mir vertraut, doch wirklich viel Neues konnte ich dem Buch nicht entnehmen. Ich fand es doch sehr schade, dass das Buch hauptsächlich aus einem 60 Seitigen Brief bestand und der Rest mit Bildern, die meiner Meinung nach nicht wirklich berauschend waren, gefüllt wurde. Irgendwie fehlte mir hier doch die gewisse Magie oder besser gesagt die Stimmung, die Walter Moers sonst in seinen Büchern hervorbringt. Schreibstil und Cover Der Schreibstil beschränkt sich auf den Brief von Hildegunst, natürlich ist es wunderbar geschrieben und es fehlt nicht an Ideen, doch ich hätte mir wirklich mehr eine Art Geschichte gewünscht und weniger eine Aufzählung von Bräuchen, Fakten und Beschwerden. Das Cover und die Gestaltung im ganzen ist wundervoll, das Buch ist durchaus ein Hingucker und kann sehr gut verschenkt werden. Fazit Alles in allem war Weihnachten auf der Lindwurmfeste ein mittelmässiger Lesespass. Man liesst und blättert es schnell durch aber dann hat es sich leider auch schon. Bewertung Buchlänge ♥♥♥♥ (4/5) Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5) Botschaft ♥♥♥ (3/5) Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)

Weihnachten nach Walter Moers

Von: Bucheule1902 Datum: 25. December 2018

Es war mein erstes Buch von Walter Moers. Ich habe bisher über die Bücher nur gutes gehört und habe mir gedacht - Ich beginne mit einem Weihnachtsbuch. Ich fand das Buch echt toll.
Von Anfang bis Ende habe ich mich unterhalten gefühlt. Ich fand die humorvolle Art des Autors so entspannt zu lesen - trotz der komplizierten Namen wie "Hamoulimepp".
Ich finde es ist eine Geschichte für jung und alt, denn jeder hat hier seinen Spaß dran. Es wird einiges aufgegriffen, was unserem Weihnachtsfest ähnelt und so toll verpackt, dass man immer wieder schmunzeln muss.
Ich glaube jeder, der Walter Moers bisher gelesen hat (oder noch nicht), der sollte dieses Buch für Weihnachten haben.
Ich werde mir nun definitiv auch die anderen Bücher von Walter Moers holen.

M Y T H E N M E T Z S C H E S I N T E R M E Z Z O

Von: Ulrike Sokul Datum: 23. December 2018

Buchbesprechung von Ulrike Sokul © Da ich nicht voraussetzen darf, daß alle meine geneigten Leserinnen und Leser lese-lückenlos in Walter Moers‘ Zamonien-Welt zu Hause sind, möchte ich gerne einige auf-klärende Informationen vorausschicken, die das Verständnis des hier besprochenen Werkes erleichtern mögen. Der fiktive Kontinent Zamonien zeichnet sich durch seine faszinierende, märchenhafte und phantasievolle Daseinsformenvielfalt aus. Zu einer dieser Daseinsformen gehören die Lindwürmer, die auf der Lindwurmfeste, einer kegelförmigen Felsformation im Westen Zamoniens, zu Hause sind. Die Lindwürmer sind aufrechtgehende, zweibeinige, intelligente Echsen, die von den Dinosauriern abstammen und in Zamonien ein sehr zivilisiertes und kultiviertes Leben führen. Sie haben eine Lebenserwartung von 1000 Jahren sowie eine starke Neigung zu Literatur und Schriftstellerei. Deshalb bekommt jedes Kind einen Dichtpaten zur Seite, der über literarische Bildung, poetische Inspirationstalente und anfängliche Schreibversuche der kleinen Lindwürmchen wacht. Hildegunst von Mythenmetz ist der wohl berühmteste und literarisch produktivste Lindwurm der Lindwurmfeste; sein Dichtpate war Danzelot von Silbendrechsler, der Hildegunst von seinem Sterbebett aus gewissermaßen testamentarisch in sein erstes großes Abenteuer schickt, welchselbiges man in seinem Roman „Die Stadt der träumenden Bücher“ nacherlesen kann. Die Artenvielfalt Zamoniens führt zu einer Vielzahl von speziesspezifischen Feier- und Festtagen. So feiern die Holzgnome das Borkenfest, die Gurkenzwerge das Essigfest, die Nebelheimer den Trompaunenvollmond, die Venedigermännlein eine Mandolinen- woche, die Buchlinge ihr Silvester-Ormen … – und die Lindwürmer feiern alle Jahre wieder Hamoulimepp. Das vorliegende, für mythenmetzsche Verhältnisse kurze Buch, streng genommen ist es ein ausführlicher Brief an seinen Freund, den dreigehirnigen Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer aus der Bücherstadt Buchhaim, ist Mythenmetz‘ Abrechnung mit dem zamonischen Fest Hamoulimepp. Dieses dreitägige Fest wird auschließlich von den Lindwürmern gefeiert und hat seltsame Ähnlichkeiten, aber auch Unähnlichkeiten mit unserem Weihnachtsfest. Neben zahlreichen Belagerungen, die die Bewohner der Lindwurmfeste im Verlaufe ihrer Geschichte schon erleiden mußten, gibt es den alljährlichen, festlichen Ausnahmezustand „Hamoulimepp“. Mit diesem Fest sind einige Bräuche und Zeremonien verbunden, denen Mythenmetz ausdrücklich kritisch bis ablehnend gegenübersteht. Es gibt eine das Fest legitimierende Legende mit mehr oder weniger glaubwürdigen Haupt- und Nebenfiguren, dazu Geschenkestreß und Dekozwang, umweltschädlichen Verpackungswahn, unglaubliche Materialverschwendung durch die bemalten Hamouli- meppbäume, welche in Ermangelung von Nadelbäumen aus tannbaumförmigen Felsen- spitzen der Lindwurmfestesubstanz bestehen, und eine musikalische Beschallrieselung, für die das Wort Musik eigentlich nicht erfunden worden ist. Ja, auch die Lindwürmer lassen ihre Kinder anscheinend von einem mythischen Wesen beschenken, selbstverständlich nur, wenn die Kleinen das ganze Jahr über brav waren und immer auf ihren Dichtpaten gehört haben. Im unwahrscheinlichen Falle der Unfolg-samkeit drohen Schläge mit der Hamoulirute, die aus gebündelten Brenndisteln besteht – eine „pädagogische Einschüchterungsmethode“, die Mythenmetz nicht ganz zu Unrecht in Frage stellt. Hinzu kommt, daß man den Lindwurm-Kindern erst den Glauben an märchenhafte Wesen wie den Hamouli, den Mepp und die Hamoulimeppwurmzwerge eintrichtert, nur um sie dann ab einem gewissen Alter aufklärerisch damit zu desillusionieren, daß es diese Figuren garnicht gibt. Dieser brutale Verlust der kindlichen Unschuld und des märchenhaften Vertrauens ist ein Trauma, das Hildegunst von Mythenmetz seinen Erziehungsberechtigten niemals verzeihen konnte. Einige Abschweifungen zu zamonischen Pflansekten, Edelsteinen, Rostigen Gnomen, Türen, Tellergerichten usw. werden an passenden Stellen sowohl im Fließtext untergebracht als auch im Anhang auf den sechzehn Taxonomischen Tafelns farbenfroh illustrativ dargestellt. „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist ein vergnüglich-bissiger Lesehappen für zwischendurch, die Textmenge ist überschaubar und die graphische Gestaltung sehr attraktiv. Der Fließtext erscheint auf pergamentfarbenen Briefbögen, die kontrast- effektiv auf fast, aber nicht gänzlich schwarzem Seitenhintergrund aufliegen. Die großformatige, bordeauxrote Texttypographie mutet handschriftlich an, ist dabei jedoch erfreulich klar und lesefreundlich. Die anhängenden Taxonomischen Tafeln sind kunterbunt illustriert und geben einen anschaulichen und amüsanten Einblick in die exotisch-skurrile, phantastische Gedanken- und Lebenswelt der zamonischen Lindwürmer. Schutzumschlag und Einband üben mit ihrem feingerillten Papier einen haptischen Reiz aus, ein Lesebändchen rundet die sorgfältige Buchausstattung vorzüglich ab. Das Buch enthält zudem eine achtseitige Leseprobe des für Frühjahr 2019 zu erwarten-den Romans „Der Bücherdrache“. Dies stimmt mich vorsichtig lesevorfreudig; vorsichtig deshalb, weil Moers alias Mythenmetz schon des öfteren die Geduld seiner Lesegetreuen mit verheißungsvollen Romanankündigungen auf eine harte und ausdauernde Warteprobe gestellt hat. Ich sage dazu nur (für die bezüglich der Buchling-Tradition Leseeingeweihten): „Möge er prangen!“

Walter Moers einmal anders. Für Fans ein Muss. Die Ausstattung ist zudem unglaublich ansprechend.

Von: Wolfgang Brunner - Buchwelten Datum: 23. December 2018

Wie feiert man Weihnachten in Zamonien? Gibt es überhaupt ein Weihnachtsfest in Zamonien? Hildegunst von Mythennetz klärt uns auf und erzählt von einem Fest, das in der Tat viele Ähnlichkeiten mit unserem Weihnachtsbrauch hat, dort aber „Hamoulimepp“ genannt wird. . Auf gewohnte Art und Weise entführt Walter Moers den Leser (und vor allem auch seine Fans) erneut in die zauberhafte Welt Zamoniens. Dieses Mal bringt er uns ein Fest nahe, das dem unsrigen Weihnachten sehr ähnelt. Witzig und auch sehr hintergründig rechnet Moers förmlich mit diesem Brauchtum ab, deckt Unstimmigkeiten und allerlei andere Dinge auf, die uns zum Nachdenken bringen (sofern man das nicht selbst schon seit Jahren tut 😉 ). „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist ein Buch, wie man es von Walter Moers erwartet, obwohl es weniger einen Abenteuercharakter vorweisen kann, wie es bei seinen anderen Werken der Fall ist, sondern eher dokumentarisch, ja, fast schon wie ein Sachbuch, wirkt. Das tut aber dem Unterhaltungswert absolut keinen Abbruch, zumal man zusätzlich zum Text auch noch mit wunderbaren Illustrationen von Lydia Rode belohnt wird. Rode war übrigens auch für die Zeichnungen in „Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr“ verantwortlich. Die vorliegende, gebundene Ausgabe ist von der Ausstattung und seinem Erscheinungsbild ein wahres Schmuckstück. Aber auch das ist man von Walter Moers-Büchern schon gewohnt. Wie könnte es auch anders sein, lässt Moers den Lindwurm Hildegunst von Mythennetz zu Wort kommen. Dieses Mal in Briefform, was dem Ganzen einen schönen Ausdruck verleiht. Jeder, der bei diesem Buch eine ausschweifende Abenteuergeschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Wer sich aber auf einen solchen Briefwechsel, der zwischen den Zeilen übrigens viel mehr beinhaltet, als man auf den ersten Blick meinen mag, wird seine Freude an den sarkastischen Bemerkungen über das Hamoulimepp-Fest haben. Es ist absolut nicht zu überlesen, dass Walter Moers wohl ein Weihnachtsmuffel ist. Seine Darlegungen, geschickt hinter dem Mantel eines zamonischen Festes versteckt :), lassen den Leser an unglaublich vielen Stellen schmunzeln, weil man genau weiß, was gemeint ist. Alleine deswegen ist das Buch schon sein Geld wert. Walter Moers geht mit seinen letzten Büchern manchmal neue Wege, was ich persönlich absolut gut und auch in Ordnung finde, die eingefahrene Fangemeinde allerdings eher nicht. Moers versucht sich an neuen Dingen, bleibt aber seinem Stil doch immer treu und kehrt auch wieder mal zu seinen Wurzeln zurück. Was will man eigentlich mehr? Die Werke von Walter Moers sprühen nur geradezu vor innovativen Ideen, so dass man diesem Buch / Briefwechsel vorwerfen mag, es sei ideenlos. Aber ist es das wirklich? Sind die Gegenüberstellungen zwischen unserem Weihnachten und dem zamonischen Hamoulimepp wirklich so lieblos und einfach gestrickt? Ich finde, dass es der besondere Schreibstil von Moers ausmacht, der die vielleicht tatsächlich einfache Grundidee dennoch zu etwas besonderem macht. Und, wie oben schon erwähnt, Moers‘ Worte und Sätze sollte man nicht immer nur oberflächlich lesen, sondern auch einmal zwischen den Zeilen nach Anspielungen auf andere Literatur suchen. Oftmals entdeckt und findet man nämlich was. Ich habe „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ genossen, vor allem auch die wirklich tolle und ansprechende Ausstattung, die das Buch zu einem ganz besonderen Leseerlebnis macht. Dennoch freue ich mich, wenn Walter Moers wieder einmal einen dicken, fetten Roman veröffentlicht, in den man sich über Tage einfach hineinfallen lassen kann. Das ist wahrscheinlich genau das, was viele LeserInnen bei den letzten Werken vermissen. Das bedeutet aber nicht, dass die letzten Veröffentlichungen von Walter Moers schlecht sind, sie sind einfach nur anders, und das ist gut so. . Fazit: Walter Moers einmal anders. Für Fans ein Muss. Die Ausstattung ist zudem unglaublich ansprechend. © 2018 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Enttäuschende Weihnachten auf der Lindwurmfeste

