6 Tipps gegen eure Sexflaute

© Callum Chapman / Unsplash

Ist das Problem so alt wie unser romantisches Beziehungskonstrukt selbst? Wahrscheinlich. Mit den Jahren entwickeln wir uns von Lovern zu Komplizen, von Liebhabern zu Freunden und von Betthupferl zu Couch-Potatos. Wie findet ihr da wieder raus? Das fragt sich an einem Punkt garantiert jedes Paar. Hier ein paar Ideen von einem Paar, das es wirklich versucht hat. Sie haben das Experiment gewagt und ein Jahr lang ausprobiert, was in den Sexratgebern stand, ließen sich von Fremden und Freunden beraten und spürten ihren Beziehungsmuster nach.

  1. Nehmt es euch vor.
    Das klingt vielleicht etwas merkwürdig, ist aber ein beliebter Rat von Therapeuten. Manchen Paaren hilft es, das Liebesspiel bewusst zu planen. Also, tragt es in eure Kalender ein! Dahinter steckt die einfache und altbekannte Regel »Was du heute kannst besorgen …«. Denn sonst läuft es wie mit den anderen Dingen, die ihr gerne vor euch herschiebt: Ihr tut es irgendwann gar nicht mehr. Ihr müsst euch so lange aufraffen, bis es irgendwann von alleine passiert. Aber zu diesem Punkt müsst ihr erst einmal kommen.
  2. Macht es regelmäßig!
    Folgendes Szenario ergibt sich: Ihr tut es regelmäßig? Prima, dann bleibt dran! Eine sehr praktische Nebenwirkung davon ist, dass regelmäßiger Sex die Bindung stärkt und so ganz automatisch dafür sorgt, dass wir mehr wollen.
  3. Kauft euch Spielzeug.
    Noch nie war es so einfach, sich die abenteuerlichsten Dinge zu kaufen, ohne sich rote Ohren beim Kauf im Laden holen zu müssen. Das solltet ihr ausnutzen! Probiert euch einfach durch das Sortiment. Selbst wenn ihr am Ende einfach nur feststellt, dass es zu zweit und ohne spielerische Hilfsmittel am allerschönsten ist – etwas Besseres konnte euch doch gar nicht passieren.
  4. Seid mutig!
    Klar, ihr könnt ständig davon reden, aufregenderen Sex haben zu wollen und noch so viele Ratgeber zum Thema lesen, aus denen ihr euch dann die Dinge rauspickt, die am harmlosesten klingen. Aber das reicht leider nicht. Raus aus der Komfortzone, rein ins Abenteuer! Schreibt eure wildesten Sexfantasien auf und tauscht die Listen. Redet darüber – und dann los. Dabei lernt ihr euch völlig neu kennen. Die neu gewonnene Nähe hilft und erinnert euch vielleicht wieder an den Anfang eurer Beziehung, als es so viel Neues zu entdecken gab.
  5. Zögert es hinaus.
    Auch das mag vielleicht merkwürdig klingen – ist es doch genau das, was ihr ändern möchtet. Aber ein Berührungsverbot kann wahre Wunder bewirken. Vereinbart eine Zeitspanne, in der ihr absolut abstinent seid. Sogar Kuscheln ist verboten. Behaltet dabei immer im Hinterkopf, worauf das Ganze abzielt, denn das befeuert die Fantasie. Ist es dann endlich so weit, werdet ihr es gar nicht erwarten können, endlich wieder übereinander herfallen zu dürfen. Vor allem, wenn ihr irgendwann sogar extra Reizwäsche anzieht, um ihn zu ärgern und herauszufordern.
  6. Entspannt euch.
    Wer ist der größte Lustkiller schlechthin? Erwartungsdruck! Wir sollten aufhören, nach dem perfekten Sexleben zu eifern. Und was soll das überhaupt sein? Das, was uns Filme, Bekannte und Frauenmagazine vorgaukeln? Bestimmt nicht. Letztendlich fragt sich sowieso jeder, ob das oft genug und gut genug ist, was er da macht. Jedes Paar sollte seinen ganz eigenen Rhythmus finden. Problematisch wird es erst, wenn einer viel mehr will als der andere. Wenn aber beide kein sehr großes Bedürfnis mehr verspüren, ist das auch okay. Die ständige Angst vor dem Ende der Beziehung wird irgendwann zum Ende der Beziehung.

Mehr Anregungen gibt es im Selbstversuch von Theresa Bäuerlein und ihrem Freund Tom Eckert. Sie haben ein Jahr lang alles ausprobiert, was Sexratgeber so hergeben.

Theresa Bäuerlein, Tom Eckert

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Lange Liebesbeziehungen haben einen Preis, den jeder kennt – die Leidenschaft geht verloren. Vertrautheit ersetzt Herzklopfen, das Bett wird zur Kuschelzone. Aber muss das wirklich sein? Dieses Paar wagt das Experiment: Ein Jahr lang probieren sie aus, was die Sexratgeber hergeben, lassen sich von Fremden und Freunden beraten und spüren ihren Beziehungsmustern nach. Und tatsächlich: Das Feuer lässt sich wieder entfachen – aber ganz anders, als sie es erwartet hatten.

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