Von: Anja liest Datum: 21. December 2018

Ach wie habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Eine Erzählung darüber wie Weihnachten bzw. Hamoulimepp auf der Lindwurmfeste gefeiert wird und wie der geschätzte Hildegunst es für sich erlebt. Harmonie, ein paar ulkige Rituale und neue Erkenntnisse über das zauberhafte Zamonien, dies waren zumindest meine Hoffnungen an dieses Werk. Was ich bekam, ärgerte mich, denn irgendwie wollte einfach keine Stimmung aufkommen. Von außen eine Augenweide, konnte ich es kaum erwarten, dieses Buch aufzuschlagen. Ich freute mich auf eine unterhaltsame Geschichte mit Hildegunst und liebevolle Illustrationen. Was es schließlich gab, war ein Brief, welchen Hildegunst an Hachmed Ben Kibitzer, denn mittlerweile ebenso bekannten Eydeeten, schreibt, um ihn über die Ereignisse während der Hamoulimepp-Tage zu berichten. Diese Idee fand ich sogar recht gut, da Lindwürmer ja meist unter sich bleiben. Doch schon auf den ersten Seiten fehlte mir der Charme dieser Welt, denn die Illustrationen von Lydia Roth, passten zwar toll zu Prinzessin Insomnia, aber nicht zu Hildegunst und seinem Umfeld. Hier war zumindest ich, Farbe gewöhnt, weshalb ich mit den pastellfarbenen Figuren meist nicht viel anfangen konnte. Der Brief an sich war dann schnell gelesen und spaltete mich regelrecht entzwei. Denn zum einen fand ich die Informationen, die ich erhielt, unterhaltsam und spannend, zum anderen, konnte ich einfach nicht einordnen ob Hildegunst das Fest nun wirklich hasst oder es schlecht redet, um zu verbergen, das er es eigentlich mag. Die Festivitäten ähnelten tatsächlich unserem Weihnachten, wobei ich erstaunt feststellen durfte, das Walter Moers auch unangenehme Themen ansprach. Eines davon war die Abholzung von Bäumen, welche nur abgeholzt werden, um nachdem Feste vertrocknet weggeschmissen zu werden. In dem Buch steckt somit auch ein wenig Wahrheit bezüglich unseres Verhaltens zu Weihnachten. Doch möchte ich in einem Buch über Weihnachten darüber belehrt werden, was wir bzw. die Lindwürmer falsch machen? Nicht wirklich. Dieses Buch schaffte ich innerhalb kürzester Zeit, da der Brief mit gerade einmal 51 Seiten nicht gerade lang ist. Die Gestaltung, dessen fand ich ganz ok, wobei es mir wie gesagt stets an Farbe fehlte, welche nicht nur zu Hildegunst, sondern auch zu Weihnachten gehört. Ab der 71. Seite wird es aber schließlich richtig frech, denn was mich da erwartete konnte ich nur mit der Frage „Das ist nicht euer ernst?“ abtun. Denn anstatt die verbliebenen 40 Seiten zu nutzen, wurden diese zum größten Teil mit Tafeln abgetan, welche nicht nur lieblos wirkten, sondern auch ohne jegliche Beschriftungen und Erklärungen ausgekommen durften. Was sollte das und besonders was soll ich damit? Einmal kurz durchblättern und das war´s, mehr blieb mir nicht übrig, da man sich an den pastellfarbenen Gegenständen und Figuren ja nun auch nicht wirklich ergötzen konnte. Die letzten Seiten luden dann dazu ein, in das neue Buch von Walter Moers zu lesen, was ich aus Ärger nicht tat. Schließlich schloss ich das Buch enttäuscht und hatte nur einen Gedanken „Walter Moers, wo ist dein Orm?“, denn hier drin konnte ich es nicht finden. Mein Fazit Auch wenn das Buch von außen ein wahrer Augenschmaus ist, so war der Inhalt doch sehr enttäuschend. Ein Brief, der mehr zeigte, wie unschön Weihnachten bzw. Hamoulimepp ist und Illustrationen, die keine weihnachtliche Stimmung aufkommen ließen und sowieso nicht, so recht zu Hildegunst passen wollten. Schade.

für Liebhaber

Von: Madame Buchfein Datum: 19. December 2018

☆✿☆ Rezension ☆✿☆ Das Buch ist perfekt für Zamonienfans, die auch noch Weihnachten mögen! Doch sollte man diesem Feste nicht so zugeneigt sein, wird es auch diese Leser gewiss erheitern können, da es so einige Haare an der Sache Weihnachten findet. ☆ Wunderschön illustriert kommt in Farbe dieser schlanke Band daher, der dem geneigten Leser das zamonische Weihnachtsfest näherbringt und nebenher den Autor, Hildegunst von Mythenmetz in Szene setzt, der mit Weihnachten bzw. Hamoulimepp nicht so viel anfangen kann. Wobei Hamoulimepp nicht gleich Weihnachten bedeutet. Vielmehr ist auch dies ein erstaunliches Konstrukt, dass sich in Zamonien über die Zeit entwickelt hat und ganz zufälligerweise Ähnlichkeiten mit unserem Fest aufweist. Dabei mag unserer lieber Hildegunst dieses Fest nicht sonderlich und lässt dies einen seiner Freunde in einem Brief (der die Grundlage dieses Buch ist) wissen. Erwähnte Ähnlichkeiten sind fester Bestandteil und ich finde das Spiel mit Klischees und verschiedenen Ansicht zu diesem Fest sehr schön zusammengebracht. Allerdings wird sich eben doch sehr stark an unserem Weihnachten bedient, weshalb so manches doch sehr vorhersehbar war… ☆ Leider ist das Buch wirklich ganz schön schlank, die Schrift recht groß und einiges an Platz entfällt auf die farbigen Illustrationen. Was prinzipiell ja super ist, aber ein bisschen mehr Inhalt hätte es schon sein dürfen. ☆ Ob ich mich geärgert hätte, wenn ich das Buch selber gekauft hätte kann ich so leider nicht genau sagen, aber als Geschenk ist es perfekt und der Preis irgendwie verschmerzbar, da es durch eine gute Qualität überzeugt. Ob gerechtfertigt oder nicht, muss dann doch jeder selbst entscheiden. ☆ ☆✿☆ Fazit ☆✿☆ Herrlich geschrieben, hält man hiermit ein weiteres Stück zamonischer Kultur in der Hand, welches ich als schöne Ergänzung zu der bestehenden Welt sehe.

„Tiefer die Tröten nie tuten“

Von: Paula Datum: 19. December 2018

Fazit [...] „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ schließt ohne große Veränderungen an die vorherigen Moers-Romane an. Der detailreiche und sprachlich hochwertige Schreibstil liest sich locker und streichelt das Dichterherz. Nebenbei wird zum Nachdenken über Konsumwahnsinn und all die verschrobenen Traditionen, denen wir zum Weihnachtsfest frönen, angeregt. Die allgegenwärtige moers´sche Komik äußert sich zum Beispiel bei den typischen Hamoulimepp-Liedern der Lindwürmer („Tiefer die Tröten nie Tuten“; „Morgen, Würmer wird’s was geben“) Damit ist dieses Werk definitiv lustig angelegt, aber keineswegs albern. Für jeden Bücherliebhaber und Freund der zamonischen Dichtkunst gebe ich hiermit eine Empfehlung raus. Ich wünsche euch ein frohes Hamoulimepp! [...]

UNFASSBAR FANTASIEVOLL, WORTGEWANDT UND MIT VIEL HUMOR BESPICKT.

Von: Sarah Ricchizzi Datum: 17. December 2018

In gewohnter Manier heißt Walter Moers seine Leser in Zamonien Willkommen. Als schriftliches Mittel verwendet er dieses Mal allerdings einen Briefwechsel mit keinem anderen Schriftsteller als Hildegunst von Mythenmetz. Das Leben ist endlich, doch ewig ist Kunst, so grüßt von fern dein Hildegunst – Weihnachten auf der Lindwurmfeste | Walter Moers Gekonnt wie ein Meister der Literatur schreibt Walter Moers auch diese Geschichte in seinem altbekannten Stil nieder. Wörter fügen sich so, als schreibe Walter Moers eine Hymne an die Literatur. Dabei muss natürlich bedacht sein, dass es sich hier nur um einen kleinen Ausschnitt aus der Welt Zamoniens handelt und nicht um einen ganzen Roman. Es ist lediglich ein Brief und mit dieser Einstellung sollte man diese Geschichte auch in Angriff nehmen und entsprechend keine allzu hohen Erwartungen hinsichtlich des Verlaufs erwarten. Dennoch wird einem inhaltlich einiges geboten. Denn wenn alle Lindwürmer gemeinsam applaudieren, das weiß man ja, dann bebt das Universum. – Weihnachten auf der Lindwurmfeste | Walter Moers In hundert Seiten erfahren wir Neues aus der Welt der Lindwürmer! Im Mittelpunkt stehen die Festlichenkeiten der Lindwurmfeste. Hildegunst von Mythenmetz erzählt mit viel Humor und einer schriftstellerischen Eleganz, um welches Fest es sich genau handelt und warum dieser Wahnwitz so rein gar nichts für ihn ist. Natürlich wird die Geschichte wie gewohnt mit Zeichnungen und Spielereien versehen, so dass dieser Brief ebenfalls etwas für das Auge hergibt und viel Vergnügen bereitet. Also mussten die Zwerge her, so wie in der zamonischen Mythologie ja traditionell immer Zwerge herhalten müssen, wenn es irgendwelchen Erklärungsbedarf oder Denkfehler gibt – ich erinere nur an die Schlüsselzwerge, welche gewöhnlich für verlegte Haustürschlüssel verantwortlich gemacht werden, an die Sauermilchzwerge, welche die Milch sauer machen, an die Druchfehlerzwerge, die… naja du weißt schon. – Weihnachten auf der Lindwurmfeste | Walter Moers Fazit Obwohl so manch einer vielleicht aufgrund der Kürze etwas überrascht sein dürfte, so konnte mich Walter Moers erneut durch seinen Schreibstil, den Humor und der Liebe zur Literatur begeistern. Eine herrlich erheiternde Geschichte aus Zamonien, die die Neugier auf die Folgebände noch weiter ansteigen lässt.

Kurzweilige Lektüre

Von: kleine_welle Datum: 16. December 2018

Hildegunst von Mythenmetz schreibt hier in einem Brief an seinen Freund Hachmed Ben Kibitzer über das sehr beliebte Fest Hamoulimepp auf der Lindwurmfeste. Das Cover ist schon recht einfach für Moersche Verhältnisse. Aber liegt vielleicht auch daran, dass er die Illustrationen der Bücher seit dem letzterschienen von der Illustratorin Lydia Rode machen lässt. Das merkt man auch im Buch selber, obwohl sie schon versucht seinem Stil treu zu bleiben. Auf das Buch habe ich mich zunächst sehr gefreut, denn ich liebe einfach die Zamonien Bücher von Walter Moers, allerdings hatte ich im Vorfeld schon ein wenig darüber gelesen (auch einige Enttäuschungen) und so war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Was soll ich sagen, es ist wirklich extrem kurz und so ist dieses schmale Büchlein an einem Abend ausgelesen. Denn reine Geschichte sind es nur 70 Seiten, danach folgen 16 Schautafeln, die nur aus Zeichnungen bestehen. Diese Idee fand ich grundsätzlich sehr schön, denn so kann man sich direkt vorstellen wovon Hildegunst schreibt, aber sonst ist das immer irgendwie im Buch integriert und nicht so angehängt. Denn die Geschichte selber ist eine Briefform und hat fast gar keine Illustrationen vorzuweisen. Dieser Brief ist in gewohnter Mythenmetz Manier geschrieben und ist so mit einigen Abschweifungen gespickt. Also kann ich am Stil nichts aussetzen, denn es ist einfach ein typischer Zamonien Roman. Und ich mag ihn trotz seiner kürze. Hamoulimepp ist ein Fest, was unserem Weihnachtsfest recht ähnlich ist und ich habe mich gefragt, ob Moers hier eine versteckte Kritik an Weinachten versteckt hat. Es wäre möglich, denn er lässt kein so gutes Haar an dem Fest. ;) Aber wann hat Hildegunst von Mythenmetz mal nicht irgendwo was auszusetzen. :D Ihr merkt schon, ein kurzes Buch, eine kurze Rezension, denn allzu viel gibt es zu diesem Büchlein nicht mehr zu sagen. Für den Preis muss man wirklich schon ein richtiger Zamonien Fan sein, denn es ist wie oben schon erwähnt nur ein netter Zeitvertreib für einen Abend. Vielleicht noch zum Schluss: Am Anfang erwähnt Moers das Buch Die Insel der 1000 Leuchttürme, ob das Hoffnung macht, dass dieses Buch vielleicht doch irgendwann mal erscheint? Man weiß es nicht, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. ;) Mein Fazit: Wenn man einen Abend mal Langeweile hat, kann man getrost zu diesem Buch greifen, denn es ist ein klassischer Zamonien Roman der einen trotz der Kürze unterhält. Allerdings finde ich den Preis etwas übertrieben, dafür dass man hinter dem eigentlichen Brief sehr viele Illustrationen findet, die keinen Text aufweisen. Ein Buch also für Liebhaber.

Frohes Hamoulimepp

Von: Lea's Lesezauber Datum: 14. December 2018

Walter Moers hat ebenfalls meine Kindheit geprägt und ist auf jeden Fall nicht wegzudenken aus meinem Bücherregal. Egal ob es die Stadt der träumenden Bücher oder eben die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär sind. Ich liebe seine Bücher und kann sie immer wieder lesen. Deshalb habe ich mich auf dieses tolle Buch sehr gefreut. Natürlich jetzt passend zu Weihnachten umso mehr! Ich habe mich gefreut mehr über Hamoulimepp zu erfahren, was ähnlich ist wie Weihnachten und das wird uns vor allem von Hildegunst von Mythenmetz erzählt. Schön fand ich auch die kurzen Erklärungen zu den wichtigsten bzw. allen Rollen in der Geschichte. Auf jeden Brauch wird hier eingegangen und obwohl Hildegunst kein großer Fan von Weihnachten ist bekommen wir eine gute Vorstellung von Hamoulimepp. Ich denke diese tolle und doch kurze Geschichte ist auf jeden Fall für jeden Fan von Zamonien etwas ganz besonderes aber auch durch die tolle Einleitung für jeden "Neueinsteiger" etwas. Vor allem als Überbrückung bis zum erscheinen seines neuen Buch etwas ganz tolles! Ich werde auch ein Exemplar zu Weihnachten verschenken! Großes Lob geht Lydia Robe die einfach tolle Illustrationen entworfen hat. Dadurch werden die Texte von Walter Moers einfach noch wirklicher und ich habe jede einzelnen Seite genossen. Besonders weil es eben so farbenfroh war und einfach super passend war! Fazit: Ich habe mich sofort in dieses Buch verliebt, generell liebe ich die Bücher von Walter Moers und vor allem eben die Bücher über Zamonien. Das Buch ergänzt die Sammlung wunderbar und ich mag auch sehr gerne die Illustrationen, alles in allem einfach ein tolles Gesamtpaket.

Toller Appetizer!

Von: Frollein von Kunterbunt Datum: 14. December 2018

Ich bin erst dieses Jahr in den Genuss gekommen, Bekanntschaft mit Hildegunst von Mythenmetz zu machen, und ich war von Anfang an hin und weg von seinem Mut, seiner Eloquenz und seiner den Lindwürmern doch oftmals fernen Art. Nachdem ich „Die Stadt der träumenden Bücher“ und „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ quasi verschlungen habe war, ich begierig darauf zu erfahren, wann das nächste Buch über seine Abenteuer wohl erscheinen mag – und war geschockt. Laut Verlag ist das Erscheinungsdatum auf Oktober 2024 datiert. Gut Ding will Weile haben, also muss ich warten – so dachte ich. Bis vor wenigen Tagen „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ in meinem Briefkasten landete. Als bekennende Fan von zamonischer Literatur und ebenso bekennender Verächterin von Weihnachten war es mir ein wahres Fest, einen Brief des von mir geliebten Hildegunst von Mythenmetz zu lesen, in dem er seinen Unmut über ein Fest namens Hamoulimepp zu Wort bringt, einem Lindwurmfest-Fest, das unserem Weihnachten erstaunlich ähnlich ist. Dabei wird man als Leser*in sofort wieder nach Zamonien auf die Lindwurmfeste gebeamt und fühlt sich, nicht nur dank der Illustrationen von Walter Moers selbst und der Illustratorin Lydia Rode, als wäre man wieder mittendrin im zamonischen Kosmos. Das Buch ist dabei kein Roman, sondern wie bereits erwähnt einzig ein Brief, den Mythenmetz an seinen alten Freund Kibitzer verfasst. Dieser umfasst aber immerhin um die 50 Seiten, in denen Mythemetz auf Bräuche, Traditionen, Abläufe und festtägliche Speisen eingeht. Somit gewinnt man als Leser*in einen ziemlich detaillierten Einblick in dieses uns nicht so unähnliche Fest. Besonders hervor sticht die Tradition des Bücher-Räumaus‘ am dritten Tag von Hamoulimepp – eine Tradition, die das Herz einer*s jeden*r Bibliophilen höher schlagen lässt! Auf weiteren 50 Seiten finden sich sogenannte taxonomische Tafeln, also systematische Aufzeichnungen zu bestimmten Gerichten, Planzsekten, Türen und weiteren Besonderheiten der Lindwurmfeste und Hamoulimepps. Diese sind, wie auch schon der Einband des Buches und der Brief selbst, unfassbar gut illustriert. Das ganz Buch erscheint in Farbe: die taxonomischen Tafeln sind kunterbunt, der Brief ist auf Pergamentpapier gedruckt und mit einem schwarzen Hintergrund und der Umschlag kommt ebenfalls in einer schwarzen Grundfarbe, bunten Elementen und einer wunderschönen goldenen Prägung daher. „Weihnachten auf der Lindwurmfeste oder: Warum ich Hamoulimepp hasse“ hat mich als Leserin besänftigt. Es reicht vom Umfang her bei weitem nicht an die vorhergehenden fantastischen Romane heran, hat aber auch gar nicht den Anspruch an sich selbst das zu schaffen. Es ist ein kleiner Leckerbissen für uns Fans, die schon lange auf eine Fortführung von Mythenmetz‘ Abenteuern warten und schafft es, dass ich ein wenig besänftigt bin. Wer weiterhin Fernweh nach Zamonien verspürt, der findet am Ende des Buches noch eine Leseprobe von „Der Bücherdrache“, einem zamonischen Roman, der Anfang des Jahres 2019 erscheinen soll. Für Fans von Walter Moers ist dieses Buch ein absolutes Muss. Einzig fragwürdig für mich ist die Tatsache, dass dieses Buch wiedermal ein anderes Format hat als die restlichen Moers Bücher. Diese sind in insgesamt vier verschiedenen Verlagen erschienen. Inhaltlich und illustratorisch gehen alle nahtlos ineinander über, nur vom Format passen sie leider nicht zusammen und „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ sticht deutlich hervor. Schade.

Ein kurzweiliges, aber vergnügliches Leseerlebnis

Von: readingfaraway Datum: 14. December 2018

Inhalt Den Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz verbindet eine jahrelange (Brief-)Freundschaft mit dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer. In einem seiner Briefe berichtet Hildegunst von Mythenmetz von einer drei Tage andauernden Feier in seiner Heimat der Lindwurmfeste: dem Hamoulimepp, das frappierende Ähnlichkeiten mit unserem Nikolaustag und unserem Weihnachtsfest aufweist. Dieser Brief wurde von Walter Moers aus dem Zamonischen übersetzt und liegt uns hier nun in Form eines kleinen Buches vor. Meine Meinung Wie ihr vielleicht wisst, liebe ich die Zamonienromane von Walter Moers, sein Schreibstil ist so bildlich und humorvoll und steckt voller Sprachspiele, die zu entdecken für mich immer eine Freude ist. Seine Geschichten strotzen nur so vor Fantasie, er hat zahlreiche fantastische Geschöpfe und Orte geschaffen, sodass es für mich immer wieder schön ist, nach Zamonien zurückzukehren. Auch in Weihnachten auf der Lindwurmfeste bekommen wir wieder einen Geschmack von Walter Moers' scheinbar unerschöpflicher Fantasie. So erfahren wir nun in Mythenmetz' Brief an seinen Freund Hachmed Ben Kibitzer, was es mit dem Lindwurmfest Hamoulimepp auf sich hat, das an den letzten drei Tagen des Jahres gefeiert wird. Dabei wird schnell klar, dass Hildegunst von Mythenmetzt dieser Feierlichkeit mehr als kritisch gegenüber steht, was bei mir für manch einen Schmunzler gesorgt hat. Vor allem, weil ich mich stellenweise sehr stark an mehr oder weniger sinnvolle Bräuche rund um unser Weihnachtsfest erinnert gefühlt habe. "Es ist jedes Mal so, als habe eine Geisteskrankheit in Gestalt einer unsichtbaren Wolke die Lindwurmfeste eingehüllt und sämtliche Bewohner kollektiv um den Verstand gebracht. Mit einer einzigen Ausnahme: Denn ich bin vollkommen gegen Hamoulimepp resistent." S.21 Ergänzt wird dieser Brief durch wundervolle Illustrationen von Walter Moers und Lydia Rode, die sich am Anfang und Ende des Buches befinden. Dadurch konnten zahlreiche Illustrationen ihren Platz in diesem doch eher dünnen Buch finden, ohne dass sie den Lesefluss stören. Die Seiten des Briefes sind wie Pergamentpapier gestaltet, so dass man als Leser das Gefühl hat, einen richtigen Brief in den Händen zu halten. Was ich auch als positiv empfunden habe, ist, dass wir im Laufe des Briefes erfahren, warum die Lindwurmfeste auf dem Schutzumschlag und auf dem Bucheinband in bunt dargesellt ist. Somit passen Umschlag- und Einbandgestaltung wirklich sehr gut zum Inhalt des Buches. Fazit Mit Weihnachten auf der Lindwurmfeste hat Walter Moers ein kurzweiliges, aber sehr vergnügliches Leseerlebnis für alle Fans von Zamonien und den Lindwürmern geschaffen. Ich würde es allerdings nicht als Einstiegsbuch in diese Welt empfehlen, sondern als Buch für alle, die zumindest Die Stadt der träumenden Bücher gelesen haben. Weihnachten auf der Lindwurmfeste bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

Rezension 'Weihnachten auf der Lindwurmfeste'

Von: If I read Datum: 11. December 2018

Dieses Buch ist am besten für Walter Moers und Zamonien-Liebhaber geeignet. Moers zeigt in diesem wirklich kurzem Buch faktenartig auf, wie das Weihnachten in Zamonien abläuft. Dadurch bekommt man tolle und einzigartige Beschreibungen von allen Traditionen, Kreaturen, dem Essen, den Geschenken und so weiter. Was mich aber leider etwas gestört hat, ist, dass Hildegunst in 2/3 des Briefes über all das klagt und verbreitet damit meiner Meinung nach eine eher negative Weihnachtsstimmung. Jedoch werden die positiven Aspekte ein bisschen witziger dargestellt. Eine wirkliche Spannung wird bei dem Buch nicht aufgebaut, da es ausschließlich eine Erzählung in Briefform ist. Trotz alle dem konnten die Illustrationen und die Umschlagsgestaltung noch mal ein bisschen was rausreißen und man bekommt einen unglaublich guten Einblick in die zamonische Welt und wie die ganzen Wesen, Häuser und auch die witzigen Geschenkverpackungen aussehen könnten. Dadurch erinnert es ein bisschen an ein Lexikon von Zamonien. Der Schreibstil ist wie immer Walter Moers-like und man kommt auf den knapp 50 Seiten Brief auch wieder wunderbar rein. Fazit: Insgesamt gibt es deshalb von mir 3 von 5 Sternen für dieses leider etwas kurze Buch. Ich habe einfach ein bisschen mehr Story erwartet, aber trotzdem war es unterhaltsam. Ich hoffe sehr, dass seine nächsten Bücher wieder mehr Geschichte enthalten, da ich von seinen anderen Büchern ja sehr überzeugt war. *Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.*

Weihnachten in Zamonien

Von: Yanthara Datum: 08. December 2018

Passend zum zweiten Advent kommt eine Rezension über ein Weihnachtsbuch. Was aber kein Buch über Weihnachten im üblichen Sinne ist. Es ist ein Brief von Mythenmetz an seinen Freund in dem er über Weihnachten bzw Hamoulimepp (dem Lindwurm Weihnachten) berichtet. Das Buch ist im Gegensatz zu den anderen Werken vom Moers sehr kurz gehalten. Es hab circa 120 Seiten, wovon circa 30 Seiten Illustrationen sind und es gibt außerdem noch einen Ausschnitt aus der nächsten Kurzgeschichte, die in ein paar Monaten veröffentlicht wird. Die Illustrationen sind von der gleichen Zeichnerin wie bei Prinzessin Insomnia, also auch wieder sehr farbenfroh und nicht im typischen Walter Moers Stil. Mythenmetz beschreibt in dem Buch die wichtigsten Bräuche von Hamoulimepp, die sehr ähnlich zu Weihnachten sind, teilweise aber auch sehr abstrakt. Und witzig und abgedreht. Das Buch lässt sich schnell und in einem Rutsch lesen. Die Seiten sind auch wie die eines Briefes gestaltet. Im Anhang gibt es Bildtafeln zu den wichtigsten Fakten aus dem Buch. Das Buch ist ein kurzweiliges Vergnügen und macht Lust darauf, mehr von Mythenmetz-Geschichte zu erfahren, aber leider verkürzt es die Wartezeit auf den nächsten Band nicht wirklich. Ich finde, das Buch ist nur was für Fans bzw für Leute, die die anderen Bücher kennen, weil einen sonst der Bezug fehlt. Also klar, das Buch steht für sich, aber man sollte zumindest Zamonien kennen, sonst ist das alles sehr abstrakt. Aber ich denke, es ist ein Muss für jede Zamoniensammlung und ein gutes Beiwerk. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf den Bücherdrache, zu dem es ja schon eine Leseprobe gab. Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass Mythenmetz kein sonderlicher Freund von Weihnachten ist - demzufolge fallen auch seine Kommentare im Schriftwechsel dazu aus.

Schön geschrieben und schön gemalt - typisch Moers und Rode!

Von: Ivonne / DeepGround Magazine Datum: 05. December 2018

Wie die Geier umkreisen die Zamonien-Fans Walter Moers und hoffen endlich auf „Das Schloss der Träumenden Bücher“. Warum endete „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ auch bloß mit einem riesigen Cliffhanger? Tja, stattdessen kam „Prinzessin Insomnia“, das zumindest mich überhaupt nicht mitgenommen hat. Von daher bin ich immerhin froh, dass „Weihnachten auf der Lindwurmfeste oder: Warum ich Hamoulimepp hasse“ mit Illustrationen von Lydia Rode, nun ein bisschen zamonisches Zauberpulver verstreut. Ein weiteres Zamonien-Werk in schöner Optik Damit liegt ein weiteres Zamonien-Werk, eine Übersetzung eines Briefes von Hildegunst von Mythenmetz an seinen alten Freund Hachmed Ben Kibitzer, in gebundener Form vor. Auffällig wie immer: Schön sieht das (zugegeben nicht besonders umfangreiche) Buch aus mit seinen knapp 100 Seiten – und jede einzelne im typischen Stil illustriert. Zu sehen gibt es dieses Mal beispielsweise Pflansekten, Felsengeiereier, Rostige Gnome und Trilobitensuppe. Mit den vorangestellten Seiten zu den beteiligten Personen und den taxonomischen Tafeln am Schluss gibt es rund 45 Seiten mit mehr Bild als Text zum Stöbern. [...] http://www.deepground.de/book-review/walter-moers-weihnachten-auf-der-lindwurmfeste-oder-warum-ich-hamoulimepp-hasse/

Ich wünsche zamonische Weihnachten!

Von: Meggie Datum: 05. December 2018

Hildegunst von Mythenmetz, der wohl bekannteste Lindwurm Zamoniens und ein begnadeter Lyriker, führt einen regen Schriftverkehr mit dem Eydeeten Hachmed ben Kibitzer. Bei der Sichtung des Briefverkehrs durch Walter Moers stößt dieser auf einen Brief, in dem Hildegunst ein Fest beschreibt, dass unserem Weihnachten sehr ähnlich ist. Hamoulimepp nennt es sich und wird an den letzten drei Tagen des Jahres gefeiert. Die Ähnlichkeit zu unserem Weihnachtsfest ist enorm. Hildegunst berichtet von Bräuchen, Liedern und Gerichten. Nach "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr" und vor dem im Januar 2019 erscheinenden Buch "Der Bücherdrache" gibt es einen kleinen Appetithappen für Zwischendurch. Walter Moers erzählt von dem auf der Lindwurmfeste stattfindenden Fest namens Hamoulimepp, welches große Ähnlichkeit mit unserem Weihnachten hat. Dabei erzählt Hildegunst von Mythenmetz in einem Brief seinem Freund Hachmed ben Kibitzer von dem Fest, wobei er auf sämtliche Gegebenheiten eingeht. Den Brauch, das Essen, die Traditionen und vor allem seine Abneigung gegen das Fest. Auch wenn es viele Stimmen gegen diese Büchlein gibt, bin ich begeistert, mit welchen liebevollen Details der Autor an die Geschichte herangegangen ist. Abgerundet wird die Geschichte mit Zeichnungen der Illustratorin Lydia Rhode, die auch schon bei "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr" mit von der Partie war. Nach dem Brief von Hildegunst von Mythenmetz erwarten einem mehrere "Taxonomische Tafeln", auf denen wir einen näheren Blick auf verschiedene Dinge erhalten. So werden die Rostigen Gnome vorgestellt, die verschiedenen Haustüren auf der Lindwurmfeste oder die Schätze, die sich in deren Inneren befinden. Anschließend erwartet einem noch eine Leseprobe über acht Seiten von dem im Januar erscheinenden neuen Buch "Der Bücherdrache". "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" fand ich persönlich sehr interessant, denn es ist in meinem Augen eine schöne Ergänzung zu den ganzen Zamonien-Romanen. Man darf keinen Roman erwarten, es ist eben eine Abschweifung, ein Auszug aus dem Briefwechsel zwischen Hildegunst und Hachmed. Eine wunderbare kleiner Einblick in einen Brauch der Lindwurmfeste. Fazit: Weihnachten wird zamonisch.

Ein Hoch auf Zamonien - und alles, was darin, darunter und rundherum kreucht und fleucht!

Von: miss_mandrake Datum: 04. December 2018

Meine Meinung +++++++++++++ Als Walter Moers den regen Schriftverkehr von Hildegunst von Mythenmetz, dem wohl bekanntesten Lindwurm Zamoniens, an den Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer sichtet, stößt er auf einen Brief, in dem Hildegunst ein Fest beschreibt, dass unserem Weihnachten nicht ganz unähnlich ist. Hamoulimepp nennt es sich und wird an den letzten drei Tagen des Jahres mit Bräuchen, Liedern und allerhand Gaumenfreuden auf der Lindwurmfeste gefeiert. Heraus kam dieses Büchlein, das aus der erneuten Zusammenarbeit von Autor und Übersetzer Walter Moers und Illustratorin Lydia Rode entstanden ist. Eigentlich sollte man meinen, dass bereits im Vorfeld klar war, worum es sich hier handeln würde – ein Auszug aus eben jener, oben genannten Korrespondenz. 
Und genau DAS gab es auch. 
Von daher kann ich etliche der bestürzten Reaktionen auf dieses Werk nur bedingt verstehen. Sicherlich kann man anhand des Umfanges durchaus von einer gut strukturierten Mythenmetzschen Abschweifung sprechen, aber ein Blick auf die Seitenzahl hätte gereicht, um bei vielen die Erwartungshaltung an eine umfangreiche Geschichte à la Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär etwas zurückzuschrauben. Auch ein Großteil der negativen Bewertungen geht hierauf zurück und dieser Umstand ärgert mich am meisten, denn er steht in keinem Verhältnis zu dem illustrierten Schatz, den man mit Weihnachten auf der Lindwurmfeste in den Händen hält. 

Ja ihr merkt, ich muss hier abermals eine Lanze für Herrn Moers brechen, denn sein Ideenreichtum scheint schier grenzenlos. 
Gekonnt münzt er die Traditionen von Hamoulimepp auf unseren weihnachtlichen Wahnsinn um und parodiert unter anderem unsere kindgerechten Lügenmärchen in Bezug auf die fragliche Existenz von Nikolaus und Christkind. Kleine Lindwurmherzen brechen, wenn diese Seifenblase platzt und jeder von uns erkennt sich bestimmt in so manch einer Erzählung wieder. 
Im plaudernden Tonfall drückt uns, der als Grinch anmutende Hildegunst, diesmal einen Stempel des Irrsinns auf und man ist durchaus versucht nach dem Beenden der Geschichte über die Sinnhaftigkeit des ein oder anderen Brauchs nachzudenken.
Sehr gut hat mir die Tradition des Bücher-räumaus gefallen, bei dem jeder seine ungeliebten Bücher aussortiert und vor die Tür stellt, um beim Nachbarn vielleicht neue Schätze zu finden. Die Illustrationen von Lydia Rode fügen sich, wie auch schon bei Prinzessin Insomnia, perfekt in die Briefliteratur mit ein und runden das Kopfkino, das sich beim Genuss eines Zamonien Romans eh einstellt, perfekt ab. 
Es gilt also: Wer sich für die Details des zamonischen Lebens interessiert und/oder auch sonst die Fußnoten von Prof. Dr. Abdul Nachtigallers Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung mit Freuden liest, dem kann ich dieses Buch wirklich uneingeschränkt empfehlen. 
Wer allerdings primär auf die Entwicklung des Handlungsbogens um Hildegunst von Mythenmetz aus ist, wird ganz klar nicht auf seine Kosten kommen. 
Einsteigern rate ich mit Rumo, Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär oder Die Stadt der träumenden Büchern zu beginnen, da bei diesem Werk sonst der Zusammenhang fehlt. Fazit +++++ Ganz viel Mamihlapinatapaai und Applaus für dieses Buch, denn eins steht für mich schon lange fest: Nicht nur Hildegunst von Mythenmetz, sondern auch Walter Moers sind ganz eindeutig vom Orm durchdrungen. Ein Hoch auf Zamonien - und alles, was darin, darunter und rundherum kreucht und fleucht!

Traditionen überdenken

Von: Buchperlenblog Datum: 04. December 2018

Die Welt von Walter Moers, in der der Lindwurm und berühmte Dichter Hildegunst von Mythenmetz lebt, ist sicherlich vielen ein Begriff. In diesem Jahr wird die Sammlung der Geschichten rund um Zamonien und der Lindwurmfeste mit einigen amüsanten Lindwurmfestanekdoten zur Weihnachtszeit erweitert. Gleich vorneweg: So ganz erfreut ist Hildegunst nicht von dem Fest der Feste, Hamoulimepp und seinen vielen alten und neuen Traditionen. So werden in allerlei kurzen Kapiteln die abstrusesten Gegebenheiten geschildert, über die sich Hildegunst mal mehr und mal weniger aufregt. So erfährt man, dass das Hamouli nur eine Erfindung der Dichter ist, dass der Mepp nur deshalb Mepp heißt, weil man vermutlich dem weihnachtlichen Gefährten einen noch dümmeren Namen geben wollte als Depp, das es Hamoulimeppschnecken gibt, auf die die Dichter ihre Werke schreiben und so weiter und so fort. Bei vielem, auch wenn man noch so sehr schmunzeln kann, entdeckt man doch die Parallelen zu unserem eigenen Tun zur Weihnachtszeit, nicht alles macht davon Sinn. So ist dieses Büchlein, dass am Ende mit vielen Illustrationen von Lydia Rode aufwartet und noch einmal den Inhalt des Gelesenen bebildert, durchaus eine schöne ergänzende Lektüre für uns Buchlinge, die wir auf Neuigkeiten aus der Lindwurmfeste harren. Frohe Weihnachten, äh, Hamoulimepp! Fazit Viel Tiefgang sollte man nicht unbedingt erwarten, aber es ist ein wunderbar kurzweiliges Buch, um die eigenen Weihnachtstraditionen einmal kurz zu überdenken, innezuhalten, zu staunen und zu lachen.

Neues aus Zamonien

Von: Pineapples BookNook Datum: 03. December 2018

Cover: Ich könnte mir kein Cover vorstellen, das besser zu Weihnachten und zu Hamoulimepp passt. Die bunte Lindwurmfeste thront vor einem schwarzen Himmel. Es wirbeln zahlreiche Schneeflocken durch die Luft und verleihen dem Cover einen winterlichen Touch. Der Titel hebt sich mit seiner goldenen Schrift perfekt vom Hintergrund ab. Meinung: Endlich gibt es Neues aus Zamonien! Gut, mit seinen 103 Seiten ist „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ kein Wälzer, aber dennoch eine schöne Ergänzung für jede Zamonien-Sammlung. Auch für Einsteiger finde ich das Buch sehr gut geeignet, da man einen ersten Eindruck vom unvergleichlichen Universum Zamoniens aus der Feder von Walter Moers erhält. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei dem Buch, um einen Brief, den der berühmte Dichter und Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz an seinen Freund Hachmed Ben Kibitzer schreibt. Sehr detailliert werden der Ursprung und die Gebräuche zu „Hamoulimepp“, der zamonischen Variante von Weihnachten, geschildert. Wie immer sprüht jede Seite vor Witz und Skurrilität, die man von allen Moerschen Werken gewohnt ist. Besonders schmunzeln musste ich über die natürlich „ganz zufälligen“ Parallelen zu Weihnachten und die Absurdität hinter so mancher Tradition. Walter Moers schafft es wirklich, dass man darüber nachdenkt, welche Rituale wirklich zur „Magie“ des Weihnachtsfestes oder zu Hamoulimepp gehören und welche einfach nur unnötig sind. Am Ende des Buches befinden sich sehr liebevoll gestaltete Schautafeln, die zur Verbildlichung mancher Festtagsbräuche oder Eigenheiten der Lindwürmer dienen. Somit versteht man noch ein wenig mehr, worüber Hildegunst von Mythenmetz so eindrucksvoll berichtet. Besonders schön finde ich den kurzen Auszug aus dem neuen Buch „Der Bücherdrache“ von Walter Moers, welches im März 2019 erscheinen soll. Fazit: „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist für jeden Zamonien-Fan ein Muss, aber auch Neueinsteiger haben daran definitiv ihre Freude. Die schöne Aufmachung und die grandiosen Illustrationen machen das Buch zu einem wahren Schmuckstück, dass in keinem Bücherregal fehlen darf. Walter Moers hat mich perfekt auf Weihnachten eingestimmt und ich vergebe natürlich verdiente 5 Ananas.

fröhliches Hamoulimepp

Von: seitenleben Datum: 03. December 2018

„Warum ich Hamoulimepp hasse“- versucht der berühmte Lindwurmschrifsteller Hildegunst von Mythenmetz in Briefen an seinen alten Freund den Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer zu erklären. Hamoulimepp ähnelt in einigen Bräuchen unserem Weihnachtsfest, doch die Lindwürmer sind in ihrer Feiertagsplanung vielleicht doch noch ein bisschen spezieller. Mythenmetz ist genervt – doch vielleicht lässt er sich noch von der frohen Hamoulimeppstimmung mitreißen? Ich glaube, ich habe nur selten ein so schönes Buch in den Händen gehalten. Schon die Covergestaltung hat mich umgehauen. Der Schutzumschlag ist in einem satten Blau mit tollen Goldprägungen gehalten und fühlt sich mit dem festen Papier auch einfach klasse an. Auch die Gestaltung im inneren ist super gelungen. Jede Seite ein kleines Highlight mit fantastischen Illustrationen von Lydia Rode. In kurzen Briefen werden alle wichtigen Hamoulimepp-Bräuche von Mythenmetz erläutert. Ich fand es sehr unterhaltsam Parallelen zu Weihnachten zu entdecken. Mythenmetz leicht säuerlicher Unterton verleiht den Episoden auch eine Prise Humor. Moers hat einfach einen wunderbaren Schreibstil und ich bin immer wieder beeindruckt von seinen Figuren und Welten. Schade nur, dass das Buch so kurz ist. Für Zamonien-Liebhaber ist das sicher ein tolles Geschenk unter dem Hamoulimeppbaum.

Rezension oder: Warum ich Walter Moers liebe

Von: Buntes Tintenfässchen Datum: 02. December 2018

Ein neues Buch von Walter Moers schreit geradezu danach, gelesen zu werden. Noch dazu passt "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" perfekt in die Vorweihnachtszeit, auch wenn in diesem Büchlein alles andere als eine festliche Stimmung vorherrscht. Aber erst einmal möchte ich ein paar Worte zur fantastischen Gestaltung des Buches sagen: Nicht nur das Cover, sondern jede einzelne Seite ist ein kleines Kunstwerk. Die Illustrationen sind schräg und ausgefallen, wie man das von Walter Moers beziehungsweise seit "Prinzessin Dylia" auch von Lydia Rode, kennt und die Geschichte selbst, bei der es sich ja um einen Brief des erfolgreichen zamonischen Dichters Hildegunst von Mythenmetz (man kennt ihn vor allem aus seinem autobiografischen Roman "Die Stadt der träumenden Bücher") an seinen Freund Hachmed Ben Kibitzer handelt, ist passend dazu in Briefform abgedruckt und sensationell in Szene gesetzt. Man soll Bücher ja nicht nach ihrem Äußeren beurteilen, aber bei den Werken von Walter Moers wäre das ein Fehler, weil Text und Gestaltung bei ihm stets ineinander fließen und sich perfekt ergänzen. Moers-Fans kommen bei "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" also voll auf ihre Kosten, was das Lesegfühl betrifft. Nun zum Inhalt: Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Auf den ersten Seiten sind noch einmal wichtige Figuren und Schauplätze aus Zamonien abgebildet und kurz erläutert, was ich als Auffrischung ganz nett fand. Darauf folgen ein ebenfalls ziemlich amüsantes Vorwort von Walter Moers, der sich selbst als Übersetzer von Hildegunst von Mythenmetz bezeichnet, und schließlich der Brief, der circa 50 Seiten umfasst und von sogenannten taxonomischen Tafeln abgeschlossen wird - ein etwas ausgefallenes Glossar, in dem man ziemlich witzige und skurrile Illustrationen zu den genannten Bräuchen, Gegenständen und Gerichten findet. Die Geschichte selbst wird also auf ziemlich spektakuläre Weise eingerahmt und untermalt, was mir richtig gut gefallen hat. Und was erzählt Hildegunst von Mythenmetz seinem Freund, dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, in diesem Brief? Er schildert umfassend die Bräuche und Traditionen rundum "Hamoulimepp", ein dreitägiges Fest, das jedes Jahr von Lindwürmern auf der Lindwurmfeste begangen wird. Auch wenn Moers beziehungsweise von Mythenmetz ziemlich abgefahrene Metaphern verwendet und diese zamonische Tradition selbstverständlich gespickt ist mit allerlei Kuriositäten und Sachverhalten, die einen unweigerlich schmunzeln lassen (ich sag nur: Hamoulimeppwürmer und Hamoulimeppwurmzwerge, Gerichte, die mich haben schaudern lassen, und Musik, die laut den Beschreibungen von Hildegunst von Mythenmetz Trommelfelle zum Bluten bringt), sind die Parallelen zum Weihnachtsfest erstaunlich. Beziehungsweise liest man recht schnell heraus, was der Verfasser (und ich hüte mich davor, Walter Moers in diesem Fall als Autoren zu nennen) von all dem Kommerziellen, von dem Gewese, das heutzutage um Weihnachten gemacht wird, hält. Auch wenn es in "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" natürlich um ein fiktives Fest geht, hat mich das Buch nachdenklich gestimmt. Brauchen wir all das Tamtam eigentlich wirklich? Machen wir uns nicht manchmal wirklich lächerlich? Oder ist Hildegunst ein verbohrter Griesgram, weil er seinen Landsleuten den Spaß und die Begeisterung für "Hamoulimepp" missgönnt? Muss man eigentlich immer alles schlecht reden? Für mich ist dieses neueste Werk von Walter Moers ganz klar eine Allegorie auf unser Weihnachtsfest und als solche finde ich es wirklich gut, weil uns die Geschichte einmal mehr ins fantastische Zamonien entführt und uns tiefere Einblicke in die Kultur der Lindwürmer gewährt, auf einer anderen Bedeutungsebene aber gleichzeitig auch das Verhalten der Menschen reflektiert. Und genau das zeigt mir wieder einmal, welch ein Genie Walter Moers eigentlich ist. Ich meine, in Sachen Witz, Einfallsreichtum und Kuriositäten macht Walter Moers niemand etwas vor. Das Buch hat für mich nur einen einzigen kleinen Minuspunkt: Es hätte für meinen Geschmack auf jeden Fall noch umfangreicher sein können. Ich hatte das Gefühl, dass Hildegunst von Mythenmetz in Bezug auf "Hamoulimepp" doch ziemlich an der Oberfläche kratzt, zumal dank der berühmtberüchtigten Mythenmetzschen Abschweifung gefühlt weniger zur Tradition selbst erzählt wird, als ich es erwartet hatte. Nichtsdestotrotz: Dieses Buch ist einfach wunderschön und es schafft den Bogen zwischen Fantasy und Realität auf eine wirkliche geniale Art und Weise. Mein Fazit "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" ist genauso schräg, genauso skurril und fantastisch wie alle anderen Zamonien-Romane von Walter Moers auch. Ich liebe die sensationelle Gestaltung des Buches und Walter Moers´ abgefahrene Ideen, die mich aufs Neue erstaunt und begeistert haben. Für meinen Geschmack hätte es zwar ruhig ein bisschen mehr Geschichte, hätten es noch mehr Details sein dürfen, aber insgesamt ist dieses Buch wie seine Vorgänger auch ein echtes Kleinod und ganz bestimmt ein Muss für jeden Moers-Fan. Nicht zu vergessen die geheimnisvolle Leseprobe im Anhang...

Moers zum Vorlesen für Erwachsene

Von: losgelesen Datum: 02. December 2018

Pünktlich zu Beginn der Weihnachtszeit ist im Penguin Verlag das zweite Buch aus der Zusammenarbeit von Autor Walter Moers und Illustratorin Lydia Rode erschienen. Der Titel des weihnachtlich anmutenden Buchs lautet dazu auch passenderweise „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“. Aber Vorsicht, der Titel ist eine Mogelpackung, denn das Buch handelt gar nicht über Weihnachten, sondern über Hamoulimepp - ein Fest der Lindwürmer Zamoniens. Als Walter Moers, der Übersetzer der Werke Hildegunst von Mythenmetz, die Briefe des Zamonischen Erfolgsautors sichtet, fallen ihm sofort die Parallelen von Hamoulimepp und Weihnachten auf und er beschließt daraufhin einen langen Brief von Hildegunst von Mythenmetz an den Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer zu diesen Thema zu übersetzen. Herausgekommen ist das vorliegende Buch. Wie gewohnt ist dabei wieder einmal ein Füllhorn an erstaunlicher Ideen von Walter Moers heraus gekommen und so präsentiert er den Lesern unter anderem Felsengeiereier, Rostige Gnome, Schuppenpuppen und Trilobitensuppe. Allerdings ist bei dem Buch zu beachten, dass es keine Geschichte im herkömmlichen Sinn ist, sondern es handelt sich um einen 70-seitigen Brief, in dem Hildegunst von Mythemetz schreibt, wie sehr er das Fest Hamoulimepp hasst. Nur wenige der unzähligen Bräuche des Festes gefallen ihm, während ihm die größere Anzahl ein Graus sind. Das Buch ist wie bereits von „Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr“ von Lydia Rode gewohnt, sehr schön in Szene gesetzt, allerdings sind die Abbildungen nicht in den Text integriert, sondern als Taxonomische Tafeln angehängt. Insgesamt ist das Buch zwar recht kurz und schnell gelesen, eignet sich aber dafür sehr gut zum Vorlesen in der Vorweihnachtszeit. Die Zuhörer können sich einkuscheln und ganz entspannt in die phantastische Welt Zamoniens eintauchen.

Dieses konnte mich leider nicht so begeistern

Von: Kikis Bücherkiste Datum: 01. December 2018

Vielen Dank an den Verlag und dem Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, was aber in keiner Weise meine Meinung beeinflusst. Mein Eindruck: Nach dem ich die beiden Graphic Novellen von Walter Moers praktisch inhaliert habe, war für mich klar, dass ich dieses Buch auf jeden Fall lesen möchte und habe mich sehr gefreut, als es endlich bei mir eintraf. Die optische Aufmachung des Buches ist wieder sehr gut gelungen und gefällt mir sehr. Allerdings finde ich die Umsetzung des Briefes von Hildegunst von Mythenmetz an den Buchhaimer Hachmed nicht so ganz gelungen. Wer hier eine richtige Geschichte mit allem was dazugehört erwartet, wird leider ein wenig enttäuscht sein, denn hier schildert Hildegunst in einem Brief an Eydeeten Hachmed, wie das Hamoulimepp von Statten geht und was es so für Bräuche gibt. Eigentlich wäre das nicht schlimm und ich war auch auf einen Brief vorbereitet, allerdings hatte ich auf eine bessere Umsetzung gehofft. Ich möchte nicht sagen, dass das Buch lieblos umgesetzt wurde, aber ich hatte beim Lesen das Gefühl, da werden die ganzen Dinge, die zu Hamoulimepp dazugehören einfach so „abgearbeitet“. Ohne eine Spannung oder eine Stimmung zu erzeugen, sondern es plätschert ziemlich langweilig und eintönig dahin. Auch fehlte mir die Fantasie, die man so in den anderen Büchern des Autors findet. Ich hatte das Gefühl, als ob die Ideen ausgegangen wären. Am Ende des Buches gibt es dann noch einige Zeichnungen (ca. 30 Seiten, wenn ich richtig gezählt habe) und eine Leseprobe des Buches "Der Bücherdrache", das nächstes Jahr erscheint. Fazit: Leider kann mich dieses Buch des Autors nicht wirklich begeistern und ich bin mir nicht sicher, ob ich es empfehlen würde. Wohl eher nicht. Aber wie immer ist das alles reine Geschmackssache.

Vorkenntnisse erwünscht

Von: readingforrest Datum: 28. November 2018

Es ist ein Buch, bei dem es definitiv nicht schadet die Vorgänger von Walter Moers zu kennen, vorallem die, die Mythenmetz's eigene Lebensgeschichte behandeln, also Die Stadt der Träumenden Bücher oder auch Das Labyrinth der Träumden Bücher. Es erklärt sich zwar an vielen Stellen selbst, wiederholt was bereits in anderen Büchern erzählt wurde und verweist auf Illustrationen, dennoch ist die Welt die Walter Moers geschaffen hat sehr komplex und auf diesen Rund 70 Seiten nicht zusammenfassbar. Mir als "alten Hasen" der alles gelesen hat was es bis jetzt von Moers gibt, hat es wirklich gut gefallen, es ist einfach zu lesen, deutlich einfacher als Prinzessin Insomnia mit ihren ewig langen Aufzählungen, hat einen schönen Schwung, man bekommt neue Informationen zwischen alten, die teils nochmal etwas erläutert werden. Es ist durch aus eine nette kleine Geschichte über die sich jeder Moers-Fan wohl sicher freuen würde. Gerade jetzt zu Weihnachten/Hamoulimepp.

Ich freue mich auf die vorherigen Bände!

Von: buecherliebe98 Datum: 27. November 2018

Ich habe mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut, da viele von Walter Moers so schwärmen und ich endlich mal eins lesen wollte, da dieses ja nicht dick ist, fand ich es vor Weihnachten natürlich perfekt. Zugegeben, ich war am Anfang sehr überfordert mit den Personen und allem darum herum, doch das gab sich, da am Anfang jeder vorgestellt wird und immer wieder Bemerkungen gemacht werden, dass man doch zu Seite x blättern könne, was ich sehr gut fand! Die eigentliche Story geht nur bis ca Seite 70, danach folgen "Taxonomische Tafeln" und ab Seite 104 eine Leseprobe von "Der Bücherdrache". Dadurch, dass es hauptsächlich aus Bildern besteht, ließt sich der ca 50 Seiten Text-Inhalt sehr schnell. Doch dieser Inhalt hat mir gut gefallen und ich ärgere mich total, dass ich noch nicht früher die Bücher von Walter Moers gelesen habe. Fazit: Ich weiß nicht so recht, wie ich dies bewerten soll, doch ich bin Sicher, dass wenn man die vorherigen Zamonien-Romane gelesen hat, (was ich auch noch tun möchte) wird dieses Buch eine tolle Ergänzung sein.

Weihnachten mit Moers

Von: Be-Nerdy Datum: 26. November 2018

Inhalt In diesem Buch lesen wir einen Brief von Hildegunst von Mythenmetz an Hachmed Ben Kibitzer in dem er über das Fest Hamoulimepp schreibt, welches er nicht gerade sehr mag und das ziemlich an unser Weihnachten erinnert. Die Lindwürmer feiern dieses dreitägige Fest jedes Jahr und "gönnen" sich unter anderem ungesundes Essen, bemalte Felsspitzen, einen Bücher-räumaus und feuerloses Feuerwerk während die braven Kinder von Hamouli und Mepp beschenkt werden. Meine Meinung Ein kleines Schmuckstück zu Weihnachten. Zugegeben, dieses Buch ist sehr schnell durch und es gibt außer diesem Brief in dem von Hamoulimepp erzählt wird keine weitere Geschichte und so sollte man schon überlegen ob man dafür 15€ ausgeben möchte. Aber es ist wie voll mit fabelhaften Illustrationen und überzeugt mal wieder mit Moers skurrilen und witzigen Ideen rund um Buchhaim und den Lindwürmern. Die erste Hälfte des Buches enthält den Brief mit sämtlichen Erläuterungen zu dem Fest und Verweisen zu Bildtafeln, die wir in der zweiten Hälfte des Buches anschauen können um so ein besseres Bild davon zu bekommen worüber Hildegunst da überhaupt schreibt. Auf witzige Art und Weise, zieht der Autor über das Fest her und es entgehen einem natürlich nicht die Parallelen zu unserem Fest. Angefangen von den Lügen über Hamouli und Mepp die man den Kindern erzählt bis hin zu grenzenlosem Schlemmen und dem zerstörerischem Brauch Felsspitzen zu bemalen nur um sie danach wieder wegzuschmeißen. Ich fand das ganze sehr lustig und kann dem Hildegunst nur zustimmen, über manche Bräuche sollte man vielleicht nachdenken und andere wiederum gehören einfach zu der "Magie" dazu. Gut gefallen hat mir vor allem der Bücher-räumaus bei dem jeder seine Bücher aussortiert und vor die Tür stellt so dass man sich mit den Nachbarn austauscht und neue Schätze finden kann 😉 Klingt doch gar nicht schlecht oder? Fazit Ein schönes weihnachtliches Buch dass man sehr gut zwischendurch lesen kann und vor allem eine Empfehlung für alle Fans von Moers und Buchhaim 😉 15€ ist für so ein dünnes Buch zwar nicht gerade ein Schnäppchen aber die Aufmachung mit den ganzen Illustrationen und so weiter, (der Schutzumschlag wirkt auch sehr hochwertig mit den leichten Rillen die ein wenig an Wellpappe erinnern) ist das Buch den Preis an sich schon wert und für Fans auf jeden Fall ein Muss.

Eine weihnachtliche, mythenmetzsche' Abschweifung

Von: Marie Datum: 25. November 2018

Eine einzige, weihnachtliche mythenmetzsche‘ Abschweifung Wer Walter Moers kauft, bekommt auch Walter Moers – und dass das immer irgendwie speziell und selten so ist, wie man es sich vorstellt, dürfte nach nun mehr sieben Zamonien-Romanen bekannt sein. Die Novelle „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ mit dem tragenden Untertitel „Warum ich Hamoulimepp hasse“ ist ein Brief von Hildegunst von Mythenmetz an den Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, in dem Mythenmetz die zamonischen Feiertage rund um Hamoulimepp erklärt und in Frage stellt. Der eigentliche Text umfasst nur ungefähr fünfzig Seiten und liest sich dementsprechend schnell – gewürzt wird das Ganze mit den Taxonomischen Tafeln, auf die im Text immer wieder verwiesen wird und die beschriebene Bräuche mit Illustrationen untermalen. „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist sicherlich kein neuer Zamonien-Roman mit beeindruckendem Inhalt – vielmehr handelt es sich um ein Beiwerk zur Welt, das sich als kleine weihnachtliche (Anti-)Einstimmung versteht (je nachdem, wie man es eben liest). In typischer Mythenmetz-Moers-Manier liest sich die Novelle wie eine einzige mythenmetzsche‘ Abschweifung und ist so für Zamonienfans definitiv ein Lesemuss. Erwartet man eine komplexe. zamonische Abenteuergeschichte, wird man in diesem Fall sicherlich enttäuscht werden, denn das hat „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ sicherlich nicht zu bieten. Es ist eher ein kleiner, feiner Appetizer für Zwischendurch, der in kürzester Zeit gelesen ist und die Zamonien-Welt und insbesondere die Lindwurmfeste und ihre Bewohner um einige Informationen bereichert. Mythenmetz beschreibt die vielen, in seinen Augen sinnlosen oder sogar hirnrissigen Bräuche von Hamoulimepp, die größtenteils sehr an unser Weihnachten erinnern und einige Lacher garantieren – wenn man es so liest, sind Hamoulimepp und Weihnachten wirklich irgendwie komisch. Trotz Mythenmetz Einstellung zu den Festtagen, kommt im Buch eine Art weihnachtliche Stimmung mit zamonischen Beigeschmack auf. Hochwertige Aufmachung und schöne Illustrationen Das Lesegefühl wird – wie immer bei Moers-Romanen – durch die Haptik, Aufmachung und Illustrationen aufgewertet. Das Buch ist gänzlich farbig gedruckt und hat keine einzige ’normale‘ Textseite (abgesehen von der Leseprobe zu seinem neuen Roman „Der Bücherdrache“, der im Februar 2019 erscheint). Die Illustrationen von Lydia Rode, die bereits Prinzessin Insomnia illustriert hat, sind gewohnt schön und farbenfroh und passen perfekt zu Walter Moers‘ Stil. „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ ist kein großer literarischer Schlag, auch wenn mir die Idee gefällt und der Mythos um Hildegunst von Mythenmetz durch einen Brief von ihm noch weitergeführt und aufgewertet wird. Als kleines Leseschmankerl – optisch, wie inhaltlich – finde ich die Novelle aber durchaus schön und gemütlich zu lesen. Es ist eben ganz kurzweilige Unterhaltung, die man mal eben so weglesen kann. Für Zamonienfans auf jeden Fall lohnenswert, Zamonienneulinge sollten hiermit aber auf keinen Fall in die Welt starten.

Fröhliche zamonische Weihnachten

Von: Geheimnisvolle Bücherwelten Datum: 24. November 2018

Meine Rezi zu „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ von Walter Moers Hildegunde von Mythenmetz schreibt einen Brief an Hachmed Ben Kibitzer und erzählt von einem kuriosen Ritual namens „Hamoulimepp“ (Anmerkung der Bloggerin.... ich hab immer noch einen Knoten inner Zunge 😛) Dieses Fest wird einmal im Jahr in seiner Heimat, der Lindwurmfeste, gefeiert. Und es sind wirklich viele Begebenheiten, die eine Ähnlichkeit zu unserem Feste haben. Aber kommen sie selber mit und erleben Sie auf zamonische Weise Weihnachten! Also mal als allererstes. Ich bin ein großer Walter Moers Fan. So habe ich bisher fast alle Geschichten Geschichten gelesen und seine Zeichnungen bewundert. Auch die Ausstellung im Schloss Oberhausen ließ ich mir damals nicht entgehen. Zu gerne würde ich den großen Meister ja gerne mal selber kennenlernen. Hach ja. Und auch in diesem Buch wurde mein Auge nicht enttäuscht. Wieder gibt es zahlreiche Zeichnungen, kurioser könnten Sie gar nicht sein, und dazu Erklärungen. So wird in seinen ca 50 Seiten langen Brief an Hachmed, das Hamoulimepp, in all seinen Merkwürdigkeiten, erzählt. Bunter, fantastischer, Kurios, halt zamonisch. Es ist keine Geschichte in dem Sinne und da komme ich zu dem großen ABER. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich ein bisschen mehr erwartet. 15€ für 100 Seiten, davon 50 Seiten Bilder und Beschreibungen. Puhhhh weiß ich grade nicht wie ich das bewerten soll. Im Anschluss gibt es eine Leseprobe, YIIIIHAAAAA, zu „Der Bücherdrache“, das im Frühjahr 2019 erscheinen soll. Es verspricht wieder zamonisch zu werden. Alles in allem gebe ich trotz der Kürze des Buches, 4/5 Lindwürmer 😉 Und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen mit Walter Moers und Hildegunst von Mythenmetz ❤️

Hamouli Hamouli Mepp Mepp Mepp

Von: Noeffis Buecherkiste Datum: 24. November 2018

Hamouli, Hamouli, Mepp Mepp Mepp! Hamouli, Hamouli, Mepp Mepp Mepp! Jawoll, die Weihnachtszeit naht und auch in Zamonien geht es rund! Auf der Lindwurmfeste, die Heimat des berühmten Schriftstellers Hildegunst von Mythenmetz, wird das jährliche Ritual "Hamoulimepp" abgehalten. In Briefform an Hachmed der Kibitzer, erzählt Hildegunst von dem in seinen Augen bizarrem Fest und dessen Begleiterscheinungen! Ich liebe Walter Moe... äh von Mythenmetz´Schreibstil sehr. Die Stadt der Träumenden Bücher und das Labyrinth der Träumenden Bücher habe ich ebenfalls schon verschlungen. Dieses hamoulimeppe Buch musste ich daher unbedingt haben! Es ist grafisch von innen und außen total hochwertig und liebevoll gestaltet! Das macht wirklich super was her! Zudem lernt mal eine neue Seite der zamonischen Kultur kennen. Man kann sich meiner Meinung aber nur hinein finden, wenn man die vorigen Bücher bereits gelesen hat. Als Zamonien-Neuling sollte man sich nicht zuviel davon versprechen. Ein wirklich gelungener weihnachtlicher Spin-Off!

Weihnachten oder Hamoulimepp?

Von: Franziska_J Datum: 23. November 2018

„Bist du bereit für ein schockierendes Geständnis? Für die Bankrotterklärung der gesamten so hoch geschätzten Lindwurmkultur? Und wenn du schon sitzt, dann setz dich lieber zur Sicherheit noch mal hin! Ich werde kein Blatt vor den Mund nehmen.“ In Walter Moers neustem Meisterwerk rechnet Hildegunst von Mythenmetz, erfolgreichster Schriftsteller ganz Zamoniens, in einem Brief an seinen geschätzten Freund Hachmed Ben Kibitzer ab mit dem legendären Lindwurmfest ‚Hamoulimepp‘, das doch verdächtig an unser Weihnachtsfest erinnert. Die Parallelen reichen von Geschenken, Weihnachtsbäumen und Wichteln bis hin zum üppigen, drei Tage dauernden Festmahl, das auch bei Lindwürmern zu einem besorgten Blick auf die Waage führt. Hamoulimeppwurmzwerge, Schuppenpuppen, Pflansekten, Lindwurmfesteschneckengedichte und viele andere zamonische Kuriositäten. Mit Weihnachten auf der Lindwurmfeste hält man einen echten Moers in den Händen. Dem zamonienkundigen Leser dürften die Figuren Hildegunst und Hachmed bereits bekannt sein und wer sie nicht kennt, dem werden sie zu Beginn noch einmal vorgestellt. Man lernt in diesem Buch aber nicht nur den alten Brauch des Hamoulimeppfestes und seine mythen- und sagenumwobene Geschichte kennen sondern erfährt ebenso etwas über Lebensgewohnheiten und Kulturbetrieb der Lindwürmer, die uns Menschen vielleicht viel näher stehen, als wir es bisher ahnten. Das Buch ist daher aber auch keine Erzählung im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine Art anthropologische Studie über Lindwürmer. „Es war, als hätte man mir meine ganze Kindheit unter den Füßen weggezogen- und darunter befand sich der tückische Treibsand des Erwachsenenlebens mit allen Zukunftsängsten darin. Ich habe mich bis heute nicht wirklich davon erholt.“ Besonders berührend berichtet Mythenmetz, wie ihm im zarten Alter von 29 Jahren (für Lindwurmverhältnisse Kleinkindalter) die Illusion vom Hamouli (dem Weihnachtsmann für Lindwürmer) geraubt wurde und wie nachhaltig sein Vertrauen in das Leben davon erschüttert wurde. Herrlich ironisch prangert er außerdem die extreme Konsumgier dieses Festes an und aufgrund der breiten Analogie zu unserem Weihnachtsfest kommt man glatt ins Grübeln, ob die vielen Geschenke und das Übermaß an Dekoration, die nach dem Fest entweder auf dem Müll landet oder bis zum nächsten Jahr in Kisten auf dem Dachboden verstaubt, wirklich nötig sind. Das Buch wird damit auch zu einer in Fantasie gehüllten Gesellschaftskritik. Wie immer ist das Buch ein echter Blickfang. Die Illustratorin Lydia Rode, die bereits in Prinzessin Insomnia und der alptraumhafte Nachtmahr für Farbe gesorgt hat, hat auch dieses Mal wieder wunderbare Arbeit geleistet und sorgt mit den bebilderten Taxonomischen Tafeln für Anschaulichkeit in der uns so fremden Kultur der Lindwürmer. Weihnachten auf der Lindwurmfeste – ein Muss für alle Zamonien- Fans und alle, die es noch werden wollen…

Das Orm schwächelt

Von: vanessa.liest Datum: 21. November 2018

Zu allererst einmal - Ich bin der allergrößte Moers-Fan. Ich habe seine Bücher regelmäßig verschlungen, die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär ist eines meiner Lieblingsbücher of all time und ich bin immer wieder begeistert ob der schier unendlichen Fantasie dieses Mannes. Seine Zamonien-Romane sind mit das beste was der deutsche Literaturmarkt jemals hervorgebracht hat. Punkt. Mit der Einleitung hab ich ja jetzt schon ein dickes fetter ABER provoziert und hier kommt es nun auch: Aber! Aber, Weihnachten auf der Lindwurmfeste war jetzt nicht unbedingt ein Glanzstück lieber Herr Moers. Leider nein, leider gar nicht. Zu allererst muss man sagen - Weihnachten auf der Lindwurmfeste ist ja nicht einmal ein Roman, oder bessergesagt und angesicht des eher übersichtlichen Volumens, auch keine Novelle. Es gibt keine Handlung, man sucht vergebens nach Spannung, oder nach liebenswerten und verrückten Charakteren (wenn man hier mal vom Meister selbst, Hildegunst von Mythenmetz, absieht), sprich vieles was einen Moers-Roman besonders macht ist hier einfach nicht gegeben.Es handelt sich hier um einen Brief von Mythenmetz den er an seinen Freund den Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer schreibt und in dem er die Gebräuche des Festes Hamoulimepp, welches bei ihm zu Hause auf der Lindwurmfeste gefeiert wird schildert. Hamoulimepp nun, ist ein Fest welches Weihnachten zum verwechseln ähnlich sieht und von Mythenmetz stark verachtet wird, dementsprechend objektiv ist auch seine Schilderung. Hier und da hat der großartige Moers-Witz aufgeblitzt und ich habe mir hin und wieder ein Lächeln nicht verkneifen können, aber am Schluss sitzt man halt doch da und denkt "Ok hm. Das wars jetzt? Wirklich? Da bin ich aber besseres gewohnt von dir Herr Moers. Wo ist dein Orm?"Wer mit dem (großartigen) Werk Ensel und Krete vertraut ist, dem sind die Mythenmetzschen Abschweifungen bekannt. Weihnachten auf der Lindwurmfeste ist genau das. Eine Abschweifung. Allerdings ohne großartigen Text von dem abgeschweift werden könnte. Ein bisschen traurig. Illustriert ist Weihnachten auf der Lindwurmfeste genau wie sein Vorgänger Prinzessin Insomnia auch wieder von Lydia Rode. Sie hat hier ohne Zweifel wieder eine bemerkenswert gute Arbeit angeliefert, das Buch ist wunderschön illustriert, allerdings wenn ich ganz ehrlich bin haben mir die Illustrationen von Moers in seinen anderen Werken immer besser gefallen.

Eine Abrechnung

Von: Der Büchernarr (Frank) Datum: 19. December 2018

Es würde mich nicht wundern, wenn Walter Moers zu den Kindern gehörte, die zu Nikolaus oder Weihnachten voller Angst im Bett lagen, weil sie fürchteten, dass ein fremder Mann in die Wohnung eindringen würde. Das wäre zumindest eine Erklärung für diese Art der Abrechnung mit den (vor)weihnachtlichen Riten der Menschen, die er in die Lindwurmfeste Zamoniens verlegt hat. +++ Hamoulimepp +++ Der gesamte Hamoulimeppmythos wird von Moers in Form eines Briefs von Hildegunst von Mythenmetz an den Buchhaimer Antiquar und langjährigen Brieffreund Hachmed Ben Kubitzer geschildert. Die gängigsten Begrifflichkeiten werden zu Beginn des Buchs erläutert, damit auch die Leser etwas ihm anfangen können, denen die Welt bisher noch nicht viel sagte. Dann geht es auch schon los, mit der Abrechnung des Festes, das auf Zamonien Hamoulimepp heißt. Hier kommen die Hamoulimeppbäume (Tannenbäume) und der Hamoulimeppwurm (Weihnachtsmann) ebenso auf seine Kosten wie der Hamouli (wahlweise Christkind oder Nikolaus) und der Mepp (Knecht Ruprecht). Dabei strotzt das Buch wieder vor sprachlicher Verspieltheit, so dass zusammen mit der Legende der Heinzelmännchen (bitte mit “H” und nicht mit “M”) oder der Wichtel es zu Schaffung der “Hamoulimeppwurmzwerge” kommt. Aber auch die Musik, die diesem Feste innewohnt und die allseits beliebte Freilichtmusiktheaterinszenierung (Krippenspiel) kommen auf ihre Kosten. Dabei nimmt Moers (wie gewohnt) kein Blatt vor den Mund. +++ Andere Seite +++ Aber auch die postiven Seiten des Hamoulimepp versprühen ihren ganz eigenen zamonischen Charme, wenn von “Lindwurmfesteschneckenpoesie” die Rede ist – eine ganz besondere Art des Artenschutzes, der sich die Menschen durchaus annehmen sollten. Aber wenn dann auch die Schattenseiten der Schlemmerei zum Hamoulimepp zu Sprache kommen, wird doch wieder ein negativer Aspekt der Festlichkeiten offenbart. Wer bis hier noch kein Lächeln auf den Lippen hatte, dem wird dieses sicherlich bei den zahlreichen Illustrationen kommen, die die Worte von Moers bildlich unterstreichen. +++ Fazit +++ Walter Moers liebt das Spiel mit der Sprache und rechnet mit diesem kleinen Buch gnadenlos mit dem irdischen Weihnachtsfest ab. Als Leser kann man über die Ausführungen einfach so hinweglesen und sich am Spiel erfreuen oder man kann kurz innehalten, um festzustellen, ob man sich nicht selbst in den beschriebenen Zeilen wiederentdeckt. Wie gewohnt findet sich in diesem Buch eine recht offensichtliche und offensive Gesellschaftskritik wieder. Dieser muss man ebenso offen gegenüber stehen wie die Welt von Zamonien, um diesem kleinen Buch etwas abgewinnen zu können.

Eine kurzweilige Geschichte zur Weihnachtszeit, die Lust auf den Weihnachtstrubel macht

Von: Lilis Lesemomente Datum: 30. December 2018

Weihnachten auf der Lindwurmfeste Autor: Walter Moers Illustration: Lydia Rode Sprecher: Andreas Fröhlich Hörbuch, vollständige Lesung Laufzeit ca. 1 Stunde 8 Minuten Produktion: Der Hörverlag 2018 Verlagsgruppe Random House GmbH ISBN 978-3-8445-3061-2 Inhalt und Personen Die Geschichte spielt in Zamonien, einer fiktiven Welt. Walter Moers hat die Geschichte um Weihnachten - dort Hamoulimepp - sozusagen aus dem Zamonischen übertragen. Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz, zugleich berühmtester Schriftsteller Zamoniens, schreibt einen Brief an den Buchhainer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer. In diesem Brief berichtet er über das "Fest der Feste" das Hamoulimepp und die Traditionen darum. Meine Meinung In Weihnachten auf der Lindwurmfeste schreibt Hildegunst von Mythenmetz einen Brief an Hachmed Ben Kibitzer und erzählt in einer ablehnenden Haltung von dem Fest Hamoulimepp. Dabei steht Hamouli für den Weihnachtsmann und Mepp für Knecht Ruprecht - im übertragenen Sinne. Anfangs vermutete ich beim Hören der Geschichte, Hildegunst von Mythenmetz wäre eine Art Grinch. Eine ablehnende Haltung gegenüber dem Hamoulimepp und den damit verbundenen Traditionen ließ mich daran denken. Und er erzählt auf eine kurzweilige, amüsante Art und Weise darüber, wie die Lindwürmer sich auf den Hamuolimepp-Trubel vorbereiten. Für mich war es das erste Buch bzw. Hörbuch von Walter Moers und ich musste mich erst einmal in die Geschichte einfinden. Dabei half das wundervoll gestaltete Booklet, das sich in dem Hörbuch befindet. Die Zeichnungen von Lydia Rode wirken - trotz schwarzem Hintergrund - fröhlich. Andreas Fröhlich, der Sprecher des Hörbuchs, hat einen Ausdruck in der Stimme ohne "anzuecken". Seine Stimme ist fortwährend angenehm und die Stimmung der Geschichte wird optimal weitergegeben. Als Leser war ich übrigens ganz angetan von einer ganz tollen Tradition des Hamoulimepps: dem Bücher-Räumaus. Fazit Wer sich kurzweilig unterhalten wissen möchte und einen Blick auf das Hamoulimepp und die Traditionen erhalten und einfach mal dem eigenen Weihnachtstumult entfliehen möchte, ist mit Weihnachten auf der Lindwurmfeste gut beraten. Für Walter Moers Fans ist es sicherlich ein sehr kurzes Vergnügen, da die Laufzeit tatsächlich nur eine gute Stunde beträgt.

Rezension zu "Weihnachten auf der Lindwurmfeste - HB"

Von: Zsadista Datum: 17. December 2018

Hildegunst von Mythenmetz erzählt seinem Brieffreund Hachmed Ben Kibitzer in einem Brief die Höhen und Tiefen von dem Hamoulimepp Fest, dass jedes Jahr von neuen gefeiert wird. Man könnte am Ende fast meinen, das Hamoulimepp Fest hätte stark etwas mit Weihnachten zu tun. „Weihnachten auf der Lindwurmfeste – HB“ ist eine weitere Geschichte um Hildegunst von Mythenmetz aus der Feder des Autors Walter Moers. Gelesen wurde das Hörbuch von Andreas Fröhlich. Ich fand, dass der Sprecher seine Arbeit sehr gut machte, ich hab seiner Stimme gerne gelauscht. Als erstes muss einem bei dem Kauf des Hörbuches klar sein, dass es nur 68 Minuten lang ist. Man darf hier keine Mehrstundenerzählung erwarten. Es ist auch kein Roman im normalen Sinne. Es wird hier lediglich ein Brief mit Erklärungen vorgelesen. Wer einen Roman mit großer Geschichte erwartet, liegt hier falsch und wird enttäuscht. Die Story selbst fand ich eigentlich recht locker und humorvoll. Was sich der Autor mal wieder alles an neuen Wörtern einfallen gelassen hat, war schon nicht schlecht. Ich fand es für mich auch schon sehr lustig zu überlegen, wo das Stück aus Hamoulimepp in der Weihnachtszeit zu finden ist. Alles brachte ich dann doch nicht unter. Das Hörbuch an sich hat mir gut gefallen. Wie gesagt, es ist sehr kurz, aber wer lesen kann ist klar im Vorteil, es steht nämlich hinten drauf. Was mir weniger gefallen hat, waren die lieblosen Zeichnungen aus dem 28-seitigen Booklet. Es ist auch nicht gerade das wahre, wenn man auf gelben Körpern mit orange die Feinheiten druckt. Allerdings finde ich eben auch die anderen, besser gedruckten Zeichnungen nicht gerade ansprechend, was ich schon sehr schade finde. Für Walter Moers Fans bestimmt ein Muss. Alle anderen sollten sich überlegen, ob sie bei dem Hörbuch zuschlagen wollen. Ich bin kein unbedingter Moers Fan, mag aber Hildegunst sehr gerne und fand das Hörbuch eben auch ganz in Ordnung.

Mepp Mepp Mepp!

Von: Blaxy's Little Book Corner Datum: 13. December 2018

Walter Moers sei Dank; wäre er nicht auf einen Brief von Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz an seinen geschätzten Freund Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer gestoßen, müssten wir weiter mit der Unwissenheit um das geschätzte (oder eben auch nicht geschätzte) Fest der Lindwürmer, "Hamoulimepp", leben. Die Bewohner Zamoniens zelebrieren aller Hand Feierlichkeiten, doch Hamoulimepp ist das einzige, welches sich gleich über drei Tage verteilt, sehr zum Verdruss von Hildegunst von Mythenmetz: in seinem Brief macht er sich seinen Ärger und seiner Fassungslosigkeit über die Begeisterung der anderen Lindwürmer  für das Fest der Feste Luft. Sehr ausführlich schildert der gute Hildegunst, welche Bräuche und Sitten ihm aufstoßen und auch warum der "Hamouli" seiner Kindheit die Unschuld geraubt hat. Seltsamer Weise erinnern so ein paar Einwände, naja, oder vielleicht sogar alle, ein ganz klein wenig an unser bekanntes Weihnachtsfest.. Hildegunst lässt uns mit seiner Abrechnung mit dem Hamoulimepp diverse Parallelen zu unseren Festivitäten entdecken, weshalb man ums Schmunzeln nicht umhin kommt. Wer bei "Weihnachten auf dem Lindwurmfeste" eine Story erwartet, ist hier falsch. Ein kleiner, feiner Brief, der einen noch kleineren und feineren Seitenhieb auf unser gesellschaftliches Verhalten und unsere Konsumaktivität austeilt, genau das haben wir in unseren Händen. Zwar würde ich mich nicht als treuen Fan von Walter Moers bezeichnen, doch greife ich gern dann und wann zu seinem ersponnenen Schätzchen "Zamonien". Und auch hier war es kein Fehlgriff. Ich gehöre zu der Generation, die mit Käpt'n Blaubär in der Sendung mit der Maus aufgewachsen ist - daher entschied ich mich hier eher für die Hörbuchvariante, als für das gebundene Buch. Und tatsächlich: während ich lauschte, sah ich episodenartig die Schilderungen von Hildegunst von Mythenmetz vor meinem geistigen Auge. :) Schwachsinn, der immernoch das Herz erhellt und einem ein Stückchen Kindheit schenkt. ;) Leider ziehe ich ein Sternchen ab, da in typischer Moers-Manier diverse Aufzählungen zu viel des Guten waren. Auch bin ich eher der Weihnachtsfanatiker, als -ablehner. :D Aber wenn man weiss, dass man sich hier nicht gerade auf eine Lobhuldigung von Hamoulimepp einschießen kann, kann man sich gut darauf einstellen und mit einem Augenzwinkern sogar mit murren. ;)

Frohes Hamoulimepp

Von: U. Pflanz Datum: 08. December 2018

Zuerst einmal muss ich sagen, dass man dran denken muss, dass dies hier kein Roman ist, sondern ein Brief von Hildegunst von Mythenmetz an seinen Freund den Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer. Darin geht es um das Fest der Lindwürmer, nämlich Hamoulimepp. Von diesem Fest ist Mythenmetz nicht wirklich begeistert. Man erfährt einiges über dieses Ereignis, welches sehr mit unserem Weihnachten ähnelt. Hampuli ist bei uns der Weihnachtsmann, sowie Mepp unser Knecht Ruprecht ist. Ich fand es einfach mal schön zwischendurch etwas über die Gepflogenheiten und Traditionen aus der Fantasiewelt von Walter Moers zu erfahren. Und wie man es schön aus seiner besonderen Welt kennt, ist auch dieser Brief wieder bis ins Detail liebevoll durchdacht. Der Sprecher Andreas Fröhlich klingt sehr angenehm und hat eine Gabe diesen Brief mit verschiedenen Stimmlagen sehr lebendig zu halten. Auch bei dem Hörbuch ist eine tolle Illustration beigelegt, damit man sich alles auch sehr gut vorstellen kann. Von mir gibt es eine Hör- oder Leseempfehlung und 5 von 5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Zamonische Weihnachten!

Von: Meggie Datum: 05. December 2018

Hildegunst von Mythenmetz, der wohl bekannteste Lindwurm Zamoniens und ein begnadeter Lyriker, führt einen regen Schriftverkehr mit dem Eydeeten Hachmed ben Kibitzer. Bei der Sichtung des Briefverkehrs durch Walter Moers stößt dieser auf einen Brief, in dem Hildegunst ein Fest beschreibt, dass unserem Weihnachten sehr ähnlich ist. Hamoulimepp nennt es sich und wird an den letzten drei Tagen des Jahres gefeiert. Die Ähnlichkeit zu unserem Weihnachtsfest ist enorm. Hildegunst berichtet von Bräuchen, Liedern und Gerichten. Nach "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr" und vor dem im Januar 2019 erscheinenden Buch "Der Bücherdrache" gibt es einen kleinen Appetithappen für Zwischendurch. Walter Moers erzählt von dem auf der Lindwurmfeste stattfindenden Fest namens Hamoulimepp, welches große Ähnlichkeit mit unserem Weihnachten hat. Dabei erzählt Hildegunst von Mythenmetz in einem Brief seinem Freund Hachmed ben Kibitzer von dem Fest, wobei er auf sämtliche Gegebenheiten eingeht. Den Brauch, das Essen, die Traditionen und vor allem seine Abneigung gegen das Fest. Gelesen wird das Hörbuch von Andreas Fröhlich, der mit seiner "Stimmen"Vielfalt der ganzen Geschichte nochmals etwas Besonderes verleiht. So meint man, der Brief, den Hildegunst an seinen Freund Hachmed geschrieben hat, würde direkt von Hildegunst vorgelesen. Auch wenn es viele Stimmen gegen diese Geschichte gibt, bin ich begeistert, mit welchen liebevollen Details der Autor an die Geschichte herangegangen ist. Abgerundet wird die Geschichte mit Zeichnungen der Illustratorin Lydia Rhode, die auch schon bei "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr" mit von der Partie war. Nach dem Brief von Hildegunst von Mythenmetz erwarten einem mehrere "Taxonomische Tafeln", auf denen wir einen näheren Blick auf verschiedene Dinge erhalten. So werden die Rostigen Gnome vorgestellt, die verschiedenen Haustüren auf der Lindwurmfeste oder die Schätze, die sich in deren Inneren befinden. Anschließend erwartet einem noch eine Leseprobe über acht Seiten von dem im Januar erscheinenden neuen Buch "Der Bücherdrache". "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" fand ich persönlich sehr interessant, denn es ist in meinem Augen eine schöne Ergänzung zu den ganzen Zamonien-Romanen. Man darf keinen Roman erwarten, es ist eben eine Abschweifung, ein Auszug aus dem Briefwechsel zwischen Hildegunst und Hachmed. Eine wunderbare kleiner Einblick in einen Brauch der Lindwurmfeste. Fazit: Weihnachten wird zamonisch.